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Periodical volume Nr. 25, 1. September 1949, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1949

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der Volksbildungsausschuß und der Verfassungsausschuß. Also ich kenne
die Dinge. Ich hoffe, daß auch dieser Sonderausschuß in der gleichen Weise gut besucht werden wird.
Stadtv. Dr. S U H R (SPD) : Meine Damen und H e r r e n ! Nur ein
Satz! Ich glaube, der Herr Stadtverordnete Landsberg hat eben eine ausgezeichnete Begründung dafür gegeben, daß das Haus dem Beschluß des V e r f a s s u n g s a u s s c h u s s e s beitritt.
(Beifall bei der SPD. )
. '
Stellv. y o r s t e h e r M A R K E W I T Z : Weitere Wortmeldungen l i e gen nicht vor. Zu dem Tagesordnungspunkt i s t von der CDU ein Abänderungsantrag gestellt worden, der folgenden Wortlaut hat:
i

In Ziffer 2, zweiten Absatz werden die Worte "dem V e r f a s sungsausschuß" e r s e t z t durch die Worte "einem Koordinierung sausschuß". Der darauf folgende Satz fällt fort.
Wer d i e s e m Abänderungsantrag seine Zustimmung gibt, den bitte ich um das
Handzeichen. - Ich bitte u m die Gegenprobe. - Der Antrag ist mit überwiegender Mehrheit abgelehnt.
Wir kommen sodann zur Abstimmung über den Beschluß des V e r f a s sungsausschusses in der vorliegenden Fassung. Wer dem Beschluß des V e r f a s s u n g s a u s s c h u s s e s in der Fassung der Drucksache Nr. 296 zustimmen
will, den bitte ich um das Handzeichen. - Ich stelle einstimmige Annahme
fest.
Das Wort hat nunmehr H e r r O b e r b ü r g e r m e i s t e r Reuter.

'

O b e r b ü r g e r m e i s t e r R E U T E R : Meine Damen und H e r r e n ! Ich
bitte in d i e s e m Zusammenhang noch etwas Neues vorbringen zu dürfen. Nach
der Gepflogenheit, die bisher, seitdem wir hier neu arbeiten, P l a t z gegriffen hat, i s t es die Aufgabe des O b e r b ü r g e r m e i s t e r s , Vorschläge für die Zusammensetzung des Magistrats zu machen. Wir haben auf Grund der Vorschläge, die Ihnen zu unterbreiten ich die Ehre gehabt habe, das M a g i s t r a t s kollegium erheblich kleiner gestaltet, als es früher üblich war. E s erscheint
aber aus dem Anlaß, mit dem wir uns jetzt beschäftigen, notwendig, das Magistratskollegium um ein Mitglied zu erweitern, und zwar handelt es sich um
folgendes. Auf Grund der Bestimmungen des Artikels 144 des Bonner Grundgesetzes i s t ein Land oder ein Teil eines Landes, das auf Grund der Einschränkung des Artikels 23 Abs. 1 vorläufig noch nicht Mitglied des Bundes
ist, berechtigt, V e r t r e t e r in den Bundesrat und in den Bundestag zu entsenden. Die Zahl der Mitglieder, die wir in den Bundestag zu entsenden haben,
ist durch ein besonderes Schreiben der H e r r e n Militärgouverneure auf acht
festgelegt worden. Über die Zahl der Mitglieder zum Bundesrat sind keinerlei
besondere Vorschriften e r l a s s e n worden. Infolgedessen kann es keinem Zweifel unterliegen, daß nach den Bestimmungen des Grundgesetzes die Stadt B e r lin, wie sie heute von uns verwaltet wird, mit 2, 2 Millionen Einwohnern vier
Mitglieder in den Bundesrat zu entsenden hat. Die Mitglieder des Bundesrats
        
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