Path:
Periodical volume Nr. 30, 27. Oktober 1949, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1949

30

69

Ich bitte die Versammlung, diese Bürgschaft drirgend zu beschließen,
damit wir u n s e r e finanzielle kassenmäßige Situation in Ordnung bringen
können.
,
:
Vorsteher S U H R : Weitere Wortmeldungen liegen nicht vor. Meine
Damen und H e r r e n ! Der Hauptausschuß war b e r e i t s von dem H e r r n K ä m m e r e r über die Vorlage und auch über den zu erwartenden Nachtrag von 11 Millionen Mark informiert. Ich darf m i r nur erlauben, anknüpfend an die F o r mulierung des H e r r n O b e r b ü r g e r m e i s t e r s , eine Abänderung der Vorlage v o r zuschlagen: Nicht der Magistrat, sondern die Gebietskörperschaft GroßBerlin, v e r t r e t e n durch den Magistrat, übernimmt die Bürgschaft. Ich glaube
nicht, daß der Magistrat das tun will und kann. So ist es nämlich auch nachher in der Begründung formuliert und eben von H e r r n O b e r b ü r g e r m e i s t e r
ausgeführt worden. Mein Vorschlag geht dahin, die Beschlußfassung so zu
formulieren:
Die Gebietskörperschaft von Groß-Berlin, v e r t r e t e n durch den
Magistrat, übernimmt die selbstschuldnerische Bürgschaft für
ein bei der Kreditanstalt . . . aufgenommenes Darlehn in Höhe
von
- nun nicht 44, sondern 55 Millionen DM
(Oberbürgermeister R e u t e r : 44 plus 11 würde ich
vorschlagen!)
- ja von 44 plus 11 Millionen DM, und zwar für Kapital, Zinsen,
Kosten und sonstige Spesen.
Werden Einwände gegen diese Abänderung erhoben? - Das ist nicht der Fall.
Wir kommen zur Abstimmung. Wer der Dringlichkeitsvorlage des Magistrats
in der eben formulierten abgeänderten Fassung zustimmen will, bitte ich,
das Handzeichen zu geben. - Das ist die Mehrheit; demzufolge ist so b e s c h l o s sen.
Meine Damen und H e r r e n ! Wir hatten dann heute morgen einen Dringlichkeit santrag aller d r e i Fraktionen, der lautet:
Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:
Der O b e r b ü r g e r m e i s t e r und der Stadtverordnetenvorsteher mögen
die Bevölkerung anläßlich des e r s t e n Besuchs des Bundespräsidenten
zu einer Bürgerschaftsversammlung vor dem Rathaus Schöneberg
aufrufen, um ein Bekenntnis zur Bundesrepublik Deutschland abzulegen.
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.