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Periodical volume Nr. 95, 16. Dezember 1948, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1948

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werden auch in der Lage sein, d i e s e s V e r t r a u e n in Zukunft t r o t z der Schwierigkeiten zu rechtfertigen, zu kräftigen und sich zu erhalten. Aber wir
brauchen dazu die Sicherungen, daß die rechtmäßigen Vorstände und ihre
Organe auch wieder in ihre vollen Rechte eingesetzt sind, damit sie in j e der Weise weiter arbeiten können.
Darum bitten wir Sie, diesen Dringlichkeitsantrag der CDU anzuneh, men, damit nunmehr unverzüglich vom Magistrat der Stadt Berlin Verhandlungen mit dem Wirtschaftsrat aufgenommen werden können, um die Stellung des Auf Sichtsamtes Hamburg k l a r z u s t e l l e n . Wie wir erfahren haben,
ist der Wirtschaftsrat in Frankfurt a. M. der Meinung, daß die Übertragung
der Befugnisse des früheren R e i c h s w i r t s c h a f t s m i n i s t e r i u m s auf das D i r e k t o r i u m der Finanzen beim Wirtschaftsrat übertragen werden müßte. E s
w ä r e das die Lösung, die uns vorschwebt, und die auch wir befürworten
möchten. Wir bitten Sie deshalb, diesem Antrag zuzustimmen,, damit keine
,;
Zeit m e h r v e r l o r e n geht und den Versicherungsgesellschaften die notwendige
Hilfe gewährt wird.
i>f .

A

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Vor S t e h e r - S t e l l v e r t r e t e r Dr. S C H R E I B E R : , Ich eröffne die
Besprechung. Das Wort hat H e r r Stadtrat Heinzelmann.

Stadtrat H E I N Z E L M A N N : Meine Damen und H e r r e n ! Die in
dem Dringlichkeitsantrag der CDU behandelte Materie ist dem Magistrat
schon seit einiger Zeit bekannt. Das Zonenämt in Hamburg hat in der Tat
eine Anordnung e r l a s s e n , wonach Zahlungen und Überweisungen aus den
westlichen Sektoren an die Berliner Versicherungsgesellschaften genehmigungspflichtig gemacht wurden. In der P r a x i s hat sich diese Genehmigungspflicht dahin ausgewirkt, daß tatsächlich so, wie es der H e r r Stadtv. Rausch
geschildert hat, Überweisungen von den Westzonen nach Berlin für die
B e r l i n e r Zentralen der Versicherungsgesellschaften p r a k t i s c h kaum m e h r
erteilt wurden. Dadurch sind die Berliner Versicherungsgesellschaften in
eine schwierige Liquiditätslage geraten. Deshalb hat schon vor einiger Zeit
das Berliner Aufsichtsamt intensive und umfangreiche Verhandlungen mit
dem Zonenaufsichtsamt in Hamburg geführt, wie es der H e r r Stadtv. Rausch
ja eben auch durchaus anerkannt hat. In diesen Verhandlungen ist i m m e r h i n ,
allerdings e r s t in den letztein Tagen des November, ein gewisser Erfolg
insofern erzielt worden, als; eine beschränkte Anzahl von solchen Uberweisungsanträgen vom Zonenamt genehmigt wurden. E s handelt sich i n s g e s a m t
•um eine Summe von etwa 3/4 Millionen. Jedoch s i n d diese Genehmigungen
nur erteilt worden für Teilbeträge und m e i s t nur für einen Monat, während
es richtiger gewesen wäre, generell und grundsätzlich die Genehmigung
für diese Überweisungen zu erteilen. Ich s t i m m e darin mit dem H e r r n Stadtv.
V Rausch durchaus überein.
•

Um nun dieses Ziel der generellen grundsätzlichen Genehmigung
" von dem Zonenamt in Hamburg zu e r r e i c h e n , um zu e r r e i c h e n , daß es
Überweisungen aus dem Vermögen der Berliner Versicherungsgesellschaften im Westen nach h i e r h e r gestattet, habe ich b e r e i t s unter dem 24. November ein Schreiben an die Verwaltung für Finanzen beim Wirtschaftsrat
        
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