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Periodical volume Nr. 27, 29. September 1949, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1949

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und daß die Pressemeldungen nicht i m m e r , wie wir das so oft feststellen
können, der Wahrheit entsprechen. Die Meldung über die Deutschlandhalle
ist zweifellos eine Zweckmeldung von gewissen Interessentenkreisen, und
H e r r Peschke ist darüber doch ganz genau im Bilde, da in der letzten
Sitzung des Aufsichtsrats der Toto-Gesellschaft über diese Dinge g e s p r o chen worden ist. Ich glaube also, daß man etwas unverantwortlich und
leichtfertig handelt, wenn man die Zeit des P a r l a m e n t s mit solchen Anfragen in Anspruch nimmt.
Stadtrat M A Y : Meine Damen und H e r r e n ! Ich kann das, was ich
sagte, noch ganz kurz ergänzen. E s sind seitens des Magistrats oder seitens
der Abteilung für Volksbildung bisher keinerlei Verfügungen über irgendwelche
einzelnen Projekte getroffen worden. Auch die Meldung der P r e s s e über den
beabsichtigten Ankauf oder Aufbau der Deutschlandhalle aus Mitteln des F u ß ball-Toto ist also auf keinen F a l l darauf zurückzuführen, daß hier b e r e i t s
bindende Zusagen oder irgendwelche Projekte vorliegen.
Soweit es sich um die vierprozentige Beteiligung des Fußballsports
handelt, so wird dafür Verständnis h e r r s c h e n ,
(Zurufe: Nein! Niemals!)
daß die Fußballsportler, die ja den ganzen Fußballsport und damit auch den
Fußball-Toto tragen, in einer bestimmten Weise auch an den E r g e b n i s s e n
d i e s e s Totos beteiligt werden. E s trifft also zu, daß die Fußballsportler
W e s t - B e r l i n s aus diesen 15 %, die für die Berliner Sportler insgesamt zur
Verfügung stehen, 4 %', bekommen sollen. Diese Vereinbarung ist mit der
B e r l i n e r Tote-Gesellschaft und den Fußballern Berlins getroffen worden.
Stadtv. P E S C H K E (FDP): Meine Damen und H e r r e n ! Die Ausführungen von H e r r n Stadtrat May beantworten die F r a g e , die ich hier gestellt
habe.
Ich habe mich wegen der Ausführungen des Kollegen Barthelmann
nochmals zum Wort gemeldet. Ich bin der Auffassung, daß die Worte, die
hier gebraucht worden sind, in okeiner Weise den Tatsachen entsprechen.
E s kann nicht davon gesprochen werden, daß irgendwelche Mitteilungen, die
die Öffentlichkeit i n t e r e s s i e r e n und die durch die Zeitungen gehen, als unverantwortlich und leichtsinnig bezeichnet werden. E s ist selbstverständlich
auch m i r als Mitglied des A r b e i t s a u s s c h u s s e s oder des Aufsichtsrates das
Geschäftsgebaren^ bekannt, und ich weiß, daß es zu den Obliegenheiten der
Aufsichtsratssitzungen gehört, die gegebenen Möglichkeiten wahrzunehmen.
Ich möchte darauf hinweisen - das weiß auch der Kollege Barthelmann,
dem ich es auch mitgeteilt habe -, daß ich hier nichts über die Geschäftsgepflogenheiten der Sport-Toto-Gesellschaft gesagt habe, weil dies nicht in den
Rahmen der Stadtverordnetenversammlung hineinpaßt. E s ist so, daß nach
der Drucksache 199 die Gewinne aus den Betrieben des Unternehmens der
        
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