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Periodical volume Nr. 89, 18. November 1948, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1948

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m i t Unrecht - folgenden Artikel bringen dürfen:
Stadträte Schlicke und Dusiska von F r i e d e n s b u r g empfangen.
Der amtierende O b e r b ü r g e r m e i s t e r Dr. F r i e d e n s b u r g berief
a m Dienstag abend den provisorischen Leiter der Abteilung
Verkehr und Versorgungsbetriebe, Dipl. Ing. Schlicke, und
den provisorischen Leiter der Abteilung Wirtschaft.Dusiska,
zu sich. In getrennten Unterredungen übermittelte er beiden
die Befehle des amtierenden sowjetischen Militärkommandanten Oberst Jelisarow, des ständigen Gardeobersten, durch
den Schlicke und Dusiska mit der vorläufigen Leitung der b e i den genannten Magistratsabteilungen beauftragt worden sind,
- jetzt kommt das Entscheidende und bat sie, die ihnen zugegangenen Befehle durchzuführen.
(Lebhafte Rufe: Hört! Hört!)
Ich darf fragen, H e r r B ü r g e r m e i s t e r Dr. F r i e d e n s b u r g - und ich nehme
schon Ihre Antwort vorweg -:: das hier ist doch nicht die Wahrheit?
(Bürgermeister Dr. F r i e d e n s b u r g : Völlig falsch!)
- Ich freue mich über diese Bestätigung. Ich stelle hier ausdrücklich fest:
H e r r B ü r g e r m e i s t e r Dr. F r i e d e n s b u r g gibt die Erklärung ab, daß diese
Nachricht im "Neuen Deutschland" vom Mittwoch, dem 17. November, falsch
ist. Solche Nachrichten sind dazu vangetan, Männern vom Schlage des H e r r n
Starck den Mut zu fördern, w e i t e r e s Durcheinander in der Verwaltung a n z u r i c h ten, und d a r u m halte ich es für notwendig, daß das an d i e s e r Stelle a u s d r ü c k lich festgestellt wird.
Welche Konsequenzen haben wir aus den Vorgängen der letzten Tage und
Stunden zu ziehen? - Wir erwarten als Sozialdemokratische P a r t e i von uns»*
r e n Funktionären, daß sie den Ostsektor nicht mehr betreten, u m sich b e i spielsweise zu Sitzungen in der P a r o c h i a l s t r a ß e zu begeben. Wir e r w a r t e n , daß
m a n auf die Unsicherheit in den Gegenden des O s t s e k t o r s Rücksicht n i m m t und
daß man alle Sitzungen - und diese Bitte richte ich auch an Sie, H e r r Dr. F r i e densburg - von Ausschüssen u s w . , an denen Parteifreunde von m i r teilzunehmen haben, in den Westsektoren stattfinden läßt. Es geht hier nicht darum, Mut
zu beweisen, sondern hier heißt es, die Leute, die die Verantwortung für Berlin
zu tragen haben und die sich im I n t e r e s s e der Gesamtbevölkerung exponiert haben, vor Willkürlichkeiten in Schutz zu nehmen.
(Sehr gut! bei der SPD.)
Im übrigen ist dort in der P a r o c h i a l s t r a ß e ein ordnungsgemäßer Geschäftsbet r i e b nicht mehr gewährleistet. Ich weise darauf hin, daß u n s e r e Boten und
        
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