Path:
Periodical volume

Full text: Jahresprogramm ... Issue 2016

Bezirksamt Mitte von Berlin
Amt für Weiterbildung und Kultur
Fachbereich Kunst und Kultur

JAHRESPROGRAMM

2016
- Änderungen vorbehalten! -

Inhalt
Ausstellungen............................................................................... 3




Öffentliche Galerien
o Galerie Wedding
o galerie weisser elefant
o Galerie Nord
Ausstellungsraum
o Klosterruine

Junge Kunst Mitte
Kinder- und Jugendkunsthaus ..........................................................15






Theateratelier
„Kunst in Schulen“
KinderKunstWerkstatt
Jugendkunstschule Mitte
Farbklang – Atelier für Kinder und Andere

Kulturelle Bildungsverbünde ……………......................... 28



Kultureller Bildungsverbund Pankstraße
Kultureller Bildungsverbund Parkviertel

>>2

Öffentliche Galerien / Galerie Wedding
- Raum für zeitgenössische Kunst
Müllerstraße 146/147, 13353 Berlin
www.galeriewedding.de
www.facebook.com/galeriewedding
Geöffnet Dienstag bis Samstag, 12 – 18 Uhr
Leitung: Dr. Ute Müller-Tischler
Telefon: (030) 9018 33408
Kuratoren: Dr. Bonaventure Soh Bejeng Ndikung, Solvej Helweg Ovesen
Programmkoordination: Kathrin Pohlmann
Telefon: (030) 9018 42386
E-Mail: pow@galeriewedding.de
Pressekontakt: Katja Stoye-Cetin
Telefon: (030) 9018 42385
E-Mail: presse@galeriewedding.de
Besucherservice
Telefon: (030) 9018 42388
E-Mail: post@galeriewedding.de

Bonaventure Soh Bejeng Ndikung und Solvej Helweg Ovesen stellen 2016 erneut das
künstlerische Programm für die Galerie Wedding zusammen. Nach derzeit bereits vier erfolgreichen Solo-Ausstellungen und Performances im Rahmen von POW (Post-Otherness Wedding) 2015 übernehmen sie auch 2016 die künstlerische Leitung um das Konzept von POW
fortzuführen und zu vertiefen.
Der gebürtige Kameruner Kurator, promovierte Biotechnologe und Gründungsdirektor von
Savvy Contemporary in Berlin-Neukölln und die in Berlin und Kopenhagen lebende Kuratorin, Autorin und künstlerische Leiterin internationaler Festivals haben schon Ende Januar
2015 mit der Auftaktveranstaltung INTRO 30 KünstlerInnen und Kulturschaffende aus Wedding und ganz Berlin eingeladen um lokale künstlerische Positionen kennenzulernen und
über den Dialog Brücken zu schlagen. Daraus sind Ausstellungsideen und -konzepte 2015
(Emeka Ogboh, Satch Hoyt, Ilja Karilampi, Sol Calero) sowie ein begleitendes Performanceprogramm (Emma Waltraud Howes, Funda Özgünaydin, Lerato Shadi) entstanden und realisiert worden. Das Kurator*innenteam verfolgt auch 2016 die Strategie, starke künstlerische
Einzelpositionen, die sich dem jungen Begriff des »Post-Other« widmen, zu präsentieren,
wobei für das kommende Jahr ein zusätzlicher Schwerpunkt auf einem künstlerischperformativen Diskursprogramm liegen wird, wozu ebenfalls vorrangig Bildende Künstler*innen eingeladen werden.
Im Rahmen des kulturellen Bildungsprogramms »Wedding Campus« im Mai/ Juni wird die
Galerie Wedding auch 2016 wieder zur Plattform für junge künstlerische Positionen, engagierte Kunstvermittlungsprogramme und Projekte der kulturellen Bildung und Wissensvermittlung.
Kunstvermittlungsprogramm
Während der Ausstellungen finden Rundgänge, Führungen und/ oder Gespräche mit den
ausstellenden Künstler*innen wie auch den verantwortlichen Kurator*innen statt.
Außerdem gibt es die Möglichkeit für Grundschulen, sich zu regelmäßig stattfindenden, kostenfreien Workshops und Projekttagen anzumelden. Die Termine werden auf unserer Webseite unter Vermittlung veröffentlicht.
Die Anmeldung erfolgt bei Jugend im Museum unter:
Tel. 030-266 42 22 42(44), Montag bis Donnerstag von 9 bis 15 Uhr
oder via Email an: schule@jugend-im-museum.de
>>3

Das Angebot für Schulen ist ein Kooperationsprojekt des Fachbereichs Kunst & Kultur Mitte
und Jugend im Museum.
bis 16. Januar
Oficina Del Ciudadano
Eine Ausstellung von Sol Calero
Kuratiert im Rahmen von POW von Solvej Helweg Ovesen und Bonaventure Soh Bejeng
Ndikung
Die Künstlerin Sol Calero entwirft alltägliche, soziale Räume und gibt ihnen ihre eigene ästhetische Sprache. Dabei tränkt die in Berlin lebende Venezolanerin ihre Umwelt in karibische Farben, Formen und Bedeutungen. Galerieräume und ihr Interieur transformiert sie zu
Internet-Cafés, Klassenräumen, Friseursalons und Salsa-Schulen. Calero gewann mit ihrem
spielerischen und positiven Ansatz zu tieferen sozialen Fragen bereits ein wachsendes Publikum.
Diese spielerische Umgestaltung erscheint für die Galerie Wedding wie geschaffen: Die
Räume der Galerie Wedding befinden sich im Rathaus Wedding und wurden von 1978-2009
für die Bürgerberatung des Bezirksamtes genutzt. In der Ausstellung (übersetzt: Bürgerberatung) greift Calero diese ehemalige Funktion wieder auf und verwandelt den Ausstellungsraum in ein Verwaltungsbüro zurück, sie gestaltet ein Oficina del Ciudadano. Können wir
uns ein »Oficina Del Ciudadano« vorstellen, dass eine Bürgerberatung ist, und auch ein
»Vatandas Ofisi«, ein »Ofisi Citizen« oder ein »Biuro Porad Obywatelskich«?
14. Januar um 19 Uhr
Post-Otherness Interventions
Vortrag und Gespräch mit Regina Römhild, Professorin am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin.
Eine Veranstaltung im Rahmen von POW von Solvej Helweg Ovesen und Bonaventure Soh
Bejeng Ndikung.
29. Januar – 19. März
NYMPHAE M RAUSCH-ECK (Arbeitstitel)
Eine Ausstellung von Jan-Peter E.R. Sonntag
Kuratiert im Rahmen von POW von Solvej Helweg Ovesen und Bonaventure Soh Bejeng
Ndikung
Ausstellungseröffnung am 28. Januar, 19 Uhr
Man könnte sagen, dass einer der meist angeregten Sinne, wenn man durch den Stadtteil
Wedding läuft, der Hörsinn ist. Der Klang von hupenden Autos, laute Musik aus tiefer gelegten Autos, Marktschreier, laut redende und lachende Menschen, Großfamilien und Kinder,
sowie die leisen Töne jener Leute, die am liebsten unter dem Radar der Gesellschaft bleiben
wollen und die noch leiseren Töne, die durch die Maschinen, Handys und andere Elektrogeräte produziert werden. Ein Künstler, der einen akustischen Zugang zu Wedding hat, ist der
in Mitte lebende Künstler Jan-Peter E.R. Sonntag. Sonntag interessiert sich für Frequenzen
und deren Dichte, für Menschenwellen und Natur-Radiowellen. Er beschäftigt sich mit der
Masse und der Macht des Sonoren im Sinne von gehörtem und gefühltem Sound. Durch
diese Sounds und die selbstproduzierten »Geräte«/ »Objekte«, die diese Sounds erzeugen,
fangen, amplifizieren und austragen, schafft Jan-Peter E.R. Sonntag Klangmomente, die
dazu beitragen, unsere Gesellschaft besser zu verstehen. Sonntag arbeitet an der Schnittstelle zwischen Kunst, Theorie, Technik und Wissenschaft, was ihm ermöglicht, seine Forschungen und Auseinandersetzungen mit Menschen und deren Medien auf beeindruckende
Art und Weise zu artikulieren. Diesen außerordentlichen Künstler laden wir zu POW ein, weil
er sich als Soundkünstler mit jenen besonderen Geräten, Objekten und auch menschlichen
Akustiken auseinandersetzt, die einem Stadtteil sein individuelles Flair und damit auch seine
>>4

identitätsbildenden Momente verschaffen. Töne und Geräusche, ihren Ursprung und/ oder
ihre Erzeugbarkeit wird Sonntag zum Ausgangspunkt nehmen, um den Gedanken und den
Begriff der »Post-Otherness« in seinem Ausstellungsprojekt auf Klangebene zu untersuchen.
1. April – 14. Mai
Aufbau Ost (Arbeitstitel)
Eine Ausstellung von Henrike Naumann
Kuratiert im Rahmen von POW von Solvej Helweg Ovesen und Bonaventure Soh Bejeng
Ndikung
Ausstellungseröffnung am 31. März, 19 Uhr
Die Ausstellung Aufbau Ost ist die erste Soloausstellung der in Sachsen geborenen und in
Berlin lebenden Henrike Naumann. Sie widmet sich der Frage nach der Integration von Ostund Westdeutschland und erforscht die Spuren der sozialen, politischen und auch ökonomischen Transformation der DDR. »Post-Otherness« kann in diesem Zusammenhang als PostOst- und Post-Westdeutsch gesehen werden. Die Ausstellung wird dabei zu einem sozialkünstlerischen Labor, in dem Naumann zahlreiche ihrer Arbeiten (Video, Installationen), die
sich mit extremen Jugendkulturen in Deutschland beschäftigen, zeigen wird. Naumann untersucht das komplexe Feld der rassistisch-neofaschistischen Alltagskulturen in Sachsen, die
sich in einem Klima aus Egoismus, Ausgrenzung und Hass ausdrücken, sowie die ebenso
radikalen Gegenkulturen wie bspw. die Antifa-Bewegung in Berlin. Ziel ist es dabei nicht,
eine versöhnliche oder verständnisvolle Ausstellung zu präsentieren, sondern den Fokus auf
pro-aktive Initiativen und Stimmen zu legen. »Damit sich in der Zukunft vielleicht ein anderes
Deutschland wieder neu zusammensetzen lässt, zeigt die Ausstellung das Bild der Zersplitterung des Landes.«, so Henrike Naumann. »Objekte stehen im Zentrum meiner
künstlerischen Auseinandersetzung. Sie sind Träger und Ausdruck von Ideologie und Tat.
Der in ihnen enthaltene ‚Objektbegriff jenseits von Materialität‘ kann nur einer sein.«
Für die Ausstellung Aufbau Ost verwandelt sich der Ausstellungsraum der Galerie Wedding
in ein überdimensionales Jugendzimmer. Gefüllt mit dem ausrangierten Mobiliar diverser
postsozialistischer Kindheiten, entsteht ein Parcours, welcher ein Aufwachsen in den 90er
Jahren in Ostdeutschland erfahrbar macht. Eingebettet in die Zimmereinrichtungen finden
sich die in den letzten drei Jahren entstandenen Video-, Sound- und Installationsarbeiten.
Sowohl individuelle BesucherInnen, als auch Kleingruppen können sich durch den Raum
bewegen, um die verschiedenen Arbeiten anzusehen und anzuhören. Vermittels der Kombination aus Kunstwerken und Mobiliar haben die BesucherInnen außerdem die Möglichkeit
in die Rezeptionssituation einzugreifen und diese individuell an ihre Bedürfnisse anzupassen.
Der Kunstraum wird auf diese Weise zu einem interaktiven Diskursraum, in dem Diskussionssituationen direkt und unmittelbar am Werk geschaffen werden können. Dies wird verstärkt durch die Nutzung der Räumlichkeiten für verschiedene Begleitveranstaltungen. Konzerte, Vorträge, Diskussionen und Workshops geben der Ausstellung ihren diskursiven
Rahmen und öffnen sie für den Dialog mit dem Publikum. So handelt »Post-Otherness« auch
von der neueren Geschichte Deutschlands und den menschlichen Figuren, die aus der OstWestdeutschen Geschichte entstehen.
27. Mai – 4. Juni
Wedding Campus
Der Wedding Campus wird neben dem Galerieraum den Rathausplatz bespielen. Geplant
sind Kooperationen mit Künstlerinnen und Künstlern sowie Akteuren aus der Kulturellen Bildung, der Schiller-Bibliothek, dem Quartiersmanagement und der Beuth Hochschule. Das
Programm erstreckt sich von Ausstellungen und Informationsständen über Performances,
Spiele, Stadtspaziergänge und Diskussionen. Während des Wedding Campus finden in der
Galerie Wedding Education-Veranstaltungen statt.
>>5

17. Juni – 31. Juli
Open Call
Eine Ausstellung des/ der ausgewählten KünstlerInnen/ KuratorInnen des Open Calls
Ausstellungseröffnung am 16. Juni, 19 Uhr
Es wird demnächst eine Ausschreibung veröffentlicht, worauf sich Künstler*innen, Kurator*innen und andere Kulturschaffende mit einem konkreten Projekt und/ oder Arbeiten für
die POW-Sommerausstellung in der Galerie Wedding bewerben können.
Details zur Ausschreibung, den Anforderungen und Teilnahmebedingungen finden Sie in
Kürze auf der Webseite der Galerie Wedding, sowie auf kultur-mitte.de.
12. August – 24. September
Ashura (Arbeitstitel)
Eine Ausstellung von Köken Ergun
Kuratiert im Rahmen von POW von Solvej Helweg Ovesen und Bonaventure Soh Bejeng
Ndikung
Ausstellungseröffnung, 11. August, 19 Uhr
Mit der weltweit bekannten Videoarbeit WEDDING, in der Köken Ergun Türkische und Kurdische Hochzeiten im Wedding aufnahm, erforschte Ergun die Türkischen Subkulturen in Berlin. Der Türkische Künstler Köken Ergun untersucht seit mehr als zehn Jahren traditionelle
und für Außenstehende ganz ungewöhnliche kulturelle oder religiöse Rituale, die häufig von
Immigranten ausgetragen werden. Ausstellungszuschauer bekommen so einen neuen Zugang zu sonst unsichtbaren Migrantenkulturen wie zum Beispiel maskuline türkische Subkulturen. Nationale Feiern, Gender, Theatralität, und Transformationen kultureller Ästhetik werden bewertungslos in starken filmischen Narrativen inszeniert und kommuniziert.
In der Galerie Wedding wird die 3-Kanal-Filminstallation Ashura präsentiert werden. »Ashura« ist ein jährliches maskulines und religiöses, türkisches Ritual, dass an den Kampf der
Kerbala (heutiges Irak) im Jahr 680 erinnert. Diese jährliche Erinnerung an den KerbalaKampf ist ein Ritual, welches zentral ist für die Shi‘a, den Muslimischen Glauben an das Martyrium von Hussein, dem Enkel des Propheten Mohammed. Die Filmarbeiten werden durch
den Fokus auf diese Rituale, die das Makro-Politische, Gender-Politische, Migrantische und
die religiösen Verhältnisse repräsentieren, eine ungewöhnliche Beobachtungsmöglichkeit
anbieten. Die Filminstallation ist dabei jedoch nicht nur als kulturanthropologisches Theater
zu studieren, sie vermittelt eher eine emphatische und seriöse Akzeptanz der Wichtigkeit und
Unsterblichkeit eben solcher Rituale.
7. Oktober – 22. Oktober
Temporäre Monumente (Arbeitstitel)
Ausstellung und Projekt, kuratiert von Constanze Fischbeck
Eine Veranstaltung im Rahmen von POW von Solvej Helweg Ovesen und Bonaventure Soh
Bejeng Ndikung
Ausstellungseröffnung, 6. Oktober, 19 Uhr
Das Afrikanische Viertel im Wedding ist als eine „in Deutschland einzigartige topographische
Inszenierung“1 bekannt geworden. 25 afrikanische Straßenbezeichnungen stehen im Kontrast zu deutschen Siedlungsbauten der Moderne der 20er und 30er Jahre. In seiner Widersprüchlichkeit lädt es förmlich zur Auseinandersetzung mit deutscher Kolonialgeschichte und
zu Neudefinitionen ein. Der langjährige Streit um den heutigen „Lern- und Erinnerungsort“
bildet eine Parallele zum benachbarten Volkspark Rehberge, in dem sich im Unterschied
zum Afrikanischen Viertel, die ideologischen Auseinandersetzungen in physischen Veränderungen niedergeschlagen haben.
1

Alexander Honold, Literaturwissenschaftler und Professor für Germanistik an der Universität Basel.

>>6

Das Projekt Temporäre Monumente widmet sich den aktuellen und historischen Auseinandersetzungen um Formen des Gedenkens in öffentlichen Räumen des Afrikanischen Viertels
und des Volksparks Rehberge. Durch eine Einladung zur Planung und Umsetzung von Interventionen im öffentlichen Raum in Form von temporären Monumenten wird nach neuen Aneignungspraktiken gesucht.
Im Oktober 2016 werden alle dokumentierten temporären Monumente im Rahmen einer
Ausstellung in der Galerie Wedding zu sehen sein.
28. Oktober – 12. November
Stine Marie Jakobsen
Filmpräsentation & Workshops von und mit Stine Marie Jakobsen
Eine Veranstaltung im Rahmen von POW von Solvej Helweg Ovesen und Bonaventure Soh
Bejeng Ndikung
Eröffnung, 27. Oktober, 19 Uhr
Für das Projekt hat Jakobsen verschiedene Beiträge geplant. Zum einen wird sie bereits im
Frühjahr in einem Workshop Flüchtlingen Deutschunterricht anbieten und mit den TeilnehmerInnen einen Sprachführer mit dem Titel »WAS MACHEN SIE?« verfassen. Wenn man
das höfliche »Sie« benutzt, distanziert man sich einerseits, kann sich aber dadurch gleichermaßen schützen. Der Sprachführer wird eine Sammlung von Spracherlebnissen der TeilnehmerInnen enthalten. »WAS MACHEN SIE?« wird außerdem als DVD produziert, auf der
ihre Erlebnisse und Begegnungen mit der deutschen Sprache in gefilmten, nachgespielten
Szenen zu sehen sind, was wiederum anderen Geflüchteten, welche in ähnliche Situationen
geraten, die deutsche Sprache anschaulich und auf authentischen Situationen basierend,
beibringt. In der Galerie Wedding soll sowohl die entstandene DVD, als auch der Sprachführer präsentiert werden.
Des Weiteren werden in der Galerie Wedding Diskussionsworkshops zu ausgewählten Gesetzen stattfinden, z.B. zur Dublin-Verordnung. Jugendliche Flüchtlinge werden dazu einladen, ihre eigenen Gesetze zu schreiben und reale Gerichtsverfahren neu zu beurteilen. Die
Dublin-Verordnung ist ein Gesetz, das die Bewegung von Einwanderern steuert und in letzter
Zeit stark von »Human Rights Watch« kritisiert wurde. In Zusammenarbeit mit einem Immigrationsrechtsanwalt werden die TeilnehmerInnen ihre eigenen Versionen der DublinVerordnung formulieren und dadurch ihr Selbstverständnis und ihr Selbstbewusstsein explizit
stärken. Die »neuen« Gesetze werden anschließend auf der Straße plakatiert werden, um
die Kritik und die ungerechte Situation in der Öffentlichkeit auf offensive Art sichtbar zu machen.
25. November – 21. Januar
Mwangi Hutter
Eine Ausstellung von Mwangi Hutter
Kuratiert im Rahmen von POW von Solvej Helweg Ovesen und Bonaventure Soh Bejeng
Ndikung
Ausstellungseröffnung am 24. November, 19 Uhr
Mwangi Hutter sind ein Künstlerduo (deutsch/kenianisch), das sich performativ und räumlich
mit der Schaffung einer kombinierten Identität auseinandersetzt. Im Wedding hat ein großer
Anteil der Einwohner eine gemischte ethnische Herkunft. Familien leben seit Generationen
nicht nur mit den sich zwangsläufig ergebenden neuen Identitätsstrukturen und Familienerweiterungen, sondern auch innerhalb der sie umgebenden, sich verändernden Urbanität im
Stadtraum. Die Durchmischung und der Austausch der verschiedenen Kulturen, Nationalitäten, Schichten und auch Religionen passierte im Wedding nicht plötzlich und schlagartig oder folgte einer bestimmten sich ausprägenden Richtung, sondern geschieht vielmehr in
Form eines organischen Wachsens. Auch Mwangi Hutter lebt sein Zusammenwachsen seit
>>7

bereits 20 Jahren und diese Erfahrung ist für die Frage nach der »gelebten Post-Otherness«
besonders interessant.
Das Duo sieht seine Arbeit als Amalgamation von Seelen, Geschichten und Körpern mit
Kunst als eines der Ergebnisse. In ihren Arbeiten handelt es sich um Konstruktionen des
Selbst innerhalb einer pluralen Gesellschaft. Sie arbeiten an verworbenen Geschichten und
deren Nachwirkungen. Mit Hilfe von Installationen, Fotografie und Performance-Kunst bearbeiten sie in ihrem Werk soziopolitische und philosophische Fragen. Insbesondere der Körper spielt eine sehr wichtige Rolle in der Arbeit von Mwangi Hutter. Nicht nur weil der Schutz
des Körpers – beispielsweise die Haut und deren Farbe – eine enorme Rolle in der Wahrnehmung einer Person spielt, sondern auch weil der Körper selbst ein Medium des Aufnehmens und Speicherns von Geschichten ist. Die Geschichten, die Mwangi Hutter mit ihren
Körpern ansprechen, handeln von persönlichen und kollektiven Traumata und Schmerz, aber
auch von Freude und Exzessen. Mwangi Hutter haben mit ihren starken Performances im
öffentlichen Raum überdies viel dazu beigetragen, die Idee des Museums nach außen zu
bringen.
Führungen
Auf Anfrage bietet die Galerie Führungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an.
Für Kindergartengruppen und Schulklassen können auch Termine außerhalb der Öffnungszeiten vereinbart werden.

Öffentliche Galerien / galerie weisser elefant

Auguststraße 21
10117 Berlin
Geöffnet Dienstag – Freitag, 11 – 19 Uhr
Samstag, 13 – 19 Uhr
Künstlerischer Leiter: Ralf Bartholomäus
Telefon: (030) 28 88 44 54
E-Mail: galerieweisserelefant@web.de

9. Januar – 6. Februar
Charlotte Perrin – Le moment présent / Objekte, Installation
Charlotte Perrin’s Arbeit ist immer mit einem starken Gefühl für und von Natur verbunden.
Sie spürt Hell und Dunkel nach, Wärme und Kälte, Nähe und Ferne. Aus ein paar Zweigen
formt sie Icons, Symbole der Jahreszeiten; aus den Fahrten zum kranken Vater im Nachbarort wird eine Studie zum Wechsel von Tag und Nacht und zum Verrinnen der Zeit. Überhaupt
ist die Vergänglichkeit ein Thema der Künstlerin, auch die des Vergessens. So bindet sie
Bücher, in denen alles weiß bleibt, bis auf die Stellen, die man sich angestrichen hätte, als
Subjektive Neuauflage. – Zur Ausstellung entstehen neue Arbeiten, auf die man gespannt
sein darf.
13. Februar – 12. März
Heesun Kim – Das verlassene Werk / Malerei, Installation
Seit die aus Südkorea stammende Künstlerin die europäische Kunst kennenlernt, scheinen
ihr die Bilder überlastet zu sein. Daher kopiert sie Gemälde, in denen oft die Hauptsache
>>8

fehlt: bei Munch etwa das frierende Mädchen auf der Bettkante, bei Franz Marc die berühmten „Blauen Pferde“, das Bildnis Christi auf dem Tuch der Veronika (Zurbarán); ein Mondrian
wird auf je eine vertikale und horizontale Linie reduziert oder bei einem Fontana bleiben nur
das erste und letzte Loch der durchstoßenen Leinwand. In diesem Fall ist die Reduktion gar
vom Künstler legitimiert: er hat erklärt, dass statt der hundert Löcher eigentlich auch eines
reichen würde. Heesun Kim bringt die Bilder womöglich auf ihren eigentlichen Kern zurück.
19. März – 23. April
Lilla von Puttkamer – Verweilen / Malerei, Zeichnung
Diese Bilder atmen Heimat: Weite, Offenheit und zugleich Geborgenheit. Die Folklore erinnert an die Heimat der Großmutter in Rumänien, an das Licht und die Farben. Und die
Künstlerin sucht solche Momente in ihrer aktuellen Heimat Berlin. So kommt ihr ein Motiv wie
der Spiegelsaal von Clärchen’s Ballhaus sehr willkommen in dem Bilderreigen: Da atmet der
gleiche Geist des Vergänglichen und doch Gegenwärtigen. Michaela Nolte spricht in einem
klugen Text zu dieser Kunst von „Motivwanderung“, da nicht nur Menschen durch die Bilder
wandern, sondern ihre Heimat mit sich tragen. Künstlerisches Mittel ist ein ebenso von dieser Autorin entdeckter Schleier (wörtlich: Lilla-Schleier), hinter dem Realität und Imagination
ganz zauberhaft verwoben sind.
30. April – 4. Juni
Thematische Gruppenausstellung – Neue Heimat
Künstler*innen: Matias Bechtold, Laure Catugier, Chris Dreier, EVOL, Gary Farrelly, Alekos
Hofstetter & Florian Göpfert, Tim Trantenroth, Julia Zinnbauer
Kuratiert von Alekos Hofstetter
Am Ausgangspunkt des Projektes stehen die beiden Fragen: Von welcher Moderne sprechen wir hier eigentlich? Und wie fern ist uns die Moderne heute? Die Ausstellung zeigt Werke, welche neue Bezüge zu den gesellschaftlichen Utopien, die zur Grundlage der Architektur der Moderne wurden, aufbauen und beleuchtet somit die unterschiedlichen Phasen des
Umgangs mit diesem architektonischen Erbe in einem anderen Licht. Ist es heute möglich,
durch eine Re-Konstruktion eines utopischen Kontexts die Distanz, die unsere Gesellschaft
zur Architektur der Moderne unterhält, nicht nur sichtbar zu machen, sondern gleichzeitig für
eine "Aneignung" dieser Architektur in der Gegenwart zu sorgen und sie zu einer „neuen
Heimat“ zu machen? (Alekos Hofstetter)
11. Juni – 9. Juli
Maik Teriete – Im Großen und Ganzen / Installation, Objekte
Dieser Künstler zeichnet in den Raum wie andere auf Papier. Und er findet Räume, die sich
durch seine Eingriffe entfalten wie Skulpturen. Und diese wirken als Träger des Imaginären:
„Mit reduzierten Mitteln und größter formaler Präzision arbeitet Maik Terete an seinem Werk.
Durch Verdichtung oder Abstand seiner ‚plastischen Striche’ bilden sich Schattierungen von
Grau bis Schwarz, gesteigert als ein Spiel von Leichtigkeit und Schwere. Die Raumskulpturen und Installationen zwingen den Betrachter zur Konzentration und irritieren gleichzeitig
durch eine körperlich spürbare Wirkung; sie rühren an den Kern künstlerischer Erfahrung von
Raum und Zeit“. (Hans Gerhard Hanessen)
16. Juli – 13. August
Ferienprogram mit Kindern – Termiten & Trabanten (Arbeitstitel)
Daniela Herr (Betreuung), Matthias Stuchtey (Installation)

>>9

3. September – 1. Oktober
Enikö Márton – Malerei, Fotografie
[Artweek]
+ Klanginstallation im Außenraum: Gösta Wellmer
Die in Ungarn geborene Künstlerin scheint gleich in mehreren Medien, vor allem Malerei und
Fotografie, die durch Farblehren physikalisch und psychologisch streng definierten Spektren
überwinden zu wollen. Jeder in wissenschaftlichen Programmen erreichten Normierung stellt
sie eine phantastische Welt der Beugungen und Brechungen entgegen. Aber es sind keine
Farb-Explosionen, die dabei entstehen, sondern genau kalkulierte Empfindungen von Glück
und Harmonie. Die Ästhetik ist gewiss der Hauptträger ihrer Experimente, aber niemals zu
trennen von der psychisch-didaktischen Erfahrung des Unmittelbaren, einer Selbsterfahrung
im Schritt aus einer Welt der Graustufen in die Erweckung durch Farbe.
8. Oktober – 5. November
Timo Stammberger – Humans of Lageso / Fotografie
[Europäischer Monat der Fotografie 1. – 31. Oktober]
Mit diesem Projekt versuche ich, Aufmerksamkeit auf Millionen von Menschen zu richten, die
gezwungen sind, ihr Land zu verlassen, auf der Suche nach Sicherheit und einer besseren
Zukunft. Das Ziel der Fotos ist, den Individuen, die von den Medien vereinfacht Flüchtlinge
genannt werden, Gesichter, Namen und eine Stimme zu geben. Ich lasse sie ihre individuellen Geschichten erzählen, teile ihre Hoffnungen und Träume und empfinde Verantwortung
dafür, diese weiterzugeben, um Achtsamkeit auf die menschlichen Bedingungen um uns
anzuregen.
Das Lageso repräsentiert all die anderen Einwanderungsbehörden in Deutschland, die zu
Leuchttürmen für Hoffnung und Neubeginn geworden sind für all die Individuen und die Familien, die auf eine sichere und friedliche Zukunft hoffen. (Timo Stammberger)
12. November – 17. Dezember
Thematische Gruppenausstellung - Hannah Arendt zum Geburtstag
(* 14.10.1906 – † 04.12.1975)
Kuratiert von Judith Laub

Öffentliche Galerien / Galerie Nord

Turmstraße 75, 10551 Berlin
www.kunstverein-tiergarten.de
Geöffnet Dienstag bis Samstag, 13 -19 Uhr
Künstlerischer Leiter: Dr. Ralf F. Hartmann
Telefon: (030) 9018-33453
E-Mail: info@kunstverein-tiergarten.de
In Kooperation mit dem Kunstverein Tiergarten

Mit rund acht Ausstellungen und zahlreichen Begleitveranstaltungen pro Jahr präsentiert der
Kunstverein Tiergarten in der Galerie Nord ein sowohl international als auch regional ausgerichtetes Programm mit zeitgenössischer bildender Kunst. Seit 2004 stehen thematische
>>10

Gruppenausstellungen zu gesellschaftlichen, politischen und künstlerischen Fragestellungen
im Zentrum der Galeriearbeit. Dabei ist die Förderung insbesondere junger und kritischer
Künstlerpositionen ebenso von Bedeutung wie die Arbeit mit engagierten nationalen und
internationalen Projektinitiativen.
Neben eigenen Produktionen lädt der Kunstverein regelmäßig Gastkurator*innen ein, experimentelle Konzepte und Formate für die Galerie zu entwickeln. Hinzu kommen übergeordnete lokale Großveranstaltungen wie der „Ortstermin Moabit“ und die unterschiedlichsten Veranstaltungen zur Kunstvermittlung für Menschen verschiedener Herkunft, Generationen und
Vorkenntnisse. Denn kulturelle Bildung ist in einem multiethnisch geprägten Stadtteil wie
Moabit insofern wichtig, als die intensive Beschäftigung mit Kunst vielfältige Formen kultureller Teilhabe ermöglicht.
Zahlreiche Kooperationen mit Schulen, Hochschulen, Kunstinstitutionen und Initiativen im Inund Ausland machen die Galerie Nord deshalb zu einem wichtigen kommunalen Zentrum für
Kultur in Berlin.
bis 23. Januar 2016
The Natural Forms, Part II: The Readers. The Foxes. The Tracts. Some Coquetteries
Sharon Kivland (London/ Paris)
Kuratiert von Ralf F. Hartmann
Die Einzelausstellung "Natürliche Formen - Die Leser. Die Füchse. Die Traktate. Einige
Schmeicheleien" der britisch-französischen Konzeptkünstlerin und Philosophieprofessorin
Sharon Kivland (geb. 1955) widmet sich Fragen nach Rollenzuschreibungen, Geschlechterkonstruktionen und Ökonomie.
Die Ausstellung setzt sich aus Porträts anonymer Frauen, aus Filmen und Zeichnungen sowie der Präsentation ausgestopfter Tiere zusammen. Die großformatigen Vinylbilder zeigen
Frauen in Negligés und Unterwäsche. Jene Bilder entstammen verschiedenen Modemagazinen der 1950er Jahre, in denen neueste französische Damenunterwäsche vorgestellt wurde.
Diese Frauen mögen jenen entsprechen, die Karl Marx in einer Fußnote im zweiten Kapitel
seines "Das Kapital" als "Frauen mit feurigem Körper" beschreibt, indem er - einen französischen Dichter des 12. Jahrhunderts zitierend - Frauen und Handelsgüter folgendermaßen
miteinander verknüpft: "Im 12. Jahrhundert, kommen unter diesen Waren oft sehr zarte Dinge vor. So zählt ein französischer Dichter [Guillot de Paris] jener Zeit unter den Waren, die
sich auf dem Markt von Lendit einfanden, neben Kleidungsstoffen, Schuhen, Leder, Ackergeräten, Häuten usw. auch ‚femmes folles de leur corps' (‚Frauen mit feurigem Körper') auf."
Insbesondere Werbebilder offenbaren, in welcher Weise standardisierte Inszenierungen des
weiblichen Körpers stereotype Posen und Blickrichtungen nutzen, um über klischeehafte
Verführungsmuster Begehren und Begehrlichkeiten herzustellen: Man(n) begehrt die Frau
und das Produkt, für das sie steht, gleichermaßen.
In Verbindung mit den Abbildungen der Frauen werden ausgestopfte Tiere gezeigt. Einerseits tanzen in einer Vitrine Hermeline und Wiesel, die mit ihren roten Jakobinermützen ein
zentrales Symbol der französischen Revolution tragen, auf Büchern von Sigmund Freud und
Karl Marx. Andererseits stehen Füchse, die seidene Unterwäsche in ihren Mäulern tragen,
auf Sockeln. Unklar bleibt, ob es sich hierbei um einen Gewalt- oder einen Befreiungsakt
handelt. Denn Füchsen wird in der Mythologie nicht nur Schlauheit und Gerissenheit zugeschrieben, sie gelten auch als Fruchtbarkeitsdämonen und Symboltiere für Sexualität.
5. Februar – 19. März 2016
Doppelausstellung
1. GrundEis
Künstler: Daniel Sambo-Richter, Rainer Göttemeier
Kuratiert von Ralf F. Hartmann
Landschaften unter und über dem Meeresspiegel sind in der Ausstellung „GrundEis“ Meta>>11

phern der Reflexion. Polare Eislandschaften und mediterrane Unterwasserwelten begegnen
sich in den Medien Malerei und Lichtzeichnung, Raum- und Klanginstallation.
Die Arbeiten des Konzeptkünstlers Rainer Gottemeier (geb. 1949) und des Malers Daniel
Sambo-Richter (geb. 1966) thematisieren eine rumorende Unruhe, latente Bewegung und
Wandlung in unsichtbarer Tiefe. Die Stille in den Bildern und Objekten, ihre ausufernde
Schönheit impliziert eine Beschwörungsqualität, die den „Stachel des Bösen“ in sich trägt.
Eingebettet in den Themenkanon der Arbeiten sind die Ökologie, die paradigmatischen Umwälzungen und Konflikte unserer Zeit. Die Künstler verwandeln in ihren Werken die Wirklichkeit, ohne sie zu verleugnen. Sie sind Zeugen und bezeugen, dass dies gerade geschieht.
Der Titel benennt das Angstmoment, das jeder echten Verwandlung vorangeht. „GrundEis“
versteht sich als Reminiszenz an den „Gang auf dem Meeresboden“, dem Zwischenraum,
dem Land der Freiheit. Es geht um ein „Dazwischen“, um das Bemerken einer Zwischenzeit,
einer von Grund auf Neuen Zeit. Reset.
2. Mit Tusche sticken - mit Fäden zeichnen
Annemarie Balden-Wolff
In Kooperation mit Nachlass Balden-Wolff und dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus
Ebenso einfach wie originell ist die Bildwelt der Künstlerin Annemarie Balden-Wolff (19111970). Ihre fantasievollen Kompositionen in Tusche auf Papier sind mal poetisch, mal grotesk. Der Kunstverein Tiergarten zeigt in einer Kabinettausstellung ausgewählte Zeichnungen der in erster Ehe mit Theo Balden und später mit Willy Wolff verheirateten Künstlerin, die
1933 aus politischen Gründen emigrieren musste und zu den zentralen Figuren der deutschen Exilgemeinschaft in England gehörte. Ihr Œuvre, welches neben Zeichnungen auch
Collagen, Experimente auf Lack und Textilarbeiten umfasst, ist bis dato nur einem kleinen
Kennerkreis bekannt und selten in Ausstellungen zu sehen. Die Präsentation im Kunstverein
Tiergarten ist eine erste Berliner Annäherung an ihr Schaffen. Zu entdecken gilt es nicht nur
eine versierte Zeichnerin, sondern die von ihr erschaffene vielfältige Fantasiewelt, die ständig zwischen Figuration und Abstraktion changiert. Die magisch-mystischen Kompositionen
Balden-Wolffs, welche durchzogen sind von realen Gefühlen, bieten Angebote zum Schauen. Nie sind sie eindeutig, nie fertig, sondern warten auf eine Fortführung durch die Einbildungskraft ihres Publikums.
1. April – 7. Mai 2016
Was übrig bleibt
Anselmo Fox
Kuratiert von Ralf F. Hartmann
Der in Berlin lebende Schweizer Bildhauer und Objektkünstler Anselmo Fox (geb. 1964) hat
sich vor der umfassenden Renovierung und Rekonstruktion der Berliner Siegessäule im Jahr
2012 intensiv mit den sichtbaren Spuren des zweiten Weltkriegs an Skulpturen, Reliefs und
Mosaiken des Baudenkmals auseinandergesetzt. Seine Arbeitsweise mit Negativabformungen geht der Frage nach der Materialität und Körperlichkeit des Raums jenseits von Sichtbarkeiten nach und verhandelt Aspekte von Wahrnehmung und deren Konditionierung. Im
Rahmen einer Einzelausstellung stellt er in Form von Installationen, Skulpturen, Objekten
und Zeichnungen die Ergebnisse seines mehrjährigen Projekts zur Berliner Siegessäule vor.
Im Zentrum stehen dabei Videoarbeiten, die Anselmo Fox mit Bienen anfertigte, welche er
bildhauerisch bei der Erkundung von Hohlräumen und Negativformen einsetzt. Hinzu kommen raumgreifende Installationen aus fragilen Glasobjekten, die einen sowohl inhaltlichen
als auch ästhetischen Gegensatz zu den Materialien der historischen Architektur bilden. Mit
seinen differenzierten Erkundungen entwickelt Anselmo Fox ein anderes Abbild der Berliner
Siegessäule, das die Zeit zu einem sichtbaren Phänomen werden lässt.

>>12

20. Mai – 25. Juni 2016
Auf Spurensuche in der Zivilisation (Arbeitstitel)
Harald Fuchs
Kuratiert von Ralf F. Hartmann
Wissenschaft, Erkenntnis und Beweis; Mythos, Glaube und Magie – gibt es tatsächlich eine
beruhigend klare Grenze zwischen Wissen und Nicht-Wissen? Sind die „Wahrheiten“ zu allen Zeiten und an allen Orten gleich oder sind sie nicht vielmehr niemals vollständig greifbare
Einbildungen?
Den Kölner Medienkünstler Harald Fuchs (geb. 1954) interessieren in seiner künstlerischen
Arbeit Quantenphysik ebenso wie Schamanismus, Gentechnologie und die uralten Praktiken
und Weisheiten von Naturvölkern. Seine Installationen arbeiten mit Objekten und Medien, mit
Fotografie und Zeichnung, mit Bildern aus Wissenschaft, Religion und Kunst. Sie erscheinen
wie rätselhafte Labore und visuelle Geflechte, die die Neugier des Betrachters wecken, zu
forschen, zu sehen, zu entdecken, zu erkennen. Aber was wird er finden? Wissen oder Fiktion? Wahrheit oder Absurdität? Oder findet er am Ende vielmehr einen Blick auf die vielschichtige Welt der möglichen Wahrheiten und die aufregend unklare Grenze zwischen wissen und nicht wissen?
1. Juli – 6. August 2016
Doppelausstellung
1. Gestrüpp
Künstlerinnen: Juliane Laitzsch, Ulrike Brand, Annebarbe Kau
Organisiert von Ralf F. Hartmann
Im Zentrum des Projekts steht der Versuch, das interdisziplinäre Arbeiten zwischen Zeichnung, Video und Musik als komplexe Ausstellungssituation erfahrbar zu machen. Die sowohl
visuelle als auch akustische Präsentation thematisiert unterschiedliche, ineinander wuchernde Verknüpfungen von Video, Zeichnung und Musik. Die Beteiligten Künstlerinnen Ulrike
Brand (Berlin), Annebarbe Kau (Köln) und Juliane Laitzsch (Eutin) sowie weitere Musiker
sind in einem Geflecht wechselseitiger Beeinflussungen und in unterschiedlichen Varianten
des Miteinanders verbunden. So sind zum Beispiel die Videoarbeiten von Annebarbe Kau
erst dann vollständig wenn live Musik dazu improvisiert wird. Die Arbeit am Video geht dabei
immer der Musik voraus. Dagegen beziehen sich Ulrike Brand und Juliane Laitzsch in der
Entwicklung ihrer Arbeit gleichzeitig auf dasselbe Foto. In aufeinander bezogenen Reaktionsketten und wechselseitigen Aneignungsprozessen entstehen voneinander unabhängige
Kompositionen und Zeichnungen. Den Erkundungen unterschiedlicher Zusammenhänge
verschiedener Medien liegt meist als Referenz eine Naturbeobachtung zugrunde. In dem
Gewirr von zeitlichen, natürlichen, künstlerischen, räumlichen, körperhaften, klanglichen und
bildhaften Prozessen werden keine Abgrenzungen gesucht, sondern das Spiel von einem
zum anderen geprobt. Entlang von Komposition, Improvisation und Rhythmik bewegen sich
die Korrespondenzen zwischen dem Sehen und dem Hören hin und her.
Dem entsprechend ist geplant, den Ausstellungsraum so oft wie möglich auch als Konzertraum zu nutzen.
2. Aus den Tiefen der Literatur - Fundstücke einer Leserin
Christiane Hoff
Organisiert von Ralf F. Hartmann

(Kabinettausstellung)

Über Jahrzehnte hat die Übersetzerin, Lektorin und Antiquarin Christiane Hoff Fundstücke
aus Büchern gesammelt, die nicht nur Einblicke in die Biographien ihrer Leser, sondern ganzer Epochen und Generationen ermöglichen. Mitunter erzählt ein kleines biographisches
Detail die Geschichte einer Zeit und ihrer Gesellschaft.

>>13

19. August – 24. September 2016 Gruppenausstellung
Novelle - Eine Ausstellung mit 8 erzählerischen Positionen
Künstler*innen: Martina Altschäfer, Klaus Mellenthin, Uwe Schäfer, Phyllis Kiehl,
Majla Zeneli, Matthias Beckmann, Caro Suerkemper, Sebastian Rogler
Kuratiert von Ralf F. Hartmann
In der bildenden Kunst gibt es immer wieder, oftmals am Rande des aktuellen Geschehens,
Künstlerinnen und Künstler, die eine eher unreine Kunst betreiben, sich nicht primär auf die
Untersuchung der Form, der Farbe und des Raumes verlegen, kein stringentes, theoretisch
begründetes Konzept verfolgen, sondern Geschichten zu erzählen haben. Nennen wir sie
Novellisten. Ohne falsche Scheu greifen sie bei Bedarf auch schon einmal auf vermeintlich
als veraltet geltende Bildvorstellungen zurück, ziehen persönliche Erzählungen, Beobachtungen oder Obsessionen einem zeitgemäßen Diskurs vor und lassen sich nicht davon abbringen, dass sie beim Malen, Zeichnen und Modellieren immer auch an Dinge denken, die
außerhalb der Kunst liegen und sich eigentlich gar nicht adäquat darstellen lassen. Die Ausstellung stellt acht künstlerische Positionen des Erzählens vor, die ihren jeweils eigenen Weg
der bildnerischen Erzählung verfolgen.
7. Oktober – 12. November 2016
Sketches of Israel
Ilan Nachum (Tel Aviv)
Kuratiert von Jörg Hasheider (im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie)
Die Ausstellung des in Tel Aviv lebenden israelischen Fotografen Ilan Nachum setzt sich aus
drei Sequenzen von Fotografien zusammen, die seine Haltung und seinen Blick auf die soziale und politische Wirklichkeit im heutigen Israel verdeutlichen. Themen der drei Reihen sind:
a) der Niedergang der politischen Utopien der ersten Siedler, die Annäherung der israelischen an die arabische Bevölkerung und die notwendige Absurdität einer modernen israelischen Armee. Ilan Nachum ist ein ebenso feinsinniger wie kritischer Beobachter, der seinem
Land und dessen Schönheit zutiefst verbunden ist. Bis 2007 arbeitete er als Kameramann für
nationale und internationale Kinoproduktionen. Heute widmet er sich wieder der Fotografie
und unterrichtet Kamera und Fotografie an der Minshar School of the Arts in Tel Aviv.
25. November – 30. Dezember 2016
Strategien in prekären Zeiten
Francesc Abad
Kuratiert von Monika Anselment und Magdala Perpinya
Das Ausstellungsprojekt Strategien in prekären Zeiten versteht sich als Epilog der künstlerischen Laufbahn Francesc Abads. Sie greift Elemente seiner zuletzt realisierten Arbeiten auf
und präsentiert sie in einem neuen Kontext. In einer Zeit der zunehmenden prekären Verhältnisse stellt sich die Frage, was Kunst mit einfachen und knappen finanziellen Mitteln zu
leisten vermag und wie sie den Zeitläufen die Stirn bieten kann. Strategien in prekären Zeiten suchen nach anderen Formen, die Realität zu verstehen und einzuordnen. Das Ergebnis
ist eine Art Logbuch, das unsere Zeit gegen den Strich bürstet. Immer bewegt sich der
Künstler dabei zwischen der eigenen Erfahrung und einer kollektiven Vergangenheit. Abad
sieht dabei, in Anlehnung an den Historiker Braudel, zwei Geschichtsauffassungen. Die eine,
von kürzerer Dauer, bezieht sich auf die persönliche Geschichte jedes Einzelnen mit seinen
ganz speziellen Erfahrungen, die andere, von längerer Dauer, betrifft die globale Geschichte.
Abads Werk strukturiert sich um die Frage der Zeit. Ausgehend von der Reflexion über die
unmittelbare Gegenwart mit ihren Konflikten und Ideologien blickt er auf die Vergangenheit,
um die Geschichte mittels der Erinnerung als immer noch virulente Jetztzeit (Walter Benjamin) zu konstruieren. Das unabgegoltene, noch auf Verwirklichung wartende Potenzial wiederum drängt nach Zukunft und so stellt sich die Frage nach der gefährdeten Möglichkeit,
sich diese - unter anderen Vorzeichen - als Utopie eines Neuen (Ernst Bloch) vorzustellen.
>>14

Ruine der Franziskaner Klosterkirche

Klosterstraße 73a, 10178 Berlin
Täglich geöffnet außer Mo, 11 – 19 Uhr (April – Oktober)
Leitung: Dr. Ute Müller-Tischler
Telefon: (030) 9018 33408

Die Ruine der Franziskaner Klosterkirche in Berlin-Mitte ist, als „Gotischer Torso“, eines der
ältesten Baudenkmale der Stadt Berlin. Das Entstehen dieses kulturhistorischen Ortes fällt in
die Zeit der Gründung der Stadt, erst entstand die Kirche, dann das Kloster.
Es gelang, diesen Ort nicht nur baulich zu sichern, sondern auch zu betreuen und zu erhalten und öffentlich-kulturell zu nutzen. Es ist wieder ein Treffpunkt entstanden, ein begehbarer
und durch vielfältige kulturelle Veranstaltungen belebter Ort, wobei das erhabene Baudenkmal der Gastgeber bleibt und als Oase im Stadtraum funktioniert. Auch die vielen Touristen 80% der Besucher - wissen das zu schätzen. Es gibt daher einige Gründe, dieses Jubiläum
öffentlich und festlich zu gestalten.
Vom 15. April bis 15. November ist die Ruine als begehbares Baudenkmal geöffnet und wird
jährlich von etwa 27.000 Besucher*innen besichtigt.

Junge Kunst Mitte | Theateratelier

Schönwalder Str. 19, 13347 Berlin
Info und Anmeldung: (030) 460 61 29 16
www.junge-kunst-mitte.de
Leitung: Carola Tinius
E-Mail: tinius@junge-kunst-mitte.de

Die Entdeckung individueller kreativer Fähigkeiten sowie die Förderung von Sprach- und
Ausdrucksmöglichkeiten stehen im Mittelpunkt des Theaterspiels: Sprache, Musik, Körperspiel und Tanz vermitteln neue sinnliche, emotionale und intellektuelle Erfahrungen. Zielgruppen sind Kinder ab 5 Jahre, Jugendliche bis 20 Jahre.
1. Vorschulkinder
Bei den Jüngsten stehen phantasievolles Spiel, das Erlernen künstlerischer Ausdrucksformen und die theatralische Darstellung im Vordergrund. Kinder mit Integrations- und Förderbedarf lernen, sich ihre Umwelt spielerisch „anzueignen“. Die Förderung des sprachlichen
Verstehens, die richtige Aussprache sowie die Vermittlung von „niedrigschwelligem“ Allgemeinwissen stehen hier im Fokus. Auch wird gelernt, mit motorischen Defiziten kreativ umzugehen: über Bewegungsablauf- und Rhythmusübungen, mit Reimen, Musik, Liedern und
Tanz.
Wöchentliche Kurse: Montag und Dienstag von 9:00 bis 15:00 Uhr
>>15

Die Kurse werden von Schauspielern und Tänzern geleitet, die theaterpädagogisch ausgebildet sind und über langjährige Erfahrungen in der künstlerischen Früh-/Vorschulförderung
verfügen.
Darstellerische Präsentationen vor Eltern und Geschwistern setzen den Schlusspunkt eines
jeden Kurses.
2. Grund- und Oberschüler
Neben der Vermittlung schauspielerischer Grundlagen und Techniken des Theaterspiels,
geht es um Sprach- und Ausdrucksfähigkeit, Kommunikation und Kreativität. Durch spielerische Prozesse, Rollenspiele und Improvisationen werden aber ebenso Achtung und Wahrnehmung des Anderen, das vorurteilsfreie Beobachten, die Reflexion der eigenen Person
und das Arbeiten im Team geschult.
Die Themen kommen aus dem Schulunterricht oder werden nach den Wünschen oder Problemfeldern des Schulalltags gesetzt. Wir arbeiten sowohl im klassischen Darstellenden Spiel,
als auch mit der freien Improvisation und Aspekten des autobiografischen Theaters und des
Theatersports.
Die Projekte finden entweder als drei- bis fünftägige Projektwochen (Mittwoch bis Freitag,
von 9:00 bis 13:30 Uhr) oder wöchentlich im Rahmen der Unterrichtszeit statt.
Nachfolgend aufgeführte Themenblöcke und Projekte dienen als Orientierung; zu jedem
Theaterprojekt wird ein eigenes künstlerisches Konzept entwickelt.
•
Märchen und Geschichten
Inszenierung und Erarbeitung von Märchen und Geschichten für Kinder der 1. bis 5. Klassen.
Entweder als Projekttage oder als fortlaufender Kurs.
In zwei Projekten des kommenden Jahres, „Bojabi, der Zauberbaum“ (nach einer afrikanischen Fabel) und „Das Katzenhaus“, werden Themen wie Freundschaft, Verantwortung, Solidarität und Hilfsbereitschaft kindgerecht erarbeitet, inszeniert und als Theaterstück aufgeführt.
für 1. bis 5. Klasse
Künstl. Leitung: Klaus Stephan - Regisseur und Schauspieler, Caroline Kahmann - Sängerin/Schauspielerin
•

Tanz
Tänzerische Grundlagen, Improvisation und Rhythmus, Aufbaukurse
Workshops oder Projektwochen für Schüler der 3. bis 10. Klasse
Künstl. Leitung: José Toimil
•
Improvisationstheater
Einführung in die Theatertechniken mit Improvisationen, szenischem Spiel, Elementen des
Theatersports zu selbstgewählten Themen: Umwelt, Familie, Träume, Liebe, Gewalt, Drogen, Toleranz, Identität, Selbstfindung. „Wer bin ich?“ – „Was will ich?...“
Workshops, Kurse und Projektwochen für Schüler der 6. bis 10. Klasse
Künstlerische Leitung: Theaterpädagogen
•
Darstellendes Spiel
Inszenierung und Erarbeitung eines Theaterstücks aus den Ideen der Schüler und in Zusammenführung verschiedener künstlerischer Genres.
Künstl. Leitung: Schauspieler und Theaterpädagogen

>>16

•
Theater im Deutsch- oder Kunstunterricht
Die Schüler entwickeln auf der Grundlage eines Buches ein Theaterstück oder eine Performance bzw. entwerfen zu einer im Unterricht zu behandelnden Kunstepoche Collagen und
Objekte, die mit Elementen des Theaters, der Musik, Malerei, Fotografie, Film etc. performativ umgesetzt werden.
für 6. bis 12. Klassen
Künstl. Leitung: Theaterpädagogen der Mitspielgelegenheit

Junge Kunst Mitte | Projekt „Kunst in Schulen“

Postanschrift: Amt für Weiterbildung und Kultur,
BiKu 4 100, Mathilde-Jacob-Platz 1, 10551 Berlin
www.junge-kunst-mitte.de
Koordinierung/Fachliche Planung: Carola Tinius
Telefon: (030) 9018 334 86
E-Mail: carola.tinius@ba-mitte.berlin.de

Kunst in Schulen (KiS) ist ein seit 2004 im Bezirk verankertes Projekt, das die langfristige
künstlerische Arbeit von Künstler*innen in Schulen zum Ziel hat und den Schülern das experimentelle künstlerische Arbeiten ohne Benotung und Erfolgszwang ermöglicht.
Wir arbeiten mit professionell ausgebildeten Künstler*innen der unterschiedlichsten Genres
zusammen und können Projekttage/Wochen oder unterrichtsbegleitendes künstlerisches
Arbeiten zu folgenden Modulen anbieten:
•
•
•
•
•
•
•
•
•

Malerei, Grafik, Collagen
Fotografie, Film, Video, Trickfilm, Medien
Dreidimensionales Bauen, Modellbau
Rauminstallationen
Bildhauerisches Arbeiten mit Ton, Stein, Holz
Keramik und Mosaikarbeiten
Architektur und Kunst im öffentlichen Raum
Landart – temporäre und vergängliche Kunstwerke aus Naturmaterialien
Drucktechniken und Linolschnitt

Die Themen und Zeitmodule werden in Zusammenarbeit mit den Künstler*innen und Lehrer*innen jeweils projektspezifisch entwickelt.
Projekte, die im nächsten Jahr stattfinden oder weitergeführt werden, sind u.a.:
•

Genius Loci – ein urbanes Zukunftslabor für Jugendliche und junge Erwachsene zum
Thema partizipative Stadtentwicklung und Stadtgestaltung.
Mit Stadterkundungen, Beobachtungen, Workshops, Seminaren, temporären Eingriffen und Umnutzungen.

•

Kunst aus der Kiste: Kartons oder Schachteln sind der Ausgangsstoff und Rahmen
für Geschichten und Kunstinstallationen im Sommersemester am Französischen
Gymnasium mit der Künstlerin Sandra Riche.
>>17

•

Drahtskulpturen: Objekte und Figuren aus Draht werden für eine Installation am Diesterweg Gymnasium von Schülern des 8. Jahrgangs entworfen und gefertigt. Ein Projekt mit der Künstlerin Eusun Ko.

•

Mein Buch: Die Entwicklung eigener Geschichten, deren Illustration, Gestaltung und
Druck ist der Inhalt einer Projektwoche im Januar mit Schülern der Oberstufe unter
künstlerischer Leitung von Tuna Arkun und Malve Lippmann.

•

In einem genreübergreifenden Projekt werden für die Theaterstücke „Das Katzenhaus“ und „Bojabi, der Zauberbaum“ Masken, Requisiten und Kostüme gefertigt.

Die jährliche Ausstellung, die eine Auswahl der Ergebnisse aller künstlerischen Projekte präsentiert, findet im Juni 2015 in der Galerie Wedding statt.

KinderKunstWerkstatt

Schönwalder Str. 19, 13347 Berlin
www.junge-kunst-mitte.de
Leiterin: Editha Wrase
Telefon: (030) 901833482
E-Mail: editha.wrase@ba-mitte.berlin.de

Die KinderKunstWerkstatt ist Partner der Kindertagesstätten und Familien, wenn es um bildnerisches Gestalten geht. Unter dem Motto „Gestaltungsprozesse sind Erkenntnisprozesse"
arbeiten Kunstpädagog*innen und Künstler*innen eng mit den Bildungsträgern zusammen.
Das Entdecken und Fördern der sinnlich-kreativen, kognitiven und sprachlichen Fähigkeiten
vom Kleinkind bis zum Vorschulkind bilden den Schwerpunkt unseres Engagements. Zahlreiche Kitas besuchen ein ganzes Jahr lang, einmal wöchentlich, unsere Kunstkurse. Die
künstlerischen Abschlusspräsentationen am Ende der Kurse stellen Highlights unserer Arbeit
mit den Kindern dar und bringen den „kleinen Künstlern“ viel Selbstwertgefühl, denn Eltern
und Gäste bewundern die Ergebnisse.
Im Freizeitbereich bieten wir künstlerische Kurse ab einem Alter von 2 Jahren bis zum Seniorenalter an. Neben dem individuellen, künstlerisch-ästhetischen Arbeitsprozess geht es auch
um das gemeinsame Schaffen und die Förderung sozialer Kompetenzen.
Unser Programm wird ergänzt durch ein Weiterbildungsangebot für Erzieher*innen.
Angebote am Vormittag
Spielerisches Malen und Erkunden
Gemeinsam beobachten wir die Natur, die Stadt und auch uns selbst. Erlebtes oder Gefühltes wird mit kraftvollen oder zarten Farben mit unterschiedlichsten Formaten und Techniken
bildnerisch gestaltet.
Zielgruppe:
Ort:
Zeiten:
Kursleiterin:

Vorschulkinder
Malwerkstatt
Montag, 9:00 – 10:00, 10:00 – 11:00, 11:00 – 12:00 Uhr
Anna Falkenstein

>>18

Erlebe den Farbklang!
Die Kinder malen stehend und arbeiten vorwiegend auf großen Formaten. Farben unterschiedlichster Konsistenz und Leuchtkraft stehen zur Verfügung, um Reales oder Fantasievolles mit farbigen Materialien (Farben, Stoffe, Papiere) zu gestalten. So oft wie möglich wird
Musik unterschiedlicher Richtungen einbezogen, dann wird die Gruppe geteilt. Farben und
Mischungen können erprobt, unterschiedliche Techniken kennengelernt werden. Die Kinder
erleben das Zusammenspiel von Musik und Malerei.
Zielgruppe:
Ort:
Zeiten:
Kursleiterin:

Kitakinder zwischen 4 und 6 Jahren
Malwerkstatt
Dienstag, 9:00 – 10:00, 10:00 – 11:00, 11:00 – 12:00 Uhr
Editha Wrase

Bauen und Malen
Es entstehen dreidimensionale Skulpturen, z.B. Tiere oder Flugobjekte aus Karton und Recyclingmaterial. Alle entstandenen Objekte werden zum Spielen oder Dekorieren verwendet.
Fast beiläufig werden die räumliche Vorstellungskraft und Feinmotorik geschult. Das fantasievolle Bemalen vollendet die kreative Arbeit, deren Ergebnisse natürlich mit nach Hause
genommen werden können.
Zielgruppe:
Ort:
Zeiten:
Kursleiterin:

Vorschulkinder
Kunstwerkstatt
Donnerstag, 9:30 – 10:30, 10:45 – 11:45 Uhr
Eunsun Ko

Der Club der Wilden Maler
Inspiriert durch die Malerei von Paul Klee, Picasso und anderen Künstler*innen malen die
Kinder frei auf große Flächen. Diese Malaktionen stellen das Erlebnis Farbe, die Bewegung
und das „Malen an sich“ in den Fokus.
Zielgruppe:
Ort:
Zeiten:
Kursleiterin:

Vorschulkinder
Malwerkstatt
Montag, 13:30 – 14:30 Uhr
Beate Schmitt

Kids-Arts-Education
In Zusammenarbeit mit den Galerien besuchen Künstler*innen und Vorschulkinder gemeinsam interessante Ausstellungen. Die Kinder erleben andere Kulturorte und die fantasievolle
Gestaltungskraft der Ausstellenden. Vor Ort treten die Kinder mit pädagogischer Unterstützung in Interaktion mit den verschiedensten Kunstformen und Themen. Ihre Reaktionen können sie dann im anschließenden Workshop individuell umsetzen. Kurzzeitig werden die Arbeitsergebnisse Teil des Gesamtkuratoriums.
Zielgruppe:
Ort:
Zeiten:
Projektleiter:

Vorschulkinder
Galerien, Ateliers der Umgebung
Freitag, einmal monatlich (rechtzeitige Anmeldung erforderlich!)
Tuna Arkun

Keramisches Gestalten
Die Förderung der haptischen Erlebnisfähigkeit und die Freude am räumlichen Denken und
Formen stehen hier im Mittelpunkt. Tiere, kleine Gefäße oder Reliefs werden in Einzel- oder
Gruppenarbeit gefertigt und nach dem Brennvorgang nach Hause getragen.
Zielgruppe:
Ort:
Zeiten:
Kosten:

Vorschulkinder
KunstWerkstatt
Dienstag, 13:30 – 14:30, 14:30 – 15:30 Uhr
Um eine Kostenpauschale für Ton und Engoben wird gebeten!
>>19

Kursleiterin:

Ludmila Tchlakichvilli

Angebote am Nachmittag
Frühkindliches Malen
Große Formate, viele Farben, Stifte, Papiere usw. regen die Kinder zum Ausprobieren und
kreativen Umgang mit den Materialien an. Die ersten gemalten Bilder setzen "Zeichen" und
motivieren zum Malen und Gestalten. Auf Wunsch erhalten die Eltern eine Beratung darüber,
wie Sie ihr Kind weiter auf dessen künstlerischem Entwicklungsprozess begleiten können.
Zielgruppe:
Ort:
Zeiten:
Kosten:
Kursleiterin:

Kinder 2 bis 4 Jahre
Malwerkstatt
Dienstag, 16:30 – 17:30 Uhr
Um eine Kostenpauschale für Materialien wird gebeten!
Editha Wrase

Begabtenförderung
Das bereits vorhandene Interesse der Kinder an künstlerischem Gestalten und ihre Lust am
Umgang mit Farben und Formen werden individuell gefördert. Unterschiedlichste Mal- und
Drucktechniken werden erlernt. Die leitende Künstlerin versteht sich als aufmerksam Beobachtende und behutsam Fördernde. Immer steht die Freude an der Kunst im Fokus.
Zielgruppe:
Ort:
Zeiten:
Kursleiterin:

Kinder ab 6 Jahren
Malwerkstatt
Montag, 16:30 – 17:30 Uhr
Oxana Lebedinskaya

Beweg dich mal
Hier geht es um ein direktes Zusammenspiel von Bewegung und Malerei. Die Freude am
Bewegen, das Spüren der eigenen Kraft und auch deren Umsetzung in eine kreative Ausdrucksform sind Ziele dieses Kurses. Die bildende Künstlerin mit Schauspielerfahrung strebt
eine Sensibilisierung der Kinder für ihre eigenen Fähigkeiten und Gefühle aber auch die der
anderen Mitstreiter an. So findet das freie Bewegen durch den Raum seinen entsprechenden
Ausdruck mit Farben und Formen auf der Leinwand.
Differenzierte Wahrnehmungen von Groß – Klein, Rund – Eckig, Weich – Hart spielen immer
wieder eine Rolle.
Zielgruppe:
Ort:
Zeiten:

Kinder ab 6 Jahren
Theateratelier
Mittwoch, 16:30 – 17:30 Uhr

Kunstprojekte für Erwachsene
Kunstkurs für Generationen
Für künstlerisches Interesse und künstlerische Begabung gibt es keine Altersbegrenzung.
Oft ist es das gemeinsame Interesse an bestimmten künstlerischen Techniken
oder auch die Vorbildwirkung eines Künstlers, die dazu anregen, künstlerisch aktiv zu werden. Das akademische Zeichnen und Malen stehen hier im Mittelpunkt. Der leitende georgische Künstler versteht es, jeden Teilnehmer ganz individuell zu fördern. Neben dem Künstlerischen spielt auch der soziale Aspekt zwischen den Generationen eine wichtige Rolle. Die
Kursergebnisse werde öffentlich präsentiert.
Zielgruppe:
Ort:
Zeit:

Menschen von ca. 8 – 88 Jahren
Malwerkstatt
Donnerstag, 16:00 – 18:00 Uhr
>>20

Kosten:
Kursleiter:

Eine Spende für Material ist erwünscht!
Gogi Gelantia

Veranstaltungen 2016
Projekte für Kitas:
In den Monaten Mai, Juni und Juli bietet die KinderKunstWerkstatt wieder spannende Projekte für Vorschulkinder an. Über das konkrete Programm wollen wir zunächst so viel verraten:
Die Veranstaltungen werden oft in der Natur stattfinden. Häufig werden sie unterschiedlichste Bereiche aus Kunst, Biologie und Physik ansprechen. Für diese Projekte wird es aktuelle
Flyer und eine Bekanntgabe auf unserer Homepage geben.
Präsentationen der Ergebnisse unserer Kurse
In den Räumen unserer Werkstatt erhält jede Kursgruppe die Möglichkeit einer feierlichen
Präsentation ihrer Arbeitsergebnisse vor Eltern und Freunden.
Wir streben auch wieder eine Beteiligung am Wedding Campus an. Presseinfos werden
rechtzeitig bekanntgegeben.

Jugendkunstschule Mitte

Schönwalder Str. 19, 13347 Berlin
www.juks-mitte.de
Leitung: Nikola Richard
Telefon: (030) 9018-33480
E-Mail: nikola.richard@ba-mitte.berlin.de
In Kooperation mit dem Fachbereich Kunst und Kultur des Bezirksamts Mitte

Die Jugendkunstschule Mitte leistet als Angebotsschule einen Beitrag zur Bildung von Kindern und Jugendlichen, indem sie die kulturelle Arbeit der Schulen unterstützt und ergänzt.
Zugleich ist sie eine Schnittstelle zwischen der Schule und der Jugendarbeit und fördert die
Kooperation dieser beiden Bereiche. Die Teilnahme an den Kursen der Jugendkunstschule
bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, sich qualifiziert unter der Anleitung von
Fachkräften mit künstlerischen Themen, Materialien und Prozessen auseinanderzusetzen.
Das Programmangebot umfasst wöchentliche Nachmittags- bzw. Abendkurse, Wochenendund Ferienkurse. Die Teilnahme an diesen Veranstaltungen ist freiwillig, es wird ein geringfügiger Unkostenbeitrag erhoben. Außerdem finden vormittags Projekte mit angemeldeten
Schulklassen und nachmittags Kurse mit Gruppen aus Schulen statt, mit denen – im Rahmen der qualifizierten Nachmittagsbetreuung – eine feste Kooperation vereinbart wurde.
Zielgruppe sind Schüler ab der ersten Klasse bis zum Studium (ca. 25 Jahre).
Die Veranstaltung des „Jugendkunstpreis Mitte“ und der „ Künstlerischen Werkstätten der
Schulen des Bezirks Mitte“ gehört ebenfalls zum Tätigkeitsfeld der Jugendkunstschule.
Die Jugendkunstschule Mitte ist eine Einrichtung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend
und Wissenschaft und des Schul- und Sportamts in Kooperation mit dem Fachbereich Kunst
und Kultur des Bezirksamts Mitte. Die Kursleiter*innen sind ausgebildete Künstler*innen und
Kunsterzieher*innen.

>>21

Angebote für Schulklassen am Vormittag
Siebdruck
Einführung in die Technik des Siebdrucks auf der Grundlage selbst gefertigter Schablonen
oder fotografischer Vorlagen. Aus einfachen Formen werden Schablonen geschnitten, durch
die bestimmte Farben gedruckt werden. Pro Termin erhält der Druck eine Farbe.
Zielgruppe:
Zeiten:

Schüler*innen ab 3. Klasse
Montag und Dienstag, 9:00 – 12:00 Uhr und nach Absprache,
zwei bis drei Termine
Kursleiter*in: Grit Krahmer (Montag), Nikola Richard (Dienstag) und Toralf Albrecht
Linol- und Holzschnitt
Es sind Drucke in zwei bis drei Farben möglich. Wir arbeiten mit der “verlorenen Druckplatte”, wie Picasso! Dabei können Miniserien und Unikate entstehen. Auch Gruppenbilder sind
möglich. Zusammensetzungen einzelner Teile können neue Bilder entstehen lassen.
Zielgruppe:
Zeiten:
Kursleiterin:

Schüler*innen ab 4. Klasse
Mittwoch und Donnerstag, 9:00 – 12:00 Uhr, drei Termine
Andrea Renault

Plastisches Gestalten
Mit den Händen etwas formen und dabei das Material spüren. Handgroße Tiere und Figuren
werden als Vollplastik geknetet. Als Erweiterung der Technik werden Aufbauplastiken geformt. Das erfordert Feingefühl und Vorstellungsvermögen! Es können Drachen, Autos, Ritterburgen und vieles mehr entstehen. Wenn alles geformt ist, wird farbig lasiert.
Zielgruppe:
Zeiten:
Kursleiterin:

Schüler*innen ab 1. Klasse
Montag und Mittwoch bis Freitag, 9:00 – 12:00 Uhr, bis zu drei Termine
Grit Krahmer (Montag), Andrea Renault (Mittwoch und Donnerstag),
Carina Wahlberg (Freitag)

Bauen mit verschiedenen Materialien
Plastisches Gestalten mit verschiedenen Materialien
Wir gestalten kleine oder große Figuren, Tiere und Objekte aus Draht, Papier, Holz, Fundstücken, Wolle zu unterschiedlichen Themen. Zum Schluss malen wir diese an!
Designobjekte
Wir entwerfen Dinge des täglichen Lebens in Übergröße und aus ungewohntem Material wie
Stoff, Verpackungsmaterialien, Schaumstoffen. Anschließend können diese auch bemalt
werden.
Schmuckstück oder Kunststück?
Ihr entwerft eure eigene kleine Schmuckkollektion. Materialien sind Draht, Scoubidoubänder,
Perlen, Filz und vieles mehr.
Zielgruppe:
Zeiten:
Kursleiterin:

Schüler*innen ab 1. Klasse
Montag, 9:00 – 12:00 Uhr, bis zu drei Termine
Grit Krahmer

Malen wie die großen Meister!
Mit dicken Pinseln und großen Pappen entsteht eine eigene Welt der Farben und Formen. Je
nach Alter und Erfahrung wird ein Thema gewählt oder frei gemalt. Das Angebot ist auch für
die Oberstufen interessant!
Zielgruppe:
Zeiten:

Schüler*innen ab 1. Klasse bis Oberstufe
Dienstag, 9:00 – 12:00 Uhr, zwei Termine
>>22

Kursleiterin:

Nikola Richard

Angebote für Schulklassen nach Vereinbarung
Porträt experimentell
Schüler*innen fotografieren sich gegenseitig mit analogen Kameras. Beim Vergrößern der
Negative kommen experimentelle Dunkelkammertechniken wie Mehrfachbelichtung, Sandwichmontage, partielle Entwicklung u. ä. zum Einsatz. Parallel können auch Fotogramme
gefertigt werden.
Zielgruppe:
Zeiten:
Kursleiter:

Schüler*innen der 9. – 13. Klasse
nach Vereinbarung, zwei bis drei Termine
Toralf Albrecht

Malen mit Licht
Aus einfachen Materialen werden funktionstüchtige Kameras gebaut. Dabei werden die
Grundlagen der Bildentstehung erfahrbar. In der Dunkelkammer werden auf dem Fotopapier
in der Entwicklerflüssig keit langsam Bilder sichtbar. Hier können auch rätselhafte Fotos ohne Kamera geschaffen werden – Fotogramme.
Zielgruppe:
Zeiten:
Kursleiter:

Schüler*innen der 4. – 6. Klasse
nach Vereinbarung, zwei bis drei Termine
Toralf Albrecht

Offene Kurse am Nachmittag
Trickfilm mit chinesischer Kalligraphie
Wir laden dich ein, eine Reise durch ein Fantasieland aus chinesischen Schriftzeichen zu
machen und daraus einen Trickfilm zu basteln. Mit vielen unterhaltsamen Spielen lernen wir
einige chinesische Schriftzeichen kennen. Dabei erfährst du auch etwas über die chinesische Kultur und wie man in China heute lebt. Tusche, Pinsel und Reispapier sind die neuen
Instrumente für Deine Kunstwerke. Mit Computerprogrammen zur digitalen Bildbearbeitung
wie Photoshop und Media Movie Maker lassen wir die Schriftzeichen tanzen, ein fantastischer Trickfilm entsteht.
Zielgruppe:
Zeiten:
Kosten:
Anmeldung:
Kursleiterin:

Kinder ab 3. Klasse
Donnerstag, 15:00 – 17:00 Uhr
3 Euro/ Monat Materialkostenzuschuss
0179 3206866 oder www.juks-mitte.de
Shuang Wu

Erfinder Werkstatt
Technik verstehen und neu gestalten
Wir nehmen spannende Objekte des alltäglichen Lebens auseinander und lernen, wie sie im
Detail funktionieren und wer dahinter steckt. Dann nutzen wir Teile dieser Objekte für unsere
eigenen Bauprojekte, die aus unserer Fantasie oder nach bewährten Anleitungen entstehen.
Wir schrauben, sägen, löten, messen, recherchieren, zeichnen, bauen und dokumentieren
wie die großen Erfinder.
Zielgruppe:
Zeiten:
Kosten:
Anmeldung:
Kursleiter:

Kinder ab 5. Klasse
Montag, 16:00 – 18:00 Uhr
3 Euro/ Monat Materialkostenzuschuss
contact@phelimburgess.com oder www.juks-mitte.de
Phelim Burgess

>>23

Mode Academy
Für Kleidung und andere Objekte aus Stoff
•
•
•
•
•
•

Zeichnen
arbeiten an der Schneiderpuppe
Stoffbearbeitung
Schnittmuster herstellen
Nähen
Styling

Zielgruppe:
Zeiten:
Kosten:
Kursleiterin:

Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren
Dienstag, 16:00 – 18:00 Uhr
3 Euro/ Monat Materialkostenzuschuss
Cynthia Bohner

Offenes Atelier
portweb2Im offenen Atelier werden die individuellen künstlerischen Ansätze der Jugendlichen vom Zeichnen, Malen bis zum Modellieren gefördert. Wichtig ist der bewusste experimentelle Umgang mit Form, Medium und Inhalt. Durch Ausstellungsbesuche werden historische und zeitgenössische Denkweisen erforscht.
Bei einer Mappenerstellung wird gerne beraten und bei der Strukturierung geholfen.
Zielgruppe:
Zeiten:
Kosten:
Anmeldung:
Kursleiterin:

Jugendliche und junge Erwachsene ab 14 Jahren
Donnerstag, 18:00 – 20:00 Uhr
3 Euro/ Monat Materialkostenzuschuss
030 – 69226530 oder www.juks-mitte.de
Heike Hamann

Abendkurs Fotographie
•
Kennenlernen der Kameratechnik
•
Grundlagen der Bildgestaltung, Lichtführung
•
Fotografieren zu freien und vereinbarten Themen
•
Entwickeln von s/w-Filmen und Vergrößern der Negative im Fotolabor
•
experimentelle Möglichkeiten der Positivbearbeitung
•
3D-Fotografie
•
Beschäftigung mit dem Werk wegweisender Fotografen und der Rolle der Fotografie
in der Bildenden Kunst
•
Siebdruck auf der Basis fotografischer Vorlagen
Zielgruppe:
Zeiten:
Kosten:
Kursleiter:

Jugendliche und junge Erwachsene ab 15 Jahren
Freitag, 18:00 – 20:00 Uhr
3 Euro/ Monat Materialkostenzuschuss
Toralf Albrecht

Ferienangebote
Die Jugendkunstschule Mitte hat ebenfalls umfangreiche Ferienangebote.
Winterferien 2016
Werkstatt 1: Analoge Fotografie
Was macht ihr? Ihr werdet mit der Spiegelreflexkamera fotografieren und die Bilder in der
Dunkelkammer entwickeln. Ihr lernt die Kameratechniken und die Möglichkeiten der Aufnahmegestaltung kennen, entwickelt die Filme selber, lernt die Labortechnik kennen und die
positive Bildbearbeitung im analogen Bereich.
Zielgruppe:

Jugendliche und junge Erwachsene ab 14 Jahren
>>24

Zeiten:
Kosten:
Anmeldung:
Kursleiter:

Dienstag, 2.2.16 bis Freitag, 5.2.16, 10:00 – 14:00 Uhr
5 Euro Materialkostenzuschuss
01639659226 oder www.juks-mitte.de
Toralf Albrecht

Werkstatt 2: Die Erfinderwerkstatt
Roboter selber bauen… Aus altem, kaputtem Spielzeug und Haushaltsgeräten spannende
Roboter bauen. Wir bauen Altes auseinander und lassen uns davon für unsere Eigenkreationen inspirieren. Zu einem tollen Roboter gehören Bewegung, Interaktion und Gestalt. Neben
Mechanik und Elektronik geben wir unseren Robotern Gesichter, Haare und Kleidung.
Bitte Federmappe mit Buntstiften und einen Block sowie alles, was nicht mehr funktioniert
oder nicht mehr gebraucht wird, vom ferngesteuerten Auto bis zum Schminkkopf, mitbringen.
Zielgruppe:
Zeiten:
Kosten:
Anmeldung:
Kursleiter:

Kinder ab 11 Jahren
Montag, den 1.2. bis Donnerstag, den 4.2, 16:00 – 18:00 Uhr
5 Euro Materialkostenzuschuss
01799287992 oder www.juks-mitte.de
Phelim Burgess

Werkstatt 3: Zeichnen, Malen und Modellieren
Tiere malen, zeichnen und modellieren. Wir gehen jeweils einen Tag in den Zoo und ins Naturkundemuseum. Es kann ansonsten frei gearbeitet werden. Es gibt auch gerne Bewerbungsmappenberatung. Die Zielgruppe sind Jugendliche und junge Erwachsene, die evtl. ein
künstlerisches Studium anstreben oder einfach Freude am kreativen Arbeiten haben.
Zielgruppe:
Zeiten:
Kosten:
Anmeldung:
Kursleiterin:

Jugendliche und junge Erwachsene ab 14 Jahren
Montag, den 1.2. bis Donnerstag, den 4.2, 16:00 – 20:00 Uhr
5 Euro Materialkostenzuschuss
01799207155 oder www.juks-mitte.de
Heike Hamann

Werkstatt 4: Modedesign
Eine kuschelige Pyjamahose nähen wir, lernen Schnittmuster, Stoff- und Materialeinkauf und
Nähdetails kennen. Das Schnittmuster, den Stoff und deine Materialien für deine Hose bestimmst und kaufst du selbst. Vergiss nicht deine BVG Monatskarte oder (mehrere) BVGScheine und eine Erlaubnis deiner Eltern mitzubringen, so dass wir direkt am ersten Tag in
einen Stoffladen fahren können.
Zielgruppe:
Zeiten:
Kosten:
Anmeldung:
Kursleiterin:

Kinder ab 10 Jahren
Montag, den 1.2. bis Donnerstag, den 4.2, 10:00 – 14:00 Uhr
ca. 25 Euro Materialkostenzuschuss
01796510661 oder www.juks-mitte.de
Cynthia Bohner

Werkstatt 5: Offenes Atelier
Freies Arbeiten (Zeichnen, Malen, Modellieren) und Kunstgucken.
Zielgruppe:
Zeiten:
Ablauf:

Kosten:
Anmeldung:
Kursleiterin:

Jugendliche und junge Erwachsene ab 14 Jahren
Montag, den 1.2. bis Donnerstag, den 4.2, 16:00 – 20:00 Uhr
Montag und Mittwoch: freies Arbeiten im Atelier und Mappenberatung
Dienstag: Zeichnen im Naturkundemuseum (Eintritt 3 Euro)
Donnerstag: Zeichnen in der Gemäldegalerie und Besuch der Ausstellung
„Double Vision“: Albrecht Dürer & William Kentridge im Kupferstichkabinett
(für Schüler kostenlos, 4 € ermäßigt, 8 € total)
5 Euro Materialkostenzuschuss
01799207155 oder www.juks-mitte.de
Heike Hamann
>>25

Junge Kunst Mitte | Farbklang – Atelier für Kinder und Andere

Auguststraße 21, 10117 Berlin
Leiterin: Ulrike Stöhring
Telefon: (030) 28 88 44 31
E-Mail: ulrike.stoehring@kultur-mitte.de

Farbklang ist eine Einrichtung für Vorschulkinder, Grundschulkinder und Menschen mit geistigen und/oder körperlichen Handycaps; der Arbeitsschwerpunkt liegt auf Bildnerisches Gestalten und dem Vermitteln von Gruppenerlebnissen.
Konsequent inklusorisch ist unser Angebot für Kinder und für junge Erwachsene. Die Werkstatt für junge, erwachsene, behinderte Menschen mit künstlerischer Begabung soll weiter
ausgebaut werden. Wir beteiligen uns außerdem an dem Programm "Künste öffnen Welten",
in Zusammenarbeit mit dem Weinmeisterhaus und der Jugendkunstschule Mitte. Wir bemühen uns intensiv um die Zusammenarbeit mit Flüchtlingsinitiativen, um geflüchteten Menschen Zugang zu kreativer Beschäftigung zu verschaffen.
Angebote am Vormittag
•
Malen & Musik für Vorschulkinder
Kinder malen an Staffeleien stehend mit Gouache auf großem Papier zu einem Thema aus
ihrer Lebenswelt. Erste Techniken werden erlernt, Farben und Mischungen erprobt. Der ganze Körper wird mit allen Sinnen gefordert und mit einbezogen.
Kinder musizieren in der Gruppe auf kindgerechten Instrumenten, probieren ihre Stimme und
ihre Fähigkeit zu Rhythmischer Bewegung aus.
Sie erfahren in der Kombination Malen & Musik sich selbst als schöpferische Wesen und
darüber den Zusammenhang zwischen den Kunstsparten
Zielgruppe:
Ort:
Zeiten:
Kosten:
Kursleiterin:

Kitakinder zwischen 3 und 6 Jahren
Malatelier und Musikraum, gleichzeitig bei geteilter Gruppe
4 x wöchentlich, (1 x pro Gruppe, 10:00 – 12:00 Uhr, 6 – 8 Wochen)
entgeltfrei
Agnes Sioda de Vito, bildende Künstlerin, Alvaro R. Gracia, Pianist

•
Malen & Keramik für Vorschulkinder
Kinder nähern sich dem ältesten Werkstoff der Menschheit, dem Ton, gemeinsam an. Plastisches Gestalten ist eine Herausforderung und ein das Selbstbewusstsein förderndes Erlebnis.
Kinder malen an Staffeleien stehend mit Gouache auf großem Papier zu einem Thema aus
ihrer Lebenswelt. Erste Techniken werden erlernt, Farben und Mischungen erprobt. Der ganze Körper wird mit allen Sinnen gefordert und einbezogen. Sie erfahren in der Kombination
Keramik & Musik sich selbst als schöpferische Wesen und darüber die fließenden Grenzen
zwischen Kunst und Handwerk.
Zielgruppe:
Ort:
Zeiten:
Kosten:
Kursleiterin:

Kitakinder zwischen 3 und 6 Jahren
Malatelier und Keramikraum, gleichzeitig bei geteilter Gruppe
1 x wöchentlich, (1 x pro Gruppe, 10:00 – 12:00 Uhr, 6 – 8 Wochen)
entgeltfrei
Ulrike Stöhring, Kunsttherapeutin, Jörg Kinzelmann Keramiker
>>26

Angebote am Nachmittag
•
Malen für die Kleinsten
Das Angebot bietet eine erste Möglichkeit für kleine Kinder, sich mit Farbe, Stiften und Ton
auszuprobieren, den Werkstoff kennenzulernen und mit ihren Eltern zusammen kreativ zu
sein. Andersbegabte und körperlich und/oder geistig behinderte Kinder malen und gestalten
gemeinsam mit allen anderen und erleben sich und die Freude am Malen in einer kleinen
Gruppe ohne jeden Leistungsdruck.
Zielgruppe:
Ort:
Zeiten:
Kosten:
Kursleiterin:

Kinder ab 2 Jahren
Malatelier
Montag, 16:00 – 17:00 und Donnerstag, 16:30 – 17:30 Uhr, fortlaufend
entgeltfrei
Ulrike Stöhring, Kunsttherapeutin

•
Keramikkurs
Der Keramikkurs bietet die kreative Auseinandersetzung mit dem Material Ton, wobei bei
uns der Schwerpunkt nicht auf dem Töpfern von Gefäßen o.ä. liegt, sondern dem Plastisieren und dem Gestaltungsprozess von der Idee bis zu der gebrannten, bemalten und glasierten Figur.
Zielgruppe:
Ort:
Zeiten:
Kosten:
Kursleiter:

Kinder ab 5 Jahren
Keramikatelier
Dienstag und Donnerstag, 16:00 – 18:00 Uhr, fortlaufend
entgeltfrei
Jörg Kinzelmann Keramiker

•
Malen und Zeichnen
Bei diesem Kurs handelt es sich um einen Klassiker: die Kinder erschließen sich die Welt der
Kunst, der eigenen Kreativität, sie lernen Techniken bildnerischen Gestaltens und sowohl
allein, als auch in der Gruppe zu arbeiten. Die Kursteilnehmer*innen schlagen Themen vor
besprechen diese mit der Künstlerin, zum Thema passend wir die Technik gewählt und erlernt.
Zielgruppe:
Ort:
Zeiten:
Kosten:
Kursleiterin:

Kinder ab 10 Jahren
Malatelier
Mittwoch, 16:30 – 18:00 Uhr, fortlaufend
entgeltfrei
Mathias Deutsch, bildender Künstler

•
Therapiebegleitendes Malen
Kinder mit psychischen, sozialen, körperlichen und/oder geistigen Beeinträchtigungen finden
hier einen geschützten und dennoch nicht abgetrennten Raum für ihre kreative Entfaltung. In
Zusammenarbeit mit der Erziehungsberatungsstelle Mitte, Einzelfallhelfern und Eltern wird
nach einem individuell auf jedes Kind eingestellten Plan einzeln oder in kleinen Gruppen gearbeitet. In diesen Gruppen gibt es gehörlose Kursteilnehmer*innen ebenso wie Jugendliche
mit Down-Syndrom und Mehrfachbehinderung. Gleichzeitig findet sich hier großes künstlerisches Potenzial, das wir fördern.
Zielgruppe:
Ort:
Zeiten:
Kosten:
Kursleiterin:

Kinder ab 8 Jahren, s.o., junge Erwachsene mit Behinderung
nach Absprache
Malatelier
Dienstag, 15:30 – 16:30 Uhr; Mittwoch, 15:00 – 16:00 Uhr
und Donnerstag, 15:30 – 16:30 Uhr
entgeltfrei
Ulrike Stöhring, Kunsttherapeutin
>>27

Angebote am Wochenende
In regelmäßigen Abständen bieten wir Familiennachmittage im Keramikatelier an.
Termine bitte telefonisch erfragen!
Angebote in den Ferien
Wir bieten in den Oster-Sommer-und Herbstferien Projekte für jüngere Schulkinder an.
Es wird 2016 vier Ausstellungen mit Arbeiten von Kindern und jungen Erwachsenen geben.

Kultureller Bildungsverbund Pankstraße

Postanschrift: Amt für Weiterbildung und Kultur,
BiKu 4 100, Mathilde-Jacob-Platz 1, 10551 Berlin
Koordinierung/Fachliche Planung: Carola Tinius
Telefon: (030) 9018 33486
E-Mail: carola.tinius@ba-mitte.berlin.de

Seit Gründung des Kulturellen Bildungsverbundes Pankstraße im Herbst 2010 ist aus dem
Bestreben eine enge Zusammenarbeit der Kitas, Grund- und Oberschulen mit den beteiligten
Fachämtern zu entwickeln, ein Verbund entstanden, der über die kulturelle Bildung hinaus
ein neues Niveau in der Zusammenarbeit und Qualitätsentwicklung geschaffen hat. Neben
der strukturellen Implementierung kulturell-künstlerischer Bildungsangebote, mit den
Schwerpunkten Darstellendes Spiel, Musik und Tanz in den beteiligten Einrichtungen, ist
eine enge Zusammenarbeit von Erziehern und Lehrern entstanden. Einrichtungsübergreifende Unterrichts- und Ferienangebote, gemeinsame Weiterbildungen für Erzieher und Lehrer
und die ständige Weiterentwicklung der Zusammenarbeit sind die Basis des Kulturellen Bildungsverbundes Pankstraße.
Die im Bildungsverbund aufgebauten und vor allem den Übergang begleitenden Projekte
sind inzwischen fester Bestandteil der Kitas und Schulen. So werden alle Vorschulkinder mit
Musik, Tanz, Theater und gezielter Sprachförderung auf die Einschulung vorbereitet.
An den Grundschulen ist Tanz und Theater fester Bestandteil des Unterrichts und in der
Oberschule werden alle Schüler der 7. Klassen mit einer Theaterprojektwoche empfangen, in
der sich die Schüler kennenlernen und möglichst schnell Ängste und Vorurteile im Umgang
miteinander abbauen.
Ergänzt werden die Angebote des Darstellenden Spiels durch die Sprachförderangebote der
Bibliotheken, der Projektwochen zur Berufsorientierung in künstlerischen Arbeitsfeldern
durch die VHS und die begleitenden Angebote zur musikalischen Frühförderung der Musikschule.
Ziel ist die kontinuierliche und abgestimmte Förderung der Schüler während ihres gesamten
Bildungsweges mittels künstlerischer Angebote. Dabei stehen die Sprachförderung, Sozialkompetenz und die Entwicklung der kreativen Potenziale im Vordergrund.
In allen Einrichtungen gibt es Kulturverantwortliche, die in ihren regelmäßigen Treffen die
verschiedenen Kooperationsinhalte besprechen, gemeinsame Projekte planen und langfristige Bildungsvereinbarungen treffen. Sie alle dienen dem Ziel, die Bildungschancen der Kinder und Jugendlichen durch abgestimmte kulturelle Bildungsangebote zu verbessern.
>>28

Über 1000 Kita-Kinder, Grund- und Oberschüler werden jährlich über die Theater-, Tanzund Sprachförderangebote, die Programme zur Berufsorientierung oder die Ferienschule
erreicht. Weitere 390 Schüler nehmen darüber hinaus die ergänzenden Angebote der musikalischen Frühförderung wahr.

Kultureller Bildungsverbund Parkviertel

Postanschrift: Amt für Weiterbildung und Kultur,
BiKu 4 100, Mathilde-Jacob-Platz 1, 10551 Berlin
Koordinierung/Fachliche Planung: Carola Tinius
Telefon: (030) 9018 334 86
E-Mail: carola.tinius@ba-mitte.berlin.de

Seit Gründung des Kulturellen Bildungsverbundes Parkviertel im Herbst 2011 ist es den Kooperationspartnern gelungen, kulturelle Bildungsangebote mit dem Schwerpunkt Theater,
Tanz und Musik in den beteiligten Einrichtungen zu verankern und eine nachhaltige und
dauerhafte Kooperationsbeziehung zwischen Kulturinstitution, kommunaler Kulturverwaltung
und den Schulen und Kindertagesstätten herzustellen. Die künstlerische (Theater-) Arbeit
wurde in allen beteiligten Einrichtungen weiter etabliert und verankert, um die Bildungsübergänge von der Kita in die Grundschule und von der Grund- in die Oberschule kreativ zu begleiten.
Es gab aber auch Entwicklungen wie das Ausscheiden des Atze-Musiktheaters aus dem
Bildungsverbund (der Förderverein Musiktheater Atze will seine Mitgliedschaft ruhen lassen)
und personelle Veränderungen in den Einrichtungen, die eine Neufindung und Neuorientierung der beteiligten Kooperationspartner notwendig machten. So konnte z.B. das Haus der
Jugend am Nauener Platz als neuer Partner im Bildungsverbund für die Zusammenarbeit
gewonnen werden.
Sowohl die Stärkung der individuellen, kulturellen und sozialen Kompetenzen der an den
Projekten beteiligten Kinder und Jugendlichen als auch die Weiterentwicklung bereits bestehender Kooperationen zwischen den Einrichtungen und das Ausloten und Anschieben neuer
Möglichkeiten für einen alters- und kulturübergreifenden Austausch und eine zukunftsorientierte Zusammenarbeit stehen im Zentrum der Projektvorhaben.
Neben der Fortführung künstlerischer Projektarbeit werden zukünftig weiterhin vor allem
einrichtungsübergreifende Projekte Schwerpunkt der Planung sein. So planen z.B. für das
Jahr 2016 die Kita Sonnenblume, die Gottfried-Röhl-GS und Tone Eriksen (Theaterpädagogin) die Fortsetzung ihrer Zusammenarbeit zum Thema „Afrika“; die RoKokids/ Schillerparkkita möchten mit der Anna-Lindh-Schule und der Theaterpädagogin Uta Thomsen zusammenarbeiten und die Ernst-Schering-Schule plant ein Kooperationsprojekt mit Todd Fletcher
und Kathlyn Pope zur Erarbeitung eines Musicals, das Sprache, Musik, Tanz und Theater
verbindet und an welchem Schüler des 7. Jahrgangs der Willkommensklassen, der Regelklassen sowie Schüler der Möwensee GS beteiligt sind.
Weitere geplante Projekte und Präsentationen in den beteiligten Kitas und Schulen sowie der
regelmäßige Austausch vertiefen den Verbundgedanken.
Durch zusätzliche Unterstützung, finanziert aus dem Netzwerkfonds, sind die Überarbeitung
der Homepage und ein Informationsflyer für den Bildungsverbund geplant.
>>29

Impressum
Herausgeber
Bezirksamt Mitte von Berlin
Abteilung Weiterbildung, Kultur, Natur, Umwelt und Naturschutz
Bezirksstadträtin Sabine Weißler

Amt für Weiterbildung und Kultur
Amtsleiter Michael Weiß

Fachbereich Kunst und Kultur
Dr. Ute Müller-Tischler

Redaktion und Lektorat
Bernd Mannhardt

Projektleitung
Bernd Mannhardt

Mitarbeit
Alexander Rohde

Druck
Bezirksamt Mitte von Berlin,
Vervielfältigungsstelle
Redaktionsschluss: Dezember 2015
Änderungen vorbehalten!

>>30
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.