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Periodical volume Nr. 6, 3. März 1949, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1949

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Wir sehen in dieser Methode der Schaffung neuer Stellen keinerlei E r s p a r nis und würden es begrüßen, wenn der Magistrat s e i n e r s e i t s sein Augenm e r k auf diese Dinge richtete und die B e z i r k s ä m t e r anhielte, wirklich im
Sinne der Verordnung zu sparen und nicht nach außen eine Stelle abzubauen,
um auf der anderen Seite 30 neue Stellen zu schaffen.
Stadtv. F r a u L U C H T - P E R S K E (SPD) : Meine H e r r e n und
Damen! Wir sind völlig mit den anderen Fraktionen in Übereinstimmung,
wenn es darum geht, jede Sparmaßnahme vorzunehmen, die möglich ist.
Wir sind auch selbst i m m e r dafür eingetreten, daß die Verfassung dabei
bis ins kleinste gewahrt werden muß. Trotzdem kann ich die Ausführungen
von H e r r n Landsberg eigentlich nicht verstehen. E s heißt in der Vorläufigen Verfassung: „Das Bezirksamt besteht aus dem B e z i r k s b ü r g e r m e i s t e r
als Vorsitzendem, einem Stellvertreter und höchstens neun weiteren hauptamtlichen besoldeten Mitgliedern. " Wenn jetzt die Zahl auf acht festgesetzt
ist, so ist das selbstverständlich verfassungsmäßig, weil ja in der Verfassung vorher festgelegt ist: höchstens neun. Es steht aber nichts davon in
der Verfassung, daß wir einen stellvertretenden B ü r g e r m e i s t e r haben m ü s sen, der diesen schönen, wohlklingenden Titel führt.
(Zuruf: Doch!)
Es steht lediglich drin: , f einem S t e l l v e r t r e t e r " , und es steht nicht drin, daß
wir einen stellvertretenden B ü r g e r m e i s t e r haben müssen. Wenn also ein Be- z i r k s r a t die Funktionen dieses S t e l l v e r t r e t e r s übernimmt, so sind, glaube
ich, die Belange der Verfassung absolut gewahrt. Wir sind deshalb mit den
Maßnahmen des M a g i s t r a t s durchaus einverstanden.
Stadtrat T H E U N E R : Der Magistrat war bei Erlaß dieser Anordnung der Auffassung, daß er dabei im Rahmen der verfassungsrechtlichen
Bestimmungen bleibt. Die Begründung dafür hat F r a u Stadtverordnete LuchtP e r s k e eben gegeben. Ich will aber besonders antworten auf die Kritik, die
hier gegen die Festsetzung neuer Stellen vorgebracht wurde, und zwar zunächst zu den Stellen in der Abteilung P e r s o n a l und Verwaltung. E s trifft
wohl zu, daß wir Stellenveränderungen vorgenommen haben, nachdem die
B ü r g e r m e i s t e r die Leitung dieser Abteilung übernommen haben. Die b i s h e r i ge Stellenausstattung in der Spitze in der Abteilung P e r s o n a l und Verwaltung,
war folgende: entweder zwei Referenten der Gruppe 2, ein Verwaltungsreviscjr der Gruppe 3 und ein Dienststellenleiter der Gruppe 3, also vier S t i l e n ,
üHä we*nn wir nun'das Zugeständnis an B e z i r k s ä m t e r gemacht habenj daß
noch E i n s e r - S t e l l e n geschaffen werden können, dann nur mit der Auflage,
daß dafür eine Zweier-Stelle in Fortfall kommt, so daß es in Zukunft statt
vier Stellen nur noch drei Stellen gibt. Diese Regelung bringt uns im Monat
eine Einsparung für das einzelne Bezirksamt von rund 500 Mark, für 12
Bezirke also6'0Q©Mark im Monat und im J a h r e 72 000 Mark. E s ist somit
falsch, daß dann, wenn wir eine E i n s e r - S t e l l e bewilligen und dafür zwei
Zweier-Stellen in Fortfall bringen, keine E r s p a r n i s eintritt, im Gegenteil,
wir erzielen E r s p a r n i s s e . Das sind die Festsetzungen, wie sie vom Magis t r a t vorgeschlagen worden sind, und die eindeutig weitere E r s p a r n i s s e i m
Gefolge haben.
        
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