Publication:
1982
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-9497397
Path:

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bgeordnetenhaus von Berlin - 9. Wahlperiode
10. Sitzung vom 12. November 1981
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ung^ (enn wir das erreicht haben, wenn wir in dieser Hinsicht einen
Arbeit; jnsens erzielt haben, dann können wir uns gegenseitig belobigen
;tpoiitj ier kritisieren, ob das ein Erfolg oder ein Mißerfolg ist, doch das
Mobil jhört nicht in diese Bestandsaufnahme und die sachfundierte Dis-
erhöf issionsgrundlage Ihrer eigenen Anfrage. - Ich sagte: Befindet
berej ;h beispielsweise im 10. Schuljahr, in der Oberstufe eines Gymna-
rt, vo ums oder in Fachschulen. Die Folge dieser längeren Verweildauer
sauci iden Schulen ist also eine niedrigere Erwerbsquote - der Ver-
xibiliti eichswert -, was rein rechnerisch zu einer höheren, sogenannten
egebi lezifischen Arbeitslosenquote für Jugendliche unter 20 Jahren
he An hrt Im übrigen: Die Kundigen in diesem Hause wissen das auch,
^gleichende Aussagen mit der Entwicklung der Jugendarbeits-
sigkeit in anderen Regionen des Bundesgebietes sind daher nur
öglich, wenn man die Zahl der arbeitslos Gemeldeten mit allen
igendlichen und nicht nur mit den jugendlichen Erwerbspersonen
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er< k' ; Basis in Beziehung setzt. Wenn Sie diese Rechnung machen -
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r können sie im einzelnen noch durchführen -, dann sieht es in
rlin gar nicht so schlecht aus, wie das immer behauptet wird,
is ist keine Bagatellisierung des Problems, damit ich nicht miß-
rstanden werde. Dennoch bereitet die Zahl der arbeitslosen
igendlichen in Berlin große Sorge. Es ist jedoch keine neue Er-
mntnis, daß von einer insgesamt steigenden Arbeitslosigkeit auch
gendliche Arbeitnehmer betroffen sind. Die bereits genannten
rsohlechterten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben
rangsläufig auch ihren Niederschlag in einer Zunahme der
igendarbeitslosigkeit gefunden, wobei vor allem ungelernte
beitskräfte von Entlassungen betroffen sind.
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nden | n Berlin kam im September dieses Jahres eine Sonderentwick-
sfähig n g hinzu, die dazu führte, daß die Zahl der registrierten arbeits-
lätzei 3 en Jugendlichen schlagartig um 1 000 zunahm. Dabei handelt es
:h meist um ausländische Jugendliche, die zuvor ein Jahr an Maß-
ihmen zur Berufsvorbereitung und zur sozialen Eingliederung teil-
mommen haben. Eine positive Sache, die nach Ablauf eines
hres sich zunächst statistisch negativ darstellt - denn die suchen
: cböp inmehr einen Ausbildungs- bzw, Arbeitsplatz. Intensive Anstren-
tische mgen von vielen Beteiligten im Laufe des vergangenen Monats
än, Zi itten immerhin zur Folge, daß ein erheblicher Teil dieser auslän-
schen Jugendlichen inzwischen vermittelt wurde.
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[Zuruf: Wie viele?]
Mehr als die Hälfte. - Dieses relativ erfreuliche Ergebnis findet
ich seinen Niederschlag in einem - im Gegensatz zu der erheb-
hen Zunahme der Gesamtarbeitslosigkeit im Oktober - leichten
f ickgang der Zahl der arbeitslosen Jugendlichen in Berlin auf rund
WO bis Ende Oktober dieses Jahres, Das sind die Fakten!
Schon heute ist abzusehen, daß im nächsten Jahr weitere 1 500
[isländische Absolventen von Maßnahmen zur Berufsvorbereitung
id zur sozialen Eingliederung den Vermittlungen der Berliner Ar-
itsämter zur Verfügung stehen werden. Eine zusätzliche Sorge,
e ansteht. Ich appelliere daher bereits heute und hier erneut an
le Beteiligten und auch an mich sowie an die öffentliche Hand, vor
lern aber an die Wirtschaft, sich auf diese Entwicklung einzustel-
n und Ausbildungs- bzw. Arbeitsplätze in ausreichender Zahl für
ese vorqualifizierten ausländischen Jugendlichen bereitzustellen.
[Beifall bei der CDU]
öffentliche Hand hat nachweisbare Anstrengungen in den letz-
n Wochen gemacht, nicht zuletzt der Bereich der Eigenbetriebe
eser Stadt - was die übrigens auch können, meine Damen und
erren! Es wird immer wieder behauptet, Jugendarbeitslosigkeit sei
eichzusetzen mit einem Mangel an Ausbildungsplätzen; das
äben auch Sie, Herr Kollege Kern, angesprochen. Auch durch
äufige Wiederholung wird diese falsche Aussage nicht richtiger,
h glaube, die erhebliche Steigerung der Zahl der Ausbildungsver-
iltnisse seit 1974 in Berlin um mehr als das Doppelte, auf etwa
5200 Ende dieses Jahres spricht eine deutliche Sprache und
J cht in anderen Regionen des Bundesgebietes ihresgleichen.
ieses Ergebnis konnte nur durch den breiten Konsens zwischen
"en an der Berufsausbildung in Berlin Beteiligten erreicht werden,
h bin zuversichtlich, daß die Arbeitgeber dieser Stadt ihre Ausbil-
Jngsbereitschaft auch in Zukunft ungeschmälert aufrechterhalten
■d alle noch vorhandenen Reserven mobilisieren werden. Ich
danke mich bei allen, auch bei Vorgängern, die daran mitgewirkt
haben, für dieses Ergebnis; es ist für uns alle eine Verpflichtung,
dieses ständig zu pflegen und weiterzuentwickeln.
[Beifall]
Ziel aller Bemühungen muß es also sein, allen Jugendlichen best
mögliche Qualifizierungschancen anzubieten, denn es gilt; Der
Arbeitsplatz eines ungelernten Arbeitnehmers ist in schwierigen
wirtschaftlichen Zeiten eher gefährdet als der Arbeitsplatz eines
Arbeitnehmers, der über eine Qualifikation - welcher Art auch im
mer - verfügt.
Das war sozusagen das Generelle zu den zehn Fragen der
SPD-Fraktion, die ich im einzelnen wie folgt beantworten möchte:
1. Ende Oktober dieses Jahres waren bei den Berliner Arbeitsäm
tern 4 042 Jugendliche im Alter unter 20 Jahren arbeitslos gemel
det. Die spezifische Arbeitslosenquote dieses Personenkreises be
trug 10,5 Prozent gegenüber einer Gesamtarbeitslosenquote von
6,5 Prozent. Der Anteil der jugendlichen Arbeitslosen an der Ge
samtzahl der Arbeitslosen betrug zu diesem Zeitpunkt 7,8 vom
Hundert. Von den 4 042 arbeitslos gemeldeten Jugendlichen waren
1 816 oder 45% Mädchen und junge Frauen, der Anteil aller ar
beitslosen Frauen an der Gesamtarbeitslosigkeit in Berlin lag zum
gleichen Zeitpunkt mit 42 vom Hundert etwas darunter. Eine Spezi
fizierung der Jugendarbeitslosigkeit nach den von Ihnen weiterhin
erfragten Merkmalen erfolgt bekanntlich im monatlichen Turnus. Ich
muß mich deshalb bei meiner Antwort auf Daten - soweit überhaupt
erfaßt - aus den letzten verfügbaren Strukturuntersuchungen der
Bundesanstalt für Arbeit von - leider - Ende September 1980 be
ziehen.
Ich teile das Mißbehagen dieses Hauses über die Unzulänglich
keit aller statistischen Werte. Kenner der Szenerie wissen, daß es
eine überproportionale Mühe bereiten würde, wenn etwa Senats
dienststellen, Länderdienststellen sich der Arbeit unterziehen soll
ten, die - nach meiner Auffassung - bei richtiger Auswertung der
vorliegenden Daten von der Bundesanstalt für Arbeit ermittelbar
wären. Eine Spezifizierung der Jugendarbeitslosigkeit, aktualisiert
zum jetzigen Zeitpunkt, ist daher aus diesem Grunde nicht möglich.
Zu Ihrer Frage 1 b: Danach befanden sich unter den zu diesem
Zeitpunkt registrierten 2 073 arbeitslosen Jugendlichen, bezogen
auf die letztverfügbaren Werte aus 1980, im Alter unter 20 Jahren
31,5% Ausländer. Der Ausländeranteil unter den männlichen ar
beitslosen Jugendlichen betrug 39%, und lag damit erheblich über
dem Ausländeranteil bei den weiblichen arbeitslosen Jugendlichen,
dieser betrug 23%.
Zu Frage 1 c: Daten zur Arbeitslosigkeit behinderter Jugendlicher
wurden innerhalb der Strukturanalyse nur für den Personenkreis
der anerkannt Schwerbehinderten erhoben. Ende September 1980
befanden sich unter den arbeitslos gemeldeten Jugendlichen 42,
das heißt 2,1 %, Schwerbehinderte.
Zu Ihrer Frage 1 d: Die Frage, wieviel Abiturienten im Alter unter
20 Jahre arbeitslos gemeldet waren, kann nicht beantwortet wer
den, da die Zahl der Arbeitslosen von den Arbeitsämtern seit 1978
nicht mehr nach der erreichten Schulabgangs-Qualifikation struktu
riert wird.
Zu Frage 1 e: Von den 2 073 Ende September 1980 arbeitslos ge
meldeten Jugendlichen suchten 82,7 % ausschließlich einen
Arbeitsplatz; diese 1715 Personen, die ausschließlich einen
Arbeitsplatz suchen, verteilen sich zu 864 auf Jungen, zu 851 auf
Mädchen, also im wesentlichen zu gleichen Teilen. Von den verblei
benden 17,3% arbeitslosen Jugendlichen, die eine Ausbildung
wünschten - ich bitte da aufzumerken, nicht jeder arbeitslose
Jugendliche sucht eine Ausbildungsstelle - waren rund die Hälfte
Mädchen und junge Frauen. Das bedeutet, daß arbeitslos gemel
dete Mädchen und junge Frauen im Durchschnitt häufiger als Jun
gen interessiert waren, alternativ auch eine Ausbildung aufzuneh
men. Angaben über entsprechende Ausländeranteile stehen nicht
zur Verfügung.
Zu Fragen 1 f und 1 g: Hier hatten Sie gefragt, wie viele Jugendliche
sich nach Abschluß der Berufsausbildung arbeitslos gemeldet
haben und wie hoch die Zahl der sogenannten Kindergeld-Arbeits
losen ist. Der Präsident des Landesarbeitsamtes Berlin hat mir hier
zu mitgeteilt, daß entsprechende Daten ebenfalls statistisch nicht
(C)
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