Publication:
1982
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-9497397
Path:

35 bgeordnetenhaus von Berlin - 9. Wahlperiode
14. Sitzung vom 22. Januar 1982
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>nDir Schirmer
, ei ,g und Pflugeinsätzen eine erträgliche Verkehrsbedingung her-
islellen. Eine ausreichende Sicherung des öffentlichen Perso-
(j! .n-Nahverkehrs ist allerdings nur gegeben, wenn gelegentlich
(j, itstehendes Glatteis durch gezielten Einsatz von Streusalz be-
mpft wird. Schwierigkeiten entstehen zuweilen bei Omnibus-
ältestelien. an denen sich durch die häufigen Brems- und An-
a[ hrvorgänge Glatteis bilden kann. Ein vermehrtes Streuen ist
S r erforderlich,
ei
lAuf festgefahrener Schneedecke wird das Granulat vom rollen-
jn Verkehr schnell in die Randstreifen verdrängt, so daß auch
ai er ein vermehrtes Nachstreuen erforderlich ist. Auch Granulat
111 mn - ebenso wie andere Streumittel - Fahrzeuge im Straßen-
; ' c irkehr von unten, aber auch von vorn und von der Seite beschä
men. Diese Gefahr ist allerdings nach bisher vorliegenden Er-
jrntnissen geringer als bei scharfkantigem Splitt.
;Zur Einsammlung: Da sowohl im Winterdienst als auch für die
eseitigung der Verschmutzung in Folge des Winterdienstes die
6[ evier- bzw. Einzelreinigung aufgegeben werden muß und zur
(j, jlonnenreinigung übergegangen wird, kann z.Zt. eine kilome-
ji| mäßige Aussage - wie sie erwünscht wird - über die Einsamm-
u j ngsflächen nicht gegeben werden. Ich kann aber die Kubikme-
!n rzahlen ungefähr nennen: Auf Fahrbahnen und Gehwegen wur-
, e ;n bisher etwa 4000 Kubikmeter Granulat aufgenommen, die
»rzeit zur Wiederaufbereitung gelagert werden. Insgesamt aus-
n: sbracht worden sind bisher 53 000 Kubikmeter, so daß man eine
! igefähre Relation sehen kann.
iIn einem geringeren Umfang war das Granulat so wenig verun-
is iinigt, insbesondere soweit es von großen Straßen mit weniger
^ nliegerbereich aufgenommen wurde, daß es sofort wiederver
endet werden konnte. Da die entsprechenden Entscheidungen
2; ber immer vor Ort getroffen werden und nicht zentral gesteuert
l a erden können, ist eine genaue Mengenangabe über das einge-
e i jmmelte und wiederverwendete Granulat derzeit noch nicht
Fa löglich.
Präsident Rebsch: Das Wort hat zu einer Zusatzfrage der Ab-
pordnete Buwitt.
Buwitt (CDU): Herr Senatsdirektor, glauben Sie, daß bei Aus-
phöpfung aller Möglichkeiten, die der BSR zur Verfügung ste
ifen, die Stadt sich in dem Bild präsentieren müßte, wie wir es
;.Zt. hier vorfinden?
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3i |
ila | Präsident Rebsch: Zur Beantwortung Herr Senatsdirektor
zi jchirmer.
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jk | Schirmer, Senatsdirektor in der Senatsverwaltung für Arbeit
im jhd Betriebe: Die BSR ist derzeit in der Schwierigkeit, daß die
Öemperaluren sehr weit unter dem Gefrierpunkt liegen, vielleicht
|ndert sich das heute. Bei sehr tiefliegenden Temperaturen kann
Sit den Kehrmaschinen nicht aufgesammelt werden, weil das
Iji «Jfgesammelte Gut durch die Feuchtigkeit, die in der Luft ist und
ach in dem Gut auch ansammelt, in dem Gerät gefriert. Dadurch
püßten mühselige Entladevorgänge in geheizten Hallen durch-
61 pührt werden, um das Eingesammelte überhaupt wieder loszu
erden. Unter diesen Umständen kann maschinell keine große
ie ufsammelleistung derzeit erbracht werden. Wenn die Tempera-
Iren wieder über dem Gefrierpunkt liegen, wird sicherlich sehr
iel mehr eingesammelt werden können. Und ich glaube, daß
> e arm wieder das Stadtbild wesentlich besser aussehen wird. Wir
Ind da flexibel, daß hinterher dann auch Schwerpunktaktionen
urchgeführt werden.
^ | Präsident Rebsch: Zu einer weiteren Zusatzfrage hat das Wort
e J |err Abgeordneter Buwitt,
I Buwitt (CDU): Herr Senatsdirektor, mit anderen Worten: Glau-
len Sie, daß alles Mögliche beim besten Willen durch die BSR
lemacht wird? Ich meine, es ist völlig klar, daß, wenn die Maschi-
3ii ten nicht benutzt werden können, man andere Wege gehen müß-
jii e. Aber Sie glauben, daß hier alle möglichen Wege ausgeschöpft
>u worden sind?
Präsident Rebsch: Zur Beantwortung Herr Senatsdirektor (C)
Schirmer!
Schirmer, Senatsdirektor in der Senatsverwaltung für Arbeit
und Betriebe: Es ist schwer, eine solche Frage uneingeschränkt
mit Ja zu beantworten. Wir als zuständige aufsichtsführende Ver
waltung sind jedenfalls bemüht, in diesen Fragen immer das Opti
male zu erreichen. Unter den gegebenen Umständen würde ich
diese Frage mit Ja beantworten.
Präsident Rebsch: Das Wort zu einer weiteren Zusatzfrage hat
der Abgeordnete Müller.
Müller (CDU): Herr Senatsdirektor, welche Erfahrungen haben
Sie speziell an Kreuzungen, wo durch Abbrems- und Anfahrvor
gänge ja ähnlich wie an Bushaltestellen auch Glatteisbildung
entsteht, in diesem Winter mit dem Granulat gemacht?
Präsident Rebsch: Zur Beantwortung Herr Senatsdirektor.
Schirmer, Senatsdirektor in der Senatsverwaltung für Arbeit
und Betriebe: Die Granuiatstreuung hat in der Tat an den Stra
ßenkreuzungen gewisse Probleme gebracht. Auch da ist das
Phänomen zu beobachten, daß durch das An- und Abfahren die
Schneedecke sehr stark gedrückt wird und Eis entsteht. Auf
diesem Eis, das hat sich in der Tat gezeigt, sind sichere Brems
vorgänge nicht durchzuführen. Insofern haben wir durch verant
wortungsvolle Anwendung der gegebenen rechtlichen Vorschrif
ten an diesen Stellen auch gezielt Salz zum Einsatz gebracht,
was eine merkliche Verbesserung für die Verkehrsbedingungen
gebracht hat.
Präsident Rebsch: Nächste Zusatzfrage Herr Abgeordneter
Giesel.
Giesel (CDU): Herr Senatsdirektor, teilt der Senat meine Be
sorgnis, daß Mitarbeiter der BSR überfordert sein könnten, wenn (D)
sie beim Reinigen von Fußwegen Mühe haben, mit den Besen nur
den Unrat wegzukehren und zu vermeiden, Granulat beiseite zu
fegen, oder könnte man eventuell diese Mitarbeiter an anderer
Stelle zum Wegtransportieren von Granulat einsetzen - auch mit
tels der Besen?
Präsident Rebsch: Herr Senatsdirektor!
Schirmer, Senatsdirektor in der Senatsverwaltung für Arbeit
und Betriebe: Es ist sehr schwierig, eine optimale Form der
Schmutzbeseitigung in einer solchen Situation zu finden. Selbst
verständlich kann es nicht sinnvoll sein, nun gezielt zu separieren
zwischen normalem Schmutz und Granulat. Man wird also in er
ster Linie den normalen Schmutz angehen müssen und sofern in
diesem Zusammenhang auch Granulat mitgenommen wird, dann
sollte man daraus kein schlimmes Ereignis machen. Ich glaube,
man sollte in keinem Fall das Aufnehmen des normalen Schmut
zes einstellen, um an anderer Stelle Granulat einzusammeln.
Das, glaube ich, wäre auch nicht im Interesse derjenigen, die sich
um eine reine Stadt bemühen.
Präsident Rebsch: Nächste Zusatzfrage, Herr Abgeordneter Dr.
Mahlo!
Dr. Mahlo (CDU): Herr Senatsdirektor, halten Sie die Erklärun
gen, die Sie auf die Fragen von Herrn Buwitt gegeben haben,
auch für ausreichend, um zu begründen, daß über einen Monat
nach dem letzten Schnee die totale Verschmutzung des Kurfür
stendamms, der von Auswärtigen häufig als eine Visitenkarte
Berlins angesehen wird, nach wie vor vorhanden ist?
Präsident Rebsch: Zur Beantwortung Herr Senatsdirektor.
Schirmer, Senatsdirektor in der Senatsverwaltung für Arbeit
und Betriebe: Ich teile die Auffassung, daß in vielen Teilen unse
rer Stadt eine optimale Reinigung noch nicht durchgeführt wor
den ist. Wir sind uns darüber im klaren, daß mit normalen büro
kratischen Methoden eine wirksame Besserung auch nicht zu er-
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