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Periodical volume Nr. 95, 16. Dezember 1948, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1948

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Beginn der Sitzung 15 Uhr 26 Minuten.
Stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher Dr.
SCHREIBER:
Meine Damen und H e r r e n ! Ich eröffne die 95. , Ordentliche Sitzung der
Stadtverordnetenversammlung von Groß Berlin. Vor E i n t r i t t in die T a g e s ordnung habe ich die Eingänge bekanntzugeben. Es i s t eingegangen ein
Schreiben des H e r r n französischen Kommandanten, in dem er die Wahl
des H e r r n Stadtrats Reuter zum O b e r b ü r g e r m e i s t e r von G r o ß - B e r l i n b e stätigt und H e r r n Reuter jedenfalls für den französischen Sektor in seiner
Eigenschaft als O b e r b ü r g e r m e i s t e r anerkennt.
E s ist dann eingegangen ein Dringlichkeitsantrag der Fraktion der
CDU, der folgenden Wortlaut hat:
Das Zonenamt des Reichsaufsichtsamt Hamburg hat durch eine Folge
von Maßnahmen^ verschärft in der Zeit nach dem Währungsschnitt,
den Versicherungsunternehmungen in Berlin jedes Verfügungsrecht
über ihre im Westen befindlichen Guthaben entzogen. Conten, über
welche Berliner Vorstände durch Zeichnung verfügen konnten, mußten
aufgelöst werden. Das Aufsichtsamt Hamburg hat sich das Recht g e nommen, die Verwaltungskosten von sich aus aufzuteilen. Das bedeutet
eine unzulässige Einmischung in die innere Verwaltung der V e r s i c h e rungsunternehmungen. Das Verfahren des Zonenamts Hamburg steht
i m Widerspruch mit der von den höchsten Stellen in den Westzonen
zugesagten Hilfe für Berlin. Im Gegenteil, es gefährdet die Existenz
von Tausenden von Angestellten.

;

Die Stadtverordnetenversammlung beschließt:
Der Magistrat wird beauftragt, mit dem Wirtschaftsrat der Doppelzone unverzüglich und mit allem Nachdruck Verhandlungen aufzunehmen und auf das Zonenamt des Reichsaufsichtsamts in Hamburg einzuwirken, aus den westlichen Vermögensbeständen der in B e r l i n ansässigen Versicherungsgesellschaften diejenigen Beträge freizugeben,
die für die Aufrechterhaltung der B e r l i n e r V e r s i c h e r u n g s b e t r i e b e notwendig sind.
Ich frage, ob der Dringlichkeit dieses A n t r a g e s widersprochen wird. Das i s t nicht der Fall; er wird dann behandelt werden.
Dann ist eine Anfrage der Fraktion der CDU angekündigt worden, die
folgenden Wortlaut hat:
Wir fragen an, welche Schwierigkeiten F r a u Stadtrat Maraun bisher
gehindert haben, die Zusammenlegung des Berliner Hauptjugendaus' Schusses und des Jugendamts durchzuführen.

?

Ich darf den Magistrat fragen, ob er zur Beantwortung d i e s e r Anfrage heute
b e r e i t ist. - Ich werde dann bei Behandlung der kleinen Anfragen diese
F r a g e wiederholen.
        
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