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Periodical volume Nr. 21, 14. Juli 1949, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1949

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darauf, daß der Stadtverordnetenversammlung sorgfältig v o r b e r e i t e t e
Vorlagen zugehen, deren Bearbeitung und Beratung, wie jeder Sachkundige zugeben muß, eine angemessene F r i s t verlangen.
Stellv. Vorsteher M A R K E W I T Z : Wünschen die A n t r a g s t e l ler das Wort? - Wortmeldungen liegen nicht vor; damit i s t die Anfrage
erledigt.
Wir kommen zum nächsten Punkt der Tagesordnung, lfd. Nr. 9:
Drucksache 212, große Anfrage der Stadtverordneten
Dr. Ronge, P e s c h k e und der übrigen Mitglieder der
Fraktion der F D P über die Unterbringung von Schulentlassenen im Berufsleben.
Das Wort hat der M a g i s t r a t s v e r t r e t e r H e r r Stadtrat Fleischmann.
Stadtrat F L E I S C H M A N N : Meine Damen und H e r r e n ! Die
Sorge um die Unterbringung Jugendlicher, die jetzt aus dem Schulverhältnis ausscheiden, beschäftigt uns schon m e h r als ein halbes J a h r . Wir b e mühen uns in g e m e i n s a m e r Arbeit mit den V e r t r e t e r n des Handwerks und
der Industrie, zunächst einmal L e h r s t e l l e n für diese jungen Menschen zu
schaffen. Leider gelingt uns das in Anbetracht der wirtschaftlichen Lage
nicht in vollem Umfange. Wir haben aus d i e s e m Grunde in Abstimmung
mit dem Hauptjugendamt und mit der Schulverwaltung Vorsorge getroffen,
daß diese jungen Menschen, die wir augenblicklich nicht voll in L e h r s t e l len einschleusen können, besonders betreut werden.
An der Spitze der Betreuung soll die Berufsausbildung stehen. Das
ist selbstverständlich die Betreuungsmaßnahme, die am t e u e r s t e n ist. Bei
der schwierigen Finanzalge der Stadt, die auch auf d i e s e m Sektor zu außerordentlichen Haushaltsabstrichen geführt hat, werden wir nicht mehr in
dem Umfang, in dem wir es geplant hatten, in der Lage sein, diese b e r u f s fördernden Maßnahmen durchzusetzen. Wir hoffen aber immerhin,8-bis 10 000
jungen Leuten eine sogenannte Vorausbildung von einem halben Jahr bringen
zu können, die dann bei Übernahme in ein g e r e g e l t e s Lehrverhältnis unter
Umständen angerechnet werden soll.
Diejenigen Menschen, die wir auf d i e s e m Sektor nicht unterbringen
können, sollen dann entweder von der Schulverwaltung in die volle B e r u f s schulpflicht genommen oder auf dem Weg über das Hauptjugendamt b e r u f s fördernd betreut werden.
Ich darf Sie bitten, aus dieser ganz kurze ^zusammengedrängten D a r stellung zu entnehmen, daß wir alles versuchen, um der Not d i e s e r Jugendlichen gerecht zu werden, daß diese Not uns bekannt ist und daß in gemeins a m e r Arbeit der d r e i Abteilungen, die hier für die Betreuung der Jugend-
        
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