Path:
Periodical volume Nr. 33, 10. November 1949, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1949

33

53

Wir brauchen so viele L a g e r r ä u m e , und jeder Bunker ist ein idealer L a g e r r a u m beispielsweise für Lebensmittel. Unsere G r o s s i s t e n haben einen
d e r a r t i g e n Mangel an diesen Räumen, und es sollte möglich sein, daß auch
bei den Militärregierungen Verständnis dafür eintritt, daß die Bunker für
diese friedlichen Zwecke zur Verfügung gestellt werden.
Eins sollte aber grundsätzlich von der S t a d t v e r o r d n e t e n v e r s a m m lung einmütig festgestellt werden: innerhalb des Weichbildes von Berlin
darf es kein Übungsgelände für Pioniere geben.
(Bfeifall. )
Das, was hier getan worden ist, ist so unverständlich, daß man nur sagen
kann, es m ü s s e n Dilettanten gewesen sein, die etwas D e r a r t i g e s durchgeführt haben, Der H e r r Kollege Dr. Kruspi hat darauf hingewiesen, daß neben
seiner Dienststelle eine Sprengung durchgeführt worden ist, die keinerlei
Sehaden v e r u r s a c h t hat. Hier sind eben die Russen einmal ein Vorbild. Das
haben sie ja seit 1945 bewiesen, daß sie sprengen können. Dann sollen eben
die anderen, die das nicht können, sich bei ihnen einmal Rat einholen.
(Heiterkeit.)
Meine Damen und H e r r e n ! Diese Debatte sollte nicht a n d e r s abgeschlossen werden als mit der Feststellung der S t a d t v e r o r d n e t e n v e r s a m m lung
Stellv. Vorsteher F r a u Dr. M A X S E I N : H e r r Neumann, darf
ich darauf aufmerksam machen: die Redezeit für jede Fraktion b e t r ä g t 10
Minuten. Ihre Redezeit ist schon seit einigen Minuten beendet.
Stadtv. N E U M A N N (SPD) : Die Debatte in d i e s e m Hause sollte
m e i n e r Ansicht nach mit der Feststellung abgeschlossen werden, daß der
Magistrat jetzt mit den zuständigen Militärregierungen verhandeln soll, damit d e r a r t i g e Dinge für die Zukunft unmöglich sind. Die Berliner haben im
Kriege genug Übles über sich ergehen l a s s e n müssen. 1949 ist dafür keine
Zeit m e h r .
(Lebhafter Beifall bei der SPD. )
Stellv. Vorsteher F r a u Dr. M A X S E I N : Die Aussprache ist
erschöpft. Damit ist dieser Punkt erledigt.
Wir kommen zu den zweiten Beratungen. Ich rufe auf die laufende
Nr. 20:
Drucksache Nr. 456: zweite Beratung der Vorlage über Gesetz über die Aufhebung des Arbeitsbuches - Drucksache
Nr. 347.
Das Wort hat zur Berichterstattung H e r r Stadtverordneter Schellin.
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.