Path:
Why Berlin?

Full text: Berlin to go Issue 2016,1 Why Berlin?

to go

Berlin
Business-News zum Mitnehmen

1/2016

WHY
BERLIN?
Würth eröffnet
Competence
Center in Berlin

Schöneweide –
Neuer Glanz in
alten Hallen

IM INTERVIEW:

Kaufhof &
Zalando über
ShoppingErlebnisse

Doodle-Chef
Michael
Brecht
über den
Digital
Hub Berlin

NEUE PERSPEKTIVEN
FÜR INNOVATIVE UNTERNEHMEN.
Schöneweide bietet Investoren und Unternehmern auf Expansionskurs hervorragende Möglichkeiten,
ihre ganz persönliche Vision zu verwirklichen. Der attraktive Wirtschafts-, Wissenschafts- und
Technologiestandort liegt innerhalb des Entwicklungskorridors zwischen Berliner Innenstadt und der
aufstrebenden Airport Region Berlin Brandenburg.
■

WACHSTUMSORT für Unternehmen

■

FÖRDERUNG in Technologie-, Gründer-

an der Schnittstelle von Industrie & Design
■

Substanz
■

zentren und Coworking Spaces

550.000 m² ENTWICKLUNGSFLÄCHE
für Neubau und in denkmalgeschützter

START-UP UND INNOVATIONS-

■

URBANES UND KREATIVES UMFELD
direkt an der Spree

ABSOLVENTEN_INNEN UND
FORSCHUNG AUS ANGEWANDTEN
WISSENSCHAFTEN der Hochschule für
Technik und Wirtschaft Berlin

Mehr
zum
Zukunftsort
auf Seite
27/28

Sprechen Sie mit uns über Ihre Möglichkeiten:
REGIONALMANAGEMENT BERLIN SCHÖNEWEIDE
T. 030 5304 1110 / M. info@schoeneweide.com / www.schoeneweide.com

Das Regionalmanagement Berlin Schöneweide ist ein Projekt des Bezirksamtes Treptow-Köpenick
von Berlin in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung
im Rahmen des Wirtschaftsförderprogramms Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen

Wirtschaftsstruktur“ (GRW), finanziert zur Hälfte aus Bundes- und Landesmitteln und durch private
und öffentliche Kofinanzierer. Beauftragt mit der Projektdurchführung ist die WISTA-MANAGEMENT
GMBH Berlin Adlershof.
Foto: David von Becker, © Regionalmanagement Berlin Schöneweide

EDITORIAL

„Why Berlin –

Illustration Titel: Till Schermer; Fotos Titel: Bezirksmanagement Schöneweide, invizbk - Fotolia.com, Doodle; Porträt Dr. S. Franzke: Fotostudio-Charlottenburg

Die Hauptstadt als Magnet für Investoren,
Talente und Weltkonzerne“

EDITORIAL
Liebe Leserinnen und liebe Leser,
Berlins Anziehungskraft ist so stark wie nie: Investoren, Talente, Weltkonzerne – alle
strömen nach Berlin. Aber warum Berlin? Weil die deutsche Hauptstadt im Aufwind ist:
Das Wirtschaftswachstum lag im vergangenen Jahr erneut über dem Bundesdurchschnitt. Mit 2,1 Mrd. Euro Venture Capital hat Berlin 2015 die Startup-Krone Europas
erobert. Den Lockrufen der Innovationskraft, die von der Berliner Startup-Szene ausgehen, kann kaum ein Unternehmen widerstehen. Und wer nach Talenten sucht, wird
in Berlin schnell fündig.
Als Wirtschaftsförderung gestalten wir dieses Wachstum aktiv mit: 2015 hat Berlin
Partner für Wirtschaft und Technologie 99 Unternehmen auf ihrem Weg nach Berlin
begleitet – 60 % mehr als im Jahr zuvor. In dieser Ausgabe der Berlin to go geben wir
Unternehmen, die sich für Berlin entschieden haben, Raum für ihre Antwort auf die
Frage „Why Berlin?“. So erklärt beispielsweise Würth, warum die Digitalisierung der
Schraube in Berlin passiert. Corning Cable berichtet, wie ihre Vision von „A day made of
glass“ aus Berlin heraus mitgestaltet wird. Und die IT-Experten von Doodle skizzieren,
warum sie von Berlin aus die Internationalisierung ihres Unternehmens vorantreiben.
Eine spannende Lektüre wünscht Ihnen
 
Ihr Dr. Stefan Franzke

BERLIN TO GO

3

INHALT

BERLIN GOES

Berlins starker Jahresstart	6
Die Hauptstadt hat bundesweit Vorzeigecharakter

Stadtmarketing der besonderen Art	44
Berliner Produkte und Innovationen auf Europatournee

DISKURS: WHY BERLIN

Brain City wirbt für den Wissenschaftsstandort Berlin 	45
Berlin Partner zeigt Forschungsvielfalt

Was macht den Reiz von Berlin aus?	10
Die Gründe des Berlin-Booms

NETZWERK

An Berlin kommt eben keiner vorbei	12
Würth Elektronik im neuen Competence Center

Die Wissenschaft von der Schönheit	46
Swiss Cosmeceuticals agiert nun von Berlin aus

Globales Wachstum läuft von Berlin aus	14
Michael Brecht, CEO von Doodle, im Interview

Willkommen im Netzwerk	48
Die neuen Berlin-Partner 2016

Corning nutzt Berlin als Fenster zur Welt	16
Ein Blick ins Technologiezentrum in Adlershof

Aktive Berlin-Partner	52
Neuigkeiten der Netzwerkpartner auf einen Blick

Berlin im nationalen und internationalen Fokus	18
Immer mehr Unternehmen entscheiden sich für Berlin

POINT OF VIEW

SERVICE

Bunte Vielfalt im Süden Berlins	54
Neukölln ist ein Schmelztiegel der Kulturen

Der Kern der Marke Berlin ist Freiheit	22
IBB-Chef Dr. Jürgen Allerkamp im Gespräch

ELEKTROMOBILITÄT

Beste Unterstützung auf dem Weg nach Berlin	24
Berlin Partner begleitet Unternehmen nach Berlin

LOCATION
Mehr als Nachbarn 	26
Campus Charlottenburg und die City West

Mehr erfahren: E-Mobilität	57
Von Nutzungszahlen bis zum Laternenparker

EMPFEHLUNGEN
Wohin zum Essen mit Berlin-Besuchern?	58
Exklusive Empfehlungen der Berliner Meisterköche-Jury

Neuer Glanz in alten Hallen	27
Schöneweide auf dem Weg zum attraktiven Standort

Engagement für die Gegenwartskunst	60
Die Deutsche Bank KunstHalle

Neue Projekte auf traditionsreichem Boden 	28
Vom etablierten Unternehmen bis zum Startup

Kulturhighlights 2016	61
Die besten Veranstaltungen des Jahres im Überblick

AUF EINEN COFFEE TO GO …

BERLIN TO DO

Weltmarktführer für Seilspielgeräte	30
Die Geschäftsführer der Berliner Seilfabrik im Interview

Termine zum Mitnehmen	62
Veranstaltungen, Messen und mehr

CLUSTER

CONGRATULATION

Neues aus den Clustern und Branchen	32
Ansiedlungen, Entwicklungen und neue Trends

Partner für Berlin gratuliert	64
1. FC Union, STADT UND LAND und die ITB feiern

STARTUP

UNTERHALTUNG

Brutstätte für Gründer und Gründungswillige	38
Immer mehr Acceleratoren und Inkubatoren eröffnen

Wussten Sie schon …	65

Wo Einkaufen zum Erlebnis wird	40
Galeria Kaufhof versus Zalando – Ein Disput

STECKBRIEF

Die digitale Ladenkasse	42
Inventorum macht digitale Geschäftsprozesse einfacher

4

BERLIN TO GO

Ekkehard Streletzki: Eigentümer des Estrel Hotels 	66

Illustration: Till Schermer

NEWS TO GO	

Berlin 94.8 FM

With journalists in more countries than
any other international news broadcaster,
we don’t just report a story, we live it.

NEWS TO GO

BERLINS STARKER JAHRESSTART
Die Touristenzahlen steigen, die Arbeitslosenquote sinkt – Die Hauptstadt hat
bundesweit Vorzeigecharakter

Wirtschaft in Hochstimmung
Das konjunkturelle Klima in Berlin-Brandenburg zeigt sich zum
Jahresbeginn 2016 von seiner besten Seite: Der Konjunkturklimaindex für die Region zählt laut Umfrage der Industrie- und
Handelskammer 135 Punkte – der höchste Wert seit Beginn der
Zeitreihe im Jahr 1995. Der Klimaindex gibt Auskunft über die
aktuelle Geschäftslage und die Erwartungen der Unternehmen.
Die hervorragende Stimmung ist in allen Branchen den sehr gut
laufenden Geschäften zu verdanken. Die meisten Unternehmen
erwarten, dass sich die schwungvolle Geschäftstätigkeit auch in
den kommenden Monaten fortsetzen wird.

Arbeitslosigkeit signifikant verringert
Die Berliner Arbeitslosenquote erreichte Ende 2015 einen
historischen Tiefpunkt. Erstmals seit 1991 wurde die 10 %Marke erreicht. Noch im November 2011 lag die Quote
bei 12,2 %.

Kongresse und Messen in Berlin sind wichtige Konjunkturtreiber, so lautet das Fazit einer neuen Studie der Investitionsbank
Berlin. Aussteller und Besucher ließen vergangenes Jahr rund 1,4 Mrd. Euro in der Stadt. Laut Studie löst 1 Euro Messe- und
Veranstaltungsumsatz 5,10 Euro zusätzliche Kaufkraft in Berlin aus. Allein an Steuereinnahmen generieren die Gäste von der
Grünen Woche bis hin zu Ärztekongressen rund 65 Mio. Euro im Jahr.

Fotos: Colourbox.de, Messe Berlin

Florierende Einnahmequelle

NEWS TO GO

Zuschüsse für Digitalisierung erhöht
Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung hat mit der Veröffentlichung der neuen Richtlinien
das Förderprogramm Transfer BONUS zum 1. Januar 2016
erweitert. Die Ergänzung rückt den Bereich Digitalisierung
in den Fokus. Berliner Unternehmen können dafür nun
einmalig einen Zuschuss von bis zu 45.000 Euro erhalten,
wenn sie projektbezogen mit einer Wissenschaftseinrichtung zusammenarbeiten. Ziel der Erweiterung ist, kleine
und mittlere Firmen beim digitalen Wandel in Richtung
Industrie 4.0 zu unterstützen. Das Förderprogramm wird
durch die IBB Business Team GmbH, einer 100%igen Tochter der Investitionsbank Berlin, durchgeführt. Seit Jahresbeginn kann der Antrag online auf der Website von Transfer
BONUS gestellt werden.

Berlin über dem Bundesdurchschnitt
Laut Analyse der Investitionsbank Berlin (IBB) wird das
Berliner Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2016 um 2,0% zulegen, allerdings mit einem wechselhaften Verlauf in den
ersten beiden Quartalen (+2,1% und 1,8%). Damit wird die
deutsche Hauptstadt im Jahresverlauf 2016 erneut stärker
wachsen als Deutschland insgesamt (+1,8%). Diese Einschätzung wird durch die jüngste Mittelstandsumfrage
des DIW bestätigt.

Illustration: Till Schermer, Foto: Lukas Gojda - Fotolia.com

Matching-Plattform bringt
Hilfsprojekte und
Unternehmen zusammen
Um Unterstützung und Integration von
Geflüchteten zu fördern, hat Partner
für Berlin die Matching-Plattform „allehelfen-jetzt.de“ ins Leben gerufen. Ziel
ist es, die zahlreichen Hilfsprojekte und
Social Entrepreneurs der Hauptstadt
sichtbar zu machen. Unternehmen, die
sich für Geflüchtete engagieren möchten, erhalten auf der Plattform einen
Überblick und können so gezielt Projekte
unterstützen. So kann Unterstützung
schneller ankommen und Integration
gefördert werden.

BERLIN TO GO

7

NEWS TO GO

Bilanz von Berlin Partner:
6.650 Arbeitsplätze für Berlin
Die Berliner Wirtschaft wächst weiter. Diese positive Entwicklung zeigt auch die Berlin Partner für Wirtschaft und
Technologie GmbH mit ihrer Bilanz 2015: In 289 Projekten
hat Berlin Partner Unternehmen unterstützt, die insgesamt 6.650 Arbeitsplätze in Berlin realisieren. Dabei werden rund 723 Mio. Euro investiert. In Berlin schlägt das
digitale Herz Europas: Über die Hälfte der Arbeitsplätze
entstehen in den Zukunftsbranchen IKT, Medien, Kreativwirtschaft. Aber auch die Industrie wächst am Standort: In den industriellen Bereich fließt rund die Hälfte der
Investitionen. Genau an der Schnittstelle dieser beiden
Branchen zeigt sich Berlin als the place to be: Für Themen
wie Industrie 4.0 bietet die deutsche Hauptstadt mit ihren
zahlreichen Startups und der innovativen Forschungslandschaft das beste Umfeld. Immer mehr nationale und
internationale Unternehmen siedeln in Berlin daher ihre
Entwicklungs- und Innovationszentren an. Mit dem Knowhow der hiesigen Startup-Szene führen sie ihre Unternehmen aus Berlin heraus ins digitale Zeitalter.

Europas erfolgreichstes Städteticket: Die WelcomeCard

Fotos: iStock/fatihhoca visitBerlin/Dirk Mathesius

Berlin-Entdecker genießen mit der Berlin WelcomeCard ab diesem Jahr zahlreiche
neue Vorzüge. Das beliebte Touristenticket steht nun in allen Tagesvarianten von
zwei bis sechs Tagen zur Verfügung und beinhaltet neben der Fahrt mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln Ermäßigungen zwischen 25 % und 50 % bei über 200 touristischen Angeboten. Sie bieten eine Vielfalt an Aktivitäten, von Klassikern bis zu
Neuentdeckungen – vom Berliner Fernsehturm, von Madame Tussauds und Spreeschiffsfahrten bis zu einem Besuch des Waldhochseilgartens Jungfernheide, zahlreicher Restaurants oder Musicals. Die Website berlin-welcomecard.de führt
Berlin-Besucher in wenigen Klicks zur richtigen Ticketvariante und zeigt
alle Vorteile auf einen Blick.

8

BERLIN TO GO

NEWS TO GO

Tourismuszahlen weiter steigend
Wer erinnert sich nicht noch an das sprichwörtliche Highlight aus dem Jahr 2014: die „Lichtgrenze“. Im November 2014
zog das Ereignis zahlreiche Touristen nach Berlin. Auch wenn im November 2015 keine „Lichtgrenze“ erstrahlte, strömten
trotzdem wieder zahlreiche Touristen in die Hauptstadt. Und zwar gleich 4,2 % mehr als im Vorjahr. Das ergeben die neuen
Tourismusdaten vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. 2015 wurden in Berlin insgesamt 12,37 Mio. Gäste und 30,25 Mio.
Übernachtungen (plus 5,4 %) gezählt. Die Besucher aus dem Ausland legten mit 9,2 % überdurchschnittlich zu.

Besucher aus aller Welt
Zahlreiche Touristen aus aller Welt kamen auch 2015 wieder in die Hauptstadt:

Italien
0,94 Mio. Gäste
(+ 1,2 %)	

Großbritannien
1,5 Mio. Gäste
(+ 19,6 %)	

Illustration: Till Scherme

Niederlande
0,85 Mio. Gäste
(+ 2,2 %)

USA
1,1 Mio. Gäste
(+ 17 %)

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DISKURS

WHY...
Berlin ist als Standort bei Investoren,
Unternehmern, Forschern und Talenten
aus dem In- und Ausland gefragter denn je.
Was macht den Reiz der Stadt aus?

erlin baut seine Spitzenposition als Startup-Hub in Europa weiter aus: Mit 2,1 Mrd.
Euro erhielten die Startups
der Hauptstadt im letzten
Jahr eine mächtige Finanzspritze. In keiner anderen Stadt in Europa
überzeugte die Start­up-Szene Investoren
so sehr wie in Berlin. Neben Geldgebern
aus der ganzen Welt haben die großen
Konzerne den Berliner Gründergeist für
sich entdeckt. In Innovationszentren, die
sich über die gesamte Stadt verteilen,
tüfteln sie gemeinsam mit jungen Gründern an der Digitalisierung von Prozessen
und Dienstleis­tungen oder arbeiten an
neuen Produkten. Letzten Oktober eröffnete der Schraubenhersteller Würth ein
Competence Center im Technologiepark
Adlershof, um die Weichen für die digitale
Zukunft des Unternehmens zu stellen:
weg von der Schraube hin zu kabellosen
Lösungen wie beispielsweise dem Aufladen von Smartphones durch Elektronik,
die in der Tischplatte integriert ist (S.12).

10

BERLIN TO GO

in wertvoller Pluspunkt sind
die Freiräume, die sich Berlin
seit dem Mauerfall bewahrt
hat. Waren es zunächst leer
stehende Gebäude und Kellerräume, in der die Techno-­
Gemeinde zu vibrierenden Beats die
Nächte durchtanzte, sind es heute die
kreativen Freiheiten, die die Entwicklung
von Innovationen in der Wirtschaft befeuern. Auch in der Küche sind der Experimentierfreude keine Grenzen gesetzt.
Das Angebot kulinarischer Highlights
scheint unendlich – auf S.58 und 59 gibt
die Meisterköche-Jury Tipps für den
nächs­ten Restaurantbesuch.

ichtig gut leben lässt es sich
in Berlin. Beim vielbeachteten Städte-Ranking des
internationalen Nachrichten- und Lifestyle-Magazins
Monocle landete Berlin 2015
auf dem dritten Platz der lebenswertesten Städte der Welt. Das Treppchen teilte
sich die deutsche Hauptstadt mit Tokio
(1. Platz) und Wien (2. Platz). Sicherlich
ein entscheidender Faktor: In Berlin lässt
es sich vergleichsweise günstig wohnen
und leben. Und Berlin ist grün - kaum
eine andere Hauptstadt hat so viele Parks,
Gärten und Grünzüge. Auch das ist ein
Grund, warum Familien gerne hier her
ziehen. Welche kulturellen Höhepunkte
die Berliner 2016 erwarten, verrät die
Übersicht auf S.61.

Illustration: Till Schermer

DISKURS

aut des Amts für Statistik Berlin
Brandenburg beenden jährlich
rund 30.000 Absolventen an
den Berliner Hochschulen ihre
akademische Laufbahn. Talente
in Berlin zu finden, fällt leicht.
Wer dennoch nicht fündig wird, hat in
der Regel beste Chancen Fachkräfte aus
anderen Teilen Deutschlands oder der
Welt nach Berlin zu locken. Der Anziehungskraft können nur wenige widerstehen. Ein weiteres Plus: Berlin ist
international – Menschen aus über 180
Nationen leben in der Stadt. Für Unternehmen mit internationaler Ausrichtung
ist eine Belegschaft mit heterogener Herkunft häufig entscheidend, um in ihren
Zielmärkten erfolgreich zu agieren. Auch
für Doodle, Anbieter des bekannten Terminfindungstools, war dies eines der entscheidenden Argumente für die Gründung
der ersten internationalen Tochtergesellschaft in Berlin (S.14)

n Europa zählt Berlin zu den vielfältigsten und größten Wissenschaftsregionen. Die Besonderheit:
Forschung und Wissenschaft decken
eine enorme Bandbreite an Themenfeldern ab – für jede Fachrichtung
lässt sich ein Experte finden. Die Kampagne Brain City, die Berlin Partner Anfang
März gestartet hat, stellt einige von ihnen
vor (S.39). Wirtschaft und Wissenschaft
arbeiten in Berlin in vielen Bereichen eng
zusammen. Besonders sichtbar wird diese
Nähe bei den Berliner Zukunftsorten wie
z. B. Schöneweide (S. 27) oder Campus
Charlottenburg/City West (S. 26).

icht nur, dass Berlin die
europäische Hauptstadt der
Digitalisierung ist – Berlin
bietet damit auch ideale
Bedingungen, um Lösungen
für Zukunftsthemen wie
Smart City, Industrie 4.0 oder Green
Technologies zu entwickeln: Wie kommen
die Bewohner in Metropolen von morgen
schnell von A nach B, ohne die Umwelt zu
belasten? Wie lassen sich, immer wiederkehrende Prozesse in der Industrie automatisieren? Mit welchen Verfahren lassen
sich Produkte in der Industrie ressourcenschonender herstellen? Für diese und
viele weitere Herausforderungen, die sich
unsere wachsende Gesellschaft zukünftig
stellen muss, arbeiten Unternehmer, Forscher und Gründer in Berlin an smarten
Lösungen. Digitalisierung ist zum Treiber
vieler neuer Geschäftsmodelle geworden.
Das Startup Inventorum hat in Berlin zum
Beispiel die digitale Ladenkasse für Einzelhändler entwickelt (S.42). cb

BERLIN TO GO

11

DISKURS

„AN BERLIN KOMMT EBEN
KEINER VORBEI“
Die weltweit tätige Würth Elektronik eiSos Gruppe verzahnt sich mit ihrem neuen
Competence Center in Berlin-Adlershof eng mit Forschung und Entwicklung

Neu angelegte Straßen, hochmoderne Büro- und Geschäfts­
komplexe, zwischen den Gebäuden großzügige Atrien und
Begegnungsorte. Wissenschaft, Forschung, Industrie und
Technik wechseln sich ab, internationale Player sind hier
genauso zu Hause wie kleine Startups und Thinktanks. Die
Rede ist von Berlin-Adlershof, das sich als neues Scienceund Business-Zentrum im Osten der Stadt einen Namen
gemacht hat. Ein kleiner „Stanford Industrial Park“ (die
Wiege des späteren Silicon Valley) vernetzt hier die Akteure
der Industrie 4.0. Ganz vorne mit dabei: das am 23. Oktober
2015 eröffnete Competence Center der Würth Elektronik
eiSos GmbH & Co. KG.
Pierre Lohrber, Leiter des neuen Standorts, freut sich
über die Aufbruchstimmung. Seit über vier Jahren ist er
für das baden-württembergische Unternehmen tätig und

verantwortet neben der Kondensatorensparte auch die Leitung des Berliner Standorts. „Unser Unternehmen fertigt
elektronische und elektromechanische Bauelemente, im
Speziellen passive Bauelemente, Power-Module und LEDs.
Über die vergangenen Jahre war es unser Ziel, in diesen
Bereichen mit exzellentem Service auf dem Markt herauszustechen. Was uns antreibt, ist Innovation vom ersten Entwicklungsmoment an. Statt nur ein Bauteil zu entwickeln,
schalten wir uns frühzeitig in den Entwicklungsprozess
ein und erarbeiten mit unseren Partnern Gesamtlösungen
als Systemanbieter.“ Lohrbers Team besteht überwiegend
aus Entwicklungs- und Applikationsingenieuren, die neue
Bauteile entwickeln oder mit Kunden bei Anwendungsentwicklung und Integration zusammenarbeiten. Am Standort
werden dazu auch Seminare und Trainings angeboten.
Innovation ist ein Unternehmenswert, für den die WürthGruppe seit 1945 steht. Ihr Spiritus Rector, Reinhold Würth,
hatte das Unternehmen nach dem Tod seines Vaters mit jungen 19 Jahren übernommen und mit beispiellosem strategischem Geschick zum Weltkonzern ausgebaut. Sein Prinzip: den Kunden durch Qualitätsarbeit begeistern. „More
than you expect“ lautet auch der internationale Slogan
des Unternehmens. „Die Qualität unserer Produkte und
Dienstleistungen ist für uns seit jeher ganz klar im Fokus“,
betont Lohrber. Das gilt im Mutterhaus genauso wie in
allen Würth-Tochtergesellschaften. Doch was bedeutet das?

Bald möglich durch Würth-Technologie: Smartphones einfach auf der Tischplatte laden.

12

BERLIN TO GO

Alle Fotos: © Würth

Über 6.100 Mitarbeiter weltweit sind für die Würth
Elektronik eiSos Gruppe tätig, eine Tochter der WürthGruppe aus Künzelsau, die als Weltmarktführer für
Montagematerial Wirtschaftsgeschichte geschrieben
hat. Der Konzern, der von Prof Dr. h.c. mult. Reinhold
Würth gelenkt wird, ist in vielerlei Hinsicht ein Vorzeigeunternehmen. Besucht man Pierre Lohrber, den Leiter
des nagelneuen Competence Center der Würth Elektronik
eiSos in Berlin, erhält man schnell einen Eindruck, weshalb. Die Würth-Mission lautet: Innovation.

DISKURS

Lohrbers Antwort: „Wer Qualität liefern will, muss innovativ
bleiben. Wer Innovation schaffen möchte, muss nachhaltig
entwickeln. Innovation und Nachhaltigkeit sind also unsere
eigentlichen Erfolgsfaktoren.“
Die Entscheidung für den Berliner Hotspot der internationalen Industrie- und Technikszene lag somit auf der
Hand. „Berlin hat eine wahre Sogwirkung. Es ist als Hauptstadt unwahrscheinlich weltoffen und liberal, besitzt einen
unverstellten, eben nicht gefälligen Charme, der aus seiner
Historie als Arbeiterstadt herrührt, und bietet eine enorme
Vielfalt an Kultur und Berufs- oder Netzwerkmöglichkeiten. Wer als Unternehmen heute zukunftsweisend mit den Im Aufbau: das Competence Center von Würth Elektronik.
Akteuren der Industrie 4.0 zusammenarbeiten möchte, findet in Berlin den perfekten Boden dafür.“ Man kann Lohrber ist ein immenser Standortvorteil.“ Das Unternehmen bietet
seine Begeisterung für die Spreemetropole ansehen, wenn zu diesem Zweck neben berufsbegleitenden Bachelor- und
er spricht. Bei 150 Geschäftsreisetagen im Jahr kommt der Masterarbeiten auch vielfältige Einstiegsmöglichkeiten an.
Berliner immer wieder gerne nach Hause und schätzt den
unprätentiösen Charakter seiner Heimatstadt. Der Technolo- Das Competence Center der Würth Elektronik eiSos Gruppe
giepark Adlershof funktioniert für sein Unternehmen wie ein ist zunächst auf 40 Mitarbeiter ausgelegt, mittelfristig sollen
Inkubator. „Die Vernetzung mit unseren Nachbarn vor Ort es rund 100 werden, die Wachstumsoptionen nach oben
– Forschungseinrichtungen, universitäre Partner, Kunden – sind offen. Für 2020 sieht die Firmenstrategie 800 Mio. Euro
funktioniert hervorragend. Im Zuge unserer Ansiedelung hat Umsatz für das Tochterunternehmen vor. Ein großes Ziel,
Berlin Partner uns sehr aktiv beim Networking unterstützt“, dem Lohrber mit Tatkraft entgegensieht. „Unternehmeriso Lohrber. Besonders spannend ist für ihn die Verbindung sche Evolution ist eine Frage der Entwicklungsoptionen. In
zum Ingenieurs- und Entwicklernachwuchs aus Startups, Adlershof haben wir die perfekten Voraussetzungen dafür
Wissenschaftsforen und Thinktanks. „Hier arbeiten so viele – hier kann wirklich etwas aufgebaut werden. Und mit Berjunge Menschen aus aller Welt an technischen Innovationen. lin bieten wir den ‚place to be‘, der unserem Unternehmen
Ihr Know-how und unsere Umsetzungsstärke zu vereinen zusätzliche Attraktivität für Bewerber aus aller Welt verleiht.“ Kein Zufall also, dass auf dem Klingelschild am Firmengebäude in Adlershof zwei weitere Namen international
tätiger Firmen zu finden sind, die sich mit der gleichen ZielFakten und Zahlen
setzung angesiedelt haben. Dass diese beiden Firmen aller•		
Würth Gruppe (Mutterhaus): Hauptsitz in Künzelsau, ca.
dings zufällig auch aus Künzelsau stammen, bringt Lohrber
69.000 Mitarbeiter in über 400 Gesellschaften und 80
zum Schmunzeln. „An Berlin kommt eben keiner vorbei.“ ih
Ländern der Erde. Jahresumsatz 2015: ca. 11 Mrd. Euro.
Im Kerngeschäft Weltmarktführer für den Handel von
Montage- und Befestigungsmaterial. Stiftungsaufsichtsrat: Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth
•		
Würth Elektronik Gruppe: Stammsitz in Niedernhall, ca.
7.400 Mitarbeiter in 50 Ländern. Jahresumsatz 2014: ca.
527 Mio. Euro, eine der erfolgreichsten Gesellschaften der
Würth Gruppe. Leitung: Jürgen Klohe, Jörg Murawski
•	 W
	 ürth Elektronik eiSos Gruppe: Hauptsitz in Waldenburg,
ca. 6.100 Mitarbeiter in 50 Ländern, Jahresumsatz 2015:
ca. 475 Mio. Euro. Kerngeschäft: passive Bauelemente,
Power-Module und LEDs. Einer der größten europäischer
Hersteller passiver Bauelemente. Leitung: Oliver Konz,
Thomas Schrott

Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführung Berlin Partner, Pierre Lohrber, Leiter
Competence Center Berlin, Würth Elektronik eiSos, Michael Müller, Regierender
Bürger­meister von Berlin, Jörg Murawski, Geschäftsführung Würth Elektronik
Gruppe, und Oliver Konz, Geschäftsführung Würth Elektronik eiSos Gruppe (v.l.n.r.).
BERLIN TO GO

13

DISKURS

„GLOBALES WACHSTUM
LÄUFT VON BERLIN AUS“
Im Gespräch mit Berlin to go wirft der Serial Entrepreneur Michael Brecht, CEO von Doodle,
einen Blick auf Berlin als Digital Hub und spricht über die Zukunft seines Unternehmens

Doodle heißt „Rumkritzeln, rumspielen“ – ein ähnlich eingängiger Name wie Google. Weshalb die meisten Menschen
wahrscheinlich denken, Doodle sei eine US-Firma aus dem
Silicon Valley. Wie ist es denn wirklich?
Michael Brecht (MB): Stimmt, die wenigsten wissen, dass
wir ein Schweizer Unternehmen sind, das 2008 in Zürich
von zwei Absolventen der ETH Zürich gegründet wurde.
Die beiden Gründer haben 2014 ihre Anteile an die Tamedia
AG verkauft, die als heutige Muttergesellschaft die globale
Expansion von Doodle vorantreibt.
Sie selbst sind seit über 20 Jahren in den digitalen Medien zu
Hause und haben in Australien und Asien gelebt. Wie kamen
Sie zu Doodle?
MB: Anfang 2014 habe ich das Ruder übernommen und bin
als CEO bei Doodle eingestiegen. Für mich bietet Doodle
alle Möglichkeiten, die digitale Evolution mit voranzutreiben – als Teil der Tamedia AG, des größten Medienhauses

der Schweiz, aber auch als innovatives Unternehmen, das
zum weltweit beliebtesten Online-Tool für Terminfindung
herangewachsen ist.
Warum fiel die Entscheidung, die deutsche Tochter in Berlin
zu gründen?
MB: Wir wussten immer, dass wir für die internationale
Expansion einen weiteren Standort in Europa benötigen. Ich
habe sehr stark auf die Gründung in Berlin gedrängt, weil
ich hier zur Wendezeit gelebt und mich in die Stadt förmlich verliebt habe und weil Berlin uns als Digital Hub die
perfekte Anbindung für unsere Wachstumsoffensive bietet.
Welche Aufgaben haben Sie mit an die Spree gebracht?
MB: Wir arbeiten mit einem eigenen Entwicklerteam vor
Ort an der Weiterentwicklung der Doodle-Mobile-App für
iOS und Android. Früher haben wir dafür mit externen
Entwicklern gearbeitet. Seit rund zwei Jahren aber sehen
wir einen ganz starken Switch in Richtung Mobile. Ein
wesentlicher Schritt war es deshalb, den Mobile Shift mit
eigenen Kompetenzen zu besetzen. Dafür ist Berlin natürlich ein großartiger Standort.
Inwiefern?
MB: Hier sind die richtigen Leute mit dem richtigen Knowhow. Und die Vernetzungskultur wird hier in einem
hohen Maße gelebt. Beispielsweise haben wir uns für den

Papierkalender waren gestern,
heute werden Termine auf dem
Smartphone verwaltet.

14

BERLIN TO GO

Alle Fotos: © Doodle

28 Millionen Menschen nutzen aktuell pro Monat das
Online-Terminfindungstool Doodle. Im Februar 2015
hat das Schweizer Unternehmen seine deutsche Tochter in Berlin gegründet. Die globale Expansion wird von
hier aus gesteuert. CEO Michael Brecht, der als erfolgreicher Mehrfachgründer im Digital Business weiß, worauf es ankommt, spricht über die Standortwahl und die
Wachstumsoffensive seines Unternehmens.

DISKURS

gewachsen. In letzter Zeit haben wir damit begonnen, uns
in weniger starken Märkten strategisch aufzustellen und
Doodle bekannter zu machen. Das Gleiche gilt aber auch
für die stark wachsenden Märkte wie zum Beispiel Brasilien. Im Vorfeld von Olympia 2016 treten wir hier deutlich prominenter auf. Und diese globale Strategie, unser
gesamtes globales Wachstum steuern wir von Berlin aus.

Dank Doodle lassen sich Termine mit anderen ganz einfach koordinieren.

Bereich Suchmaschinenoptimierung eine externe Agentur gesucht, mit der wir sehr eng und erfolgreich zusammenarbeiten. Nachdem wir mittlerweile in 21 Sprachen
live sind, ist es erfolgsentscheidend, dass wir den entsprechenden Support von unseren externen Partnern vor Ort
erhalten. Das klappt hervorragend, und wir freuen uns,
ein aktiver Teil des Digital Hubs Berlin zu sein! Wir haben
hier aber nicht nur tragfähige Partnerschaften geschlossen, wir werden mittlerweile auch von Startups angesprochen, um Doodle dort einzubringen. Und das machen wir
natürlich besonders gerne.
Ihr Herz schlägt für Startups. Sie selbst haben mit Erfolg
mehrere Gründungen hingelegt, darunter etwa urbia.com
und 52weine. Wie unterstützen Sie junge Gründer?
MB: In zweifacher Weise. Zum einen als Berater in der Wachstumsphase. Zum anderen durch das Thema Produktivität
nach dem Leitspruch: We help you to work smarter – not harder! Ich habe gerade einen Interviewband zum Thema Produktivität veröffentlicht (Anm. d. Red.: The Productivity Book.
30 Professionals Talk about their Time Management) und
spreche als Gastredner und Keynote-Speaker unter anderem
auch über unternehmerische Produktivität. Doodle ist dafür
natürlich ein tolles Instrument.
Apropos Wachstum: Wie sieht Ihre Zielsetzung für die Expansion von Doodle aus?
MB: Neben dem Entwicklungsstandort ist Berlin für uns
der Ort, an dem wir unser Marketing ausbauen und unseren Supportbereich aufbauen werden. Der Kundensupport
wurde bislang auf Deutsch und Englisch abgewickelt, wir
wachsen aber immens in spanisch- und portugiesischsprachigen Märkten. Daher arbeiten wir aktuell am Ausbau unseres Supportteams in diesen Sprachen. Berlin ist
auch in dieser Hinsicht eine exzellente Wahl, weil die Stadt
Fachkräfte aus allen Teilen der Erde anzieht. Und genau
die brauchen wir.
Welche Ziele haben Sie sich für Doodle gesetzt?
MB: Stand heute nutzen weltweit 28 Millionen Menschen
pro Monat unser Tool, um gemeinsame Termine zu finden. Warum sollten es nicht 200 Millionen werden? Unsere
Aufgabe ist es also, den Produktivitätsvorteil von Doodle
weltweit bekannt zu machen. Früher sind wir massiv viral

Was ist Ihre persönliche Vision für Doodle?
MB: Ich will, dass Doodle sich als weltweiter Standard für
die Terminfindung etabliert. Unser großer Vorteil ist, dass
wir herstellerunabhängig funktionieren und die Terminergebnisse unserer User in die diversen Kalendersysteme
exportieren können, ohne an eine technische Plattform
gebunden zu sein.
Sie sagten vorhin, Sie hätten sich zur Wendezeit in Berlin
verliebt. Wie ist es für Sie heute nach vielen Jahren im Ausland, in die Hauptstadt zurückzukehren?
MB: Ich habe alleine sechs Jahre in Australien gelebt und
bin mit meiner Familie in fünf verschiedenen Ländern zu
Hause. Nach Berlin zurückzukommen war für mich mit
einer großen Wiedersehensfreude verbunden. Als ich die
Stadt im Wendejahr kennenlernte, war das eine total spannende Zeit! Berlin war so bunt, so wild, so anders. Gute 25
Jahre später hat sich die Stadt natürlich massiv verändert.

Treibt am Standort Berlin die globale Expansion für sein Unternehmen
voran: Doodle-CEO Michael Brecht.

Wie fühlt sich Berlin denn heute für Sie an?
MB: Das ist gar nicht so einfach zu sagen. Berlin ist nach
wie vor sehr spontan. Mir gefällt, dass die Stadt nicht so
poliert daherkommt wie viele andere Städte. Das erinnert
mich an die Kreativität von New York, eine Stadt, die ich
auch sehr liebe. Der Unterschied zu damals ist aber: Früher war Berlin voll von dieser ungestümen Kraft. Heute hat
sie sich auf gewisse Ecken zurückgezogen, die noch an das
ursprünglich Kreative der Wendezeit erinnern. Doch bei
allem Wandel ist der Charakter der Stadt gleich geblieben.
Berlin ist damals wie heute spontan, kreativ und unprätentiös. Das hatte ich vermisst und deshalb freue mich sehr,
dass ich mit Doodle wieder zurückkommen konnte!
Herzlichen Dank für das Gespräch! Interview Ines Hein
BERLIN TO GO

15

DISKURS

CORNING NUTZT BERLIN ALS
FENSTER ZUR WELT
Thomas Edison erzeugte Licht in seinem Labor. Doch bevor er es irgendwohin mitnehmen
konnte, benötigte er ein Behältnis dafür. Auf der Suche nach einer Lösung wandte er sich
an Corning, und es entstand die Glühbirne
Fast 140 Jahre nachdem Corning Edison dabei geholfen
hatte, die Welt zu erleuchten, entwickelt das Unternehmen noch immer neue Technologien und Innovationen,
die das Leben von Millionen von Menschen in Europa und
der ganzen Welt bereichern. Mit dem Corning Technologiezentrum im Wissenschafts- und Technologiepark
Adlershof ist ein wichtiger Standort in Berlin entstanden.

Corning hat die Glastechnologie durch ein
besonderes Innovationskonzept und umfassende wissenschaftliche Forschung stetig
weiterentwickelt. Im Jahr 2012 eröffnete das
Unternehmen sein Technologiezentrum in
Berlin und kam so in die Nähe der tiefgreifenden technischen und wissenschaftlichen Expertise der Stadt in den Bereichen
Optik, Werkstoff kunde, Chemie- und
Maschinentechnik.
Zudem war Corning an einem Technologiezentrum in Deutschland interessiert,
um enger mit seinen europäischen Kunden zusammenzuarbeiten. Das Technologiezentrum in Berlin präsentiert die
neuesten Entwicklungen von Corning.

Trotz seiner Präsenz in Deutschland und der langen Innovationsgeschichte ist Corning das wohl bekannteste amerikanische Unternehmen, von dem ein Großteil der deutschen Verbraucher noch nie etwas gehört hat – und viele
von ihnen halten genau in diesem Moment ein Teil von
Corning in den Händen.
Das Glas Corning® Gorilla® ist dünn, widerstandsfähig,
optisch klar und wurde bereits für 4,5 Milliarden Smartphones, Tablets und Touchscreens verwendet. Viele dieser Geräte kommunizieren über optische Glasfasern, eine
weitere Erfindung von Corning. Aber der Wirkungsbereich
des Unternehmens reicht weit über tragbare Elektronik
hinaus. Die Corning Keramiksubstrate befinden sich in
den Katalysatoren von Mio. Fahrzeugen. Auch PyrexLaborglas und -Kochgeschirr wurden von einem CorningForscher entwickelt.
16

BERLIN TO GO

Im Januar 2016 hat Corning auf der Internationalen Consumer Electronics Show Innovationen wie diese vorgestellt. Das Unternehmen strebt eine Zusammenarbeit mit
europäischen Firmen über seine Technologiezentren in
Paris und Berlin an, um seine Vision im Sinne von „A Day
Made of Glass“ zu verwirklichen.

Foto: Corning

Das Glas Corning Gorilla wird weltweit für Smartphones, Tablets und
Touchscreens verwendet.

Als ein führender Entwickler für Touchscreen-Werkstoffe hat Corning viele Visionen für neue Anwendungen. Die Menschen werden von Touchscreens umgeben
sein, was die Arbeit vereinfacht und das
Leben angenehmer macht. Corning zeigt
einige dieser Anwendungen in seinem
Video „A Day Made of Glass“. Dort stellt ein
Mädchen mithilfe eines interaktiven Bildschirms in Form eines Wandschranks sein
Outfit für den Tag zusammen, während seine
Mutter im Nebenraum ihren Bürokalender auf
einem Bildschirm im Kosmetikspiegel checkt.
Das Video zeigt außerdem einen Medizintechniker in einem Krankenhaus, der einen interaktiven
Bildschirm zur genauen Positionierung eines Scanners nutzt. Eine Beifahrerin dunkelt das Autofenster
gegen das blendende Morgenlicht ab, indem sie ihren
Finger darüber gleiten lässt und eine Geschäftsfrau
nutzt für ihre Präsentation die gesamte Wand des Konferenzraums als Tabelle.

Foto: fotolia.com – Sergey Nivens

DISKURS

BERLIN TO GO

17

DISKURS

BERLIN IM NATIONALEN UND
INTERNATIONALEN FOKUS
Ob Headquarter, Innovationszentrum oder Produktionsstätte – Immer mehr Unternehmen
entscheiden sich für den Wirtschafts- und Technologiestandort Berlin

Dental Wings

Dental Wings ist ein Beispiel dafür, wie Berlin als Schnittstelle von Digitalwirtschaft und klassischen Industrien
punktet: Das kanadische Health-IT-Unternehmen eröffnete
2015 eine Dependance in Berlin. Dental Wings ist ein führender Anbieter digitaler Lösungen für die Dentalbranche
– dazu zählen u.a. dentale Scananwendungen, Implantatplanung und geführte Chirurgie sowie Design von Zahnersatz. Vom Standort Berlin aus betreibt das Unternehmen
Softwareentwicklung und Produktreparatur.

Techstars, einer der führenden Startup-Acceleratoren der
USA, wählte Berlin als zweiten Standort in Europa und nimmt
als Accelerator jeweils zehn Startups in sein dreimonatiges
Programm auf. Sie erhalten eine Finanzierung von jeweils
120.000 Dollar sowie Mentoring. Das Programm startete im
Sommer 2015. Berlin wurde aufgrund seiner dynamischen
Startup-Landschaft als weiterer Techstars-Standort ausgewählt. In 2016 folgt zudem der US-amerikanische Coworking-Anbieter WeWork. Das mit rund 10 Mrd. Dollar
bewertete Unternehmen wird gleich drei Standorte mit Arbeitsplätzen für Gründer in Berlin eröffnen.

18

BERLIN TO GO

Cisco Systems

Cisco eröffnete 2014 in Berlin das Cisco Center of Innovation
Berlin: openBerlin ist eines von weltweit sechs Innovationszentren und treibt Lösungen für das „Internet of Everything“
voran. Am Standort Berlin entwickelt Cisco offene Hightech-Innovationsplattformen für die Industriebereiche
Transport, Maschinenbau sowie „Stadt der Zukunft“. Dabei trägt der Berliner Standort die globale Verantwortung
für die Entwicklung dieser Lösungen im Großkonzern Cisco.
Kunden, Startups, Forscher, Unternehmer und TechnologieExperten haben in Berlin die Möglichkeit, gemeinsam neue
Ideen und Technologien zu entwickeln.

Grafik: Freepik

Techstars und WeWork

DISKURS

Booking.com

Booking.com ist eines der weltweit führenden Hotelreservierungsportale und gehört zur Priceline Group. Das Headquarter von Booking.com ist in Amsterdam ansässig. Weltweit ist
Booking.com mit 150 Büros in 59 Ländern vertreten, davon
existieren zwölf Customer Service Center in Asien, Europa und
den USA. Täglich werden über 700.000 Übernachtungen über
das Portal gebucht, zu den weltweiten Kunden gehören sowohl
Geschäfts- als auch Privatleute. Im neuen Service Center am
Potsdamer Platz sind rund 450 Arbeitsplätze entstanden.

BeanAir

BeanAir ist ein Hersteller von Sensortechnologien für die
Luft- und Raumfahrtindustrie und die Strukturüberwachung von Gebäuden. 2015 hat BeanAir einen Komplettumzug des Headquarters samt Produktion von Frankreich
nach Berlin durchgeführt. Rund 2 Mio. Euro werden in den
Aufbau des Headquarters investiert und 30 neue Arbeitsplätze geschaffen. Berlin hat vor allem durch Fachkräfte
im Bereich Elektrotechnik und als Standort für den Ausbau
internationaler Aktivitäten überzeugt.

Sanofi Pasteur MSD

Von Leimen ins Zentrum der Gesundheitswirtschaft: Sanofi
Pasteur MSD hat 2014 sein Headquarter für Deutschland
und Österreich nach Berlin verlagert. Sanofi Pasteur ist das
europaweit einzige Unternehmen mit ausschließlicher Spezialisierung auf Impfstoffe. Rund 180 Arbeitsplätze baute
das Unternehmen in Berlin auf. Berlin überzeugte als innovativer Standort der Gesundheitswirtschaft mit seiner
hochkarätigen Wissenschafts- und Forschungslandschaft
und seinem inspirierenden Umfeld.

Interbran Systems AG

Die Interbran Systems AG aus Karlsruhe hat 2015 einen
Vertriebs- und Produktionsstandort in Berlin-Adlershof eröffnet. Interbran entwickelt und produziert hocheffiziente
Verbundsystemlösungen im Bereich Wärmedämmung. In
Berlin entstehen 40 neue Arbeitsplätze. Der Standort hat
durch sein starkes Cluster der Energietechnik und die zahlreichen wissenschaftlichen Einrichtungen mit Schwerpunkten im Bereich Energie überzeugt.

Gumi, Nexon, Gree, Smilegate
und Gamevil
In Berlin schlägt das digitale Herz Europas. Ein Beispiel ist
die boomende Games-Branche: In 2015 gab es mit Gumi,
Nexon, Gree, Smilegate und Gamevil fünf Ansiedlungen von
Games-Entwicklern aus Japan und Südkorea mit insgesamt
rund 300 neuen Arbeitsplätzen für Berlin. In diesem Zusammenhang wurden zwei europäische Headquarter aufgebaut.
Berlin hat bei den Ansiedlungen vor allem durch Fachkräfte
im Bereich Softwareentwicklung überzeugt.

Uniqlo

Uniqlo gehört zum japanischen Konzern Fast Retailing,
eine Unternehmensgruppe des Bekleidungseinzelhandels,
die an der Börse in Tokio gelistet ist. Das bedeutendste
Tochterunternehmen ist die Ladenkette Uniqlo – der größte
Bekleidungseinzelhändler in Japan. Weltweit gibt es über
1.200 Ladengeschäfte, davon über 750 in Japan und 15 in
Europa. Uniqlo eröffnete 2014 in Berlin auf rund 2.700 m2
den größten Store Europas und baute rund 200 Arbeitsplätze auf. Berlin überzeugte als Trendsetter- und Modemetropole.

BERLIN TO GO

19

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SERVICE

„DER KERN DER MARKE
BERLIN IST FREIHEIT“
Dr. Jürgen Allerkamp, Vorstandsvorsitzender der Investitionsbank Berlin, im Interview über
die Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Berlin – Und das, was ihn einzigartig macht

Welche Rolle hat die Investitionsbank Berlin?
Dr. Jürgen Allerkamp (JA): Wir sind in erster Linie eine
Gründerbank, denn fast die Hälfte unserer Kunden sind
Gründer. In den deutschlandweiten Top 10 sind wir mit
Blick auf Stückzahl sogar der aktivste Beteiligungsgeber für
Startups. Dank der Mittelstandsoffensive von Senat und IBB
sind wir außerdem ein starker Förderer von kleinen und
mittelständischen Unternehmen. Und da zwei Drittel unserer Finanzierungszusagen in die Zukunftscluster unseres
Landes gehen, sind wir zugleich Innovationsförderer. Zu
guter Letzt sind wir Wohnungsbauförderer, denn wir finanzieren bezahlbaren Wohnraum in der Stadt – ein Thema,
das in diesen Tagen besonderes Gewicht bekommen hat.
22

BERLIN TO GO

Wie würden Sie die Mission Ihres Hauses beschreiben?
JA: Unsere Mission ist es, Menschen zu beraten, die ihre
unternehmerischen Ideen verwirklichen wollen, und sie bei
der Finanzierung zu unterstützen. Wir machen das schon
länger, als das Wort „Startup“ existiert – vom Mikrokredit
bis zum Venture Capital mit Eigen- oder Fremdkapitalfinanzierung. Bei allen Fragen rund um die Finanzierung
von Unternehmen sind wir der Ansprechpartner Nummer
eins in Berlin. Ganz wichtig ist uns dabei der Beratungsaspekt. Der spielt besonders bei unserem Businessplanwettbewerb eine große Rolle.
Was ist das Besondere an diesem Wettbewerb?
JA: Es ist der größte regionale Gründungsideenwettbewerb
in Deutschland. Seit 20 Jahren veranstalten wir ihn mit
großem Erfolg. Aus profitablen Ideen, die uns dort vorgestellt werden und die wir gemeinsam mit Gründern weiterentwickeln, entstehen profitable Unternehmen, die wir im
Anschluss an den Wettbewerb über individuelle Beratung
und gezieltes Coaching nach vorne bringen.
Und wie sieht die Förderung der Unternehmen aus, die bereits
hier ansässig sind oder sich in Berlin ansiedeln möchten?

Alle Fotos: IBB

Die Berliner Wirtschaft ist im Aufwind. Für das Jahr 2016
prognostiziert die Investitionsbank Berlin (IBB) einen
BIP-Zuwachs von 2 %. Im Vorjahr waren Umsätze von
Einzelhandel, Industrie und Gastgewerbe im Schnitt um
4,5 % gestiegen, auch die Exporte verzeichneten ein Plus
von 4,2 %. Hier herrscht das richtige Klima für Unternehmen, die sich ansiedeln oder expandieren möchten.
Berlin to go traf sich zum Gespräch mit Dr. Jürgen Allerkamp und bat ihn um seine Einschätzung.

SERVICE

JA: Für sie gibt es die großen Programme, die wir seit
Jahren offerieren, darunter auch das bekannte GRW-Programm. Daneben existieren beispielsweise Programme
wie ProFIT, das sich gezielt an junge, innovative Technikunternehmen richtet, oder Berlin Kredit, ein Finanzierungsprogramm für Mittelständler, die besondere Investitionen und Betriebsmittelanschaffungen tätigen möchten.
Ein besonderes Angebot ist unser Innovationsassistent.
Dabei handelt es sich um ausgewählte Hochschulabsolventen, die für einen begrenzten Zeitraum Know-how aus
Wissenschaft und Praxis in kleine und kleinste Unternehmen bringen. Gerade beim Thema Digitalisierung, das für
kleine und mittelständische Unternehmen branchenübergreifend anschlussentscheidend ist, kann dieses frische
Wissen aus der Forschung den entscheidenden Vorsprung
im Markt ausmachen.
Der Mittelstand ist das Rückgrat der wirtschaftlichen Standortentwicklung. Fördern Sie ihn auf besondere Weise?
JA: Für das Jahr 2016 haben die Senatsverwaltung für Wirtschaft und die IBB eine Mittelstandsoffensive mit vier Säulen entwickelt. In kurzen Worten zusammengefasst: Im
Programm Berlin Innovativ, das innovative KMU finanziert, haben wir die Darlehenshöchstsumme auf zwei Mio.
Euro erhöht. Das Programm Berlin Mittelstand 4.0 widmet sich insbesondere der Digitalisierung von KMU aus
produzierendem und Dienstleistungsgewerbe sowie der
IT-Branche mit einem geplanten Jahresvolumen von rund
zehn Mio. Euro. Daneben haben wir den KMU-Fonds mit
rund 30 Mio. Euro pro Jahr ausgestattet. Und unser GRWProgramm wird künftig auch für Firmen mit Provisionsmodellen, wie sie bei Startups und in der Digitalwirtschaft
üblich sind, geöffnet. Wir werden diese Themen auch am
Fördertag am 6. April 2016 im Detail bekanntgeben.
Der Fördertag ist eine gute Möglichkeit, ins Gespräch zu
kommen. Wie kommen Ihre Kunden üblicherweise auf Sie zu?
JA: Alle Wege sind denkbar, sei es über unsere Internetseite
oder via Telefon. Startups und Gründer lernen wir entweder
über den Businessplanwettbewerb kennen, oder sie werden an uns vermittelt. Bei Unternehmen, die sich in Berlin
neu ansiedeln möchten, werden wir von Berlin Partner ins
Boot geholt. Wir schätzen diese Zusammenarbeit außerordentlich und wollen sie künftig gerne fortentwickeln. Immer
wieder werden wir auch von Hausbanken angesprochen
und in Finanzierungsprozesse eingebunden.
Wie beurteilen Sie die Ansiedlungsentwicklung der letzten
Jahre?
JA: Das ist eine sehr rasante Entwicklung, an der wir, wenn
ich offen sprechen darf, nicht ganz unschuldig sind. Wir
begrüßen es sehr, dass Berlin sich so weiterentwickelt,
und werden alles dafür tun, dass wir hier auch künftig ein
günstiges Gründungs- und Ansiedlungsklima vorfinden!
Was ist dafür entscheidend?
JA: Die Stadt muss in allen ihren Facetten – kulturell, wissenschaftlich, wirtschaftlich – interessant bleiben, um

Dr. Jürgen Allerkamp, Vorstandsvorsitzender der Investitionsbank Berlin,
hat sich auch für 2016 viel vorgenommen.

Unternehmen, Nachwuchs- und Fachkräfte anzuziehen.
Dazu gehört auch, dass Berlin gewerblich wie privat vergleichsweise niedrige Mieten bieten kann. Und das Thema
digitale Infrastruktur spielt eine maßgebliche Rolle. Wenn
wir hier die richtigen Weichen stellen, um das digitale Herz
der Republik zu bleiben, steht der erwarteten Entwicklung in den kommenden 15 Jahren ein Potenzial von einer
Viertelmillion Arbeitsplätzen gegenüber. Die Aufgabe aller
Akteure der Standortentwicklung ist es also, das Potenzial
Berlins als dynamischste Wirtschaftsregion Deutschlands
aufrecht zu erhalten. Denn nur Erfolg nährt Erfolg.
Wie kann das gelingen?
JA: Indem wir so weitermachen wie in der jüngsten Vergangenheit. Die Zusammenarbeit der Wirtschaftsförderungsinstitutionen in Berlin – dazu gehören zum Beispiel Berlin
Partner, die Technologiestiftung Berlin und die IHK – ist
sehr eng, und wir ziehen tatkräftig an einem Strang. Ein
gutes Beispiel ist die Startup Unit, in der sich alle relevanten Akteure zusammengefunden haben.
Wie sehen Sie Berlin als Wirtschaftsstandort heute?
JA: Vor zwei bis drei Jahren waren Förderungszusagen für
ansiedlungswillige Unternehmen entscheidend. Heute
ist die pekuniäre Förderung bei größeren Unternehmen
kein primärer Anreiz mehr. Das zeigt, was passiert ist: Die
Ansiedlung in Berlin ist bereits ein ökonomischer Wert an
sich. Gerade bei Gründern.
Wie würden Sie persönlich die Frage „Why Berlin?“ beantworten?
JA: Warum Berlin? Für mich ist die DNA dieser Stadt
Freiheit. Freiheit, die wir, historisch betrachtet, anderen genommen haben. Freiheit im Sinne von Kultur und
Lebensart, wie sie schon in den 1920er-Jahren bemerkenswert war. Schon Friedrich II. ließ jeden „nach seiner
Fasson selig werden“. Berlin ist bunt, kreativ, innovativ,
zukunftsorientiert und absolut tolerant. Freiheit ist, wenn
Sie so wollen, der Markenkern dieser Stadt. Ich bin fast ein
wenig traurig, dass ich nicht schon fünf Jahre eher hierhergekommen bin!
Herzlichen Dank für das Gespräch! Interview Ines Hein
BERLIN TO GO

23

SERVICE

BESTE UNTERSTÜTZUNG AUF DEM
WEG NACH BERLIN

Als Wirtschafts- und Technologieförderer begleitet Berlin Partner Unternehmen und
Wissenschaftseinrichtungen nach Berlin
STRATEGIE

Wenn man neue Unternehmen an einen Standort ansiedeln
möchte, gelten dieselben Erfolgsvoraussetzungen wie für
jede andere Dienstleistung:
•	Es braucht ein generelles Marktinteresse: wachsende,
sich global aufstellende Unternehmen
•	 ein attraktives Produkt: Berlin!
•	 ein Marketing, das die Kunden anspricht: be Berlin
•	engagierte Vertriebsmitarbeiter, überzeugende Leistungen im Kundeninteresse: die Berlin Partner Servicepakete
•	 und eine nachhaltige Betreuung der Kunden

Standortfaktoren, die überzeugen
Die Ansiedlungsstrategie von Berlin Partner baut zunächst auf
einem intensiven Marketing auf:

•	Mit der be Berlin Kampagne transportiert Berlin Partner die
positive Marke Berlin und die damit verbundenen Attribute.

•	Darauf baut anschließend das Berlin Partner Standort-

und Clustermanagement auf, das Daten und Fakten vermittelt sowie Erfahrungen aufzeigt, die Akteure mit Berlin
gemacht haben.

ERFOLGE

60 Prozent mehr Ansiedlungen in 2015
Da Berlin Partner sowohl als Wirtschafts- als auch als Technologieförderung fungiert, können zahlreiche Ressourcen für
die Ansiedelung bereitgestellt werden. In der Folge konnte die
Zahl der erfolgreich abgeschlossenen Ansiedlungsprojekte und
damit verbunden die neuen Arbeitsplätze und das Investitionsvolumen signifikant gesteigert werden. „Diese Erfolge sind
eine Konsequenz der jährlich optimierten Ansiedlungsstrategien für die einzelnen Cluster und Branchen und natürlich der
zunehmenden Attraktivität der Metropole Berlin. In den letzten Jahren kamen jeweils mehr als 50 % unserer Ansiedlungsprojekte aus dem Ausland“, sagt Dr. Kai Uwe Bindseil, Ansiedlungsexperte von Berlin Partner. Größter Quellmarkt waren die
USA. Während im Jahr 2014 Ansiedlungen aus China und Japan
die Plätze zwei und drei einnahmen, lagen 2015 das Vereinigte
Königreich und die Schweiz auf diesen Plätzen.

Der nächste Schritt ist die gezielte Ansprache von Firmen, die
die Cluster und Branchen in Berlin bereichern:

•	Berlin Partner besucht jährlich mehr als 25 Leitmessen im

Ausland und lädt Unternehmen aus aller Welt zu Veranstaltungen ein. Ein neues, sehr erfolgreiches Format sind beispielsweise die Berliner Pop-up-Stores (weitere Informationen siehe Seite 44).

•	Entscheidende Unterstützung bei der Identifikation der richtigen Unternehmen und Ansprechpartner erhält Berlin Partner aus seinen Netzwerken, dem Berlin-Partner-Netzwerk
und den Cluster-Netzwerken.

Erfolge aus Ansiedlungsprojekten

44

58

99

2.109

2.662

2.874

83,4

71,3

189,9

2013

2014

2015

2013

2014

2015

2013

2014

2015

ENTWICKLUNG DER ANSIEDLUNGSPROJEKTE
24

BERLIN TO GO

NEU GESCHAFFENE ARBEITSPLÄTZE

INVESTITIONEN IN MIO. EURO

SERVICE

Firmen, die sich für Berlin interessieren, werden mit
Servicepaketen bei der Entscheidung für Berlin und
letztlich bei der Ansiedlung umfassend unterstützt:

Digitalisierung wird zum Treiber für
Wachstum
In den nächsten Jahren sieht Berlin Partner besondere Chancen bei:

Immobiliensuche

Technologietransfer

•	Firmen, die einen ersten Standort in Europa und Deutsch-

land aufbauen wollen. Hier profitiert Berlin insbesondere
von der Hauptstadtfunktion und dem nach wie vor attraktiven Kostenniveau.

€

Foto: Porträt Dr. Kai Uwe Bindseil: Berlin Partner/Fotostudio-Charlottenburg, Illustration: Till Schermer

ZUKUNFT

Talentrekrutierung

Vernetzung

Förderung /
Finanzierung

•	Firmen, die einen Standort für ihre Digitalisierungsaktivitäten aufbauen. Hier profitiert Berlin von innovativen Startups und der Attraktivität des Standortes für Talente.

•	Firmen, die neue Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

starten. Kein Standort in Europa verfügt über diese Dichte
und Exzellenz von Forschungseinrichtungen. Dazu gehören
Hochschulen und Universitäten sowie die Institute der MaxPlanck-, Helmholtz-, Fraunhofer- und Leibniz-Gesellschaften.
In der besonders aktiven Gesundheitswirtschaft zusätzlich
die Charité und das Berlin Institut of Health (BIH).

Dr. Kai Uwe Bindseil
Geschäftsbereichsleiter
Gesundheitswirtschaft
Clustermanager Gesundheitswirtschaft
Berlin Partner für Wirtschaft und
Technologie GmbH
Fasanenstr. 85 | 10623 Berlin
Tel. +49 30 46302-512
kai.bindseil@berlin-partner.de
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LOCATION

MEHR ALS NACHBARN

Campus Charlottenburg und die City West verschmelzen durch urbane Kooperationen
zu einem attraktiven gemeinsamen Zentrum in Charlottenburg

Der Campus Charlottenburg – als Initiative des Bezirksamts
Charlottenburg-Wilmersdorf, der Technischen Universität Berlin (TU) und der Universität der Künste Berlin (UdK) – gehört zu
den größten zusammenhängenden innerstädtischen Universitätsarealen Europas. Etwa 38.000 Studierende und 10.000 wissenschaftliche Mitarbeiter lernen, lehren und forschen hier. Der
Campus versteht sich als lebendiges Netzwerk von Personen
und Institutionen, die über organisatorische und disziplinäre
Grenzen hinweg kooperieren. Diese Allianz und die damit verbundene Nähe technischer und kreativer Ausbildungen zeichnen
dieses Areal aus und profilieren den Standort als Zukunftsort.
In der unmittelbaren Nähe zu Wissenschaft und Forschung des
Campus haben sich zahlreiche Firmen angesiedelt, um den Kontakt mit potenziellen Nachwuchskräften zu pflegen. Kooperationen existieren vor allem in den Bereichen Informations- und
3D-Technologie, Telekommunikation, Elektronik, Antriebsstrangund Fahrzeugentwicklung. Erfolgreich daraus hervorgegangen
ist z. B. die Hybrid-Plattform, die interdisziplinäre Kooperationsprojekte fördert und in deren Nähe sich renommierte Forschungseinrichtungen befinden, wie z. B. die historische Physikalisch-Technische Bundesanstalt und vier Fraunhofer-Institute.
Sichtbares Ergebnis der Zusammenarbeit ist auch das Charlottenburger Innovations-Zentrum für Gründer (CHIC), das seit 2013 auf
dem Campusgelände zur Interaktion von Kreativität und Technologie einlädt. Das CHIC bietet mit 5.500 m² Platz für junge Firmen
und Unternehmensgründer aus kreativen und forschungsorientierten Bereichen wie Digitale Medien, IT und Hochtechnologie.

26

BERLIN TO GO

Neben den Bildungs- und Forschungseinrichtungen zeichnet
sich der Standort auch durch die gewachsenen Wirtschaftsstrukturen in der westlichen City aus, die sich vor allem im
gehobenen Einzelhandel und Dienstleistungssektor rund um
Kurfürstendamm und Tauentzienstraße auszeichnet. Die Kantstraße hat sich in den letzten Jahren als Design- und Kreativstandort profiliert. Einzelhandelszentren wie das KaDeWe, stilwerk Berlin und BIKINI Berlin sind international bekannt und
einzigartig in Berlin. Kulturell werden sie ergänzt durch internationale Events wie Berlinale, Theatertreffen, Tanz in den August,
Designmeile und Filmpreisverleihungen.
Die Standortqualitäten der City West mit den Potenzialen des
Campus Charlottenburg bzw. des CHIC zu verbinden ist Teil der
Entwicklungsaufgabe. Ziel ist es, den Campus stärker in die
umgebende Stadt einzubinden und einen Ort mit kurzen Wegen
als attraktives urbanes Zentrum von Wissenschaft, Wirtschaft
und Kunst zu schaffen. at

Campus Charlottenburg/City West auf einen Blick

•	Lage zwischen Zoologischem Garten und Spreeknie sowie
zwischen Savignyplatz und S-Bahnhof Tiergarten

•	Schwerpunktbereiche: IKT, Kreativwirtschaft, Kunst,

	 Verkehr, Mobilität
•	W issenschaft- und Forschungseinrichtungen: TU,
	 UdK, Fraunhofer FOKUS, Fraunhofer IPK, Heinrich	 Hertz-Institut, DFG Forschungzentrum Matheon
	 ( M a t h e f o r s c h u n g ) , P h y s i k a l i s c h -Te c h n i s c h e
	 Bundesanstalt (PTB)
•	Ausgewählte Unternehmen am Standort: Deutsche
	 Telekom, MetaDesign AG, Siemens Power Generation,
	 SGS Institut Fresenius, Teles AG, 4flow AG

Foto: Pressestelle der Technischen Universität Berlin – Ulrich Dahl

Der Zukunftsort im westlichen Zentrum Berlins ist geprägt
von der Nachbarschaft der Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen des Campus Charlottenburg sowie dem
urbanen, gewachsenen Wirtschaftsumfeld der City West. Auf
rund 400 Hektar werden neue Grundlagen für zukunftsweisende Technologien, Projekte und Kooperationen geschaffen.

LOCATION

NEUER GLANZ IN ALTEN HALLEN

Schöneweide auf dem Weg vom traditionellen Industriequartier zum attraktiven Standort
für Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Kunst
Schöneweide ist die „Wiege der Elektropolis Berlin“. Anfang des
20. Jahrhunderts entstand hier einer der größten Industriestandorte Europas mit dem Schwerpunkt Elektroindustrie und Elektrizitätswirtschaft. Nach vielen Umbrüchen ist Schöneweide heute
Wissenschafts-, Wirtschafts- und Technologiestandort sowie
Labor und Schaufenster für smarte Stadtentwicklungsprojekte
und neue Fertigungstechniken.
Schöneweides Geschichte ist eng mit der Geschichte des AEG-Konzerns verbunden, dessen Ansiedlung die Entwicklung von Schöneweide zu einem Industrie- und Arbeiterbezirk begründete. Peter
Behrens errichtete Anfang des 20. Jahrhunderts an der Wilhelminenhofstraße eine Reihe eindrucksvoller Industriebauten für die
AEG. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges konzentrierten sich in
Schöneweide die führenden Betriebe der elektrotechnischen und
elektronischen Industrie wie das Kabelwerk Oberspree (KWO), das
Transformatorenwerk Oberspree (TRO) und das Werk für Fernsehelektronik (WF) und knüpften damit an die frühere AEG-Tradition an. Etwa 25.000 Menschen arbeiteten hier bis zur Wende
entlang der Wilhelminenhofstraße. Nach dem Fall der Mauer ist
keiner der ehemaligen Großbetriebe mehr am Standort. Geblieben sind mit den historischen Backsteingebäuden hervorragende Zeugnisse der Industriearchitektur und ein Areal mit etwa
300.000 m2 Nutzfläche und noch einmal 250.000 m2 Neubaupotenzial an der Spree, das seinesgleichen sucht.

Foto: David von Becker

In Schöneweide gibt es nicht nur ein gewaltiges Potenzial für
neue Nutzungen, sondern auch zahlreiche Freiräume für frisches Denken. Diese zu entwickeln und in ein tragfähiges Konzept
umzusetzen war einer der Gründe, Schöneweide als Zukunftsort
zu etablieren.
Der wichtigste „Kristallisationskern“ ist das alte AEG-Areal rund
um die Wilhelminenhofstraße. Neben großen Firmen wie dem
Batteriehersteller BAE und dem Sensorspezialisten First Sensor
bestimmt vor allem die Hochschule für Technik und Wirtschaft
(HTW), die seit 2006 am ehemaligen Standort des Kabelwerks
Oberspree sitzt, mit ihren vielen technologienahen und kreativen Studiengängen das Profil des Zukunftsortes. Rund 9.000
Studenten lernen derzeit in den alten und neuen Gebäuden an der
Spree – einige von ihnen wohnen inzwischen auch hier, zum Beispiel in dem Studentenwohnheim, das sich in der alten TRO-Poliklinik befindet, und arbeiten nach dem Studium in einem der hier

angesiedelten Unternehmen aus der Kreativ- und Hightech-Branche. Durch die räumliche Nähe und die enge Zusammenarbeit von
Unternehmen und Forschungseinrichtungen wird ganz gezielt die
Entwicklung von innovativen Produkten gefördert. Unterstützt
wird diese Vernetzung vor allem durch die InnovationsWerkstatt
Berlin Schönweide. Dort arbeiten ausgewählte Schöneweider
Unternehmen mit HTW-Studierenden aus den Bereichen Industriedesign, betriebliche Umweltinformatik und Kommunikationsdesign an unternehmensspezifischen Fragestellungen, um kreative Ideen und erste Prototypen für neue Produkte zu entwickeln.
Das geschichtsträchtige Areal an der Spree lädt vor allem Player
aus der „wissensbasierten Industrie“ ein, etwa Unternehmen der
Optikbranche und der Elektromobilität, soll aber auch Heimat
für kreativwirtschaftliche Firmen mit dem Fokus Industrie- und
Modedesign sowie den Onlinehandel sein.
Zum Standort Schönweide zählen neben dem alten AEG-Gelände
auch noch das Areal der Leuchtenfabrik, ehemals Spreehöfe an
der Edisonstraße, sowie das Funkhaus an der Nalepastraße. Auf
dem Gelände des früheren Standort des DDR-Rundfunks soll laut
Plänen des Eigentümers Uwe Fabich, dem auch schon der Postbahnhof gehört, eines der größten Musikzentren der Welt entstehen. at
Fakten zum Wissenschafts- und Technologiestandort
Schöneweide

•	Areal von ca. 80 ha Fläche mit einer Vielzahl von architektonisch gut erhaltenen Industriebauten

•	Labor und Schaufenster für smarte Stadtentwicklungsprojekte und Fertigungstechniken der Zukunft

•	Standort der HTW; mit 200 Professoren und 9.000 Studierenden in angewandten Wissenschaften

•	Praxisorientierte Ausbildung am Standort forciert Ansiedlung von Hochtechnologie- und Kreativwirtschaft

•	Zentrum für Energieeffizienzforschung und Weiterbildung
und Innovationswerkstatt sind Schnittstellen zwischen
Wissenschaft und Wirtschaft
•	Ziel: intelligente Vernetzung von Arbeiten, Wissenschaft,
Wohnen und Stadtgesellschaft

BERLIN TO GO

27

LOCATION

NEUE PROJEKTE AUF
TRADITIONSREICHEM BODEN

Etablierte Unternehmen, Startups, Hightech-Tüftler oder Kreative – Sie alle haben in
Schöneweide einen Ort gefunden, an dem sie sich entwickeln und wachsen können
Metamorph – Masken für die ganze Welt

Leuchtenfabrik – auf dem Weg zur Marke

Der denkmalgeschützte Backsteinbau der alten Leuchtenfabrik Frister aus dem Jahr 1897 ist derzeit noch unter dem
Namen „Spreehöfe“ bekannt. Ab 2016 wird dieses Zeitzeugnis Berliner Industriearchitektur vom neuen Eigentümer, der
S IMMO Germany GmbH, behutsam revitalisiert und zu einer
inspirierenden Umgebung für kreative Unternehmen ausgebaut. Die Kreativagentur CULTURE FORM hat sich schon von
der außergewöhnlichen Lage und Architektur überzeugen
lassen und ist vom Hackeschen Markt nach Schöneweide
gezogen.

botspot – Innovation an der Spree

Im Technologie-und Gründerzentrum Spreeknie hat sich auch
das Startup botspot niedergelassen, das mit dem größten
3D-Scanner der Welt alles in 3D scannen und auch gleich in
3D ausdrucken kann. Inzwischen bietet botspot standardmäßige 3D-Scan-Lösungen, die verkauft werden, sowie hochkomplexe Individuallösungen für Medizin, Denkmalschutz,
Qualitätssicherung und für den Sicherungsbereich an. Das
Scannen dauert weniger als eine Sekunde, der Ausdruck dann
allerdings rund drei Stunden.

28

BERLIN TO GO

First Sensor – Die Hightech-Manufaktur

Eines der ersten Unternehmen, das in Schönweide seinen
Sitz hatte, ist First Sensor. 1991 als Ausgründung aus dem
Werk für Fernsehelektronik (WF) hervorgegangen, beschäftigt First Sensor mittlerweile weltweit mehr als 750 Mitarbeiter. Im Jahr 2008 wurde der Neubau an der Spree bezogen. Hier werden alle Halbleiter, die Bestandteil der Sensoren
sind, produziert. Eingesetzt werden diese Sensoren beispielsweise in der Medizintechnik oder in der Automobilindustrie.
Ob Einparkhilfen oder Blutzuckermessgeräte – der Bedarf an
den individuellen Sensorlösungen wächst stetig, da auch die
Mensch-Maschine-Kommunikation immer komplexer wird.

Schauhallen – Kunstorchester an der Spree, u. a.
mit Bryan Adams

Am Ende der Reinbeckstraße baut der Berliner Rechtsanwalt
Sven Herrmann in ehemaligen AEG-TRO-Hallen, die auch
als Rathenau-Hallen bekannt sind, ein Kunstzentrum – die
„Schauhallen“. Geplant sind individuell gestaltbare Kunstateliers, ein Ausstellungsraum und ein Event-/Gastro-Showroom
als Begegnungsort. Ein Künstler ist auch schon da: Der kanadische Sänger und Fotograf Bryan Adams kaufte 2013 eine
ganze Halle, um sie zum Atelier- und Kunstzentrum auszubauen. Die Fertigstellung des Schauhallen-Areals ist für Mitte
2016 geplant.

Foto: David von Becker, Anke Templiner, S IMMO Germany

Das Unternehmen Metamorph, das die Onlineplattform
maskworld.com betreibt, hat sich ganz bewusst für den
Standort Schöneweide entschieden. Ursprünglich als Lagerund Logistikstandort gedacht, nutzt das Unternehmen die
großzügigen räumlichen Gegebenheiten und die Infrastruktur am Standort und baute inzwischen auch den Kundensupport und die Eigenproduktion in Manufakturen hier aus.

ANZEIGE

DIE MODERNE ART DER KOMMUNIKATION
Die PIN Mail AG bietet ihren Kunden mit dem eBrief ein umfangreiches Servicepaket –
Im Interview erläutert Projektleiter André Fripon die Vorteile des eBriefs
Der eBrief verbindet moderne Technologie mit den Vorteilen der
klassischen Kommunikation. Egal ob einzelne Dokumente oder
die gesamte Unternehmenskorrespondenz – der hybride Versand
mit dem eBrief bietet für jedes Sendungsvolumen die richtige
Lösung. André Fripon bringt die Vorteile auf den Punkt.
Interview mit
André Fripon
Projektleiter
eBrief bei der
PIN Mail AG

Fotos:Porträt A. Fripon – PIN Mail AG; Briefe – Thomas Kierok

Herr Fripon, Sie als Projektleiter „eBrief“ bei der PIN Mail AG
kennen das Produkt eBrief in- und auswendig. Worin genau
bestehen die Vorteile für Ihre Kunden?
André Fripon: Beim eBrief werden Briefe digital eingeliefert
(z.B. als PDF) von der PIN Mail AG ausgedruckt und zugestellt.
Die Vorteile liegen in der Prozessoptimierung unserer Kunden.
Arbeitsschritte wie drucken, kuvertieren, frankieren und zur
Post bringen entfallen und sparen unseren Kunden Zeit und
Geld. Zusätzlich kann die gesamte Kommunikation vollautomtisch gesteuert werden und das direkt aus den IT-Systemen,
wo die Briefe entstehen.
Sie hantieren tagtäglich mit schützenswerten Daten Ihrer Kunden. Wie können Sie die Datensicherheit garantieren? Was
für Datenschutzmaßnahmen haben Sie in Ihrem Workflow
berücksichtigt?
André Fripon: Die Daten werden ausschließlich über gesicherte und verschlüsselte Verbindungen übertragen. Alle Mitarbeiter und Partner sind dem Postgesetz, der Postdienste-Datenschutzverordnung und dem Bundesdatenschutzgesetz
verpflichtet. Es finden jährlich Schulungen statt. Zugangskontrollen und Löschfristen von sensiblen Daten sind geregelt und
werden regelmäßig kontrolliert.
In der heutigen Welt spielt die Geschwindigkeit eine große
Rolle – wie können Sie sicherstellen, dass die Briefsendungen
schnell vom Absender zum Empfänger gelangen?
André Fripon: Schneller als mit dem eBrief geht es nicht
(lacht). Wir haben einen voll automatisierten Prozess aufgesetzt, bei dem alle Briefe, die bis 15 Uhr aufgeliefert werden, noch am gleichen Tag gedruckt, kuvertiert und in unser
Sortiertzentrum eingeliefert werden. Die Briefe befinden sich
bereits ab dem folgenden Werktag in der Zustellung.

Welche Arten der Datenlieferung werden angeboten? Für welche Kundengruppen sind welche Produkte geeignet?
André Fripon: Über unser Webportal können digitale Dokumente mittels ‚https‘ hoch geladen werden. Das ist eher für
Privatpersonen und kleine Sendungsvolumina von Geschäftskunden geeignet. Für regelmäßige Auflieferung eignet sich der
Upload via ‚FTPS‘ oder per gesicherter Schnittstelle für die
Anbindung von IT-Systemen.
Bieten Sie einen bundesweiten Versand der Briefsendungen an?
André Fripon: Die bei uns eingelieferten eBriefe werden ohne
Einschränkungen bundesweit zugestellt. Wenn es die Zielregion des Briefes zulässt, wird die Zustellung über einen der
ca. 120 privaten Briefdienstleistern durchgeführt.
Können Sie uns noch etwas zu Ihrem Service sagen? Was
passiert, wenn ich Fragen habe oder einmal nicht weiter kommen sollte?
André Fripon: Melden Sie sich gerne bei uns - wir beraten
Sie telefonisch oder auch in einem persönlichen Gespräch.
Wer das Webportal ausprobieren möchte, kann dies gerne auf
unserer Website www.ebrief.de tun: die Dokumente einfach
hochladen und versenden!

FÜR JEDES BEDÜRFNIS DIE PASSENDE LÖSUNG:
ePortal
Versand mittels Datei-Upload über die PIN Mail AG-Website,
einfach anmelden und Briefe versenden
eCollect
Unkomplizierte Einlieferung der Sendungen via FTPS
(Abholung von Ihren Servern oder Einlieferung auf unsere
Server)
eConnect
API-Schnittstelle für den automatisierten Briefversand und
Integration in vorhandene Softwarelösungen
Weitere Informationen unter www.pin-ag.de/eBrief

COFFEE TO GO

AUF EINEN COFFEE TO GO …

Ihre Produkte stehen überall auf der Welt: Schaukeln in
Chile, Rutschen auf Djerba, Klettertürme in Singapur oder
Seilbrücken an der Küste von Neuseeland. Die Berliner Seilfabrik ist Weltmarktführer für Seilspielgeräte. Sie ist damit
Teil einer Gruppe von Unternehmen, die Berlins Wirtschaft
in besonderem Maße prägen: innovative Mittelständler, die
aus der deutschen Hauptstadt heraus die Spitze eines Weltmarktes anführen. Im Gespräch mit Chefredakteurin Annabell Dörksen geben Karl Heinz Köhler und sein Sohn David
Köhler einen Einblick in die Geschichte und Zukunft des
Familienunternehmens.

KK: 1834 wurde das Stahlseil entwickelt. Die Berliner Seilfabrik
gehörte kurze Zeit später zu den führenden Anbietern und hat
Firmen wie Otis oder Schindler beliefert. In den 1970ern kam
ein Architekt mit einer außergewöhnlichen Idee auf das Unternehmen zu: Er wollte ein dreidimensionales Netzgebilde für
Spielplätze bauen. Gemeinsam mit den Ingenieuren der Seilfabrik entstand so das weltweit erste Raumnetz aus Stahlseilen.
Das Hauptgeschäft des Unternehmens machten damals jedoch
Transportsysteme für Fertigbetonteile aus. Seit ich selbst Ende
der 70er als Ingenieur bei der Seilfabrik angefangen habe, gilt
meine Leidenschaft den Spielgeräten.

Womit haben Sie selbst als Kind am liebsten gespielt?
Karl Heinz Köhler (KK): Sowohl ich als auch mein Sohn sind im
Tegeler Fließtal aufgewachsen. Auf Bäume zu klettern war dort
für uns das Größte. Von daher kann ich sagen: Wir entwickeln
hier tatsächlich nur das zweitbeste Mittel zum Klettern – es
geht nichts über Bäume und freie Natur als Ort zum Spielen
für Kinder.

Ihre persönliche Geschichte ist eng mit der Geschichte von
Berlin und auch der Wende verknüpft: Die Seilfabrik war nicht
immer ein Familienunternehmen. Wie ist es zur Übernahme
gekommen?
KK: Nach dem Fall der Mauer entschloss sich das bayerische
Mutterunternehmen, die Produktionsstätte in Berlin aufzugeben und die Fertigung der Transportsysteme nach Bayern
zu verlagern. Ich war damals bereits Geschäftsführer und
beschloss, den noch verbleidenden Teil der Seilfabrik – die Seilspielgeräte – aus Begeisterung für das Produkt durch einen
Management-Buy-out zu übernehmen.

Die Wurzeln der Berliner Seilfabrik liegen in einer 1865
gegründeten Seilfertigungsstätte für die Aufzugsindustrie
– damals noch in Hand der Familie Volkmann. Heute stellen
Sie weltweit gefragte Spielgeräte aus Seilen her. Die Berliner
Seilfabrik steht sogar in einem Lexikon der 800 Weltmarktführer aus Deutschland. Wie hat sich das Unternehmen zu dem
entwickelt, was es heute ist?
30

BERLIN TO GO

Ihre Familie hat die Fabrik 1995 mit zehn Mitarbeitern übernommen. Wie viele Mitarbeiter sind es heute? Und welche
Kompetenzen vereinen Sie hier am Standort?

Foto Gespräch: Berlin Partner/Gonez

Annabell Dörksen trifft Karl Heinz Köhler und David Köhler,
Geschäftsführende Gesellschafter der Berliner Seilfabrik

Seile aus der Berliner Sei

lfabrik sind weltweit in

Spielgeräten verarbeite

t.

Fotos: Berliner Seilfabrik; Foto Anlage – Peter Beckmann

David Köhler (DK): Heute hat die Berliner Seilfabrik über 70
Mitarbeiter. Hier am Standort entwickeln wir zum einen die
Technik weiter – über 20 Patente liegen bei der Berliner Seilfabrik. Zum anderen haben wir hier die Fertigung der Seile, den
Stahlbau für die Rohrgerüste und natürlich unser Creative
Center, in dem die Ideen für die Spielplatzgestaltungen entstehen. 2006 haben wir den Standort um eine weitere Produktionshalle erweitert. Ein weiterer wichtiger Meilenstein war
der Aufbau unserer Niederlassung in den USA im Jahr 2009.
Heute machen wir über 50 % unseres Umsatzes westlich des
Atlantiks.
Cosmo, Pergode, Geos – das alles sind Produkte von Ihnen.
Zwischen 800 und 1.000 dieser Spielgeräte fertigt die Berliner
Seilfabrik im Jahr. Können Sie uns ein Beispiel geben?
KK: Im Mittelpunkt unserer Entwicklungen steht das dreidimensionale Klettererlebnis für Kinder. Unsere Geräte bieten nicht nur Spaß, sondern sind auch ein unglaublich gutes
kognitives Training. Im vergangenen Jahr haben wir beispielsweis im Sauerland das längste Seilspielgerät Europas gebaut,
das über 167 Meter lang ist und einen Höhenunterschied von
50 Metern überwindet. In Elstal haben wir in diesem Jahr das
höchste Spielgerät, das wir jemals gebaut haben, in Betrieb
genommen.
Wie läuft ein Entwicklungsprozess in Ihrem Haus ab? Woher
kommen Ihre Ideen?

DK: Unsere Auftraggeber sind überwiegend Kommunen und
Städte, aber auch immer mehr Hotels und Freizeitparks. Wir
haben zahlreiche Spielgeräte, die wir quasi von der Stange verkaufen können – häufig ist allerdings eine individuelle Planung
eines Spielplatzes gewünscht. Hier kommt unser Creative Center mit Landschaftsarchitekten, Designern und Ingenieuren
ins Spiel. Unsere Kunden schätzen unseren hohen Anspruch
an Technik und Design. So haben wir es zum Weltmarktführer
geschafft. Und was uns letztendlich natürlich am meisten freut,
sind begeisterte Kinder, die unsere Geräte mit Freude nutzen.
Was sind Ihre Perspektiven für die Zukunft?
DK: Wir setzen ganz klar auf eine Technologieführerschaft mit
individueller Beratung und qualitativ hochwertiger Fertigung.
In den letzten drei Jahren haben wir unsere Umsätze auf diese
Weise fast verdreifacht.
Berlin tragen Sie nicht nur im Namen, Sie engagieren sich
z.B. auch im Rahmen der be Berlin Industriekampagne für
die Stadt – was bedeutet Ihnen der Standort?
DK: Wir haben das Glück, ein Industriebetrieb inmitten einer
boomenden Metropole zu sein. Berlin bietet uns ein inspirierendes und kreatives Umfeld – die beste Grundlage für unsere
Innovationen. Darauf sind wir stolz und tragen Berlin gerne
im Namen. Der beste Beweis: Mittlerweile arbeiten wir sogar
nur unter der Marke „Berliner“. So ist Berlin zum Synonym für
Qualität in unserer Branche geworden.
BERLIN TO GO

31

NEUES AUS DEN CLUSTERN
UND BRANCHEN

Berlin to go blickt auf die neuesten ­Entwicklungen von den Dienstleistungsunternehmen bis zur Kreativwirtschaft
Verkehr, Mobilität und Logistik

BVG investiert 3,1 Mrd. Euro

Die U-Bahnen in Berlin haben bisweilen einige Jahre
auf dem Buckel, im Durchschnitt sind die Bahnen über
20 Jahre alt. Nun kauft die BVG neue Bahnen ein und
investiert dafür bis 2035 rund 3,1 Mrd. Euro. Noch in
diesem Jahr soll es die ersten Ausschreibungen für die
Schienenfahrzeuge geben.

Test unter Extrembedingungen

Als einer der führenden Entwicklungspartner der
Automobilindustrie bietet die Ingenieurgesellschaft
Auto und Verkehr (IAV) mehr als 30 Jahre Erfahrung
und ein enormes Kompetenzspektrum für das ganze
Fahrzeug. Hersteller und Zulieferer unterstützt das
Unternehmen weltweit mit mehr als 6.000 Mitarbeitern und einer erstklassigen Ausstattung bei der Projektrealisierung bis hin zur Serie. Dazu gehören auch
hochwertige Testeinrichtungen. So wird in Berlin eine
der weltweit leistungsfähigsten Höhenklimakammern
für Fahrzeuge zum Testen von Motoreneigenschaften
unter Extrembedingungen entstehen. Insgesamt fließen durch das Engagement von IAV 13 Mio. Euro in den
Standort Berlin.

Neue Züge für die Berliner S-Bahn

Gesundheitswirtschaft

IMD auf Expansionskurs

Die IMD Institut für Medizinische Diagnostik GmbH hat als humanmedizinisch-diagnostisches Labor langjährige Tradition in Berlin. Gegründet wurde
sie 1994 als Zusammenschluss von vier Laborpraxen; heute ist sie Teil des
IMD Laborverbundes mit Standorten in Berlin, Potsdam, Frankfurt/Oder,
Rostock sowie Greifswald. Beeindruckend ist das enorme Wachstum: Seit
2014 hat die IMD GmbH einen siebenstelligen Betrag zum weiteren Ausbau
der Labor- und Büroflächen in der Lankwitzer Nicolaistraße/Siemensstraße
investiert und ca. 100 neue Arbeitsplätze geschaffen. Berlin Partner unterstützte sie vor allem bei Immobilienfragen, Personalthemen sowie bei der
stärkeren Vernetzung am Standort. Aktuell sind mehr als 450 Mitarbeiter der
IMD GmbH am Standort Berlin beschäftigt.

32

BERLIN TO GO

Fotos: BVG/Oliver Lang, Stadler Pankow GmbHdesign büro+staubach Berlin, IMD Berlin

Die Berliner S-Bahn, eine Tochterfirma der Deutschen Bahn,
wird das S-Bahn-Netz auch nach 2017 weiter betreiben. Die
neuen Züge werden bei der Berliner Stadler Pankow GmbH
und der Siemens AG entwickelt und gebaut. Gleich 1.380
neue Wagen sollen die Unternehmen liefern. Diese werden
rund 900 Mio. Euro kosten. 2020 sollen die neuen Züge auf
die Gleise gehen.

CLUSTER

Gesundheitswirtschaft

Große Herausforderungen durch den
demografischen Wandel meistern

Kluge Köpfe in der City

Gemeinsam mit dem Regionalmanagement City West hat der
Unternehmensservice Charlottenburg-Wilmersdorf und Tempelhof-Schönberg zum fünften
Mal das Veranstaltungsformat
„Kluge Köpfe“ durchgeführt.
Mit dem Fokus auf die Gesundheitswirtschaft wurde begleitend eine Beilage zu 15 klugen
Köpfen und ihren Unternehmen
erstellt. Darüber hinaus gab
es für 100 Gäste beim Get-Together einen genaueren Einblick
in die Qualität und Vielfalt der
Gesundheitsbranche.

Der dritte länderübergreifende Gesundheitsbericht Berlin-Brandenburg, der
zum ersten Mal Daten von gesetzlichen Krankenkassen sowie Unfall- und
Rentenversicherungen erfasst, zeigt deutlich, dass der demografische Wandel eine große Herausforderung für die Zukunft darstellt. Der durch das
Cluster Gesundheitswirtschaft Berlin-Brandenburg – HealthCapital initiierte
Bericht basiert auf Daten von rund 80 % (1.596.851 Personen) aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (GKV-Versicherten) in Berlin und Brandenburg aus den Jahren 2012 und 2013. Die Ergebnisse unterstreichen den
hohen Stellenwert präventiver Maßnahmen im Rahmen des betrieblichen
Gesundheitsmanagements, um die Beschäftigungsfähigkeit der Arbeitnehmer so lange wie möglich zu sichern.

Finanzspritze für Startup

80 Mio. Euro investierte der Schweizer Konzern Octapharma in den Proteinspezialisten Glycotope – ein Startup aus dem ELSA Eckert Life Science Accelerator. Glycotope hat sich auf die Verbesserung bestehender Medikamente
spezialisiert und dafür eine Technologie entwickelt, mit der die Wirksamkeit
und der Anwenderkreis gesteigert und Produktionskosten gesenkt werden
können. In den nächsten Jahren soll Glycotope damit für Octapharma verschiedene Blutgerinnungsfaktoren entwickeln und klinisch testen.

Dienstleistungswirtschaft

Neu in Berlin: Agentur antoni GmbH

Die Agentur antoni GmbH ist eine Full-Service-Werbeagentur und deckt damit
die gesamte Klaviatur der modernen Marketingkommunikation ab. Sie betreut
den kompletten Werbeetat der Daimler AG für die Marke „Mercedes-Benz Pkw“.
Dieser Werbeetat ist einer der renommiertesten und größten in Deutschland.
Die Agentur strebt an, in zwei Jahren ca. 170 Mitarbeiter zu beschäftigen. Berlin
Partner begleitete die Agentur antoni im Rahmen der Ansiedlung.

Foto: Kluge Köpfe

Die größte Digitalagentur der Welt

IBM hat jüngst die Unterzeichnung eines Kaufvertrags zum Erwerb aller Anteile an der Agentur Aperto bekannt gegeben. Nach Abschluss der Transaktion wird Aperto – eine Digitalagentur mit Hauptsitz in Berlin und Fokus auf Strategie,
Kreativität und Technologie – Teil von IBM Interactive Experience (IBM iX). Als Teil von IBM iX werden die mehr als 300
Mitarbeiter von Aperto auch weiterhin das bestehende Kundenportfolio bedienen, welches derzeit Unternehmen wie
Airbus Group, Volkswagen und Siemens umfasst. IBM iX ist die größte Digitalagentur der Welt und bietet ihren Kunden
eine einzigartige Kombination von strategischer Expertise über Analytics bis hin zu komplexer Systemintegration von
skalierbaren digitalen, kommerziellen, mobilen und tragbaren Plattformen – inklusive Consumer Apps für die Apple
Watch. Die Übernahme von Aperto wird voraussichtlich im ersten Quartal 2016 vollzogen werden.

BERLIN TO GO

33

Energietechnik

Wie aus Flugasche ein Baustoff wird

Mit ihrem Produkt ZaaKSand™, einem aus Flugasche von Kohlekraftwerken produzierten, 100% ökologischen Industriesand, hat die ZaaK Technologies GmbH
den Innovationspreis Berlin- Brandenburg 2015 gewonnen. Das Produkt überzeugt, weil es sich gleich zweier Themen annimmt: Hunderte von Millionen Tonnen Flugasche werden jährlich von Kohlekraftwerken produziert. Gleichzeitig
wird die Verfügbarkeit von qualitativ hochwertigem Sand aufgrund des schnellen
Wachstums in der Bauwirtschaft zu einer globalen Herausforderung. Die ZaaK
Technologies GmbH hat ein innovatives und nachhaltiges Fertigungsverfahren
entwickelt, das es ermöglicht, aus der Flugasche ein hochwertiges Produkt zu
erstellen. Das Beste: Gebäude, gebaut mit ZaaKSand, sollen eine bis zu 500%
höhere Wärmeisolierung aufweisen.

Moabit wird zum Vorzeigeprojekt

Das Projekt Smart Sustainable District ist ein europäisches Projekt, das mit Quartieren arbeitet, die auf
die Umsetzung integrierter und städtischer Lösungen
setzen, um ihre Ressourceneffizienz zu steigern und
den Energieverbrauch zu reduzieren. Das übergeordnete Ziel: Lebensräumen, die von hoher Qualität zeugen sowie den zukünftigen Herausforderungen des
Klimawandels gewachsen sind. Moabit West ist zu
einem Fallbeispiel für ein Smart Sustainable District
ernannt worden. Im Januar 2016 sind die Planungen
von Einzelprojekten in den Bereichen Energieeffizienz, nachhaltiges Wassermanagement, soziale Infrastruktur, CO 2 -neutrale Mo(a)bilität sowie Desastermanagementt gestartet. Für die Ausarbeitung der Projekte sind drei große Stakeholder-Workshops geplant
sowie Bürgerbeteiligungsverfahren und Ideenaufrufe.

Hauptstadtregion wird zum
Schaufenster für intelligente Energie

Die von den ostdeutschen Ländern unterstützte Initiative „WindNODE – Wind in Nordostdeutschland“ zählt
zu den Siegern im Wettbewerb „Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende
(SINTEG)“, der vom Bundesministerium für Wirtschaft
und Energie ausgeschrieben wurde. Zu diesem Erfolg
haben laut Bundesministerium wesentliche Impulse
aus der Energieregion Berlin-Brandenburg und aus
dem Cluster Energietechnik beigetragen. WindNODE
ist damit eine von fünf deutschen Modellregionen,
in denen innovative Technologien und Verfahren für
die Energieversorgung der Zukunft entwickelt und
demonstriert werden. Dafür stellt der Bund in den
nächsten vier Jahren Fördermittel von insgesamt bis
zu 230 Mio. Euro bereit.

Mit der Enersis Europe AG, einer gemeinsamen Ansiedlung der Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie und der ZukunftsAgentur Brandenburg,
eröffnete im Oktober die erste Tochtergesellschaft der enersis suisse AG.
Für das junge wachsende IT-Beratungs- und Softwareunternehmen mit Sitz
in der Schweiz ist Deutschland einer der wichtigsten Märkte und die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg besonders attraktiv für die Themen und
Anforderungen. Mit Big Data, Business Intelligence und Visualisierungstechnologien hat Enersis die Softwareplattform „grids“ entwickelt, die verschiedene Anwendungsmodule für das Smart Grid und das Nachhaltigkeitsmanagement bereitstellt.

Cluster Energietechnik in Hannover erleben

Vom 25. bis 29. April präsentiert sich das Cluster Energietechnik Berlin-Brandenburg auf der Hannover Messe mit dem
Gemeinschaftsstand „Energy Research“. Dieser wird von der TU Berlin in der Forschungshalle organisiert und bietet
optimale Voraussetzungen für den gezielten Wissens- und Technologieaustausch zwischen Forschung und Industrie.
Auf dem Stand werden erfolgversprechende Verfahren und Systemlösungen aus dem Bereich Erneuerbare Energien,
Elektromobilität, Energiespeicherung, Verteilung und Ressourcenmanagement präsentiert und das Innovationspotenzial
von Berlin-Brandenburg vorgestellt.

34

BERLIN TO GO

Fotos: Publiplikator GmbH/Jasmin Schuller Photography, Eneris

Neu im Cluster: die Enersis Europe AG

CLUSTER

IKT, Medien und Kreativwirtschaft

Neues Kreativzentrum für Bildgießerei

Die Bildgießerei Hermann Noack ist ein mittelständischer,
inhabergeführter Familienbetrieb und seit 1897 in vierter
Generation am Standort Berlin tätig. Die Firma hat große
Denkmalsaufträge umgesetzt wie z.B. die Berliner Siegessäule oder die Schadow’sche Quadriga auf dem Brandenburger Tor. Am Standort ‚Am Spreebord‘ wird die Firma ein
neues Kreativzentrum schaffen. Neben Räumlichkeiten zur
Expansion der Bildgießerei Noack werden Flächen für Ateliers und Künstler erstellt.

Geo-IT-Treffpunkt Berlin

Fotos: Quintana Popper, Tomasz Poslada

Einmal jährlich findet seit 2012 das WhereCamp statt. Die
Veranstaltung mit dem Fokus auf Geo-IT und Navigation
entwickelte sich von einem reinen Barcamp zu einer Konferenz, die immer wieder hochkarätige und auch internationale Akteure z.B. von Google Maps, Open Street Map,
HERE und vielen mehr vereint. Teil der Konferenz ist auch
ein Hackathon, bei dem passionierte Tüftler der Geound Navigationsszene ihre Ideen umsetzen können. Mit
einer Preisverleihung werden die besten Ergebnisse dann
ausgezeichnet. Auch dieses Jahr wird das WhereCamp im
Herbst in der Beuth Hochschule für Technik stattfinden.

Neu im Cluster: Falcon Social

Im November 2015 bezog das dänische Unternehmen
Falcon Social seine Büros in Berlin-Mitte, von wo aus
der DACH-Markt mit Vertrieb und Support bespielt werden soll. Falcon Social vertreibt eine Cloud-Lösung, die
es Unternehmen ermöglicht, ihre Social-Media-Aktivitäten innerhalb einer Plattform zu managen.

Von der Hauptstadt nach Texas

„Berlin goes SXSW“ – unter diesem Motto reisen rund
150 Vertreter der Berliner Digital-, Musik- und Filmszene im März zum Festival South by Southwest
(SXSW) nach Austin, Texas. Berlin Partner präsentiert
die Hauptstadt gemeinsam mit Openers als boomende
Startup-Metropole und führenden Standort für die
Digital- und Musikwirtschaft im „German Haus“, wo
„Berlin’s hottest Startups“ vor internationalen Investoren pitchen werden. Ein weiteres Programmhighlight im German Haus ist die „Berlin Interactive Night“,
die gemeinsam mit der Factory Berlin, Glispa und der
METRO AG präsentiert wird.
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SEMINARHAUS VICTORIA
Tagen auf Rügen

Tagungs- und Seminarhaus auf Rügen/Sellin
Workshops, Seminare, Tagungen, Teamtreffen
an der Ostsee und von Natur umgeben
für bis zu 24 Personen geeignet
mit und in einer besonderen Atmosphäre
individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt

Infos unter www.seminarhausvictoria.de oder 0171-382 65 41

Optik

Berliner beim Deloitte Fast 50 Award ausgezeichnet

Die Preisträger des Deloitte Fast 50 Awards 2015 wurden bekanntgegeben: Und ein
Berliner Unternehmen hat es in die Top 10 geschafft: MSG Lithoglas. Die durch das
in Berlin gegründete Photonikunternehmen entwickelten Technologien ermöglichen
die hermetische Verkapselung von elektronischen Bauelementen vielfältiger Art
mit dünnsten, hochzuverlässigen Glasschichten. Auf diese Weise können sensible
Oberflächen – beispielsweise von optischen Sensoren – zuverlässig und bei niedrigen
Temperaturen geschützt und die Produktlebenszeit deutlich verlängert werden.

Die Laser- und Medizin-Technologie GmbH Berlin (LMTB) ist
Sieger des Innovationspreises
Berlin-Brandenburg 2015. Ausgezeichnet wurde eine besondere
Innovation des Unternehmens:
der „Sensor zur zerstörungsfreien Bestimmung des Hämoglobingehalts in Blutkonserven“.
Dieser macht eine gezielte Transfusion von Blutkonserven realisierbar und ermöglicht auf diese
Weise ein Einsparungspotenzial
für das kostbare Gut. Hiermit
beweist die LMTB erneut die zielorientierte Ausrichtung auf den
Markt und einen hervorragenden
Technologietransfer.

Ein Leuchtturmprojekt:
das Innovationsnetzwerk für neue Materialien

Im Bereich der Elektronik und Photonik bietet Berlin ein einmaliges Umfeld
für Forschung und Entwicklung bis zur Marktreife. Ein neues Netzwerk soll
dieses Technologieprofil weiter schärfen: Industrievertreter wie die Osram
GmbH, verschiedene KMU, Vertreter der Humboldt-Universität, der Wirtschaftsfördergesellschaft Berlin Partner, der Entwicklerwerkstatt FabLab
und der Wista-Management GmbH haben im Januar in Berlin das Innovationsnetzwerk für neue Materialien (INAM) gegründet. Ziel ist die Entwicklung
und Implementierung innovativer Konzepte für den Einsatz neuer Materialien
und Technologien in der Elektronik, Optik und Photonik. Mithilfe von INAM
soll es gelingen, durch interdisziplinäre Zusammenarbeit neue Anwendungen
und letztendlich Fertigerzeugnisse zu schaffen und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in der Region zu stärken.

Datenautobahn im Weltall

Der „erste Abschnitt“ der Datenautobahn im All (SpaceDataHighway) wurde
erfolgreich errichtet. Am 29. Januar 2016 pünktlich um 23.20 Uhr (MEZ) ist
die Nutzlast EDRS-A vom Weltraumbahnhof Baikonur ins Weltall gestartet.
EDRS-A ist das erste Element des europäischen Datenübertragungssystems
EDRS (European Data Relay System). Dieses System gewährleistet, dass
niedrig fliegende Beobachtungssatelliten nahezu in Echtzeit ihre Daten zur
Erde übertragen können. Dafür ist EDRS-A mit einem Laserkommunikationsterminal (LCT) ausgerüstet. Dieses erhält mehrere optische Komponenten und Systeme der Berliner Glas Gruppe und Diodenlaser des Adlershofer
Ferdinand-Braun-Instituts.

Industrielle Produktion

„Wer nutzt 3D-Druck im professionellen Bereich?“

Am 11. Februar 2016 startete Berlin Partner gemeinsam mit dem StartupPartner 3YOURMIND eine Berliner 3D-Druck-Netzwerkinitiative unter dem
Motto „Wer nutzt 3D-Druck im professionellen Bereich?“. Dabei trafen rund
90 Teilnehmer aus KMU, Startups und Wissenschaft in Form von Pitches,
Vorträgen und Diskussionen im Charlottenburger CHIC aufeinander. Ziel
der Initiative ist es, das vorhandene Potenzial im Bereich Additiver Fertigung (3D-Druck) noch besser zu nutzen. Das Format soll gemeinsam mit
3YOURMIND in einem systematischen Prozess langfristig etabliert werden.

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BERLIN TO GO

Fotos: Deloitte Fast 50, Laser- und Medizin-Technologie GmbH, 3YOURMIND

Mit Innovationspreis
ausgezeichnet

BERLIN IST DIE DEUTSCHE HAUPTSTADT! +++ BERLIN IST INTERNATIONAL! +++ BERLIN HAT EINE EIGENE STIMME!

THE BERLIN TIMES – A GLOBAL LOCAL NEWSPAPER
Die publizistische Stimme Berlins in englischer Sprache.
Die nächste Ausgabe erscheint am 6. Mai 2016.

er
Berlin ist als innovativ
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un
Technologie
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eine dynamische
Wirtschaftsregion
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Die deutsche Hauptsta
erfindet sich immer
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THE BERLIN TIMES

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THINK GLOBAL.
BE A PART OF OUR WORLD.
WWW.TIMES-MEDIA.DE

May 6, 2016

in cooperation with
A global local newspaper

2015

START
ME UP!

STARTUP

BRUTSTÄTTE FÜR GRÜNDER
UND GRÜNDUNGSWILLIGE

Immer mehr Acceleratoren und Inkubatoren eröffnen in der Hauptstadt – Sie bieten
Startups ein optimales Umfeld, Ideen weiterzuentwickeln und zur Marktreife zu bringen

Immer mehr Unternehmen zieht es nach Berlin, um hier die
Nähe zur kreativen Startup-Szene zu suchen. Gemeinsam
mit den Gründern entwickeln sie die digitale Zukunft ihrer
Unternehmen in der deutschen Hauptstadt. Dazu werden
zahlreiche Acceleratoren und Inkubatoren eröffnet. Eine
Übersicht gibt Techberlin.com.

Berlin engagieren sich nicht nur Internet- oder Softwareunternehmen wie Microsoft oder Cisco, auch Konsumgüterhersteller
wie Henkel, Pharmakonzerne oder Energieversorger wie RWE
unterstützen Inkubatoren bzw. Acceleratoren in der Hauptstadt.

Auf techberlin.com findet sich auch eine Übersicht der Berliner
Inkubatoren/Acceleratoren, mit denen Gründer ihre Ideen zur
Marktreife bringen können. Das Portal techberlin.com gibt es
seit 2015; es ist die zentrale digitale Anlaufstelle für sämtliche
Informationen rund um die stetig anwachsende Tech- und Startup-Szene in Berlin. Nach dem Vorbild von digital.nyc können sich
nun auch in Berlin junge Unternehmen und Entwickler sowie Venture Capitalists oder einfach Technikinteressierte informieren und
über die Plattform austauschen. Sie finden News, Informationen
zu öffentlichen Angeboten für Gründer, Eventtipps, Stellenangebote, Büroräume, Arbeitsplätze sowie Wissenswertes zur Existenzgründung. Gelauncht wurde die Plattform von der Berlin Startup
Unit in Kooperation mit IBM als Industriepartner und Openers als
Startup-Netzwerker. In der Regel entstehen Inkubatoren an den
Gründerzentren der Hochschulen, wie etwa das Centre for Entrepreneurship der TU Berlin. Aber auch immer mehr große Konzerne
engagieren sich bei den Inkubatoren/Acceleratoren, um gemeinsam mit den Startups zu innovieren. Für ein schnelles Wachstum
der Startups steuern sie Geld, Know-how und Kontakte bei. In

Sowohl Inkubator als auch Accelerator verfolgen das Ziel,
Startups mit Coaching, Netzwerk, Wissen, Arbeitsplätzen und
Ressourcen zu unterstützen. Unter Accelerator (von engl. to
accelerate = beschleunigen) fasst man die Dienstleistungen
und Fördermaßnahmen zusammen, die bereits bestehende
Geschäftsmodelle zu schnellstmöglichen Erfolgen verhelfen
sollen. Beim Accelerator gibt es schon eine Unternehmensidee, die im Rahmen eines Acceleratorprogramms zu einem
marktreifen Produkt ausgearbeitet wird. Ein Inkubator ist
eigentlich ein Begriff aus der Medizintechnik und wird übersetzt als Brutkasten. Ein Inkubator ist übertragen ein Brutkasten für kreative Startup-Ideen und deren Gründer. Die Ideen
werden im Inkubator „ausgebrütet“ und dann mittels Büros,
Netzwerk, Kapital oder auch Wissen weiter gefördert. Inkubatoren veranstalten auch Sessions zur Ideenfindung. Ein
bekannter Berliner Accelerator ist beispielsweise Axel Springer Plug & Play, bekannte Inkubatoren sind hub:raum der
Deutschen Telekom und Project A Ventures von Otto.

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BERLIN TO GO

Foto: iStock/ michal-rojek

Inkubator/Accelerator

STARTUP

Lufthansa (Innovation Hub)

Lufthansa ist die weltgrößte Luftverkehrsgesellschaft, die insgesamt 500 Mio.
Euro in Innovationen bis 2020 investiert. Um der Startup- und
Digitaltechnologie-Szene näher zu sein, wurde der „Innovation
Hub“ gegründet. Lufthansa unterstützt Startup-Unternehmen
mit Expertenwissen, das es ihnen ermöglicht, neue, innovative
Lösungen im Bereich Aviation zu kreieren. http://hub.lh.com

Microsoft Ventures
Accelerator Berlin

Mit dem 3.000 m2 großen Microsoft Center fördert der Konzern im Rahmen seines „Ventures“-Programms Ideen aus der Technologiebranche
im hauseigenen Coworking-Space mit technischem Know-how.
Während eines viermonatigen Programms erhalten Startups
eine erstklassige Mentorenbetreuung, technisches Training und
die Möglichkeit, mit Investoren, Kapitalgebern, Microsoft- und
Industrieexperten sowie den lokalen Medien zu netzwerken.
www.microsoftventures.com/locations/berlin

Axel Springer Plug and Play

Axel Springer Plug and Play ist ein
Zusammenschluss der Axel Springer SE und des Plug and Play
Tech Centers, einem führenden Startup-Investor aus dem Silicon Valley. Dreimal jährlich unterstützt das Programm bis
zu zehn Startups mit digitalen und mediennahen Geschäftsideen. Das Programm umfasst neben einer Anschubfinanzierung auch Büroräume, Mentoring, Workshops und den
Zugang zum internationalen Netzwerk der beiden Partner.
www.axelspringerplugandplay.com

Project A Ventures

Project A Ventures ist ein vom Versandhauskonzern Otto finanzierter Inkubator. Ein Investmentfonds mit angeschlossener Managementagentur unterstützen
Startups mit Fokus auf den Bereichen Internet, Werbetechnologien und Mobile. www.project-a.com

GTEC – German Tech
Entrepreneurship Center

Zusammen mit RWE, diversen Stiftungen
und der ESMT (European School of Management and Technology)
hat Henkel das German Tech Entrepreneurship Center (GTEC) in
Berlin gegründet. Diese Plattform bringt technologiebasierte
Startups, internationale Unternehmen, akademische Institute
und Investoren unter ein Dach zusammen, um innovative Gründer während ihrer frühen Entwicklungsphasen zu unterstützen.
Das GTEC integriert Lehre, Bildung und Unternehmensgründung
in einer Institution und ist offen für deutsche und internationale
Gründer. http://gtec.berlin

FinLeap

FinLeap ist internationaler FinTech-Inkubator, der in Berlin und San Francisco
agiert. Hier werden neue Technologien
und skalierbare Geschäftsmodelle entwickelt, um digitale Services im Bereich Finanzdienstleistungen
noch günstiger, einfacher und transparenter zu gestalten.
www.finleap.com

hub:raum – Deutsche Telekom

Auf 2.000 m2 bietet das Hubraum-Programm der Deutschen Telekom Startups in unterschiedlichen
Entwicklungsstadien im Accelerator oder Inkubator ein passendes Umfeld in Berlin-Schöneberg. Das Programm beinhaltet Beratung, Finanzierungshilfen und Netzwerkmöglichkeiten.
www.hubraum.com

Foto: St. Oberholz © Berlin Partner

Techstars Metro Accelerator

Starthilfe für Startups aus dem Bereich,
Gastronomie, Hotel und Catering gibt
die METRO AG mit dem Techstars Metro
Accelerator. Dieser Accelerator unterstützt technologiegetriebene
Startups mit innovativen Ideen für digitale Produkte und Dienstleistungen in diesem Bereich. Begleitet werden vor allem neue
Lösungen für Bezahlung, Bestellung, Lieferung, Lagermanagement, Lieferkettenoptimierung, Logistik, Big Data, SaaS u.v.m.
www.techstarsmetro.com

Im St. Oberholz am Rosenthaler Platz wurde so manche Startup-Idee
ausgebrütet und zum Erfolg geführt.
BERLIN TO GO

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STARTUP

WO EINKAUFEN ZUM
ERLEBNIS WIRD
E-Commerce boomt, das traditionelle Warenhaus stellt sich neuen Herausforderungen,
im Blick haben dabei beide ein und dasselbe: den Kunden. Wie sieht die Einkaufswelt
von morgen aus?
Seit mehr als 135 Jahren setzt Galeria Kaufhof auf ein traditionelles Einkaufserlebnis, das bundesweit täglich rund zwei Millionen
Besucher anzieht. Doch beim Einkauf ist heute längst nicht mehr zwingend der Weg ins Geschäft notwendig. Das Internet bietet
zahlreiche Möglichkeiten, Bestellungen bequem von zu Hause aufzugeben. Beim Onlineanbieter Zalando können Kunden quasi vom
Sofa aus zwischen 150.000 Artikeln wählen. Hat das klassische Warenhaus ausgedient? Darüber sprach Berlin to go mit Moritz Hau,
Country Manager bei Zalando, und Torsten Kruse, Geschäftsführer der Galeria Kaufhof Berlin Alexanderplatz. Ein Disput.

Für welche Werte steht Ihr Unternehmen?
Galeria Kaufhof steht für Weltoffenheit, Toleranz und Respekt.
Wir beschäftigen bundesweit Mitarbeiter aus mehr als 80 Nationen und begrüßen täglich Gäste aus der ganzen Welt. Bis heute
ist das Warenhaus ein Ort, an dem sich Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion und Weltanschauung begegnen. Wir
verbinden für unsere Kunden Tradition und Verlässlichkeit mit
Innovation und Begeisterung.
Wie wird sich Ihrer Meinung nach das Kaufverhalten
der Kunden entwickeln?
Natürlich sind Digitalisierung und Onlinehandel eine große
Herausforderung. Aber ich bin überzeugt, dass die Kunden auch
in Zukunft den stationären Einzelhandel aufsuchen werden, wo
ihre Wünsche und Bedürfnisse erkannt und erfüllt werden. Wir
als Warenhaus möchten ihnen in allen Bereichen den besten
Service anbieten. Kundenzufriedenheit wird auch künftig bei
der Wahl der Einkaufsstätte entscheiden.
Was kann Ihr Unternehmen vom stationären Handel und vom
Onlinehandel lernen? Wo finden sich Schnittmengen zwischen
den beiden und wie nutzen Sie diese?
Galeria Kaufhof ist auf einem guten Weg zum Multichannel-Warenhaus. Eine Chance für zukünftiges Wachstum
sehen wir vor allem in der Verzahnung von Filial- und Online­
geschäft. So unterstützen wir in den Filialen die Beratungsgespräche mithilfe mobiler Tablets. Unsere Kunden können
die Marke Galeria Kaufhof auf allen Kanälen erleben, ob
bequem von zu Hause, mobil via Smartphone oder beim
Erlebniskauf in der City. So werden aus Gästen immer mehr
zufriedene Kunden.
40

BERLIN TO GO

Wie wird Einkaufen in 50 Jahren aussehen?
Ich glaube, da werden wir alle überrascht sein, denn die Welt
des Handels hat sich noch nie so schnell verändert wie zurzeit.
Sicher ist aus meiner Sicht, dass es den stationären Einzelhandel noch geben wird. Denn die Inspiration und Bedarfsweckung
beim Einkaufen wird weiter auch über Tasten, Fühlen, Riechen
und Schmecken gehen. Das kann das Internet alleine nicht.

Unternehmensporträt

Die Galeria Kaufhof GmbH mit Sitz in Köln ist europaweit eines der führenden Warenhausunternehmen. Sie betreibt aktuell 101 Warenhäuser
und 14 Sporthäuser in Deutschland sowie 16 Warenhäuser in Belgien.
Die Galeria Kaufhof Berlin Alexanderplatz ist mit ihren rund 35.000 m2
Verkaufsfläche eines der Flaggschiffe des Unternehmens.

Was trifft auf Sie zu …

… risikofreudig oder solide?
Ich gehe gerne neue Wege, die natürlich
auch mit Risiken behaftet sind. Das geht
aber nur von einer soliden Basis aus –
beruflich wie auch privat!

Torsten Kruse

… Trendsetter oder Traditionalist?
Hier liegt die Wahrheit in der Mitte.
Mode spielt für mich eine wichtige Rolle,
jedoch sind meine Lieblingskleidungsstücke eher Klassiker.

… Turnschuh oder Oxford? Ich trage und liebe beide Schuharten –
es kommt auf den Anlass an.
… Bargeld oder Kreditkarte? Ohne Bargeld gehe ich nie aus dem
Haus, jedoch zahle ich fast alles mit Karte.
… Teamplayer oder Alleinentscheider? Teamplayer. Wer die Erfahrungen, Ideen und die Kreativität von Kollegen und Mitarbeitern
nicht nutzt oder sogar ignoriert, wird keinen Erfolg haben.

Porträt: Fotografie Anthez, Berlin

Herr Kruse, was heißt für Sie „Einkaufserlebnis“?
Wir wollen unsere Kunden inspirieren und überraschen. Und
das jeden Tag aufs Neue. Die Zutaten dafür sind eine hochwertige Markenauswahl, ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis,
eine fachkundige Beratung, ein angenehmes Ambiente und ein
umfassendes Servicepaket. Gepaart mit tollen Aktionen und
spektakulären Inszenierungen wird das Warenhaus so zu einer
wunderbaren Shoppingbühne.

STARTUP

Herr Hau, was heißt für Sie „Einkaufserlebnis“?
Während es früher im eCommerce vor allem darum ging, Produkte verfügbar zu machen, muss unser Fokus heute sein, Kunden auf ihrer individuellen Entdeckungsreise durch die Modewelt zu begleiten. Die Devise lautet jetzt „Wir präsentieren
jeder Kundin das für sie perfekte Angebot“. Es geht also um
Relevanz und Inspiration. Erst recht in einer zunehmend mobilen Einkaufswelt möchten Kunden sich nicht mühsam durch
einen langen Katalog an Artikeln scrollen. Sie wollen Mode
mobil und spielerisch entdecken. Sie wollen nicht nur schnell
das finden, wonach sie suchen, sondern auch von Neuem inspiriert werden. Erste Schritte für uns in diese Richtung sind beispielsweise der personalisierte Feed im Zalando Shop und in
der Zalando App, der individuelle Produktvorschläge, aber auch
Streetstyles zeigt. Mit dem Relaunch der App gehen wir seit
Anfang des Jahres sogar noch einen Schritt weiter. Sie bietet
umfangreiche redaktionelle Inhalte wie Videos und Berichte
von Modepersönlichkeiten.

Unternehmensportät

Mit 131 Millionen Besuchen und 17,2 Millionen aktiven Kunden, ist
Zalando Europas führende Online-Plattform für Mode. Zalando bietet
seinen Kunden eine umfassende Auswahl an Bekleidung, Schuhen und
Accessoires für Damen, Herren und Kinder bei kostenfreiem Versand und
Rückversand und zwar in 15 europäischen Märkten. Das Unternehmen
setzt auf einen Dreiklang aus Mode, Technologie und Logistik, um den
Kunden und Markenpartnern einen Mehrwert zu bieten.

Was trifft auf Sie zu …

Porträt: Zalando; Foto oben: invizbk - Fotolia.com

… risikofreudig oder solide?
Beides, denn Risikofreude gehört zur langfristigen Solidität
… Trendsetter oder Traditionalist?
Beides, hängt vom Thema ab
… Turnschuh oder Oxford? Schicker Turnschuh oder sportlicher Oxford

Moritz Hau

… Bargeld oder Kreditkarte? Kreditkarte
… Teamplayer oder Alleinentscheider?
Teamplayer

Für welche Werte steht Ihr Unternehmen?
Die Zufriedenheit unserer Kunden steht im Fokus. Das sagt sicherlich jeder Händler, bei Zalando wird es aber jeden Tag gelebt: Wir
hören unseren Kunden genau zu, sei es über Live-Feedback-Ticker,
User Labs, in denen Kunden testen, oder indem wir selbst rausgehen. Unsere Vision ist es, als Modeplattform ein Ökosystem zu
schaffen, das alle im Modegeschäft vernetzt, von Kunden über
Markenpartnern bis hin zu Dienstleistern. Auch die Zusammenarbeit mit stationären Händlern ist denkbar.
Wie wird sich Ihrer Meinung nach das Kaufverhalten
der Kunden entwickeln?
Wir sehen heute schon einen anhaltenden Trend zum mobilen Shopping. Im Schnitt stammen 60 % unserer Shopbesuche
von mobilen Geräten. Bei uns heißt es deshalb Mobile First:
Alle neuen Ideen und Produkte werden zuerst für mobile Plattformen gedacht. Aber auch andere Kanäle werden in Zukunft
wichtig bleiben. Für uns stehen deshalb ein Miteinander und die
richtige Vernetzung im Mittelpunkt.
Was kann Ihr Unternehmen vom stationären Handel lernen?
Wo finden sich Schnittmengen zwischen dem Online- und dem
stationären Handel und wie nutzen Sie diese?
Der stationäre Handel hat Jahrzehnte Erfahrung in der persönlichen Beratung. Nach wie vor ist es genau das, wonach viele
Kunden suchen, und deshalb bieten wir seit letztem Jahr mit
Zalon eine kostenlose, persönliche Stylingberatung. Zalon-Kunden profitieren zusätzlich vom großen Zalando-Sortiment und
dem kostenlosen Rückversand. Ein weiterer Vorteil stationärer
Händler ist der lokale Standort, während wir als Plattform wiederum eine enorme Online-Expertise, Infrastruktur und Reichweite mitbringen. Gerade mit Blick auf die Kundenzufriedenheit
liegt aus unserer Sicht der Schlüssel in der Kombination von
Online und Offline. Wenn ein Kunde ein bestimmtes Produkt
ganz schnell benötigt, warum vernetzen wir ihn als Modeplattform nicht einfach mit dem Händler um die Ecke? Idealerweise
wissen wir auch, ob der Wunschartikel in der richtigen Größe
und Farbe vorrätig ist, reservieren ihn oder schicken einen
Kurier. Diese Vision gelingt nur in enger Zusammenarbeit.
Wie wird Einkaufen in 50 Jahren aussehen?
Das ist schwer zu beantworten. Zalando selbst gibt es erst
sieben Jahre lang, genauso lang wie das iPhone. Schauen Sie
sich an, was sich allein in dieser kurzen Zeit verändert hat.
Am Ende wird es immer darum gehen, Einkaufen für Kunden möglichst unkompliziert und interessant zu gestalten.
Interviews Gabriele Schulte-Kemper
BERLIN TO GO

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START UP

DIE DIGITALE LADENKASSE

Kassensystem mit integriertem Online-Shop – Das Berliner Startup Inventorum
macht digitale Geschäftsprozesse für Einzelhändler einfacher

Als Christoph Brem nach 16 Jahren in den USA, in denen er
erfolgreich mehrere Startups gegründet hatte, im Sommer
2012 mit seiner Familie nach Berlin zog, hatte er für sich den
perfekten Ort zum Leben und Arbeiten gefunden: „Berlin hat
mich inspiriert“, sagt der Gründer und Geschäftsführer von
Inventorum. Aus der Geschäftsidee, ein Kassen- und Warenwirtschaftssystem auf iPad-Basis für den Einzelhandel zu entwickeln, wurde nach dem Umzug schnell mehr. Neben der hohen
Lebensqualität und günstigen Standortkosten lobt Christoph
Brem vor allem das Netzwerk für Startups in der Hauptstadt:
„Ich habe in kurzer Zeit Menschen gefunden, die an meine Idee
geglaubt und Risikokapital investiert haben.“ Einer davon war
der bekannte Business Angel Michael Brehm, mit dem der Niederbayer Anfang 2013 in Berlin Inventorum gründete.
Vom Weinhändler bis zur Papeterie: Die Unternehmenssoftware
ist speziell auf kleine Einzelhändler zugeschnitten. Damit hat
das Startup eine Nische besetzt – „während es für die Gastronomie bereits diverse digitale Kassensysteme gibt, sind wir die
Einzigen, die in Deutschland eine solche Lösung für den lokalen Handel anbieten“, sagt der aus einer Einzelhandelsfamilie
stammende Unternehmer. Die App von Inventorum macht das
iPad zum Cockpit, über das Händler ihr Geschäft steuern. In das
System sind ein Kassensystem mit allen gängigen Bezahlmethoden wie Kreditkarte, Rechnung oder PayPal sowie Warenwirtschaft, Kundenverwaltung und Buchhaltung integriert.
Auch ein Webshop lässt sich mit wenig Aufwand aktivieren, und
Online-Marktplätze wie eBay können automatisch angebunden werden. Laut Christoph Brem profitieren die Einzelhändler
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BERLIN TO GO

dadurch zusätzlich von den Möglichkeiten der neuen Handelsformen, ohne sich komplexe und teure IT-Lösungen ins Haus
zu holen: „Alle Prozesse laufen nahtlos, synchron und kanalübergreifend ab.“
Seit der Gründung zeigt die Erfolgskurve des Berliner Startups
nach oben: 600 Bezahlkunden aus Deutschland, Österreich
und der Schweiz nutzen mittlerweile das iPad-basierte Kassensystem. Neue Investoren waren von der Vision, die Zukunft des
lokalen Einzelhandels in nur einer App zu vereinen, überzeugt:
Neben Venture-Capital-Unternehmer Dr. Max Iann sind Funke
Digital und Berliner Volksbank Ventures als Gesellschafter mit
an Bord. Weil das auf 37 Mitarbeiter angewachsene Inventorum-Team mehr Platz brauchte, wurde im Technologie- und
Innovationspark an der Voltastraße zusätzliche Bürofläche
angemietet. 2016 will das junge Unternehmen weiter expandieren: Einzelhändler in der EU und anschließend auch in Asien
sollen als Kunden gewonnen werden. es

Die Gründer von Inventorum Michael Brehm (l.) und Christoph Brem.

Alle Fotos: Inventorum

Berlin inspirierte Gründer Christoph Brem, Neues zu wagen:
Inventorum bietet ein iPad-Kassensystem speziell für den
stationären Einzelhandel an. Die App ist mehr als eine Kasse:
Mit der Software des Berliner Startups können Händler ihr
Geschäft steuern – Warenwirtschaft, Buchhaltung, Kundenverwaltung und Webshop inklusive.

Individuelle Planung
ist bei uns Standard.
www.berliner-seilfabrik.com

BERLIN GOES

STADTMARKETING DER
BESONDEREN ART

Berliner Innovationen und Produkte gingen im vergangenen Jahr auf Europatournee
und stellten neue Trends aus der Hauptstadt vor – Und die Tour geht 2016 weiter!
Im Schatten des Eiffelturms endete Mitte Dezember eine Reise, bei
der Ampelmännchen auf Designermöbel, Naturkosmetik auf Craftbeer und 3D-Drucker auf 360-Grad-Wurfkameras trafen. Denn von
September bis Dezember bereisten diese und viele weitere Innovationen und Produkte aus Berlin fünf europäische Metropolen.
Mit den Pop-up-Stores präsentierten visitBerlin und Berlin
Partner für Wirtschaft und Technologie die deutsche Hauptstadt in Stockholm, London, Amsterdam, Wien und Paris. Die
Stores waren jeweils eine Woche lang in den besten Lagen
der Innenstädte geöffnet. Präsentiert wurden hier 21 Berliner Labels mit ihren kreativen Produkten sowie fünf Berliner

Startups mit innovativen Technologien. Als Markenbotschafter und Werbefläche für Berlin, als Ort für Netzwerktreffen
von Wirtschaftsvertretern und als Hotspot für alle, die auf der
Suche nach neuen Trends sind, waren die offiziellen BerlinGeschäfte eine gelungene Plattform. Die Länder, die auf der
„Pop into Berlin“-Tour besucht wurden, zählen zu den stärksten
Auslandsmärkten für den Berlin-Tourismus. Auch mit ansässigen
Unternehmen der bereisten Städte gab es zahlreiche Ansätze
für Kooperationen und Austausch. Den beteiligten Partnern
boten die verschiedenen Stationen gute Möglichkeiten, neue
Märkte für ihre Produkte zu erschließen, direkte Kontakte zu
knüpfen und sich ein eigenes Netzwerk aufzubauen. gsk

Erfolg in Zahlen

Die Pop-up-Stores wurden an 33 Tagen für insgesamt 308
Stunden geöffnet. Mit etwa 1.000 Kunden pro Tag hatte
das Geschäft im Londoner Stadtteil Shoreditch den größten
Zulauf. In jedem Store wurden rund 350 verschiedene Produkte zum Verkauf angeboten. Das teuerste Produkt, eine
KPM-Vase für 1.020 Euro, wurde in Amsterdam verkauft.
Außerdem wurden 20 Fernsehtürme in 3D gedruckt und
dafür 8 kg Material verarbeitet. Über 200 Fotos wurden mit
der 360-Grad-Kamera von Panono in den Stores gemacht.
Es fanden 38 Events statt, die von 1.957 Personen besucht
wurden. Mit dabei war auch die Teledisko – die kleinste Diskothek der Welt, kompakt verpackt in einer Telefonzelle.
Darin wurden über 500 Partys gefeiert.

In diesem Jahr plant Berlin Partner ein weiteres, zusätzliches
Tourformat: Mit der Ausstellung „Startup meets Grownup“ werden Synergien aus der Verbindung von klassischer Industrie und
Digitalwirtschaft präsentiert – aufsehenerregend, aber auch mit
klarem realen Nutzen: So wird im Rahmen der Ausstellung beispielsweise der weltweit größte 3D-Drucker des Berliner Start­
ups BigRep ein BMW-Motorrad drucken. Die Verbindung beider Unternehmen soll aber auch in der Realität Früchte tragen:
Startup und Industrieplayer wollen gemeinsam das Prototyping
von Karosserieteilen effizienter gestalten. Erster Ausstellungsort wird die Industriefachmesse HMI in Hannover sein.

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BERLIN TO GO

Foto: visitBerlin, BigRep

„Startup meets Grownup“

BERLIN GOES

BRAIN CITY WIRBT FÜR DEN
WISSENSCHAFTSSTANDORT BERLIN
Kampagne von Berlin Partner zeigt Vielfalt und Qualität des Forschungsstandortes

Foto Porträt A. Joras: Fotostudio-Charlottenburg; Foto oben: Berlin Partner - Philipp Jester

Mathematische Operationen sind die Passion von Prof. Günther
Ziegler – er ist Professor für Diskrete Geometrie an der Freien
Universität Berlin. Dass er in seinem Job vor einer Kamera posiert,
kommt nicht jeden Tag vor. Für eine neue Kampagne von Berlin
Partner stellte er sich gern vor die Linse: Aktuell ist er auf Plakaten, Anzeigen und in den sozialen Netzwerken zu sehen, um
als Testimonial für den Wissenschaftsstandort Berlin zu werben.
Mit der neuen Kampagne „Brain City“ hebt Berlin Partner die
Einzigartigkeit der Wissenschaftslandschaft in Berlin hervor:
Für nahezu jedes Fachgebiet findet sich in der Hauptstadt ein
Experte – von der Grundlagenforschung bis zur angewandten
Forschung. Die Forschungsatmosphäre ist geprägt durch
Offenheit: Universitäten und Forschungseinrichtungen kooperieren in vielen Bereichen, Partnerschaften mit der etablierten Wirtschaft und Startup-Szene gehören zum Daily Business.
Diese starke Botschaft soll aber nicht nur via Anzeigenkampagne vermittelt werden – Berlin Partner arbeitet zudem mit
Botschaftern an den Berliner Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen zusammen, die in ihrem beruflichen Alltag für
die Wissenschaftsregion der Hauptstadt werben möchten. Bei
Vorträgen auf Konferenzen oder während einer Gastprofessur
im Ausland bieten sich dafür oftmals Gelegenheiten. Berlin
Partner gibt den Kampagnenbotschaftern dazu beispielsweise
ein Tool-Kit und weitere Unterstützung an die Hand.
Sie arbeiten als Wissenschaftler in Berlin und möchten auf Ihren
Reisen gern als Botschafter für die Berliner Wissenschaftsregion
unterwegs sein? Dann melden Sie sich bei Maria Habigsberg
unter der E-Mail-Adresse maria.habigsberg@berlin-partner.de.

„Berlin ist eine der größten und vielfältigsten
Wissenschaftsregionen
Europas und damit ein
ideales Umfeld für Forschung und Ent wicklung. Unternehmen, die
Innovationen schaffen
und neue Produkte entwickeln möchten, profitieren in Berlin von
zahlreichen Kooperationsmöglichkeiten mit Wissenschaftlern und Forschern. An diesem Punkt wird die Wissenschaftslandschaft einer Stadt zum entscheidenden
Standortfaktor. Berlin punktet mit einer unvergleichlichen Breite an Forschungsthemen. Mit
unserer Kampagne Brain City veranschaulichen
wir diesen Standortvorteil und positionieren Berlin als ideale Schnittstelle zwischen Wirtschaft
und Wissenschaft.“

Andrea Joras, Geschäftsführerin
Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH
BERLIN TO GO

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NETZWERK

DIE WISSENSCHAFT
VON DER SCHÖNHEIT
Mitte des vergangenen Jahres hat das Kosmetikunternehmen Swiss Cosmeceuticals seinen Sitz nach Berlin
verlegt und baut hier seine Dependance für den europäischen Markt auf. Derzeit arbeiten 13 Mitarbeiter in
den Büroräumen am Potsdamer Platz. Mittelfristig sind
rund 100 Arbeitsplätze geplant, die die Marke la clé weltweit erfolgreich etablieren sollen. Swiss Cosmeceuticals
hat sich viel vorgenommen, aber an einem Standort wie
Berlin ist nichts unmöglich.

moderne Frau. In Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern
entwickelte sie Produkte, die sich durch ein hohes Maß an
Reinheit und Transparenz auszeichnen. Alle Inhaltsstoffe
werden – von der Passion und Detailgenauigkeit Masha
Pavlovics getrieben – offen kommuniziert und die Notwendigkeit ihrer Verwendung begründet. Das Wissen um
die Inhaltsstoffe und deren Wirksamkeit ist für sie „der
Schlüssel zu individuellem Wohlbefinden“. Die Idee zu la
clé – französisch für „der Schlüssel“ – war geboren.

Das Schweizer Unternehmen wurde in Appenzell gegründet und ist eng verbunden mit der Biografie seiner Gründerin Masha Pavlovic. Als erfolgreiche Geschäftsfrau war
Masha Pavlovic viel unterwegs, pendelte oft zwischen
Hongkong und der Schweiz und vermisste auf ihren Reisen Kosmetikprodukte, die völlig transparent hinsichtlich
ihrer Inhaltsstoffe sind. Deshalb beschloss sie, die Dinge
selbst in die Hand zu nehmen, und gründete die erste
weltweite Schönheits- und Gesundheitsgesellschaft für die

Inzwischen hat Swiss Cosmeceuticals mit la clé eine globale Luxus-Kosmetikmarke aufgebaut, die mit exklusiven
Spas, einer einzigartigen Wissensplattform rund um die
Themen Schönheit, Pflege, Gesundheit und Erfolg und
einem besonderen Vertriebsmodell mehr als nur Kosmetikpflegeprodukte bieten will. Allen Gründern – zum
Management- und Gründungsteam gehören neben Masha
Pavlovic auch ihr Mann Jean-Paul sowie Fabian Keller als
CEO – war klar, dass eine Luxusmarke nur in Metropolen

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BERLIN TO GO

Alle Fotos: Swiss Cosmeceuticals

Swiss Cosmeceuticals steuert von Berlin aus das Europageschäft und kreiert
in der Hauptstadt ein Spa-Refugium der Extraklasse

NETZWERK

erfolgreich sein kann. So verglich Swiss Cosmeceuticals im
Jahr 2013 verschiedene europäische Metropolen, entschied
sich 2014 für Berlin als die erfolgversprechendste und siedelte sich 2015 hier an.
Für CEO Fabian Keller hat Berlin das beste Angebot an
Fachkräften im Vergleich zu allen anderen Metropolen:
engagierte, gut ausgebildete Menschen, die Neues schaffen
wollen, die neugierig und interessiert daran sind, bestehende Denkmodelle durch eigene Kreativität zu durchbrechen. Als Lifestyle-Marke muss man, so Keller, in einer
„In“-Stadt“ präsent sein. Das sei Berlin zweifelsohne – mit
einer sehr guten, dynamischen Ausstrahlung nach Asien,
einem sehr wichtigen Markt für Swiss Cosmeceuticals.
Asien ist auch einer der wichtigsten Gründe für den Firmensitz am Potsdamer Platz. Denn in Asien verbindet
man Berlin vor allem mit dem Potsdamer Platz – nicht
zuletzt wegen der Nähe zum Brandenburger Tor. Es gäbe
in Deutschland wohl keinen Ort, der internationaler ist als
der Potsdamer Platz, fasst Fabian Keller die Entscheidung
für den Berliner Standort zusammen.
Die Pläne für die Berliner Dependance sind groß. Von
hier aus soll das Europageschäft gemanagt werden. Etwa
25 % des weltweiten Umsatzes wird aus Europa erwartet.
Allerdings schließt das Unternehmen bei Europa auch
den Mittleren Osten ein. Gespräche mit Familienunternehmen in einzelnen Provinzen Chinas über konkrete
Joint Ventures für den lokalen Markt werden derzeit
geführt. Den größten Markt stellt aber Asien dar. Hier
ist die Nachfrage von Frauen aus der stark wachsenden
Mittel- und Oberschicht am größten.

Die „la clé“-Kosmetikserie umfasst 18 exklusive Produkte.

Von Berlin aus werden wichtige kreative und strategische
Querschnittsfunktionen für die weltweite Organisation
gesteuert. Bis 2017 ist dazu der Aufbau von über 100 Arbeitsplätzen beabsichtigt, vor allem in den Bereichen Vertrieb,
Produktentwicklung und Projektmanagement wird Personal gesucht. Aber auch der Anteil an wissenschaftlichen
Mitarbeitern soll in den nächsten Jahren steigen, denn die
Produktlinien werden sukzessive ausgebaut und erweitert.
Obwohl nach wie vor in den Schweizer Manufakturen produziert wird, findet die Wertschöpfung jetzt in der Stadt
statt, die sich am schnellsten entwickelt: Berlin.
Im Laufe dieses Jahres wird auch der exklusive „la clé“-Spa
am Potsdamer Platz eröffnet, der sich als erster an einem
europäischen Hotspot befindet. Der Flagship-Spa ist mit
ca. 300 m 2 ein besonderes Refugium, in dem die Kundinnen aus aller Welt die Pflegeprodukte von la clé kennenlernen und sich hier vielleicht sogar zum Netzwerken treffen können. Letzteres wäre ganz im Sinne der Gründerin,
die ihr Unternehmen als ganzheitliche Plattform für die
moderne Frau versteht. at

Das Team von Swiss Cosmeceuticals mit Sitz am Potsdamer Platz.

BERLIN TO GO

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WILLKOMMEN IM NETZWERK

Seit diesem Jahr dabei: die neuen Partner und Startup-Partner im Wirtschafts- und
Wissenschaftsnetzwerk in einer Kurzvorstellung

AD AGENDA

AXICA

Kreativ und lösungsorientiert sorgt die
AD AGENDA Kommunikation und Event
GmbH seit 20 Jahren mit einer schlanken
und beweglichen Kommunikation dafür,
dass ihre Kunden nachhaltig gewinnen –
an Zuspruch und an echtem Mehrwert.
Die Agentur macht Ideen lebendig und
entwickelt Maßnahmen, die ineinandergreifen – von klassischen und interaktiven Marketinglösungen über PR und
Unternehmenskommunikation bis hin zu
Events. www.ad-agenda.com

Die AXICA ist eine Eventlocation mit
Premium-Cateringservice, die sich im
Gebäude der DZ BANK, direkt am Brandenburger Tor, befindet. Dank der einzigartigen Lage, der außergewöhnlichen
Architektur von Frank O. Gehry und der
anspruchsvollen Service- und Küchenphilosophie zählt die AXICA seit 15 Jahren
zu den beliebtesten Eventlocations der
Hauptstadt. Hier können bis zu 600 Personen tagen, feiern und genießen.
www.axica.de

MARKTHALLE NEUN

Delta Management Consultants GmbH

EDF Deutschland GmbH

Die Delta Management Consultants GmbH ist eines der größten
unabhängigen und inhabergeführten Executive-Search-Unternehmen in Deutschland. 1983 gegründet, gehört sie seit Mitte
der 80er-Jahre zu den führenden Personalberatungen Deutschlands. Der Schwerpunkt der Beratungstätigkeit liegt auf der
Besetzung von Positionen im Top- und Senior-Management.
www.delta-maco.de

Als 100%ige Tochtergesellschaft der EDF entwickelt, bündelt
und verwaltet die EDF Deutschland GmbH von Berlin aus deren
Aktivitäten. EDF Deutschland möchte durch die Zusammenarbeit mit hiesigen Akteuren, wie den lokalen Stadtwerken und
innovativen Unternehmen, die Entwicklung von intelligenten
Lösungen und Geschäftsmodellen für die Energiewende vorantreiben und sie zum Erfolg führen. www.deutschland.edf.com

48

BERLIN TO GO

Fotos: AXiCA, Markthalle Neun

Die Markthalle Neun als LebensmittelPunkt in Kreuzberg zeigt wie „AndersEssen“ und „Anders-Einkaufen“ in der
Stadt möglich sind: im respektvollem
Umgang mit Mensch, Tier und Umwelt,
regional- und saisonal-betont, verbunden
mit lokaler Wertschöpfung, transparent
und vertrauensvoll. Die schrittweise Wiederansiedlung des kleinteiligen Lebensmittelhandels und -handwerks auf der
zuvor von Discountern dominierten Fläche bedeutet auch die Wiederaneignung
der Halle als lebendiger Ort im Quartier.
www.markthalleneun.de

NETZWERK

modulbox mo systeme GmbH & Co. KG
mo systeme entwickelt und produziert flexible Architekturlösungen für Ausstellungen, Events und andere Formen von
Live-Kommunikation und setzt mit der Modulbox auf Mobilität
und Modularität. Alle Module sind manövrierbar, kombinierbar
und wandelbar, sämtliche Flächen lassen sich individuell gestalten. Im Handumdrehen verwandelt sich der clevere Kubus in
ein größeres Raumsystem, das beliebig variiert und erweitert
werden kann. www.mo-systeme.com

Quest-Team mit „BerlinTALENTS®“

3YOURMIND GmbH

Die 14-monatige branchen- und firmenübergreifende Qualifizierung BerlinTALENTS®
des Potenzialentwicklungs-Experten Quest-Team richtet sich an die High Potentials
in Unternehmen der Hauptstadtregion, die aktiv und nachhaltig die Zukunftsgestaltung ihrer Betriebe und Organisationen unterstützen wollen. Fach- und
Führungskräfte, Projektverantwortliche, Junior-Geschäftsführer werden bedarfsorientiert trainiert
und vertrauensvoll miteinander vernetzt.
www.berlin-talents.de

3YOURMIND bietet intelligente Lösungen
für Industrie und Architektur im 3DDruckmarkt. Das Unternehmen hat eine
Software entwickelt, mit der 3D-Daten
auf Knopfdruck für den Druck analysiert und optimiert werden. Zudem
bietet 3YOURMIND einen einzigartigen
Preisvergleich bei der Suche nach einem
3D-Druckdienstleister.
www.3yourmind.com

INVENTORUM GmbH

Fotos: mo systeme, Quest-Team,3YOURMIND, Ruksaldruck

INVENTORUM kombiniert Kassensystem, Warenwirtschaft, Buchhaltung und Kundenverwaltung – ganz einfach vom iPad aus. Durch einen in das System integrierten
Onlineshop unterstützt INVENTORUM Einzelhändler zusätzlich bei der Herausforderung, die Verbindung zwischen Geschäft und E-Commerce effizient auf einer Plattform
darzustellen und so das Beste aus beiden Welten zu kombinieren: die persönliche
Betreuung des Kunden im Ladengeschäft mit den Umsatzchancen des Onlinevertriebs.
www.inventorum.com/de

Ruksaldruck
Seit über 80 Jahren produziert Ruksaldruck in Berlin und ist
von einer Lichtpauserei zu einer der modernsten Druckereien
in der Stadt gewachsen. Als Dienstleister für Unternehmen und
öffentliche Einrichtungen in den verschiedensten Branchen
bietet Ruksaldruck einen Service mit großem Mehrwert. Neben
Prozessqualitätszertifizierung erstellt das Unternehmen Druck­
erzeugnisse mit ökologischen Nachweisen (FSC, klimaneutral),
und seit 2015 liefert es seine Waren auch mit einem E-Mobil in
der Stadt aus. www.ruksaldruck.de
BERLIN TO GO

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Flying Steps

I LIKE VISUALS
Die junge Agentur aus Berlin mit Leiden­
schaft für Videodesign und kreative
Videokommunikation setzt bei der Ausarbeitung und Umsetzung von Projekten auf überzeugende Konzepte. Ob
im gewohnten Click-to-Play-Format oder
als stilbildendes Gesamtkonzept – I LIKE
VISUALS entwickelt Filme, die starke Aussagen unterhaltsam transportieren und
Lust auf Videokommunikation machen.
www.ilikevisuals.com

Mit mehr als 20 Festangestellten und
einem Pool an 43 Weltklassetänzern
entwickelt Flying Steps Entertainment
mit Leidenschaft für Urban Dance einzigartige Konzepte – flexibel und kreativ
in der Umsetzung, bei abendfüllenden
Produktionen, Firmenevents oder auch
bei Produktpräsentationen. Mit ihren
beiden Shows „Red Bull Flying Bach“
und „Red Bull Flying Illusion“ tourt
die Company erfolgreich um die Welt
und spielte schon in 34 Ländern. An
der Flying Steps Academy in Kreuzberg
steht die Nachwuchsförderung im Fokus.
www.flying-steps.de

kapilendo AG
Der Online-Kreditmarktplatz kapilendo
bietet kleinen und mittelständischen
Unternehmen eine schnelle und günstige
Finanzierung durch Privatleute. Unternehmer gewinnen private Investoren
als Kreditgeber, die von dem Geschäftsmodell überzeugt sind, und erweitern
zugleich ihren Finanzierungsmix. Bei der
Präsentation der Kreditprojekte steht
kapilendo den Unternehmen beratend
zur Seite. Mit einem kostenlos gedrehten
Unternehmensfilm werden die Geschäftsmodelle professionell dargestellt.
www.kapilendo.de

Time Change ist keine x-beliebige „Eventbude“, sondern hat eine ganz eigene Philosophie entwickelt: jazzy.smart.new era.
Seit 2013 bietet Time Change das Rundum-Sorglos-Paket für Veranstaltungen von
A bis Z: professionelles Eventmanagement;
hochwertige Printlösungen; innovative Präsentationstechnologien wie Augmented
Reality, Interactive Voting, Video-Mapping
oder webbasierte Onlineregistrierung inkl.
Webseitendesign. www.time-change.de

Rat für Ruhm und Ehre GmbH
Der Rat für Ruhm und Ehre spürt informative und unterhaltsame Inhalte von Unternehmen und Organisation auf und
erzählt sie als interessante Geschichten für Kunden, Mitarbeiter und Meinungsführer. Das interdisziplinäre Team entwickelt
Medienarchitekturen, spannende Themen und ungewöhnliche
Formate. Ergebnisse der mehrfach ausgezeichneten kreativen
Arbeit sind Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichte (Print und
Digital), Magazine, Websites und Wissensportale, aber auch
Serious Games. www.ratruhmehre.de
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BERLIN TO GO

Fotos: I LIKE VISUALS, kapilendo, Time Change, Rat für Ruhm und Ehre

Time Change GmbH

NETZWERK

Teamleader

Fotos: UCM

Teamleader ermöglicht es kleinen und mittleren Unternehmen, organisiert zu bleiben,
bessere Beziehungen zu bilden und die Zusammenarbeit mit ihrem Team zu verbessern
mit einer einzigen webbasierten Software. Eine einfache und intuitive Benutzeroberfläche mit einer Vielzahl von Integrationen ermöglicht es wachsenden Unternehmen,
ihre Kunden erfolgreich zu verwalten, effizienter zu sein und intelligenter zu arbeiten.
www.teamleader.de

UCM – UCastMe

Factory Berlin

UCM bietet Unternehmen und Agenturen erstmals die Möglichkeit, den Personalbedarf bei Events/Messen online
zu planen und mit geeignetem Personal zu besetzen. Die europaweit agierende Firma achtet auf die rechtssichere
Überlassung von Eventpersonal an Ihre
Kunden. Durch die eigenentwickelte Projektmanagementsoftware, die Anfragen
in Echtzeit ermöglicht, gewährleistet die
Plattform neben hohen Sicherheitsstandards die Minimierung von Suchunsicherheiten, da nur verfügbares Personal
angezeigt wird. www.ucm-hostess.de

Factory Berlin wurde 2011 von CEO
Udo Schloemer gegründet und ist eine
Community rund um das Thema Innovation. Factory stellt dabei Bürofläche,
Services und attraktive Partnerschaften für Startups und etablierte Firmen
zur Verfügung und betreibt zudem den
ersten und größten Startup-Campus in
Berlin-Mitte. Auf über 16.000 m2 werden hier bei verschiedenen Veranstaltungen junge Unternehmen und Talente
mit Konzernen und Mittelständlern
zusammengebracht.
www.factoryberlin.de


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Mittelstandsoffensive

2. Berliner Wirtschaftsfördertag 2016

www.ibb.de/foerdertag2016

Am 6. April 2016 Einlass ab 8:30 Uhr im Atrium der Investitionsbank Berlin

Mit der Mittelstandsoffensive 2016 unterstützt die Senatsverwaltung für Wirtschaft die Berliner Unternehmen mit zahlreichen
ausgeweiteten Förderprogrammen. 200 Millionen Euro wurden hierfür bereitgestellt. Insbesondere Investitionen für die
digitale Zukunft können damit finanziert werden.
Auf dem zweiten Berliner Wirtschaftsfördertag stellen wir Ihnen das breite Spektrum der Fördermöglichkeiten für den
Mittelstand vor. Ein umfangreiches Programm mit zahlreichen Experten vom
Europäischen Investitionsfondsflache
und vonund
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Berliner Fördereinrichtungen sowie mit Beiträgen aus der Praxis Berliner Mittelständler erwartet Sie.
Ich freue mich auf Sie!

Senatsverwaltung
für Stadtentwicklung
und Umwelt

Cornelia Yzer, Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung

EUROPÄISCHE UNION
Europäischer Fonds für
regionale Entwicklung

Senatsverwaltung
für Wirtschaft, Technologie
und Forschung

hohe F

NETZWERK

AKTIVE BERLIN-PARTNER

Neubauprojekte, internationale Kooperationen oder Sportpartnerschaften – Neuigkeiten
und Aktivitäten der Netzwerkpartner auf einen Blick

Anpfiff für Hertha BSC-Strom von lekker
Allen Fans des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC macht der Berliner Strom- und Gasanbieter lekker Energie
seit Dezember 2015 ein besonderes Angebot: Wer zu Hertha BSC-Strom wechselt, erhält einen Gutschein
für Fanartikel in Höhe von 85 Euro, der in allen Fanshops von Hertha BSC in Berlin eingelöst werden kann.

Generationsübergreifendes Projekt der
Berliner Leben in der Komischen Oper
Seit 2009 erhalten Schüler durch „Abenteuer Oper!“ – einem
Kulturprojekt der Gewobag und der Komischen Oper Berlin
– eine besondere Gelegenheit, mit dem Genre Oper in Berührung zu kommen. Seit 2013 wird das Projekt von der Berliner Leben, einer Stiftung der Gewobag, fortgesetzt. Seitdem
liegt der Fokus auf dem generationenübergreifenden Erleben: Unter theaterpädagogischer Leitung erarbeiten Kinder
gemeinsam mit Senioren diesmal Szenen der Kinderoper
„Das Gespenst von Canterville“.

Baustart für ALBA-Recyclinganlage
in Hongkong
Am 21. Januar fand in Hongkong der Spatenstich für die neue
E-Schrott-Recyclinganlage der ALBA Group statt. Die Anlage, in
der in Zukunft der gesamte Elektro- und Elektronikschrott der
Sieben-Millionen-Metropole Hongkong behandelt und verwertet wird, soll Mitte 2017 ihren Betrieb aufnehmen. Vor allem
Haushaltsgroßgeräte wie Kühlgeräte, Fernseher, Waschmaschinen und Computer werden darin künftig aufbereitet. Bei
dem Projekt handelt es sich um den größten Einzelauftrag in
der Geschichte der ALBA Group.

Die Experimentelle Pharmakologie & Onkologie Berlin-Buch
GmbH (EPO) hat eine Kooperationsvereinbarung mit der
US-Firma NexusPharma abgeschlossen. NexusPharma wird
die bei EPO etablierten Tumormodelle verschiedenen Krebsforschungseinrichtungen in den USA zugänglich machen. Die
von EPO entwickelten Tumormodelle eröffnen die Möglichkeit,
in der Entwicklung befindliche Krebsmedikamente in kliniknahen Modellen zu testen und parallel nach prädiktiven Markern für die Wirksamkeit zu suchen.

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BERLIN TO GO

Foto: iStock/ aydinmutlu, EPO GmbH, Gewobag

EPO Berlin-Buch GmbH kooperiert mit
NexusPharma

NETZWERK

mc-quadrat engagiert sich für die Charta der digitalen Vernetzung & CDR
Die Charta der digitalen Vernetzung ist aus dem Nationalen IT-Gipfel Prozess hervorgegangen. Ihre Grundsätze sind Ausdruck des gemeinsamen Verständnisses für den Weg in die digitale Gesellschaft und eine
Grundlage des vertrauenswürdigen Handelns im digitalen Zeitalter. mc-quadrat begleitet die Charta der
digitalen Vernetzung seit 2014. Geschäftsführer Jens-Rainer Jänig ist zudem Herausgeber des ersten
Buches zum Thema Corporate Digital Responsibility (CDR). Gemeinsam mit Partnern entwickelt er das
erste CDR-Framework zur CDR-Implementierung.

HOWOGE feiert Spatenstich
Mitte Dezember gab die HOWOGE gemeinsam mit Bausenator Andreas Geisel und BBU-Vorstand Maren Kern den
Startschuss für die Entstehung von 136 Wohnungen in
Berlin-Lichtenberg. Bis voraussichtlich Ende 2017 soll das
Gelände in der Rathausstraße 12 mit einem Neubau und der
Sanierung der ehemaligen Polizeiwache revitalisiert werden.
Auf dem 6.000 m² großen Areal in Lichtenberg entstehen
neben 36 bis 96 m² großen Mieteinheiten 350 m² Gewerbefläche sowie eine Kindertagesstätte für 100 Kinder.

1. Berlin MICE Summit im VOLLGUTLAGER
GOLDEN BOX, Agentur für visuelle Kommunikation und Eventmarketing, betreut seit 2015 Eventlocations auf dem Areal der
Alten Kindl Brauerei. Darunter auch das VOLLGUTLAGER, eine
alte Industriehalle, die neben den historischen Industriespuren
auch Überbleibsel einer kreativen Untergrundszene aufweist. Am
28. Februar fand dort der 1. Berlin MICE Summit statt. Der Branchentreff der Berliner Meetingindustrie von visitBerlin diskutierte,
was Berlin tun muss, um in den nächsten zehn Jahren auch
weiterhin zu den wichtigsten MICE-Destinationen zu zählen.

Foto: iStock/ mattjeacock, HOWOGE/ Suess, WBM_Rendering: HemprichTophofArchitekten, Berliner Energieagentur

WBM-Neubauoffensive im Friedrichshain

BEA und ALBA BERLIN gehen
Jugendpartnerschaft ein

Mitten im Friedrichshainer Kiez errichtet die WBM ein neues
Wohn- und Geschäftshaus – die „Alte Schlosserei“ – mit 69
Mietwohnungen. Am 2. Dezember 2015 fand in der Colbestraße 5/7 das offizielle Richtfest statt. Alle Wohnungen mit
ca. 37 bis 83 m² erhalten einen Balkon oder eine Terrasse
und werden überwiegend barrierearm sein. Im großzügigen
offenen Hof wird eine historische Remise saniert und in den
Neubau integriert. Die Gewerbeeinheiten können mit Wohnungen zu Hybrideinheiten verbunden werden. Die Fertigstellung des Projekts ist für den Herbst 2016 vorgesehen.

Die Berliner Energieagentur (BEA) ist neuer Jugendpartner von
ALBA BERLIN. Unter dem Motto „Effizienz gewinnt“ werden
beide Partner Feriencamps für Kinder und Jugendliche anbieten sowie jährlich die effizientesten Spielerinnen und Spieler
aus den ALBA-Jugendligen auszeichnen. Für die beiden ersten
„Most Efficient Player“ der Saison 2014/15, Tim Schneider
und Merle Mailahn aus den Alba-Jugendligen, gab es von BEAGeschäftsführer Michael Geißler goldene Basketbälle.

BERLIN TO GO

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POINT OF VIEW

FAKTEN:
Einwohner: 325.716
Fläche: 4.493 ha
Unternehmen: 9.500

BUNTE VIELFALT
IM SÜDEN BERLINS

Neukölln ist ein Schmelztiegel der Kulturen, denn in dem facettenreichen Bezirk leben Menschen aus rund 160 Nationen

Ein „Ort der Vielfalt“, mit diesem Titel wurde Neukölln
von der Bundesregierung für sein städtepartnerschaftliches Engagement ausgezeichnet. Ein Titel, der es auf den
Punkt bringt, denn Neukölln bietet mit seinen rund 326.000
Einwohnern und insgesamt fünf Ortsteilen vor allem eines:
Vielfalt! Das spiegelt sich unter anderem in dem breiten
Branchenspektrum der örtlichen Unternehmen wider. Denn
Neukölln gehört zu den wichtigsten Industriebezirken
Berlins. Diese Entwicklung ist vor allem auf die exponierte

Lage mit hervorragenden Wasser- und Schienenverbindungen
zurückzuführen, die bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts
geschaffen wurden. Zudem verfügt Neukölln über eine sehr
gute Infrastruktur mit schneller und direkter Anbindung an
den Flughafen Berlin Brandenburg über die neue Autobahn
A 113, die am Dreieck Neukölln beginnt und über Schönefeld
zum südlichen Berliner Ring führt. In den vergangenen Jahren
erlebt aber auch die Kultur- und Kreativwirtschaft in Neukölln
einen Aufschwung.

Breites Branchenspektrum

Nach einem tiefgreifenden Strukturwandel in den letzten 15
Jahren sind die Unternehmen im Bezirk modern, wettbewerbsfähig und leistungsstark aufgestellt. Klassische Industriebetriebe sind mit Hightech-Unternehmen und Dienstleistern
vernetzt, reine Produktionsflächen wurden in Standorte für
Logistik und produktionsnahe Dienstleistungen umgewandelt.
Durch die räumliche Nähe besteht zudem eine enge Verbindung
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BERLIN TO GO

zum Wissenschafts- und Technologiepark Berlin-Adlershof mit
dem Schwerpunkt Forschung, Entwicklung und Vermarktung
von Zukunftstechnologien.
Traditionsbranchen wie Elektroindustrie, Fahrzeugtechnik,
Maschinenbau, Steuerungstechnik, Lebens- und Genussmittel sind mit Neukölln eng verbunden, aber auch die chemisch-pharmazeutische Industrie ist mit Firmen wie B. Braun
Melsungen vertreten. Weiterhin ist der Bezirk durch Einzelhandel und Dienstleistungen geprägt: Die Gropius-Passagen
sind das größte Einkaufszentrum Berlins, das Estrel Berlin ist
Deutschlands größter Hotelkomplex.
Neukölln besitzt insgesamt 307 ha Gewerbefläche, aufgeteilt
auf die vier Gewerbegebiete Teltowkanal-Süd, Grenzallee, Nördliche Sonnenallee und Kanalstraße, die das gesamte Gewerbeflächenspektrum – von industriell genutzten Grundstücken bis
zum modernen Einzelbüro – abdecken.

Fotos: ArTo - Fotolia.com,iStock/ Holger Mette

Den Gewerbe- und Industriestandort Neukölln kennzeichnet
eine große Branchenvielfalt – von Traditionsunternehmen bis
hin zu innovativen, kreativen Firmen. Mit BIOTRONIK, Kraft
Foods, Philip Morris, den PUK-Werken und den Viessmann-Werken sind bedeutende Großunternehmen in Neukölln ansässig, darüber hinaus gibt es eine Vielzahl kleiner und mittlerer
Unternehmen im Bezirk: Insgesamt sichern 9.500 Betriebe über
50.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze in Neukölln.
Die Interessen der Unternehmen vertritt im Bezirk das Unternehmensnetzwerk Neukölln-Südring e. V.

POINT OF VIEW
NEUKÖLLN

Standortvorteile auf einen Blick

BRITZ
BUCKOW
GROPIUSSTADT
BUCKOW

RUDOW

•	Enge Verbindung zum Wissenschafts- und Wirtschafts	 standort Berlin-Adlershof
•	 Hervorragende Infrastruktur
•	 Nähe zum Flughafen
•	 Teltowkanal, Häfen
•	 Anschluss an A 100, A 113
•	 Kulturelle Vielfalt, Einwohner aus 160 Nationen

Fotos: iSTock/ Armin Staudt, juergen2008 ; Jörg A. Klitscher, Uwe Mahnke - Fotolia.com

Neue Impulse durch die Kreativszene

Hidden Champion
Jedes Jahr verlassen Kabeltrassen mit einer Gesamtstrecke
von mehr als 2.500 km die PUK-Werke in Neukölln. Wenn alle
hintereinandergelegt würden, wäre das eine Strecke von Neukölln über Lissabon und noch 400 km weiter in den Atlantik
hinein. Als einer der Geschäftsführer leitet Dr. Stefan Romberg
ein Unternehmen, auf das die Bezeichnung „Hidden Champion“
zweifellos zutrifft. PUK ist ein mittelständisches Traditionsunternehmen, das 1969 aus dem Zusammenschluss der Hermann
Pohl OHG und der Anton Klein OHG hervorging. Beide Gründungsunternehmen begannen ihre Erfolgsgeschichte mit der
Produktion von Kabelschellen – die Produkte sind noch heute
als „Pohl-Schellen“ oder „KSV-Schellen“ bekannt. Heute verfügt
PUK über eine innovative Produktpalette inklusive Unterflursysteme mit neuen, patentierten Lösungen.

Eine dynamische Entwicklung erlebt Neukölln seit einigen
Jahren im Bereich der Kreativ- und Kulturwirtschaft. Sie gibt
der Stadtentwicklung und Wirtschaft neue Impulse. Einzelne
Gebiete, vor allem im nördlichen Teil des Bezirks, die aufgrund
der dortigen Sozialstruktur ein Quartiermanagement eingerichtet haben, erleben einen Boom: Beispiele sind der Reuterkiez und die Weserstraße, die sich zu Szenevierteln entwickelt
haben, das Gebiet rund um die Schillerpromenade am ehemaligen Flughafen Tempelhof, das Viertel rund um den Richardplatz und den Körnerpark: Verstärkt zieht es junge Kreative,
Studierende, Künstler hierher. So entstehen neue Projekte und
Initiativen, eröffnen Ateliers, Läden, Galerien und Lokale, die
Neukölln nachhaltig verändern.
Neukölln verfügt außerdem über eine aktive Gründerszene.
Gemessen am Unternehmensbestand zeigt Neukölln 2013 mit
51 Gründungen auf 100 bestehende Unternehmen sogar die
höchste Gründungsintensität im Vergleich zu den anderen Berliner Bezirken und konnte sich vor allem in den Branchen Information und Kommunikation sowie freiberufliche, technische
und wissenschaftliche Dienste hervorheben.
BERLIN TO GO

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POINT OF VIEW

Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey
Frau Dr. Giffey, was unterscheidet Neukölln von den anderen
Berliner Bezirken?

Mit welchem Vorurteil gegenüber Neukölln möchten Sie
aufräumen?

Neukölln ist mit seinen 326.000 Einwohnern seit vielen Jahren wie kaum
ein anderer Bezirk von Zuwanderung
geprägt. Entwicklungen, die jetzt in
vielen Städten Deutschlands und auch
in anderen Berliner Bezirken ablaufen,
haben sich bei uns schon lange vollzogen. Die politische Linie, Integrationsprobleme, Bildungsferne und Parallelgesellschaften offen anzusprechen und
innovative Lösungsansätze für die interkulturelle Großstadt vor allem im Bildungsbereich zu entwickeln, ist sicherlich ein Grund für die mediale Aufmerksamkeit, die Neukölln bei diesen Fragen
immer wieder zuteil wird. Neukölln ist in
vieler Hinsicht Blaupause für Fragen der
Integrationspolitik.

Dass dieser Bezirk nur der Problembezirk Nummer 1 in Deutschland ist. Ja,
Neukölln hat große soziale Problemlagen, aber dieser Bezirk hat gerade wegen
der vielen Kulturen, die hier zusammenleben, ein großes Potenzial. Hier gibt es
funktionierende Konzepte, wie man den
Herausforderungen begegnet. Neukölln
hat sich zum Szenebezirk entwickelt,
zum angesagten Ort für die Kreativszene und Kulturschaffende. In den vier
großen Industriegebieten unseres Bezirks
produzieren große Firmen für den Weltmarkt und schaffen gute Arbeits- und
Ausbildungsplätze.

Wo im Bezirk trifft man Sie nach
Feierabend?
Als Bürgermeisterin bin ich eigentlich
immer im Dienst. Wenn ich in Neukölln
unterwegs bin und mit den Leuten ins
Gespräch komme, dann erfahre ich etwas
über die Probleme vor Ort. Aber wenn Sie
mich fragen, wo ich gerne außerhalb des
Rathauses bin, dann habe ich folgende
Tipps für Sie: Britzer Garten, Körnerpark,
Comenius-Garten, Richardplatz, Gutshof Britz, Hufeisensiedlung, die alten
Ortskerne in Rudow und Buckow und
und und …

Wussten Sie
schon …
…	d ass das Klinikum Neukölln
Deutschlands Geburtsklinik
Nummer eins ist.

…	dass das Stadtbad Neukölln antiken Thermen nachempfunden ist
und Badegenuss zwischen Säulen, Wandelgängen und Mosaiken garantiert.
…	dass die „Mutter der Nation“,
Schauspielerin Inge Meysel
(1910–2004), am 30. Mai 1910 in
Neukölln geboren wurde.
…	dass in Neukölln die Sicherheitsfarben für Banknoten, Sicherheitsdokumente, Aktien und
Briefmarken durch das Unternehmen Gleitsmann Security
Inks GmbH hergestellt werden.

Danke für das Gespräch.

Interview Gabriele Schulte-Kemper

Bezirkliche Beraterin aus Neukölln
Karla Cebulla
Projektmanagerin
Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH
Fasanenstraße 85 | 10623 Berlin
c/o Bezirksamt Neukölln von Berlin
Wirtschaftsförderung
Karl-Marx-Str. 83 | 12040 Berlin
Tel 030 90239-3438
karla.cebulla@berlin-partner.de

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BERLIN TO GO

…	dass zwei Unternehmen aus Neukölln, Moll Marzipan und Georg
Lemke, ein Drittel der Weltproduktion an Marzipan herstellen.
…	dass in Neukölln die gesamte
Weltproduktion an Jacobs-Kaffeepads hergestellt wird.

Fotos: Porträt Dr. F. Giffey: Bezirksamt Neukölln, Porträt Karla Cebulla: Berlin Partner – fotostudio-charlottenburg; Berliner Bäder –Stadtbad Neukölln; colourbox.de

Fragen an ...

ELEKTROMOBILITÄT

MEHR ERFAHREN: E-MOBILITÄT

Was gibt es Neues aus der Hauptstadt der Elektromobilität? – Von Nutzungszahlen und
-szenarien bis zum Laternenparker

Der E-Mobility-Berater

Positive Jahresbilanz
Nach zwei Jahren konnten rund 250 Elektrofahrzeuge über das Projekt „InitiativE
Berlin-Brandenburg“ in Berliner Unternehmen bereit gestellt werden. Insgesamt bedeutet das einen siebenfachen
Anstieg der Beschaffungszahlen und
einen Zuwachs von 216 E-Fahrzeugen im
Vergleich zum Vorjahr. Zielgruppen des
Projektes sind Unternehmen, Institutionen und öffentliche Einrichtungen, die
ihre Flotten mit Elektrofahrzeugen ausrüsten wollen.

Anmelden zur Hauptstadtkonferenz 2016
Auch das Jahr 2016 steht im Zeichen
der Weiterentwicklung und Etablierung nachhaltiger Mobilitätskonzepte.
Am 16. März 2016 findet bereits zum
vierten Mal die „Hauptstadtkonferenz
Elektromobilität“ im Berliner Rathaus
statt, diesmal unter dem Motto „Intelligente Mobilität für Berlin – digital.
smart.elektrisch“. Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung unter www.emo-berlin.de.

Ein flexibles Rundum-Sorglos-Paket für
Menschen, die sich für Elektromobilität
interessieren, aber wenig Vorkenntnisse
haben – diese Idee steckt hinter dem
Startup-Unternehmen Muvon, das Till
Wyszynski nach einer begeisterten Fahrt
mit einem E-Mini gegründet hat. Er will
die Vorbehalte hinsichtlich Reichweite,

Kosten, fehlende Standards und wenig
Information aus dem Weg räumen und
Kunden eine optimale Beratung zu Fahrzeugwahl, Lademöglichkeiten, Photovoltaik-Systemen und Finanzierung bieten.
Im Sommer hat sich das Düsseldorfer
Unternehmen, das erst im Mai innerhalb des E.ON Accelerator Programms
:agile gestartet ist, auf dem Berliner
EUREF-Campus angesiedelt. „Berlin
ist mit seinen Mobilitätskonzepten, seiner Startup-Szene und
Innovationskraft einfach interessant“, so Wyszynski.

Fotos: Berlin Partner, Muvon, eMO

Laternenparker und tragbarer Stromzähler
Das Berliner Startup Ubitricity startet mit der Serienproduktion des intelligenten Ladekabels SmartCable. Der tragbare
Ladepunkt oder auch Stromzähler übernimmt alle Funktionen einer herkömmlichen Ladesäule, wie etwa die Datenund Abrechnungsprozesse. Ziel ist es, die Kosten für den Ausbau der Ladeinfrastruktur im Vergleich zu der Installation
von neuen Ladepunkten um rund 90% zu reduzieren. Mit
dem Umbau von Laternenladern und der Nutzung von mobilen Stromzählern soll der Ausbau der Ladeinfrastruktur in
Deutschland schneller vorangetrieben werden.
BERLIN TO GO

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EMPFEHLUNGEN

WOHIN ZUM ESSEN, WENN
BERLIN-BESUCHER KOMMEN?
Wer sollte das besser wissen als die Jurymitglieder der „Berliner Meisterköche“ –
Hier lesen Sie einige ihrer exklusiven Empfehlungen
Bernd Matthies

Dottir
Bevor es schon wieder alle aus der New York Times kennen, sollte
man schnell noch in das kunstvoll abgeschabte „Dottir“ in der
Mittelstraße gehen, wo die Schwester des Großkünstlers Olafur
Eliasson isländisch kocht – das gibt es sonst nur in Island, wenn
überhaupt. Auf der nordisch-isländischen Speisekarte stehen reizvolle, einfache Menüs aus drei bis fünf Gängen.
Dottir | www.dottirberlin.com
Dienstag bis Samstag: ab 18 Uhr
Mittelstraße 40 · 10117 Berlin

Marion Hughes

SKYKITCHEN Restaurant &
Bar im andel’s Hotel Berlin
Einen schönen Blick über ganz Berlin hat man aus dem Restaurant SKYKITCHEN im andel’s an der Landsberger Allee. Das mit
einem Michelin-Stern ausgezeichnete Restaurant in der 12.
Etage bietet sechzig Meter über der Erde unter der Regie von
Alexander Koppe regionale Küche mit modernen Zutaten aus
aller Welt. Nicht nur Kreativität und klassisches Handwerk,
sondern auch eine unbeschwerte Professionalität mit Sterneniveau gibt es hier zu entdecken.
Restaurant SKYKITCHEN | www.skykitchen.berlin
Dienstag bis Samstag: 18 bis 23 Uhr, mittags geschlossen

Volta & Chicago Williams
Wie richtig gut und kreativ Fastfood in Berlin sein kann, kann man
beispielsweise mit einer Hühner-Currywurst im Volta im Wedding
(Foto) probieren. Hier gibt es exzellente Snacks in lockerer Atmosphäre, man sitzt am Tisch oder direkt an der Bar, die sich u-förmig durch den 70er-Jahre-Betonpavillon schlängelt. Wer Lust auf
stundenlang geschmorte Rippchen hat, ist im Chicago Williams in
Mitte richtig. Hier trifft amerikanische Hausmannskost auf feine
Biere aus ausgewählten deutschen Brauereien.
Volta | www.dasvolta.com
Montag bis Samstag: ab 6 Uhr
Brunnenstraße 73 im Pavillon · 13355 Berlin
Chicago Williams | www.chicagowilliamsbbq.com
Montag bis Sonntag: 17 bis 0 Uhr
Hannoversche Straße 2 · 10115 Berlin

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BERLIN TO GO

Bar SKYKITCHEN
Montag bis Samstag: 18 bis 2 Uhr
Landsberger Allee 106 · 10369 Berlin

Fotos: Stefan Korte, László Trepák, Georg Roske

Manuela Blisse

EMPFEHLUNGEN

Rose Marie Donhauser

Markthalle 9
Vormittags in die Markthalle 9 nach Kreuzberg gehen und zeigen, was die regionale Küche Berlins zu bieten hat. Entweder
auf dem Wochenmarkt am Dienstag, Freitag oder Samstag
oder mittags in der Kantine & Cafe die ganze Woche über. Ein
Tipp: die im Hallenkeller gebrauten Ur-Kreuzberger Craftbiere
von Heidenpeters.
Markthalle 9 | www.markthalleneun.de
Wochenmarkt Dienstag und Freitag: 12 bis 20 Uhr, Samstag: 10 bis 18 Uhr
Street Food Thursday Donnerstag: 17 bis 22 Uhr
Kantine & Café Montag bis Freitag: 11.30 bis 15 Uhr, Samstag: 11 bis 17 Uhr
Eisenbahnstraße 42/43 · 10997 Berlin-Kreuzberg

Eva Maria Hiker

Nobelhart & Schmutzig

Fotos: Jiri Hera - Fotolia.com, Markthalle Neun, Marko Seifert, Stefan Korte, Berlin Partner | goenz.com

Abends geht es zum Beeindrucken nach Mitte – ins Nobelhart
& Schmutzig, Billy Wagners lang gehegtes und 2015 eröffnetes
Restaurantprojekt. Im Nobelhart & Schmutzig gibt’s keine Trennung von Küche und Gastraum. Man sitzt an der Theke und
kann nicht nur die Nähe zum Koch genießen, sondern vor allem
auch die Nähe zum Produkt: Die Küche ist „brutal lokal“ – alle
Produkte kommen aus der Umgebung. Dieses Restaurant ist
ein Beweis, dass internationale Trends in Berlin angekommen
sind, und das imponiert sogar dem Münchner und Stockholmer.
Nobelhart & Schmutzig | www.nobelhartundschmutzig.com
Dienstag bis Samstag: ab 18.30 Uhr
Friedrichstraße 218 · 10969 Berlin

Dr. Stefan Elfenbein

Pauly Saal und Mogg
Berlins kompletter Spannungsbogen: Kunst, Kultur, Geschichte,
neue deutsche Küche – all das wird beim Besuch im Pauly Saal
(Foto) in der ehemaligen jüdischen Mädchenschule in Mitte
automatisch mitgeliefert. Vor dem Essen oder zwischendrin
aber Fotoausstellung im Flur und Galerien im OG anschauen!
Im Mini-Bistro Mogg gleich links vom Eingang gibt’s Berlins
beste Pastrami, auch als Reuben-Sandwich. Yummie!
Pauly Saal | www.paulysaal.com
Dienstag bis Samstag: 12.30 bis 14 Uhr & 18 bis 21.30 Uhr
Auguststraße 11–13 · 10117 Berlin
Mogg | www.moggmogg.com
Montag bis Freitag: ab 8 Uhr, Samstag & Sonntag: ab 10 Uhr
Auguststraße 11–13 · 10117 Berlin

Jury Berliner Meisterköche
Dr. Stefan Elfenbein (Vorsitz) – Autor für das Magazin „Der Feinschmecker“, Manuela
Blisse – Surpress Redaktionsbüro, Rose Marie Donhauser – Redaktionsbüro DonhauserEssklass.de, Prof. Dr. Dieter Großklaus – „Chaîne des Rôtisseurs“, Eva-Maria Hilker –
EssPress, Heinz Horrmann – Die WELT / Berliner Morgenpost u. a., Marion Hughes – Raufeld
Medien GmbH, Alexandra Kilian – Berliner Morgenpost, Bernd Matthies – Der Tagesspiegel,
Thomas Platt – Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nikolas Rechenberg – Falstaff Wein- und
Gourmetwelten, Jürgen Schiller – Deutschlandradio Kultur, Dr. Erwin Seitz – Cotta´s Kulinarischer Almanach, Willy Weiland – Präsident des DEHOGA Berlin

BERLIN TO GO

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EMPFEHLUNGEN

ENGAGEMENT FÜR DIE
GEGENWARTSKUNST
Repräsentativ im Erdgeschoss des 1920 erbauten Sandsteingebäudes der Deutschen Bank gelegen, lädt die
KunstHalle mit vier hochkarätigen Ausstellungen pro
Jahr interessierte Berliner und Berlin-Besucher zum
Anschauen und Diskutieren über Gegenwartskunst ein.
Im Fokus stehen die Sammlung Deutsche Bank sowie
Kooperationen mit internationalen Partnermuseen,
Kulturinstitutionen oder mit unabhängigen Kuratoren.

Seit über drei Jahrzehnten ist das Engagement für die Gegenwartskunst ein essenzieller Bestandteil der Unternehmenskultur der Deutschen Bank. Die Deutsche Bank KunstHalle
steht für alles, was dieses Kunstengagement auszeichnet:
Offenheit, Internationalität, Pioniergeist. Gegründet 1997 als
Deutsche Guggenheim, hat die Deutsche Bank den Galerieraum 15 Jahre gemeinsam mit der Solomon R. Guggenheim
Foundation betrieben. Seit April 2013 wird die Ausstellungshalle als Plattform für internationale Gegenwartskunst in
alleiniger Verantwortung der Deutschen Bank fortgeführt.
Die KunstHalle versteht sich als Ort für Entdeckungen – als
Institution, die ebenso lebendig und in Bewegung ist wie die
Hauptstadt. Ein Fokus der jährlich drei bis vier hochkarätigen
Ausstellungen liegt auf neuen Kunstlandschaften und den
Phänomenen einer globalisierten Gesellschaft. In der KunstHalle wird auch die Sammlung Deutsche Bank neu erfahrbar. Diese Sammlung ist mit den Schwerpunkten Arbeiten
auf Papier und Fotografie ganz der Gegenwart verpflichtet.
Seit Ende der 1970er-Jahre wurden zukunftsweisende Arbeiten gesammelt. Neben dem Aufbau von signifikanten Werkblöcken, etwa von Joseph Beuys, Gerhard Richter oder Sigmar Polke, wurden auch immer Newcomer berücksichtigt.
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BERLIN TO GO

Fotografen wie Thomas Ruff oder Andreas Gursky waren
bereits zu Beginn ihrer Karriere in der Sammlung vertreten,
wie auch der Maler Neo Rauch. Zugleich wurde die Sammlung permanent verjüngt und internationalisiert. Ob Popund Minimal-Art, japanische Fotografie oder Young British
Artists: Alle wesentlichen Strömungen nach 1945 sind hier
repräsentiert. Ein Highlight im Kunst-engagement der Deutschen Bank ist die Präsentation des „Künstlers des Jahres“.
Im Unterschied zu vielen anderen Auszeichnungen wird die
Ehrung als „Künstler des Jahres“ nicht mit einem Geldpreis
dotiert, sondern ist fest in das Kunstprogramm der Deutschen Bank eingebettet, das auf die Vermittlung von neuen
Positionen und auf Ankäufe von Arbeiten für die Unternehmenssammlung setzt. Höhepunkt ist die Einzelausstellung
des „Künstlers des Jahres“ in der Deutsche Bank KunstHalle, die anschließend an weiteren internationalen Standorten präsentiert wird. Zusätzlich gestaltet der Künstler eine
besondere Edition für die KunstHalle.
Welche Tendenzen und Themen die zeitgenössische Kunst
aktuell beschäftigen, zeigen die internationalen Gastkuratoren und Künstler, die regelmäßig von der KunstHalle
eingeladen werden, um in Berlin innovative Projekte zu verwirklichen und neue Impulse für die Stadt zu geben. Darüber hinaus eröffnet der Freundeskreis der Deutsche Bank
KunstHalle Blicke hinter die Kulissen und einen direkten
Zugang zur Kunst. at
Deutsche Bank KunstHalle | Unter den Linden 13 – 15
10117 Berlin · Tgl. von 10 bis 20 Uhr geöffnet · Mo. Eintritt
frei · bis 10.4. Jackson Pollock‘s „Mural: Energy Made Visible“

Foto: Installationsansicht „Jackson Pollock‘s Mural: Energy Made Visible“, copyright: Deutsche Bank KunstHalle/Mathias Schormann

Deutsche Bank KunstHalle – Ein Ort der Impulse und Entdeckungen, der ebenso lebendig und
in Bewegung ist wie die Hauptstadt

Fotos: Carola-Radke_MfN, Kulturprojekte Berlin, Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie / Jörg P. Anders, F.-M. Arndt, Zeiss-Großplanetarium Berlin, Berlin Biennale for Contemporary Art, © Gehry Partners, LLP, Lenné-Jahr Kulturmanagement-Berlin

KULTURHIGHLIGHTS 2016

Rund 1.500 Veranstaltungen gibt es durchschnittlich an jedem Tag in Berlin –
Einige Höhepunkte haben wir für Sie ausgewählt
2016, diverse Veranstaltungsorte

1. Juli bis 30. Oktober, Gemäldegalerie

Lenné-Jahr 2016

El Siglo de Oro. Spanische Malerei und Skulptur
des 17. Jahrhunderts

2016 jährt sich der Todestag des Gartenbaukünstlers Peter Joseph Lenné
(1789–1866) zum 150. Mal und der Beginn seiner Umgestaltung des Glienicker Landschaftsparks zum 200. Mal. Zum Doppeljubiläum gibt es berlinweit in diesem Jahr zahlreiche Veranstaltungen.
www.peter-joseph-lenne.de

Bis 12. Juni, Museum für Naturkunde

Tristan bekommt Besuch im Naturkundemuseum
Seit Ende 2015 zieht Tyrannosaurus Rex „Tristan“ Besucher im Museum für Naturkunde in seinen Bann. Das rund 70 Millionen Jahre alte, zwölf Meter lange
Skelett ist das einzige in Europa und das weltweit am besten erhaltene dazu.
Seit Februar hat Tristan auch noch Besuch bekommen. Vier Monate lang wird
das Skelettmodell eines Spinosaurus in einer Sonderausstellung präsentiert.
www.naturkundemuseum-berlin.de

18. März bis 25. September, Kupferstichkabinett

Reisebilder von Albrecht Dürer bis Olafur Eliasson

Präsentiert werden in der Ausstellung mehr als 100 Arbeiten der spanischen Meistermaler Velázquez, El Greco, Murillo und Zurbarán. Werke aus
der Bildhauerei und Grafik aus dem „Goldenen Zeitalter“ der spanischen
Kunst ergänzen die Schau.
www.smb.museum.de

Sommer 2016, Zeiss-Großplanetarium

Wiedereröffnung des Zeiss-Großplanetariums
Nach der umfassenden Modernisierung des 1987 eröffneten Sternentheaters an der Prenzlauer Allee erwartet den Besucher im Sommer nicht
nur ein überarbeitetes Konzept mit wissenschaftlichen Programmen rund
um Medizin und Biologie, sondern auch ein neuer Sternenprojektor, der
einen noch besseren Blick in den Kosmos ermöglicht.
www.sdtb.de

Herbst, Staatsoper Unter den Linden

Eröffnung der Barenboim-Said Akademie

Das Kupferstichkabinett zeigt in seiner Sommerausstellung die schönsten,
verlockendsten und kuriosesten Reisebilder aus über fünf Jahrhunderten.
Der Bogen spannt sich von prachtvoll illustrierten Büchern aus dem Zeitalter der Entdeckungen um 1500 über die Kunst um Humboldt, die rätselhaften Paradiese Paul Gauguins bis hin zu Franz Ackermanns „Mental Maps“.
www.smb.museum.de

Im Herbst wird im ehemaligen Magazin der Staatsoper Unter den Linden
die Barenboim-Said Akademie eröffnet. Diese Musikakademie für bis zu
100 junge Musiker aus dem Nahen Osten wird von den Gründern des WestEastern Divan Orchestra Daniel Barenboim und Edward W. Said errichtet.
www.barenboim-said.com

4. Juni bis 18. September, diverse Veranstaltungsorte

1. Oktober bis 31. Oktober, diverse Veranstaltungsorte

9. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst

7. Europäischer Monat der Fotografie

Im Sommer findet die 9. Berlin Biennale – das alle zwei Jahre stattfindende
Forum für zeitgenössische Kunst – im KW Institute for Contemporary Art
sowie in zahlreichen weiteren Galerien statt. Diesmal stellt das New Yorker
Künstlerkollektiv DIS das Kuratorenteam.
www.berlinbiennale.de

Alle zwei Jahre findet der Europäische Monat der Fotografie in Berlin statt,
mit zahlreichen Ausstellungen und Veranstaltungen zu historischer und
zeitgenössischer Fotografie vereint diese Veranstaltung ab dem 1. Oktober
2016 alle Dimensionen der modernen Fotokunst.
www.mdf-berlin.de
BERLIN TO GO

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BERLIN TO DO

TERMINE ZUM MITNEHMEN
Ausgewählte Veranstaltungen, Messen, Events und mehr

15. bis 18. März, Cannes, Frankreich

MIPIM
Berlin ist mit einem Gemeinschaftsstand auf der größten internationalen
Immobilienmesse vertreten. Als Standpartner präsentiert Berlin Partner für
Wirtschaft und Technologie GmbH u. a. das mehrfach international ausgezeichnete Berlin Business Location Center. Die Investitionsbank Berlin
präsentiert sich ebenfalls auf dem Berlin-Stand.
www.mipim.com

24. März, Goldberger Saal des VBKI

Digitalisierung – Chancen für die deutsche
Industrie am Beispiel von Klöckner & Co.
Der MDax-Konzern setzt mit großem Elan auf die Digitalisierung der Lieferund Leistungskette. Sämtliche Digitalisierungsprojekte werden über die Tochter kloeckner.i aus dem Herzen der Berliner Startup-Szene vorangetrieben.
www.vbki.de/termine/terminkalender

26. März, Olympiastadion Berlin

Fußball:
Freundschaftsspiel Deutschland – England
Berlin ist sportbegeistert! Das zeigt der vielfältige Profi- und Breitensport
der Hauptstadt genauso wie erfolgreiche Großveranstaltungen wie der
BMW BERLIN-MARATHON, das ISTAF Indoor oder das anstehende FußballFreundschaftsspiel Deutschland – England.
www.dfb.de

APRIL
3. April, Start in der Karl-Marx-Allee

36. Berliner Halbmarathon
Der Berliner Halbmarathon ist der größte Halbmarathon Deutschlands. Jedes
Jahr starten mehr als 30 000 Läufer, Skater, Walker und Rollstuhlfahrer aus
über 100 Nationen.
www.berliner-halbmarathon.de

6. April, 9 Uhr, Atrium, Investitionsbank Berlin

2. Berliner Wirtschaftsfördertag –
Mittelstandsoffensive 2016
Themen wie die Mittelstandsoffensive des Berliner Senats sowie die KMUFörderung über den Europäischen Fonds für strategische Investitionen
werden hier diskutiert.
www.ibb.de/Veranstaltungen.aspx

16. bis 17. April, arena Berlin

Berliner Immobilienmesse BIM
Die IBB ist auch in diesem Jahr auf der Berliner Immobilienmesse mit einem
Stand vertreten und stellt entsprechende Förderprogramme vor.
www.ibb.de/Veranstaltungen.aspx

62

BERLIN TO GO

18. April, VBKI Geschäftsstelle Berlin

Informationsveranstaltung des Bürgernetzwerks
Bildung für interessierte Lesepaten
www.vbki.de/termine/terminkalender

19. bis 21. April, Messe Berlin GmbH

conHIT 2016
Europas führende Veranstaltung für Gesundheits-IT wächst und wird internationaler. Alle Marktführer und viele etablierte Mittelständler der Branche
sind vertreten: Im Rahmen der conhIT veranstaltet das Enterprise Europe
Network am 20. April die Kooperationsbörse „conhIT Business Meetings“.
www.b2match.eu/conhit2016

Hochrangige Wirtschaftskonferenz in Berlin
18. bis 19. April, Berliner Rathaus, Axica am Pariser Platz,
4th east forum Berlin
An economic area in transition – Shaping the future between Europe
and the East | www.eastforum-berlin.de

MAI
21. Mai, im Olympiastadion

Fußball: DFB-Pokalfinale (Männer)
Berlin fiebert mit: Der DFB-Pokal ist Deutschlands zweitwichtigste Trophäe im
Vereinsfußball. Der Sieger qualifiziert sich für die UEFA Europa League.
www.dfb.de

23. Mai bis 3. Juni, Berlin

11. Asien-Pazifik-Wochen Berlin 2016
Im Mittelpunkt des Asia-Europe Innovation Dialogue stehen Fragen nach
den idealen Voraussetzungen für das Entstehen lebendiger „Ökosysteme“
für Startups sowie nach ihren Internationalisierungsbedürfnissen und Strategien in Hinblick auf Absatz, Finanzierung, Personal-Recruiting, Produktion
und strategische Partnerschaften.
www.apwberlin.de

25. Mai, Ludwig Erhard Haus, Berlin

14. BIONNALE 2016
Das seit Jahren wichtigste Biotech- und Pharma-Treffen im Cluster Gesundheitswirtschaft Berlin-Brandenburg – HealthCapital wird in diesem
Jahr um den Bereich Medizintechnik erweitert und entwickelt sich damit
zu einem branchenübergreifenden Life Science Event mit internationaler
Beteiligung. Neben Vortragsprogramm, Unternehmens- und Projektpräsentationen können in organisierten Matchmaking-Meetings potenzielle
Partnerschaften und mögliche Synergien zwischen Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft und Anwendung ausgelotet werden.
www.b2match.eu/bionnale2016

Foto: karandaev – Fotolia.com

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Über 500 Vertriebsstellen im Bezirk

ILA Berlin Air Show 2016

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1Erscheint

1. bis 4. Juni, Berlin ExpoCenter Airport, Schönefeld (Selchow)

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Auflage von 40.000 Exemplare

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Foto: tan

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eine bunte Schullandscha
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Eine große Zukunft
braucht große
Ambitionen.
Berlin wächst – wir wachsen mit. Durch neue
Wohnungen und neue Quartiere. Unser
Bestreben nach mehr Stadt und mehr Leben
verlieren wir dabei nicht aus den Augen und
schaffen auch mit unseren Neubauten eine
lebens- wie liebenswerte Stadt für alle.

CONGRATULATION

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH

Der 1. FC Union feiert sein Jubiläum mit einem Fanfest, STADT UND LAND freut sich über
90 gute Taten zum Jubeljahr und die ITB schickt symbolisch 50 Repräsentanten in die Welt

Rund 42.000 eigene Wohnungen, 700 Gewerbeobjekte und rund
9.000 für Dritte verwaltete Mieteinheiten – dafür steht der Konzern STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH. Für sein
ehrenamtliches Engagement unter dem Motto „90 Jahre STADT
UND LAND – 90 gute Taten“ wurde das Unternehmen nun mit
dem Human Resources Excellence Award 2015 in der Kategorie
Mitarbeiterengagement ausgezeichnet. Anlässlich seines 90.
Gründungsjubiläums hatte STADT UND LAND im vergangenen
Jahr alle Mitarbeiter dazu aufgerufen, sich ehrenamtlich zu
engagieren und den sozialen Gründungsgedanken des Unternehmens nachhaltig zu stärken. Zielsetzung war es, für jedes
Jahr des Bestehens eine „gute Tat“ zu erbringen. Das Ergebnis
war beeindruckend und überzeugte auch die Jury: 386 Mitarbeiter, damit rund 70 % der Belegschaft, erbrachten insgesamt 127
gute Taten; es wurden über 1.500 Stunden an ehrenamtlicher
Arbeit geleistet, das entspricht rund 200 Arbeitstagen.

Der Preis wird vom Human Resources Manager Magazin, einem
Fachmagazin für zentrale Themen des Personalmanagements,
verliehen, um herausragenden HR-Projekten eine gesteigerte
öffentliche Wahrnehmung zu ermöglichen.

Es lebe der 1. FC Union Berlin

From Berlin With Love

Die Fankultur hat beim 1. FC Union schon immer einen besonderen Stellenwert. Das zeigte sich bereits bei der Gründung am
20. Januar 1966. Damals wurde aus der Fußballabteilung des
TSC Berlin heraus der 1. FC Union Berlin gegründet. Über seinen Namen haben Berliner Fußballfreunde zuvor abstimmen
können, für die Gestaltung des Klubemblems wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben. Natürlich wurde auch das Fest zum
50. Jubiläum zu einer wahren Fanfeier. Auf die festliche Mitgliederversammlung vor mehr als 4.000 Teilnehmern folgte
das Jubiläumsspiel gegen Borussia Dortmund im ausverkauften
Stadion An der Alten Försterei. Unter dem Motto „Es lebe der
1. FC Union Berlin!“ stieg außerdem eine Geburtstagsfeier in
Kooperation mit der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz,
den Abschluss der Feierlichkeiten bildeten ein Benefizspiel
gegen Austria Salzburg und eine Fanparty in der Stadiontribüne.
Ein Ziel hat der Zweitligist für die nächsten Jahre natürlich auch
vor Augen: den Aufstieg in die erste Liga.

50 Jahre ITB Berlin: Das muss gefeiert werden. Unter dem Motto
„From Berlin With Love!“ reisen daher 50 Berliner in Kooperation
mit Airberlin als ITB Berlin-Botschafter zu 50 Destinationen weltweit und treffen dort 50 Repräsentanten. Sie sprechen über 50
besondere Ereignisse, Themen oder Projekte, die für den Tourismus besonders prägend
sind und waren. Gleichzeitig bedanken sich
die Berliner Botschafter
persönlich bei den Wegbegleitern der Leitmesse
mit einem limitierten ITB
Buddy Bären als Gastgeschenk. Die ITB Berlin
ist die führende Messe
der weltweiten Reiseindustrie. 2015 stellten
10.096 Aussteller aus
186 Ländern ihre Produkte und Dienstleistungen rund 175.000
Besuchern vor, darunter
115.000 Fachbesuchern.
Parallel zur Messe läuft
der ITB Berlin Kongress. Er ist weltweit der
größte Fachkongress
der Branche.

64

BERLIN TO GO

STADT UND LAND-Geschäftsführer Ingo Malter (2. v. r.) und das Projektteam bei der feierlichen Preisverleihung im TIPI am Kanzleramt.

Fotos: FC Union – Union Berlin; STADT UND LAND – Laurin Schmid/Helios Media; ITB – Berlin Messe

90 gute Taten zum Jubiläum

WUSSTEN
… dass der
Standort Berlin
führend bei der Ausrichtung
von Messen ist?
Berlin ist nicht nur im Tourismus führend,
sondern bleibt auch in Deutschland das beliebteste Ziel für Tagungsdestinationen. Im internationalen Vergleich hält sich der Kreativstandort in der Top 5 des International
Congress and Convention Association
Rankings.

UNTERHALTUNG

SIE
SCHON  ...
… dass weltweit
400 Millionen Internetnutzer die Feierlichkeiten
zum Mauerfalljubiläum
online verfolgten?

Quelle: Jahresbericht. Zahlen und Fakten von visitBerlin und Berlin.de, Foto: iStock/ Sean Pavone

Allein das Video vom Ballonaufstieg erreichte
1,3 Mio. Aufrufe. Das Social-Media-Team von
visitBerlin berichtete zudem unter den Hashtags

… dass das
Brandenburger Tor das
beliebteste Touristenziel ist?
Jährlich wird an der Hauptattraktion von einer
Besucherzahl von 20 Millionen Menschen ausgegangen. Weit abgeschlagen dahinter liegt mit
4,1 Millionen Besuchern im Jahr der Checkpoint Charlie. Den dritten Platz teilen sich
mit ca. 3 Millionen Besuchern die Reichstagskuppel und die East Side Gallery.

… dass zum
25-jährigen Jubiläum des
Mauerfalls eine Million
Besucher nach Berlin kamen?
2014 verbuchte die Metropole an der Spree den
stärksten November-Monat im Berlin-Tourismus
mit 2,2 Millionen Übernachtungen eine Steigerung um 10 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Allein am Wochenende des Mauerfalljubiläums waren eine Million Besucher in
der Hauptstadt.

#Bln25YearsLater und #fotw25 in Echtzeit
von den Feierlichkeiten und erreichte mit
seiner Berichterstattung insgesamt
400 Millionen Internetnutzer.

… dass Berlin eine
der beliebtesten Städtedestinationen innerhalb von
Europa ist?
Europaweit nimmt die deutsche Hauptstadt
den 3. Platz nach London und Paris ein. Damit
steht sie vor Rom und Barcelona. In den letzten fünf Jahren sind die Zahlen um zehn
Millionen Übernachtungen von 20,8 auf
30,25 Millionen gestiegen.

… dass Berlin die
Stadt mit den meisten
Shoppingcentern in
Deutschland ist?
In der Großstadt befinden sich insgesamt
65 Einkaufzentren. Im vorletzten Jahr kamen zwei
Großprojekte dazu. Die Mall of Berlin lockt am
Leipziger Platz zu ausgiebigen Einkaufstouren,
und im Bikini Berlin wird den Kunden durch
das Konzept von regelmäßig wechselnden
Läden nie langweilig.

BERLIN TO GO

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STECKBRIEF

Wo die Welt zu Gast ist
Ekkehard Streletzki,
Eigentümer des Estrel Hotels
Berlin, im Porträt
Herr Streletzki, mit dem Estrel Wie wird sich die Stadt Ihrer
haben Sie in Berlin das größte Meinung nach in den nächsten
Hotel der Stadt, ja sogar Deutsch- zehn Jahren verändern?
lands, gebaut und sich damit in das Die Stadt wird zunehmend internatioGuinness-Buch der Rekorde ein- naler, dies lässt sich an der Herkunftsgetragen. Warum haben Sie sich statistik der Übernachtungen im Estrel
Hotel und Hotel Ellington deutlich abledamals für Berlin entschieden?

sen. Der Zuzug von Flüchtlingen bringt
sowohl Chancen als auch Probleme mit
sich und die Integration wird eine zentrale Aufgabe werden, der man sich als
Unternehmen stellen muss, um diese
schwierige Situation möglichst zügig
einigermaßen in den Griff zu bekommen
und in eine positive Richtung zu lenken.

Welche Ziele haben Sie sich und
Ihrem Hotel für die Zukunft gesetzt?

Mal in der Paris Bar oder bei einem der
vielen guten Italiener der Stadt, mal im
Grill Royal, im Borchardt oder bei Mr. Hai.
Und um ungestört in kleiner Runde einen
guten Wein zu genießen, im Weintresor
im Ellington.

Wir bauen sukzessiv das Kongressgeschäft aus und möchten unseren nationalen und internationalen Kunden die
besten Tagungsbedingungen bieten. Wir
investieren dafür unaufhörlich in das
Produkt. Darüber hinaus freue ich mich
sehr über die motivierte Mannschaft, die
ich in meinen beiden Hotels antreffe.
Der Bau des Estrel Tower, gegenüber
dem Estrel Hotel, der mit 176 Metern
Höhe ein imposantes Bauwerk und einmal das Tor zur Stadt werden könnte, ist
derzeit mein wichtigstes Ziel.

Wo trifft man Sie nach Feierabend?

Was ist Ihr ganz persönlicher Tipp
für Berlinbesucher?

Die Galerien in Berlin sind allein schon
einen Kurztrip wert. Aber bei dem riesigen und vielfältigen Angebot der Stadt
sollte man auf jeden Fall den Eventkalender studieren, um von der Berlinale bis
zum T-Rex nichts zu verpassen.

Vielen Dank für das Gespräch.

Interview Gabriele Schulte-Kemper

IMPRESSUM

Berlin to go
Business-News zum Mitnehmen
ist das Magazin der Partner für Berlin
Herausgeber: Partner für Berlin Holding
Gesellschaft für Hauptstadt-Marketing mbH
Fasanenstraße 85 · 10623 Berlin
Geschäftsführer: Andrea Joras,
Dr. Stefan Franzke­
Chefredaktion: Annabell Dörksen (V.i.S.d.P.)
E-Mail: annabell.doerksen@berlin-partner.de
Tel.: 030-46302599

66

BERLIN TO GO

Verlag: LASERLINE
Verlags- und Mediengesellschaft mbH
Scheringstraße 1 · 13355 Berlin-Mitte
Tel.: 030-467096770 / Fax: 030-46709666
Geschäftsführer: Tomislav Bucec
Redaktion: Gabriele Schulte-Kemper/Ltg. (gsk),
Anke Templiner (at), Immanuel Ayx (ima)
Redaktionelle Mitarbeiter: Christin Berges (cb),
Ines Hein (ih), Eva Scharmann (es)
Lektorat: Christof Rostert
Layout und Grafik: Hans-Albert Löbermann/Ltg.,
Anja Sadowski, Daniel Isbrecht, Till Schermer

Zur Person

Ekkehard Streletzki begann 1993 mit dem
Bau des Estrel Hotels, in dem bereits ein
Jahr später der erste Gast begrüßt werden
konnte. Den Grundstock dafür legte er während eines Bauingenieur-Studiums in Koblenz.
1967 gründete er sein Münchner Statik-Büro,
das sich zu einer erfolgreichen Unternehmensgruppe entwickelte. Mit seiner Vision
von einem eigenen Hotel wollte er schließlich
Maßstäbe setzen. 1999 wurde das Haus zum
zweiten Mal in Folge Berlins umsatzstärkstes
Hotel und im Jahr 2000 setzte sich das Estrel
an die Spitze der nationalen Hotels und überschritt erstmals in der deutschen Hotelleriegeschichte die 100-Millionen-DM-Umsatzmarke. Seitdem steht das Estrel Berlin mit an
der Spitze der umsatzstärksten deutschen
Hotels. Streletzki erhielt 2000 die Ehrung zum
„Hotelier des Jahres“. Darüber hinaus wurde
ihm 2005 als Würdigung für sein berufliches
Lebenswerk und sein soziales Engagement
das Verdienstkreuz am Bande verliehen. 2007
eröffnete er sein zweites Hotel, das Ellington
Hotel Berlin, an der Nürnberger Straße. Seit
2009 ist er außerdem Pächter und Betreiber
des Restaurants im Schloss Britz. „Man muss
immer ein wenig kreativer sein als andere“,
lautet Ekkehard Streletzkis Leitspruch.

Anzeigen: Heidrun Berger, Anja Briest
E-Mail: anzeigen_BTG@laser-line.de
Tel.: 030-467096777
Gesamtherstellung: LASERLINE ­
Druckzentrum Berlin GmbH & Co. KG
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www.laser-line.de
Idee und Konzeption: LASERLINE
Verlags- und Mediengesellschaft mbH
Auflage: 15.000 Exemplare
Es gelten die Mediadaten von Dezember 2015.

Porträit: Marc-Steffen Unger; Manuel Frauendorfer

Berlin habe ich schon damals als prosperierende Stadt und Neukölln perspektivisch als alternativen Standort
zur City gesehen. Da ich mich oft selbst
als Gast über die sprunghafte Preispolitik der Berliner Hotels geärgert habe,
wollte ich ein Hotel mit fairem und konstantem Preis-Leistungs-Verhältnis auf
den Markt bringen.

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