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Periodical volume Nr. 22, 21. Juli 1949, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1949

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Diese drei Drucksachen stehen h i e r m i t zur Beratung. Das Wort hat
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d e r B e r i c h t e r s t a t t e r , H e r r Stadtverordneter Dr. Will.
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(Zuruf: Dr. Will ist krank!) .-<. ' • - •

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H e r r Stadtverordneter Rosenzweig wird den Bericht übernehmen.
B e r i c h t e r s t a t t e r Stadtverordneter R O S E N Z W E I G : Meine Damen und H e r r e n ! Der vom Magistrat der Stadtverordnetenversammlung hier
vorgelegte Entwurf zu einem Gesetz über eine Baunotabgabe ist eine der
Maßnahmen, die i m Zusammenhang stehen mit den Maßnahmen über die B e lebung der Wirtschaft in Berlin. Ich darf daher von Einzelheiten absehen
und mich darauf beschränken, nur allgemein das hervorzuheben, was der
Ausschuß, der sich in wiederholten Sitzungen mit dem Entwurf beschäftigt
hat, dazu zu sagen hat.
Der Magistrat hat der Vorlage eine Begründung vorausgeschickt, in
der das Wesentliche über die Notwendigkeit dieses Gesetzes gesagt ist. E s
heißt da, daß die gewerbliche Wirtschaft und der A r b e i t s m a r k t in Berlin einer
dringenden Belebung bedürfen, und daß mit dieser Baunotabgabe diesem Bedürfnis abgeholfen werden soll. Die Einzelheiten des Gesetzes sind auch auf
d i e s e r Grundlage zu verstehen.
Über den E r t r a g , der e r w a r t e t wird, gehen die Meinungen auseinander. Der Ausschuß hat in verschiedenen Beratungen dazu Stellung genommen.
E r ist der Meinung, daß, wenn die Bestimmungen durchgeführt werden, damit doch dem Baugewerbe als einem der Schlüsselgewerbe die Möglichkeit
gegeben werden m ü s s e und könne, von da auch andere Zweige der Berliner
Wirtschaft anzukurbeln und zu beleben. Über den Zeitpunkt, über den sich
die Erhebung e r s t r e c k e n soll, ist gesagt, daß er vom 1. April d. J. bis zum
Schluß des nächsten J a h r e s gehen soll.
Sie haben in Ihren Unterlagen die Vorlage zur Hand. Ich darf nur
noch auf die Beschlüsse des
Bauiausschusses hinweisen, die gestern gefaßt worden sind. E s sind einige Änderungen vorgenommen worden an der
Vorlage 263, und zwar sowohl Änderungen redaktioneller wie auch g r u n d s ä t z licher Art.
Im Ausschuß war zunächst die Meinung nicht ganz einmütig über die
A r t und Weise und über die Grundsätze, nach denen die Erhebung des Notopfers erfolgen soll. Es ist aber daher an der ursprünglichen F a s s u n g eine
Änderung dahingehend vorgenommen worden, daß die Erhebung nicht nur
nach dem sogenannten Einheitswert vorzunehmen ist, sondern auch von dem
E r t r a g der Mieten und Pachten und dergleichen sonstigen Einnahmen.
Sie finden diese Änderungen bei den einzelnen P a r a g r a p h e n v e r m e r k t .
Ich darf mich auf diesen allgemeinen Hinweis beschränken.
Sie finden aber auch, wie der H e r r S t a d t v e r o r d n e t e n v o r s t e h e r b e r e i t s gesagt hat, einen weiteren Beschluß, und zwar einen Beschluß des Haupta u s s c h u s s e s auf der Rückseite der Vorlage 255. Der Hauptausschuß hat wied e r u m einige Änderungen an dem Beschluß des A u s s c h u s s e s für Bau- und
Wohnungswesen von v o r g e s t e r n vorgenommen.
        
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