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Periodical volume Nr. 30, 27. Oktober 1949, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1949

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Wir alle hier in Berlin haben die Konstituierung der Bundesrepublik
nicht nur begrüßt, sondern haben sie auch mit allen uns zur Verfügung s t e henden politischen Mitteln unterstützt und herbeizuführen versucht. Wir haben es begrüßt, daß der Bundestag im September zusammentreten konnte,
und ich habe b e r e i t s am Tager des Zusammentritts des Bundestages im September mit dem damals designierten Bundeskanzler H e r r Dr. Adenauer eine
Rücksprache gehalten und habe mit ihm vereinbart, daß wir B e r l i n e r , sowie
die Bundesregierung in der Lage sein würde, ihre Geschäfte wirklich aufzunehmen, nach Bonn fahren würden, um mit der Bundesregierung über u n s e r e
P r o b l e m e zu sprechen.
Diese Gespräche haben in der vergangenen Woche stattgefunden. Sie
werden nicht die letzten Gespräche sein; denn es sind noch keineswegs alle
P r o b l e m e für Berlin gelöst. Sie lassen sich auch nicht innerhalb weniger
Tage lösen.
An diesen Besprechungen haben seitens des Magistrats H e r r Stadtk ä m m e r e r Dr. Haas und Herr Stadtrat Dr. Klein teilgenommen. Beide haben
heute Nacht Berlin v e r l a s s e n , um an den vorbereitenden Besprechungen mit
den Finanzministern teilzunehmen. Ich selbst werde heute Nacht abfliegen,
u m mich morgen an der Beratung der Finanzminister der deutschen Länder:
in Königstein zu beteiligen.
Auf Wunsch des H e r r n Bundeskanzlers haben außerdem einige V e r t r e ter der Berliner Wirtschaft unter Führung von H e r r n Baurat Spenrath teilgenommen, und wir selber haben den Wunsch gehabt, den verantwortlichen L e i ter der Zentralbank, den Vorsitzenden des Verwaltungsrats H e r r n Dr. E r n s t
zu den Beratungen mit hinzuzuziehen.
Ich darf von vornherein folgendes e r k l ä r e n . Wenn wir bei diesen B e ratungen überhaupt irgendetwas e r r e i c h t haben sollten, dann ist das wohl nur
darauf zurückzuführen, daß die Berliner V e r t r e t e r bei allen grundsätzlichen
F r a g e n in absoluter Einmütigkeit zusammengehalten haben.
(Beifall.)
So hat sich eben dort doch das Resultat der von uns in langen Monaten a u s g e arbeiteten Formulierungen und Vorschläge auf den verschiedensten Gebieten,
auf den Gebieten der finanziellen und wirtschaftlichen Fragen, bemerkbar gemacht. Wir waren in der Lage, auf wirtschaftlichem Gebiet ein umfassendes
und, wie ich glaube, in der richtigen Komposition alle Seiten des P r o b l e m s
e r f a s s e n d e s P r o g r a m m vorzulegen, und wir haben alle in allen ausschlaggebenden F r a g e n ein und dieselbe Sprache gesprochen und ein und dieselbe Stellungnahme bezogen. Ich bin der tiefen Überzeugung, daß wir die große, gewaltige Aufgabe, diese u n s e r e Stadt Berlin durch die Schwierigkeiten der gegenwärtigen Übergangszeit hindurchzuschleusen, den Anschluß an die Bundes-
        
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