Publication:
1982
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-9497397
Path:

11. Sitzung vom 26. November 1981
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igeordnetenhaus von Berlin - 9. Wahlperiode
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erbes a xissemestern eine der wirksamsten Maßnahmen zur Her-
5 ' s *i jllung des Praxisbezuges darstellt. Beide heben aber auch
1 Mal 1 Probleme hervor, die sich bei der Verwirklichung dieses
^ Foi jnzeptes stellen. Ich nenne nur die Beschaffung einer aus-
Feh i c henden Zahl geeigneter Praxisplätze und verweise in
Insbe äsem Zusammenhang auf meine Antwort vom 1. Oktober
dahi 31 auf die Kleine Anfrage des Herrn Abgeordneten Runge
>d sic er Praktikumsplätze für Studenten in Berlin. Hinzu kom-
26 un . n die Fragen der Betreuung und Begleitung der Praxis-
ifordi iten durch das Lehrpersonal und die Einbeziehung der
digen axisphase am Lernort „Betriebe“ in Lehre und Studium.
: 'P ds ifrotz dieser und anderer Schwierigkeiten bin ich zuver-
orai« Mlich, daß wir in allernächster Zeit bezüglich der Praxis-
is ein j Berufsorientierung der Studiengänge an den Berliner
nn. lc chhochschulen ein ganzes Stück weiterkommen.
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:Wenn außerdem nach den Plänen über ein verstärktes
ngagement der Fachhochschulen im Weiterbildungsbereich
fragt wird, so möchte ich um Verständnis dafür bitten, daß
i zu dieser Frage zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht ab-
jjhließend Stellung nehmen möchte. Ich erwarte, daß der
'Janungsbeauftragte, Professor Huhn, gerade zu diesem
- un agenkomplex Vorschläge in seinem Abschlußbericht unter
en - eiten wird, die ich mit großer Sorgfalt studieren und aus-
loffei arten möchte.
Generell darf ich an dieser Stelle hinzufügen, daß ich dem
issenschaftsrat zustimme, der in seinen Empfehlungen zu
(gaben und Stellung der Fachhochschulen die Bedeutung
r Weiterbildung für die ständige Aktualisierung der Erst-
isbildung, für die Förderung der Attraktivität der Fach-
lenfel'chschulen und für die Intensivierung der Kontakte zur
r Gräflichen Praxis hervorgehoben hat. Angesichts des be-
its relativ weit ausgebauten Weiterbildungsangebotes der
d'Jferliner Fachhochschulen muß jedoch jede neue und zusätz-
itions ihe Aktivität daraufhin geprüft werden — und jetzt befinde
ic |i mich wörtlich in Übereinstimmung mit Herrn Huhn „ob
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n Sit ja nicht eine unnötige Investition verlangt“. Ich vermag zur
jjäit einen Bedarf an hochschulspezifischer Weiterbildung,
jer die notwendige Konzentration der Ressourcen der Fach-
bchschulen auf die Erstausbildung in Frage stellen würde —
in |d ich glaube, hier liegt unsere eigentliche Aufgabe —,
loht zu erkennen.
'Herr Dr. Dittberner, meine Herren von der F.D.P.: Ich hoffe,
’Wß ich damit zumindest versucht habe, auf Ihre Fragen zu
fitworten. — Vielen Dank.
[Beifall bei der CDU — Dr. Jänicke (AL);
Ich danke Ihnen für diese „Vorlesung“! —
Schmidt (AL): Immer an die freie Rede denken!]
|Stellv. Präsident Longolius: Das Wort für die Fraktion der
|D.P. hat der Abgeordnete Rasch.
Rasch (F.D.P.): Herr Präsident! Meine Damen und Herren!
enn ich die Situation bei dieser Großen Anfrage mit aller
üchternheit betrachte, die zu dieser Stunde, zumindest was
n gewissen Konsum angeht, hier noch unterstellt werden
nn, dann muß ich sagen, daß das genau der Parlamentari
smen Lage entspricht — das darf ich vielleicht vorab sagen,
ierr Präsident —, die es sinnvoll macht, Große Anfragen
‘hriftlich zu beantworten, nachdem sie auch schriftlich be
findet worden sind.
[Beifall bei der CDU und bei der AL]
Idun
alleif S n schlagendes Beispiel für das, was wir benötigen, und ich
n un n diesen wohlwollenden Beifall dankbar.
ihrei> Nun zur Antwort auf die Große Anfrage; Herr Senator Dr.
/eg®, ewenig, ich kann Ihnen ohne Zweifel konzedieren, daß Sie
h g 1 nen sehr ernsthaften Versuch gemacht haben, diese Große
ch 8 nfrage zu beantworten. Ich muß allerdings feststellen, daß
und das wird Sie nicht betrüben — Sie nicht in allen Punk-
ss e® n ifn Konsens mit dem stehen, was die Fraktion der F.D.P.
Huh; 1 s ' c h für notwendig erachtet und was sie auch in Grund-
Prak ^fragen für gegeben hält.
Ich weiß nicht — das müssen Sie eher mit dem Kollegen
r - Dittberner als mit mir weiterdiskutieren —, ob Ihre Dar
stellung des Verhältnisses von theoriebezogener, wissen
schaftlicher Ausbildung seitens der Universität, von der
praxisbezogenen Ausbildung oder den praxisbezogenen Stu
diengängen seitens der Fachhochschulen wirklich dem ent
spricht, was hier konsensfähig ist; denn der Kollege Dr. Ditt
berner hat nicht von einem Märchen gesprochen, sondern hat
dargestellt, daß durchaus in nicht unerheblichem Ausmaß
diese Aufteilung zwischen Universitäten und Fachhochschu
len eine historische Dimension hat und nicht immer stringent
und logisch zu belegen ist. Das muß man sehen.
[Frau Dr. Besser (CDU): Unter anderem!]
[Dr. Heyden (CDU): Nicht nur!]
— Unter anderem. Ich weise auch nur den Begriff „Märchen“
des Senators zurück, weil es durchaus ernstzunehmende
Positionen gibt, daß die Fachhochschulen auch historisch ge
wachsen sind. Wir wissen das doch alle sehr genau, die wir
die Berliner Szene kennen. Ich brauche die Kollegen, die
mir unmittelbar gegenübersitzen, nur an die gemeinsamen
Jahre im Wissenschaftsausschuß zu erinnern.
Dies müßte doch noch einmal gerade vor dem Hinter
grund der künftigen und notwendigen Entwicklungen sehr
ausführlich diskutiert werden, wie das Verhältnis in Berlin
konkret aussieht. Wir kommen bestimmt noch bei der Frage,
wie es bei den einzelnen Fachhochschulen weitergehen soll,
auf diesen Punkt zurück.
Zum zweiten haben Sie sich zu der Frage der weiteren
Entwicklung geäußert. Hier muß man feststellen, daß der
Senat nunmehr deutlich Abstand nimmt von der Entwicklung
einer integrierten Gesamthochschule Berlin. Nun ist es kein
Geheimnis, daß auch die Fraktion der F.D.P. zumindest skep
tisch ist, ob dies in Berlin noch sinnvoll und notwendig ist,
wenn man sich die gegebene Lage ansieht. Ich weiß mich in
dieser Skepsis an sich auch einig — ich bin gespannt auf den
Beitrag der Fraktion der SPD — mit Teilen der Fraktion der
SPD. Aber vielleicht habe ich hier einen Erkenntnisstand, der
parlamentarisch nicht durchschlägt!
Herr Senator, Sie müßten dann aber auch Nägel mit Köp
fen machen und sich konkret zu §9 des Hochschulgesetzes
äußern, da dort nach wie vor der gesetzliche Auftrag be
steht — an den zuständigen Senator —, ein Konzept für eine
integrierte Gesamthochschule vorzulegen. Nun ist der Ver
zicht auf das eine, ein Integrationskonzept zu machen, eine
Sache und die Fragen einer Konzeption für die Entwicklung
der bestehenden Fachhochschulen eine andere. Hier muß ich
nun feststellen — das haben Sie zwar nicht voll und ganz zu
verantworten, Herr Senator —, daß das, was Sie hier für die
Entwicklung vorgetragen haben, einige Akzente sind, aber
noch kein tragendes Konzept darstellen.
Ich finde es gut und wir finden es ermutigend, wenn Sie
sagen, daß Sie in diese Richtung arbeiten wollen, nämlich
die stärkere Anrechnung von Studien- und Prüfungsleistun
gen und die stärkere gemeinsame Nutzung von Forschungs
und Verwaltungseinrichtungen. Das ist ohne Zweifel not
wendig, gerade in bezug auf das Letztere, weil die Fach
hochschulen in der Gefahr stehen, sich in der wissenschaft
lichen Qualifikation und Entwicklung zunehmend von den
Hochschulen und von dem Standard, der durchaus für die
Vermittlung praxisorientierter Lehre — wenn das so gemeint
sein soll — notwendig ist, abzukoppeln. Das ist eine zuneh
mende Gefahr, der man entgegenwirken muß, z. B. in der
Berufungspolitik, und andererseits in der Frage der Ver
zahnung und Kooperation von Universitäten und Fachhoch
schulen. Hier haben Sie also Tendenzen dargelegt, die man
— unabhängig von der Frage der Gesamthochschule — be
grüßen muß und für einen sinnvollen Weg halten kann.
Nun zur Beschreibung der einzelnen Fachhochschulen:
Hier sind natürlich auch das Ist-Studium, der Status quo,
beschrieben worden. Sie haben in bezug auf die TFH Ihre
Skepsis deutlich gemacht, ob das, was die zunehmende
Studentenzahl anbetrifft, eine Tendenzwende ist oder nicht.
Ich glaube, daß wir hier gemeinsam Zweifel hegen sollten,
ob das tatsächlich eine Tendenzwende ist. Wir haben die
Vermutung, daß es einfach der Druck der Jahrgänge ist
und der steigenden Studentenzahlen, aber keine tendenzielle
Wende in der Aufnahme eines Studiums an der Technischen
Fachhochschule. Es wäre natürlich erfreulich, wenn das so
(C)
(D)
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