Path:
Periodical volume Nr. 36, 22. Dezember 1949, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1949

36

45

aber nicht dazu führen, daß die Qualität u n s e r e r gesetzgeberischen Arbeit
leidet.
(Sehr gut! bei der SPD.)
V o r s t e h e r S U H R : Meine Damen und H e r r e n ! E s ist der geschäftsordnungsmäßige Antrag gestellt worden, die Einzelabstimmung zunächst heute
auszusetzen und sie nach der Mittagspause fortzusetzen. Darf ich fragen, ob
zu diesem geschäftsordnungsmäßigen Antrag des H e r r n Stadtverordneten
Ohning das Wort gewünscht wird. - Das ist nicht der Fall. Dann komme ich zur
Abstimmung. Wer für die Aussetzung der Einzelberatung des Gesetzes über
die Gewährung von Straffreiheit bis nach der Mittagspause ist, den bitte ich,
das Handzeichen zu geben. - Das ist einstimmig beschlossen.
Meine Damen und H e r r e n ! Dann

kommen wir zu dem

Gesetz über die Regelung der K u r z a r b e i t e r u n t e r Stützung,
Drucksache 459, mit dem Beschluß des A u s s c h u s s e s für
Arbeit und des Wirtschaftspolitischen A u s s c h u s s e s vom
20. Dezember 1949.
Das Wort hat der H e r r B e r i c h t e r s t a t t e r Stadtverordneter Peschke.
B e r i c h t e r s t a t t e r Stadtv. P E S C H K E : Meine Damen und H e r r e n !
Obwohl im Grundprinzip diese Drucksache Nr. 459 fast einstimmig b e s c h l o s sen worden ist, verlohnt es sich doch, auf einige wesentliche Punkte noch
einmal hinzuweisen, da die v e r s c h i e d e n s t e n P r o b l e m e Gegenstand eingehender E r ö r t e r u n g e n in den Ausschüssen waren.
Das Plenum hatte den Ausschuß für Arbeit und den Wirtschaftspolitischen Ausschuß gemeinsam beauftragt, diese Vorlage zu b e r a t e n und darüber
Beschluß zu fassen. E s wurde so verfahren, daß z u e r s t der Fachausschuß, der
Ausschuß für Arbeit, in allen Einzelheiten und mit a l l e r Gründlichkeit d i e s e s
Gesetz b e r a t e n hat. Nach Beschlußfassung d i e s e s A u s s c h u s s e s stand das Gesetz noch einmal in einer gemeinsamen Sitzung des Wirtschaftspolitischen
A u s s c h u s s e s und des A u s s c h u s s e s für Arbeit zur Beratung, und danach e r s t
hat es die endgültige F o r m gefunden, wie sie Ihnen jetzt hektographiert v o r g e legt worden ist, da sie aus Dringlichkeitsgründen nicht gedruckt werden konnte.
Der Ausschuß für Arbeit hat sich im großen und ganzen der Begründung
des M a g i s t r a t s zu der Drucksache Nr. 459 angeschlossen. Das heißt, d i e s e s
Gesetz baut auf einem bestehenden Gesetzja.uf, d a Ä i a m / h . A p r j l >949 in Kraft gesetzt worden ist. E s war für uns vollkommen klar, daß das Gesetz über die
K u r z a r b e i t e r u n t e r Stützung nur dann in Kraft t r e t e n soll, wenn wirklich eine
Notwendigkeit besteht, einen lebenswichtigen Betrieb vorübergehend vor Schädigungen zu bewahren. E s ist nicht daran gedacht worden, daß durch d i e s e s Gesetz eventuell Betrieben die Möglichkeit gegeben wird, ihre Lebensunfähigkeit
zu v e r s c h l e i e r n . Die K u r z a r b e i t e r u n t e r Stützung wird nur dänagegeben, wenn
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.