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Periodical volume Nr. 16, 2. Juni 1949, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1949

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Jetzt noch ein Wort zu den Ausführungen des H e r r n Stadtverordneten
A u s s n e r . Ich möchte feststellen, daß ich bisher der Auffassung war, daß
ein B e r i c h t e r s t a t t e r sich mit den Dingen zu befassen hat, die innerhalb einei
A u s s c h u s s e s beraten worden sind. Ich halte es nicht für richtig und den
sachlichen Beratungen nicht für zuträglich, wenn der B e r i c h t e r s t a t t e r polemisch auf Dinge zurückgreift, die außerhalb des A u s s c h u s s e s in irgendwel
chen Versammlungen stattgefunden haben.
(Zurufe von der

SPD.)

Das kann der Diskussionsredner machen, aber nicht der B e r i c h t e r s t a t t e r .
(Stadtv. Aussner: Ich habe dazu eine Erklärung abgegeben,
H e r r Stadtv. Kunze. )
Ich will dabei im Anschluß an die Worte des H e r r n O b e r b ü r g e r m e i s t e r s
sagen: auch wir stehen auf dem Standpunkt, daß es sehr nützlich wäre, W
wenn wir das Niveau u n s e r e r Verhandlungen dadurch heben könnten, daß
wir uns sachlich an den Gegenstand halten und uns v e r s a g e n , die sachlichen
E r ö r t e r u n g e n zu v e r b r ä m e n mit Angriffen, wie sie leider Gottes m e i s t von
der SPD ausgehen.
(Lachen und Zurufe von der

SPD.)

Stadtv. D R E W I T Z (CDU) : Meine Damen und H e r r e n ! Ich habe
nicht die Absicht, diese Debatte fortzusetzen, sondern ich will nur einiges
richtig stellen von dem, was der H e r r Kollege A u s s n e r hier erzählt hat. Ich
weiß nicht, wo er seine Informationen her hat. Ich stelle fest - das stenographische Protokoll meiner Rede wird Ihnen das beweisen -, daß ich in
keiner Weise irgendeine Propagandarede für die Wahlen gehalten habe. Ihr
B e r i c h t e r s t a t t e r , H e r r Kollege A u s s n e r , wird sich da k o r r i g i e r e n müssen.
Ich war es gerade, der einen Redner zur Ordnung rufen wollte, weil er Wahl
Propaganda in dieser Versammlung zu machen v e r s u c h t e . Das stelle ich fest
Denn xch habe als Vorsitzender einer freien Vereinigung keine Veranlassung
für irgendeine P a r t e i die Plattform zu schaffen, in einer solchen Versammlung Propaganda zu machen.
Wenn der H e r r Kollege Aussner dann zweitens hier den früheren Verbandsvorsitzenden Schneider apostrophierte, als ob das eine P e r s o n mit
dunkler Vergangenheit sei, so möge er sich eins sagen l a s s e n : H e r r Schneider ist als früherer Verbandsvorsitzender, der heute noch draußen in der
Zone und überall für das private Droschkengewerbe eintritt, a l s fachlicher
B e r a t e r zugezogen worden. Der Mann hat schon dreimal für seine freiheitliche Überzeugung in den r u s s i s c h e n Bunker gemußt. Wenn man hier kritisiert, daß sich ein Mann für sein Gewerbe einsetzt, so muß ich das außerordentlich bedauern.,
(Zuruf von der

SPD.)

Was i s t ? Ich kann leider nicht verstehen.
(Weitere lebhafte Zurufe. - Glocke.)
        
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