Path:
Periodical volume Nr. 30, 27. Oktober 1949, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1949

30

29

für ein Spektakel angerichtet worden w ä r e , wenn H e r r J riedensburg so
etwas gesagt hätte.
(Beifall bei der CDU. - Große Unruhe und Zurufe.)
- Das geben Sie zu.
(Glocke des V o r s t e h e r s . )
Vorsteher S U H R : Einen Augenblick, H e r r S t a d t v e r o r d n e t e r !
Meine Damen und H e r r e n ! Ich bitte, Beifallskundgebungen auf der Tribüne
vollkommen zu u n t e r l a s s e n .
Stadtv. Dr. S C H R E I B E R (CDU): Ich könnte der F D P a l s o einfach antworten: wer im Glashause sitzt, soll nicht mit Steinen werfen, Aber
uns liegt daran, daß irgendwelche Mißverständnisse und Mißdeutungen a u s gebügelt werden.
Wir wollen uns jedoch darüber klar sein, daß die "Bewährungsfrist",
von der gesprochen worden ist - ein Ausdruck, den ich lieber v e r m i e d e n g e sehen h ä t t e ! (Zuruf: schon ganz richtig!)
dann für alle gilt und daß diejenigen, die in dieser Beziehung auch nicht
i m m e r genügend vorsichtig gewesen sind, sich in Zukunft etwas größere Zurückhaltung auferlegen.
Was uns hier v e r s t i m m t , ist, daß bei der Kritik an F r i e d e n s b u r g das
Positive, das er geleistet hat, nicht genügend beachtet wird. Niemand kann
b e s t r e i t e n , daß F r i e d e n s b u r g in einer Weise Zivilcourage unter den schwier i g s t e n Verhältnissen gezeigt hat, die für u n s e r e Bevölkerung a u ß e r o r d e n t lich wichtig und bedeutungsvoll gewesen ist,
(Beifall bei der CDU)
eine Zivilcourage, an der sich manche nur ein Beispiel nehmen könnten.
x

(Sehr w a h r ! bei der CDU.)

Wir sehen in ihm auch einen ausgezeichneten Repräsentanten B e r l i n s . Das
möchte ich mit aller Deutlichkeit k l a r s t e l l e n . Wenn es gelegentlich auch
Mißverständnisse gegeben hat, so muß man doch das Positive ins Auge f a s sen und darf nicht nur das Negative hervorheben, das man glaubt h e r v o r h e ben zu können.
Noch ein Wort zu H e r r n Swolinzky! Was er sagte, war typisch für die
Art, wie F r i e d e n s b u r g angegriffen wird. H e r r Swolinzky war offenbar bei der
Eröffnung der Bäckereiausstellung nicht anwesend- Da ist nämlich folgendes
passiert«, Der V e r t r e t e r der Ausstellung, H e r r O b e r m e i s t e r Drewitz, hat
dort eine Erklärung abgegeben, die ich nicht für richtig halte.
(Sehr gut!)
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.