4. Bank- und Industrie-Adel. 231
wurden vielfach bestehende Bankfirmen der Groß—
bank einverleibt und als deren Filiale fortgeführt.
(Die nachfolgenden Angaben sind zum Teile dem
vorzüglichen Buche: Rießer, Zur Entwicklungs—
geschichte der deutschen Großbanken, Berlin 1905,
2. Aufl. 1906, 3. Aufl. in Vorbereitung, entnommen).
Hierzu traten Interessengemeinschaften durch
Aktienaustausch, wie jene der Deutschen Bank
mit der Bergisch-Märkischen Bank (1897), dem
Schlesischen Bankverein, der Hannoverschen Bank
und andere.
Von besonderer Bedeutsamkeit ist es, daß die
deutschen Großbanken engere Beziehungen zum Aus—
lande durch Begründung ausländischer Finanz—
institute geschaffen haben.
So hat die Disconto-Gesellschaft 1880 an der
Rekonstruktion der Deutschen Handels- und Plantagen-
gesellschaft der Südsee-Inseln mitgewirkt, 1883 bis
1887 an der Errichtung der Neuguinea-Kompagnie,
1887 die Brasilianische Bank für Deutschland mit—
begründet und 1895 die Bank für Chile und
Deutschland. 1897 errichtete die Disconto-Gesell—
schaft die Banca Géenerala Romana in Bukarest.
Die Deutsche Bank hat, abgesehen von ihren
Filialen in Deutschland, auch in London eigene
Filiale. Am Minengeschäft ist sie seit Beginn der
dOer Jahre beteiligt durch die, in ihren Erfolgen