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Periodical volume Nr. 89, 18. November 1948, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1948

89

30.

Z u s a m m e n a r b e i t gewährleistet i s t . Ich habe nicht ein Wort davon gesagt,
daß "sie diese Dinge durchführen sollen. Ich habe nur gesagt: soweit Sie
unter dem Befehl der sowjetischen Kommandantur hier noch weiter Dienst
tun, ^sorgen, Sie dafür, daß u n s e r e r a r m e n unglücklichen B e r l i n e r Bevölkerung nicht neue schwere Schäden aus d i e s e r Entwicklung entstehen, und
sorgen Sie,für,eine k o r r e k t e und ordentliche Z u s a m m e n a r b e i t mit den demok r a t i s c h e n , I^ei^exn der Abteilungen! Das ist das, was ich getan habe. Dafür
t r e t e ich e i ^ . u | ^ w e r d e es bei nächster Gelegenheit in gleicher Weise wieder
tun, und keine ADN-Meldung wird mich davon abhalten.
: ; a,

-(Beifall bei der CDU. )

Stadtv. L A N D S B E R G (CDU): Meine Damen und H e r r e n ! Wir sind
H e r r n B ü r g e r m e i s t e r Dr. F r i e d e n s b u r g außerordentlich dankbar für die klar e n Ausführungen, die er hier gemacht hat. Ich glaube, wir sollten uns in
d i e s e m Hause doch schon längst darüber hinwegsetzen, uns mit irgendwelchen
Schreibseleien i m .,"Neuen Deutschland", in der "Täglichen Rundschau" oder
mit Meldungen von ADN an sich überhaupt noch auseinanderzusetzen. J e d e r ,
der diese Dinge sieht, weiß doch, daß man hier versucht, allerdings mit sehr
unzulänglichen Mitteln, Unfrieden und Zwistigkeit zwischen die d r e i d e m o k r a tischen P a r t e i e n hier zu säen. Man versucht i m m e r , die eine gegen die andere
auszuspielen, und glaubt, man wäre so dumm, auf diese törichten Dinge hineinzufallen. Insofern muß ich schon meinem E r s t a u n e n Ausdruck geben, daß der
v e r e h r t e Kollege Swolinzky überhaupt diesen Dingen auch nur die geringste B e deutung b e i g e m e s s e n hat. ü b e r ADN geht man doch zur Tagesordnung über.
Die dementiere ich noch nicht einmal, wenn sie von m i r mitteilen, ich hätte
eine grüne Neese. Selbst so etwas brauchte ich nicht zu dementieren. Die Meldungen, die von ADN herauskommen, sind für mich gar nicht diskutabel.
.
Das, meine Damen und H e r r e n , zu d i e s e m kleinen Zwischenfall! Nun aber
zur Sache s e l b s t !
Nach den Ausführungen des H e r r n B ü r g e r m e i s t e r s Dr. F r i e d e n s b u r g
können wir nur sagen, daß wir diesem Brief vom heutigen Tage durchaus zustim
men. Es ist doch gar kein Zweifel, daß hier wieder erneut ein Versuch gemacht
wird, so wie er im J a h r e 1947 ja ständig von einer b e s t i m m t e n Seite gemacht
worden ist, das demokratische Gefüge u n s e r e r Selbstverwaltung zu e r s c h ü t t e r n .
Man hatte damals schon versucht, durch alle möglichen Dinge dem Aufbau des
M a g i s t r a t s Schwierigkeiten zu machen, die Einsetzung u n s e r e s ordentlichen
O b e r b ü r g e r m e i s t e r s unmöglich zu machen usw. usf.
I m m e r wieder ist man
zu Dingen übergegangen, die nicht rechtmäßig sind,und insofern ist auch d i e ser Punkt hier vollkommen klar und eindeutig.
Und nun das andere, worauf der Brief des amtierenden H e r r n O b e r b ü r g e r m e i s t e r s hinweist! Meine Damen und H e r r e n ! Die Fraktion der Christlich-Demok r a t i s c h e n Union und die B e r l i n e r P a r t e i haben sich i m m e r wieder erneut bis
        
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