Publication:
1982
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-9497397
Path:

521
1981
bgeordnetenhaus von Berlin - 9. Wahlperiode
10. Sitzung vom 12. November 1981
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iräsident Rebsch
Ich rufe auf
lfd. Nr. 20, Drucksache 9/159:
Antrag der Fraktion der F.D.P. über Bericht über den
möglichen Ausbau des Delphi-Kinos zum Rimzen
trum
Der Senat wird aufgefordert zu prüfen, inwieweit das
Delphi-Kino für den Ausbau zu einem Filmzentrum geeignet
ist und welche Kosten dabei entstehen würden. Das Ergeb
nis der Prüfung ist dem Abgeordnetenhaus bis zum 31. Ja
nuar 1982 vorzulegen.
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Wird Begründung von der antragstellenden Fraktion gewünscht?
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Das ist nicht der Fall. Wird das Wort zur Beratung gewünscht? -
Das ist auch nicht der Fall.
Der Ältestenrat empfiehlt, Überweisung an den Ausschuß für Kul-
urelle Angelegenheiten federführend sowie an den Ausschuß für
Wirtschaft.
Wer dieser Empfehlung zuzustimmen wünscht, den bitte ich um
Jas Handzeichen. - Danke sehr! Die Gegenprobe! - Stimmenthal
tungen? - Damit einstimmig überwiesen.
Ich rufe auf
lfd. Nr. 21, Drucksache 9/160:
Antrag der Fraktion der F.D.P. über selbstverwaltete
Jugendzentren
Der Senat wird aufgefordert, die Schaffung von selbstver
walteten Jugendzentren in freier Trägerschaft voranzutrei
ben und bis zum 1. April 1982 das Ergebnis seiner Bemühun
gen dem Abgeordnetenhaus zur Beratung vorzulegen.
Dabei soll eine weitgehende Kooperation inhaltlicher und
organisatorischer Art mit der dezentralen Kulturarbeit in den
Bezirken angestrebt und darüber hinaus eine Aufstellung
der entstehenden Kosten dem Abgeordnetenhaus vorgelegt
werden.
Das Wort zur Begründung hat der Abgeordnete Fabig.
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Fabig (F.D.P.): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Wir
|sind uns bewußt, daß der Auftrag, den wir hier dem Senat geben,
liicht
gebe
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r ein!
bitte:
ganz leicht ist Jugendarbeit generell ist nicht ganz leicht; be
sonders schwer ist die Arbeit in Jugendfreizeitheimen, das ist be
kannt, insbesondere in den Problembereichen der Jugendlichen
zwischen 16 und 20 Jahren. Die Erfahrungen, die wir in dem Be
reich der Jugendfreizeitheime gemacht haben, sind nicht beson
ders gut Die staatlichen Angebote werden kaum angenommen, es
herrscht ein starres Programmangebot, die Atmosphäre ist zu ste-
?ril, fast wie in den Krankenhäusern, der Hausmeister hat das Sagen,
die Hausordnungen sind starr und von oben angeordnet, und das
Ganze ist auch noch viel zu teuer.
Der Antrag fordert neue Formen, Jugendarbeit voranzutreiben;
pjgendzentren, die in freier Trägerschaft den Jugendlichen mehr
Spielraum, mehr Mitsprache und mehr Verantwortung geben sollen,
lerfra Pe Kombination dieser Form von Jugendzentren mit der dezentra
len Kulturarbeit in den Bezirken erscheint als eine geeignete Form,
um Jugend- und Kulturarbeit miteinander zu verbinden. Kultur nach
liberaler Auffassung ist nicht ein Synonym für Kunst im engeren
Sinne, sondern Kultur ist lebendige Form für aktive Lebensgestal-
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tung, Ausdruck der Vielfalt der Lebensformen und der Suche nach
neuen Lebensformen.
Kreative Kulturarbeit ist vielfach identisch mit kreativer Jugendar
beit Die Interessen der Jugendlichen treffen sich hier mit den Inter
essen von aktiver, kreativer Kunst und Kultur. Es geht um das Weg
von der bloßen Konsumhaltung, die ja bei uns in der etablierten Kul
turpolitik im wesentlichen bevorzugt wird. Denken Sie nur an den
Starkult bei Regisseuren, Dirigenten und Schauspielern. Die rein re
produktive Kunst hat Vorrang vor der kreativen.
Hier soll in den Jugendzentren eine neue Verbindung eingegan
gen werden; es soll Jugendzentren geben, in denen man sich tref
fen kann, Kaffee trinken, basteln, in Werkstätten und in Ateliers ar
beiten oder in einem Jazzkeller proben kann. Freie Künstler und
Künstlergruppen haben so einen notwendigen Bezug zu einer
lebendigen jungen Basis, sie haben in Jugendzentren Proben- und
Auftrittsmöglichkeiten, und diese Jugendzentren können so leben
dige Kultur- und Kommunikationszentren sein. Dieses soll mit
diesem Antrag initiiert werden, und wir hoffen, daß der Senat diesen
Auftrag ernst nimmt und den Antrag adäquates auf die Beine stellt
Vielen Dank.
[Beifall bei der F.D.P. und der CDU]
Präsident Rebsch: Wird das Wort zur Beratung gewünscht? -
Das ist nicht der Fall.
Der Ältestenrat empfiehlt Überweisung an den Ausschuß für
Jugend, die Fraktion der F.D.P. beantragt zusätzlich Überweisung
an den Ausschuß für Kulturelle Angelegenheiten. Ich schlage
deshalb als federführenden Ausschuß den Ausschuß für Jugend
vor.
Wer diesen Empfehlungen zuzustimmen wünscht, den bitte ich
um das Handzeichen. - Danke sehr! Die Gegenprobe! - Stimm
enthaltungen? - Dann ist so beschlossen.
Ich rufe auf
lfd. Nr. 22, Drucksache 9/168:
Antrag der Fraktion der SPD über Ziele künftiger Aus
länderpolitik und deren Durchsetzung
Der Senat wird aufgefordert, seine Ausländerpolitik wie
frühere Senate an dem Ziel auszurichten, die in Berlin leben
den Ausländer in die deutsche Gesellschaft zu integrieren.
Eine solche Politik findet ihren Ausdruck in glaubwürdigen
Angeboten, die ausländische Mitbürger befähigen, ihre sich
verschärfende soziale Isolation zu durchbrechen und - ohne
Angst vor Zwangsemigration - in rechtlich gesicherter Stel
lung in Deutschland leben zu können.
Der Senat wird daher aufgefordert, seinen Bericht über
die Fortschreibung der Ausländerpolitik an dem Ziel zu
orientieren, die in den „Leitlinien und neue Maßnahmen zur
Ausländerintegration“ (Drucksache 8/428) eingeleitete Poli
tik fortzusetzen und zu intensivieren.
Dabei sind folgende Schwerpunkte zu setzen;
- Unterstützung der regionalen Bereiche, bei denen sich
die Ausländerproblematik in besonderer Weise be
merkbar macht, z. B. durch verstärkten, öffentlich geför
derten Wohnungsbau, Wohnungsmodernisierung und
Verbesserung der Infrastruktur; gegebenenfalls auch
durch Erlaß einer regionalen Zuzugsperre;
- Qualifizierung ausländischer Kinder und Jugendlicher
zu einem deutschen Schulabschluß und/oder eine zu
kunftssichere Ausbildung auch dann, wenn sie relativ
spät - als sogenannter Zusteiger - nach Berlin kom
men, z. B. durch Fortführung der MBSE-Maßnahmen
unter verbesserten Bedingungen, stärkere sprachliche
Aus- und Fortbildung, außerbetriebliche Ausbildung
(C)
(D)
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