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Periodical volume Nr. 62, 24. März 1948, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1948

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" des B e z i r k s a m t e s " in der zweiten Zeile zu streichen, so daß es
heißen würde:
Die Verwaltungsausschüsse bestehen aus Mitgliedern
der B e z i r k s v e r o r d n e t e n v e r s a m m l u n g und sachkundigen Wahlberechtigten ( B ü r g e r v e r t r e t e r n ) .
Das bedeutet: die Mitglieder des B e z i r k s a m t s sind nicht v e r f a s s u n g s mäßig ordentliche Mitglieder d i e s e r Ausschüsse, Der Sinn der A u s schüsse besteht doch darin, daß in den Bezirken eine wirklich volksnahe Verwaltung durchgeführt wird, d . h . sie sind gewissermaßen ein
Korrektiv der B ü r o k r a t i e . Sie sollen aus den Wahlberechtigten und
den ernannten V e r t r e t e r n eben das Volk, die Masse gegenüber der Bürok r a t i e der Verwaltung d a r s t e l l e n . E s wäre also u . E . vollkommen falsch,
wenn man jetzt die V e r t r e t e r der Bürokratie, des B e z i r k s a m t s auch als
gleichberechtigte und vollberechtigte Mitglieder in diese Ausschüsse
^*
senden würde. Dementsprechend müßten dann in der dritten Zeile die
Worte gestrichen werden: " die Mitglieder des B e z i r k s a m t e s von diesem benannt". Denn wenn das B e z i r k s a m t s v e r t r e t e r wären, müßten
sie ja ernannt werden. Wir halten das für f a l s c h . Das soll nicht
heißen, daß das B e z i r k s a m t in den Ausschüssen nichts zu tun hat. Im
Gegenteil, es ist eine Selbstverständlichkeit, daß wie wir das auch vorn
bei der Zentralverwaltung betont haben, die Bezirksverwaltung, also
die Bürokratie, in diesen Ausschüssen v e r t r e t e n ist, und zwar durch*
den zuständigen B e z i r k s r a t und auch seine Sachbearbeiter, die für die '
jeweilige zur Beratung stehende Angelegenheit fachkundig sind.
Es ist selbstverständlich, daß sie das Recht haben, Anträge zu
stellen und die beratende Stimme im I n t e r e s s e und in der verwaltungsmäßigen Auffassung des B e z i r k s a m t s zur Geltung zu bringen. Aber es
handelt sich doch in diesen Ausschüssen um Gruppen, in denen zwischen
der Verwaltung und der Volksmasse eine Diskussion darüber hergestellt
werden soll, wie die Maßnahmen der amtlichen Körperschaft sich p r a k tisch in der Bürgerschaft auswirken, so daß beide sich jetzt nicht feindlich, aber gewissermaßen als P a r t n e r gegenüberstehen. E s ist logisch,
daß hier das Stimmrecht nur auf Seiten der B ü r g e r v e r t r e t e r sein kann
und nicht auf Seiten des B e z i r k s a m t s , das vielmehr aus den Abstimmungen der B ü r g e r v e r t r e t e r für die Arbeit der Bürokratie im B e z i r k s a m t
die entsprechenden Folgerungen zu ziehen hat.
„
Wir sind der Ansicht, daß diese Abänderungsanträge allein geeignet sind, in den Bezirken die entsprechende volksnahe Verwaltung zu
ermöglichen. Aus diesen Ausführungen ergibt sich logisch, daß der
dritte Absatz gestrichen werden muß; denn wenn die ordentlichen Mitglieder - um sie einmal so zu nennen - die B e z i r k s v e r o r d n e t e n und die
B ü r g e r v e r t r e t e r sind, dann v e r s t e h t es sich von selbst, daß sie aus
i h r e r Mitte jeweils den Vorsitzenden für die Verhandlungen zu wählen
haben. Wir sind auch der Ansicht, daß wenn beispielsweise in solchen
        
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