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Periodical volume Nr. 46, 16. Mai 1950, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1950

304

46. Sitzung vom 16. Mai 1950

Vorsteher Suhr: Meine Damen und Herren! Weitere
Wortmeldungen liegen nicht vor. Es wird sofortige
Abstimmung gewünscht; es ist auch kein Antrag auf
Überweisung an dein Ausschuß gestellt worden. Wir
kommen daher zur Abstimmung. Wer dem Antrag
der sozialdemokratischen Fraktion auf Drucksache 802
seine Zustimmung geben wiill, den bitte ich, das Handzeichen zu geben. —• Ich stelle einstimmige Annahme
fest.
Meine Damen und Herren! Wir kommen nuin.Tnehr
zu Punkt 3 unserer Tagesordnung, Drucksache 772:
Vorlage zur Kenntnisnahme über die Gewährung
eines Zuschusses für das Studentinnenwohnheim
„Ottilienhaus".
Hier ist Antrag auf Beratung gestellt worden. Das
Wort hat Frau Stadtverordnete Lucht-Perske.
Stadtv. Frau Lucht-Perske (SPD): Meine Herren
und Damen! Die sozialdemokratische Fraktion begrüßt
es, daß durch die Hilfe des Magistrats das Studentinnenwohnheim „Ottilienhaus" errichtet werden soll, zumal es sich um die Unterbringung minderbemittelter
Studentinnen handelt, die zum großen Teil sogar noch
aus der Ostzone stammen. Die sozialdemokratische
Fraktion würde es begrüßen, wenn noch für weitere
Studentinnen Heime geschaffen werden könnten, — für
Studenten natürlich auch, aber die Studentin hat schon
immer in den sogenannten normalen Zeiten als möbliertes Fräulein sehr viel stärker unter den Wohnschwierigkeiten gelitten als der Student, weil sie eine unbeliebte
Mieterin war. Die Haushaltsmittel, die hierfür in Ansatz gebracht sind, sind leider sehr beschränkt. Wegen
der angespannten Kassenlage, derzufolge diese Mittel
nicht immer vorhanden sind, hätte die sozialdemokratische Fraktion es gern gesehen, wenn hier eine Vorlage zur Beschlußfassung vorgelegt worden wäre und
nicht nur eine Vorlage zur Kenntnisnahme. Allerdings
muß man dem Magistrat selbstverständlich bei so geringen Mitteln Freiheit zubilligen.

Vorsteher Suhr: Weitere Wortmeldungen liegen nicht
vor. Ich stelle fest: das.Haus hat Kenntnis genommen.
Ich rufe auf lfd. Nr. 4, Drucksache 776:
Vorlage zur Kenntnisnahme über Allgemeine Au&nahmegenehmigung zur Erhebung der Heizungskosten bei Inbetriebnahme der Sammelheizungsund Warmwasserversorgungsanlagen.
Das Wort hat Frau Stadtverordnete Krappe.
Stadtv. Frau Krappe (SPD): Für die sozialdemokratische Fraktion möchte ich beantragen, daß die Aussprache über diese Vorlage nicht hier im Plenum, sondern in dem zuständigen Ausschuß geführt wird.
Vorsteher Suhr: Meine Damen und Herren! Ich
höre keinen Widerspruch; demzufolge herrscht Einverständnis darüber, daß die Ausspracha über diese
Vorlage zur Kenntnisnahme nicht im Plenum, sondern,
im zuständigien Ausschuß stattfindet.
Meine Damen und Herren! Wir sind damit am
Schluß unserer Tagesordnung. Es ist die letzte
Sützunig vor den Pfingistfeiertag'en. Es ist üblich, vor
Festtagen die besten Wünsche für die Feiertage auszusprechen. Ich tue das auch diesmal. Ich gehe
sogar weiter und wünsche nicht nuir Ihnen, meine
Damen und Herren, fröhliche PfingstfeAertiagta, sondern
ich. glaube, wir wünschen es allen Berlinern und tun
es in dem Bewußtsein, daß alles getan ist, um für
einen friedlichen Verlauf der Feiertage zu sorgen.
Wir tun es auch in dem Verantwortungsbewußtsein,
daß wir alle dabei unsere Verpflichtungen zu erfüllen
haben.
In diissem Sinne darf ich dte Sitzung schließen mit
den Worten: Fröhliche Pfingstfeiertage!
(Beifall.)
(Schluß d'er Sitzung 14 Uhr 37 Minuten.)
        
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