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Periodical volume Nr. 81, 6. September 1948, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1948

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sie den zuständigen A u s s c h ü s s e n zur Beratung überwiesen werden. E s handelt
sich um lfd. Nr. 61, Vorlage 131/999, Vorlage zur Beschlußfassung über Verordnung über E s s e n z e n , - lfd. Nr. 62, Vorlage 131/1000, Vorlage zur Beschlußfassung über Satzung der Hochschule für Bildende Künste, - lfd. Nr. 63,
Vorlage 131/1001, Vorlage zur Beschlußfassung über das Gesetz über den
Rechnungshof von Groß-Berlin, - l f d . Nr. 64, Vorlage 133/1007, Vorlage
zur Beschlußfassung über ein Gesetz über die Sozialversicherung.- - Meine
Damen und H e r r e n ! Nicht etwa weil diese Vorlagen m i n d e r e r Bedeutung sind,
sondern wegen i h r e r großen Dringlichkeit macht Ihnen der Ä l t e s t e n r a t den
Vorschlag, von einer G e n e r a l a u s s p r a c h e in e r s t e r Lesung Abstand zu nehmen
und die Vorlagen 999, 1000, 1001 und 1007 debattelos den zuständigen Aus Schüssen zur Beratung zu überweisen, um sie möglichst schnell mit der Stellungnahme der A u s s c h ü s s e hier i m Plenum besprechen zu können.
Wortmel •
düngen erfolgen nicht; wir kommen zur Abstimmung. Wer für die Überweisung d i e s e r Vorlagen 999, 1000, 1001 und 1007 an die zuständigen A u s s c h ü s s e
ist, bitte ich um das Handzeichen. - Das ist einstimmig beschlossen.
Meine Damen und H e r r e n ! Ich glaube, in I h r e m Sinne zu sprechen,
wenn ich vorschlage, daß wir damit u n s e r e Beratungen für heute abbrechen*
E s ist nicht Sache des S t a d t v e r o r d n e t e n v o r s t e h e r s , ein Schlußwort zu s p r e chen. Aber gestatten Sie m i r , darauf hinweisen zu dürfen, daß ich einleitend
davon gesprochen habe, diese Sitzung sei eigentlich nur nach Ort und Zeit
eine außerordentliche Sitzung. Ich glaube, die A u s s p r a c h e über die Mängel
und Schäden in der demokratischen Selbstverwaltung in Berlin, über die Notwendigkeit und Erfüllbarkeit eines W i n t e r n o t p r o g r a m m s , der Beschluß und
der Wille zu Neuwahlen und schließlich die Beratungen über die Grundlagen
eines neuen Grundgesetzes für ein neues Deutschland, - diese Themen haben
u n s e r e heutige ordentliche 81. Stadtverordnetenversammlung zu einer a u ß e r gewöhnlichen Sitzung gemacht, und ich bitte, feststellen zu dürfen, daß bei
der Verhandlung dieser Beratungsgegenstände der e r n s t e Wille aller Stadtverordneten zum Ausdruck gekommen ist, u n b e i r r t ihren Weg zu gehen, sich
von Druck und Zwang hier an diesem Orte frei zu wissen, für die Berliner
Bevölkerung handeln zu können.
Wir haben heute - wie ich hoffe, nur vorübergehend - das Neue Stadthaus
v e r l a s s e n . Wir haben damit nicht den sowjetischen Sektor v e r l a s s e n , sondern
ich bitte, in I h r e m Namen zu sprechen, wenn ich a m Schluß u n s e r e r Beratungen ausdrücklich betone, daß wir als die legale Stadtverordnetenversammlung
berufen sind und willens sind, für die gesamte Berliner Bevölkerung aller Sekt o r e n - und ich sage mit Nachdruck: insbesondere für den sowjetischen Sektor - hier u n s e r e Arbeit zu leisten.
(Beifall.)
Ich glaube, damit werden wir dem Auftrag, den uns u n s e r e Wähler
seinerzeit gegeben haben, am ehesten gerecht. Und gestatten Sie m i r , daß
ich diese außergewöhnliche Tagung mit dem Wort schließe, daß die Beratungen
        
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