Publication:
1983
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-9520977
Path:

Abgeordnetenhaus von Berlin - 9. Wahlperiode
55. Sitzung vom 8. Dezember 1983
■r
(A)
(B)
Präsident Rebsch
Wir kommen dann zur Abstimmung über die Einzelpläne 07,
37 und 40 unter Berücksichtigung der Änderungen gemäß
Drucksache 9/1451 sowie der Sachbeschlüsse nach Druck
sache 9/1450. Wer hier seine Zustimmung zu geben wünscht,
den bitte ich um das Handzeichen. - Gegenprobe! - Dann ist
das so beschlossen.
Ich rufe auf
Einzelplan 08 - Wissenschaft und
Forschung -
hierzu:
1. Betragliche Änderungen des Hauptausschusses
nach Drucksache 9/1451
2. Änderungen des Hauptausschusses zum Stellen
plan nach Drucksache 9/1451
3. Sachbeschlüsse des Hauptausschusses nach
Drucksache 9/1450, Nrn. 11 und 12.
Im Sachbeschluß Nr. 12 Buchst, g) muß im ersten
Absatz der Klammerzusatz lauten: (siehe Beschluß
Nr. 35)
4. Änderungsantrag Nr. 4 der AL-Fraktion
Der Haushaltsplanentwurf 1984 wird wie folgt geändert:
Einzelplan 08
Kapitel
Bezeichnung
bisher
hinzu treten
neu
Titel
DM
DM
DM
08 75
TFH
427 01
Aufwendungen für
freie Mitarbeiter
2 046 000
550 000
2 596 000
08 76
FHW
427 01
Aufwendungen für
freie Mitarbeiter
574 000
13 000
587000
08 77
FHSS
427 01
Aufwendungen für
freie Mitarbeiter
540 000
13 000
553000
08 90
Leistungen an die
Universitäten
und Hochschulen
68518
Zuschuß für
konsumtive Zwecke
an das Klinikum
Steglitz
106650000
2 550 000
109 200 000
68519
Zuschuß für
konsumtive Zwecke
an das Klinikum
Charlottenburg
122927000
3 350 000
126 277 000
685 20
Zuschuß an die FU
für konsumtive
Zwecke
477 864 000
6 200000
484 064 000
685 21
Zuschuß an die TU
für konsumtive
Zwecke
392438000
3400 000
395 838 000
68562
Zuschuß an die HdK
für konsumtive
Zwecke
73 941 000
600 000
74 541 000
Auf die Kürzung von 15 Mio DM bei den Zuschüssen für konsumtive
Zwecke bis 1987 für die Hochschulen wird verzichtet Personalüber
hanglisten brauchen nicht erstellt werden.
685 78 Zuschüsse an die
FU, TU. HdK zur
Finanzierung des
Personalüberhangs 15 000 000 -15 000 000 -
685 79 Zuschüsse an die
FU. TU. HdK für
Graduiertenförderung - 4 000 000 4 000000
(Sperrvermerk bis eine
gesetzliche Grundlage
vorhanden ist)
5. Änderungsantrag Nr. 4 der SPD-Fraktion (C)
Die Beschlußempfehlung des Hauptausschusses vom
21. November 1983 - Drucksache 9/1451 - wird wie folgt
geändert:
Betragliche Änderungen
Lfd. Kapitel
Bezeichnung bisher
hinzu treten neu
Nr. Titel
DM
DM DM
4) 08 90
Leistungen für
die Universitäten
und Hochschulen
685 20
Zuschüsse an die
Freie Universität
für sonstige
konsumtive
Zwecke 477 864 000
2100 000 479 964 000
Wird das Wort gewünscht? - Herr Sehr, bitte, Sie haben das
Wort
Behr (AL): Meine Damen und Herren. Herr Kewenig ist eine
ganz andere Persönlichkeit als Frau Laurien.
[Gelächter und Heiterkeit sowie Beifall
bei allen Fraktionen]
Bei ihm ist es sehr schwer, in der Hochschulpolitik Konturen zu
erkennen. Es ist oft wie ein Gang durch den Nebel, bei dem man
dann den Eindruck hat es sind zwischen den Bäumen irgend
welche Schnüre gespannt, über die man stolpert. Es fehlt oft
der Gegner mit dem offenen Visier. Die Mittel, die Herr Kewenig
anwendet, laufen - so muß man es leider oft empfinden - unter
der Gürtellinie. Wir haben dazu eine Menge Beispiele erlebt. Ich
möchte mich nur auf meinen Erfahrungsbereich beschränken, (D)
der erst seit dem Sommer vorliegt, auf die Handhabung etwa
des Problems der zweiten Kanzlerstelle der FU - ich hatte ge
rade gestern darüber gesprochen -, wo deutlich zu erkennen
war, daß durch den Trick der Einrichtung einer zweiten Kanzler
stelle Politik gemacht werden sollte. Und dann haben wir auch
noch die permanente Auseinandersetzung an der Fachhoch
schule für Wirtschaft. Ich will das aber jetzt nicht vertiefen.
Es hätte mich wirklich gereizt, eine Auseinandersetzung mit
einer Konzeption zu führen. Es geht soweit, daß in Kreisen, die
der AL nahestehen, Zweifel bestehen, ob das eigentlich eine
ganz undurchdachte, vordergründige Politik ist oder ob das viel
leicht - wie andere meinen - eine ganz unerhört raffinierte Poli
tik ist, bei der eben die Konturen so schwer zu erkennen sind
und es damit auch die Gegner von Herrn Kewenig so schwer
haben, sich auf ganz bestimmte Konzeptionen einzuschießen.
[Dr. Lehmann-Brauns (CDU): Sind Sie ein Gegner?]
- Von Herrn Kewenig? Ja!
Zu der Konzeption: Ich führe es darauf zurück, daß auch in
der CDU zwei verschiedene Strömungen sind, nämlich die eine,
die sicherlich die Konzeption vertritt: Wir brauchen so schnell
wie möglich für wenig Geld fachlich ausgebildete Leute, die in
der Gesellschaft funktionieren, und die andere Konzeption, die
sich - ich möchte es einmal vereinfacht sagen - an eine klas
sische Bildungskonzeption anlehnt. Ich sage ganz offen, daß
diese Konzeption mir näher steht Ich bin weitgehend Vertreter
einer klassischen Bildungskonzeption, wenn damit gemeint ist,
den Menschen zum bewußt urteilenden Bürger zu erziehen.
Leider unterscheide ich mich darin von der CDU, daß ich
meine, diese Bildungsaufgabe haben wir immer, und die be
ginnt schon beim Kind. Ich fürchte - ich habe Aufsätze von
Herrn Kewenig gelesen, in denen sich auch deutlich eine Kon
zeption von ihm zeigt -, in seiner Hochschulpolitik vertritt er
doch offenbar die Vorstellung, die Hochschule quer zu spalten,
zunächst einmal einige Semester durchzuführen, in denen eine
3403
Top of page

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.