Publication:
1982
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-9497397
Path:

l r 1 _ä a eordnetenhaus von Berlin - 9. Wahlperiode
10. Sitzung vom 12. November 1981
529
n Da:
Vogel
^ vert ’ >ie tut dies allerdings nicht nur mit dem Blick auf die finanziellen
:>le ° kungen dieser Vereinbarungen. Vielmehr unterstreichen diese
■einbarungen für uns über die finanziellen Gesichtspunkte hin-
die Lebendigkeit des Verhältnisses zwischen dem Land Berlin
der umfassenden politischen Gemeinschaft und den kirchlichen
jmeinschaften. Dabei geht es nicht mehr - wie in vergangenen
un 9®rzehnten - um die theologische Rechtfertigung staatlichen Han-
1 berv. ps 0 der um irgendeine Art von Staatskirchentum, sondern es
it vielmehr um das gemeinsame Bemühen, den Ängsten der
ischen in unserer Stadt zu begegnen, ihnen Hoffnungen zu
haften und auch auf diese Weise den inneren Frieden unserer Ge-
den I inschaft zu festigen. Mehr als früher suchen die Menschen heute
iea l ;h Antworten auf die den einzelnen und auch die Gemeinschaft
r Sch langenden Fragen, die über den Tag hinaus reichen, die nicht
für A Vordergründigen und im Beliebigen stecken bleiben. Die Fragen
len an den Staat, an die Parteien. Sie gehen aber ebenso an die
hen. Viele Menschen auch in unserer Stadt verstehen die christ-
ie Botschaft nicht mehr länger als ein Reservat, in das man sich
indenweise zurückzieht, sondern als Anruf für das tägliche Leben
d für das eigene Engagement zur Verbesserung der Gesell-
faftsordnung. Hier hat das christliche und kirchliche Engage-
mt in der Friedensfrage, in der Nord-Süd-Frage, in der Frage
ies neuen Gleichgewichts zwischen Ökologie und Ökonomie
ne legitimen Wurzeln. Hier wurzelt auch das Engagement her
tagender Repräsentanten insbesondere bei der Evangelischen
phe Berlins zum Abbau emotionaler Polarisierungen zwischen
ishal hrhoit und Minderheit und zur Wiederherstellung des inneren
H a{ >dens in unserer Stadt. Das ist ein Engagement dessen Wirkun-
i nicht hoch genug eingeschätzt werden können. Das ist ein En
gement, ohne das die Dinge in der zweiten Septemberhälfte in
lichti serer Stadt eine schlimme Entwicklung hätten nehmen können.
- Dal [Beifall bei der SPD]
en A
i ich
osse
punkt stellen, es sei bereits 0.01 Uhr. Wenn dies, Herr Präsident,
nicht auf Widerspruch stößt, dann benutze ich die Gelegenheit,
[Zurufe von der CDU: Abstimmen!]
- bei Konsens sollte man nicht abstimmen -, um von dieser Stelle
aus dem Vorsitzenden der CDU-Fraktion, Herrn Kollegen Diepgen,
zu seinem 40. Geburtstag sehr herzliche Glückwünsche auszu
sprechen.
[Beifall]
Ich wünsche ihm beim Einritt in das fünfte Jahrzehnt eine glück
liche Hand für die Wahrnehmung der besonderen Aufgaben, die
ihm in seiner Funktion zugewachsen sind.
Zur Vermeidung von Mißverständnissen darf ich aber in Erinne
rung rufen, Gegenstand der Beschlußfassung ist nicht der Geburts
tag von Herrn Diepgen, sondern Gegenstand der Beschlußfassung
ist die Vorlage über die ergänzende Vereinbarungen mit den christ
lichen Kirchen. - Herzlichen Dank!
[Beifall bei der SPD, bei der CDU und bei der F.D.P.]
Stellv. Präsident Longolius: Ich habe keine Wortmeldungen
mehr und schließe die Beratung. Es ist dann meine etwas dröge
Pflicht, darauf hinzuweisen, daß der Ältestenrat die Überweisung an
den Hauptausschuß empfohlen hat. Wer dafür ist, den bitte ich um
das Handzeichen. - Danke, es ist mit Mehrheit so beschlossen.
Den geschäftsordnungsmäßigen Teil haben wir damit erledigt.
Da der Vorsitzende der SEW-Fraktion, Verzeihung, der SPD-Frak-
tion,
[Heiterkeit]
den!
ant |
urn( | Sozialdemokraten respektieren den besonderen Auftrag der
jj so | :hen, Sie üben Toleranz nicht im Sinne von Gleichgültigkeit, son-
m im Wissen um die Würde des Individuums und die Unantast-
fkeit seiner Glaubensentscheidung. So gesehen hat die Zustim-
reinb der Sozialdemokraten zu dieser Vorlage nicht nur finanztech-
ord* che Bedeutung; sie ist vor allem auf dem Hintergrund früherer
schnitte in der Geschichte der Beziehungen zwischen den
fistlichen Kirchen und der Sozialdemokratie grundsätzlicher
Sur.
[Glocke des Präsidenten]
Ich hoffe, positive und ermutigende Feststellungen sind sicher
ph in dieser späten Stunde dem ganzen Haus noch willkommen.
[Beifall bei der SPD - Zuruf von der CDU: Es sind
noch zwei Minuten!]
baru '** darf unter dem Stichwort „positive und ermutigende Feststel-
Kirc B en “ nunme hr auch dazu einladen, daß wir uns auf den Stand-
lle v
licht |
? - h I
won
wert
J die
sheni
i erg
•otok
ft ec
den!
> Neu
isun;
chüd
cksic
als»
nhai*
einen eklatanten Verstoß gegen die Geschäftsordnung vorgenom
men hat und Sie dem zugestimmt haben, darf ich nunmehr auch die
Glückwünsche des Präsidiums für den Fraktionsvorsitzenden der
CDU-Fraktion, Herrn Diepgen, aussprechen. Ich wollte es eigentlich
vermeiden. Stellen wir jetzt nämlich fest, daß es eine Minute nach
Mitternacht ist, dann kostet es eine Stubenlage für Sie, Herr Diep
gen. Und das würde dann für Sie ein teurer Spaß werden.
Ansonsten darf ich aber in aller Ernsthaftigkeit noch darauf hin-
weisen, daß die Bemühungen um Straffung der Durchführung von
Plenarsitzungen doch sehr erfolgreich gewesen sind, weil wir uns
noch im 12. November befinden.
Meine Damen und Herren, damit sind wir am Ende der heutigen
Tagesordnung. Die nächste Sitzung wird am Donnerstag, dem
26. November 1981,13 Uhr, stattfinden. - Die Sitzung ist geschlos-
[Schluß der Sitzung: 23.59 Uhr]
Druck: Verwaltungsdruckerei Berlin, Kohlfurter Straße 41-43, 1000 Berlin 36
(C)
(D)
Top of page

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.