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Periodical volume Nr. 23, 28. Juli 1949, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1949

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Zum anderen die F r a g e der VAB. Auch diese Dinge habe ich deutlich genug d a r g e s t e l l t . Ich habe die Dinge v e r t r e t e n , die ich b e r e i t s v'pr
d r e i Jahren, als wir noch gar keine Stadtverordnetenversammlung hatten,
als wir uns damals mit H e r r n P r o f e s s o r Schellenberg auseinandersetzten,
genannt habe.
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Ich bin eigentlich etwas erstaunt, daß es zu dieser etwas e r r e g t e n
politischen Debatte über diesen doch ganz ruhigen Antrag gekommen ist.
(Sehr richtigI bei der F D P . )
Wenn man der Auffassung ist wie der Kollege Neumann, daß es nicht so
dringlich w ä r e , diesen Antrag zu behandeln, dann hätte er ja nur im Ä l t e s t e n r a t v o r g e s t e r n mittag zu sagen brauchen: wir wünschen das nicht,
wir halten das nicht für dringlich. Dann war die Sache erledigt.
(Sehr r i c h t i g ! auf der rechten Seite.)
Wenn man aber der Dringlichkeit zustimmt, dann muß man sich darüber
unterhalten, und dann kann man nicht nachträglich entsprechende Vorwürfe
in d i e s e r F r a g e machen.
Ich gebe zu, daß der Antrag, wie ich glaube, nicht sehr glücklich form u l i e r t ist. Man hätte ihn wesentlich anders formulieren können. Aber in
der Sache kann ich m i r kaum denken, daß H e r r Stadtrat Nicklitz, der Anregungen gegenüber i m m e r außerordentlich aufgeschlossen ist, wie ich
das durchaus von m i r betonen möchte, die Dinge abgelehnt hätte. Ob man
dasauf direktem Wege machen sollte oder auf einem anderen Wege, d a r über kann man verschiedener Meinung sein, und ich möchte glauben, daß
der Weg über die Stadtverordnetenversammlung, also der Weg, der eine
größere und s t ä r k e r e Publizität gibt, der richtige ist.
(Beifall bei der F D P . )
Warum sollte man ihn nicht gehen? Ich glaube, wenn man den Antrag nur so
behandelt hätte und wenn man nicht e r s t zu irgendwelchen Reden gekommen
wäre, die sich dann natürlich über stürztennand ich glaube, der e r s t e F r a k tionsredner der SPD trägt an dieser Überstürzung, wie m i r scheint, die
Schuld-, wenn man darüber nur ein paar nüchterne Worte mit ein, zwei
Sätzen gesagt hätte, dann wäre das über die Bühne gerollt, die Publizität
wäre e r r e i c h t , und das, was wir alle wollen, wäre auch damit geschehen.
(Beifall auf der rechten Seite.)
Stellv. Vorsteher F r a u Dr. M A X S E I N : Es liegen keine weiteren
Wortmeldungen vor. Damit ist die Aussprache erschöpft. Wir kommen zur
Abstimmung.
Wir stimmen zunächst ab über den Abänderungsantrag der SPD zu
dem Dringlichkeitsantrag der F D P . Er lautet:
        
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