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Periodical volume Nr. 26, 15. September 1949, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1949

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einmal dem Antrag in der F a s s u n g des Ausschußbeschlusses die Zustimmung
zu geben. Der Magistrat i s t keineswegs daran gehindert, eine Erweiterung
vorzunehmen, wenn er sie für zweckmäßig hält.
V o r s t e h e r S U H R : Meine Damen und H e r r e n ! W e i t e r e Wortmeldungen liegen nicht m e h r vor; die Aussprache ist geschlossen.
Ich stelle fest, daß zunächst von seiten des H e r r n Stadtverordneten
Dr. Ronge der Antrag gestellt wurde, in der Drucksache 300 das Wort
"Flüchtlinge" durch "Kriegsgeschädigte" zu ersetzen. Nach seinen letzten
Ausführungen darf ich annehmen, daß dieser Antrag zurückgezogen wird zugunsten des neuen A n t r a g e s , hinter dem Wort "Flüchtlinge" jeweils die Worte "und Kriegs geschädigte" einzufügen. Wir kommen zunächst zur A b s t i m mung über diesen Abänderungsantrag des Stadtverordneten Ronge, in der
Drucksache 300 jeweils hinter dem Wort "Flüchtlinge" die Worte "und Kriegs geschädigte" einzusetzen. Wer für diesen Abänderung santrag ist, den bitte
ich, das Handzeichen zu geben. - Ich bitte u m die Gegenprobe. - Der Antrag
ist abgelehnt.
Wir kommen nunmehr zur Abstimmung über den Beschluß des A u s s c h u s s e s für Sozialwesen unter Hinzuziehung des Rechtspolitischen A u s s c h u s s e s vom 10. August 1949 zu dem Antrag der Fraktion der SPD über Flüchtlingsausweise so, wie er in der Drucksache 300 formuliert wurde. Wer dies e m Beschluß der beiden Ausschüsse seine Zustimmung geben will, den bitte
ich, das Handzeichen zu geben. - Das ist die Mehrheit; demzufolge ist so b e schlossen.
Nunmehr, meine Damen und H e r r e n , kommen wir zu dem Punkt 19 der
Tagesordnung:
Drucksache 332, II. Beratung der Vorlage über das Gesetz
über die Gewerbefreiheit.
E s ist der Antrag gestellt worden, die Beschränkung der Redezeit bei d i e s e r
Beratung aufzuheben. Nach der Geschäftsordnung ist demzufolge unbeschränkte Redezeit zugestanden. Das Wort hat als B e r i c h t e r s t a t t e r H e r r Stadtverordneter Dr. Schreiber.
B e r i c h t e r s t a t t e r Stadtv. Dr. S C H R E I B E R : Meine Damen und
H e r r e n ! Der Wirtschaftspolitische Ausschuß hat sich mit d i e s e r wichtigen
Magistratsvorlage, die auch in der Öffentlichkeit berechtigtes I n t e r e s s e g e funden h a t , in zwei Sitzungen beschäftigt. Dabei sind keine wesentlichen Meinungsverschiedenheiten hervorgetreten. Die m e i s t e n Bestimmungen sind einstimmig vom Ausschuß angenommen worden. Ich möchte hervorheben, daß
t r o t z der Bedenken, die von einzelnen Seiten geltend gemacht worden sind,
daß bei einer übermäßigen Ausdehnung der zum Gewerbebetrieb zugelassenen
Menschen die Gefahr i h r e r Politisierung besteht, gleichwohl niemand i m A u s schuß die Anregung gegeben hat, etwa die Zahl der Zulassungen zu b e s c h r ä n ken oder die Zulassungen von der Prüfung des volkswirtschaftlichen Bedürfn i s s e s abhängig zu machen. Ebenso wenig hat sich im Ausschuß jemand dafür
ausgesprochen, daß die z. Zt. noch bestehenden Beschränkungen hinsichtlich
        
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