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Periodical volume Nr. 78, 20. Juli 1948, Außerordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1948

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den Bericht zu e r s t a t t e n habe.
(Vorsteher-Stellv. Geschke übernimmt den V o r s i t z . )
B e r i c h t e r s t a t t e r Stadtv. S U H R : Meine Damen und H e r r e n ! Die
Stadtverordnetenversammlung hatte in der letzten Sitzung in einer E r sten Überleitungsverordnung zur Regelung des S t e u e r r e c h t s nach der
Währungsreform eine Reihe formeller Vorschriften zur Sicherung der
Besteuerungsgrundlagen und zur Sicherung des Steueraufkommens b e schlossen. Der Inhalt dieser E r s t e n ÜberleitungsVerordnung deckt
sich im wesentlichen mit der Magistratsvorlage Nr. 126/929 A r t . III
und IV. Dagegen waren die grundlegenden Artikel d i e s e r M a g i s t r a t s v o r lage, der Art. I: Einkommensteuer, der Art. II: Körperschaftssteuer
und die Abschnitte 4 und 5 des Art. IV über die Kapitalverkehrs Steuer,
Wechselsteuer und Wertzuwachssteuer das letzte Mal noch nicht behandelt worden, sondern dem Hauptausschuß noch einmal zur Beratung
überwiesen worden. Der Hauptausschuß hat in seiner Sitzung am 16. Juli
sich noch einmal mit dieser Magistratsvorlage befaßt und legt Ihnen heute
a l s E r g e b n i s seiner Beratungen eine Zweite Uberleitungsverordnung zur
Regelung des Steuerrechts nach der Währungsreform vor. In d i e s e r
Zweiten Über gang sver Ordnung sind alle vordringlichen m a t e r i e l l e n Steueränderungen der Magistratsvorlage behandelt, d. h. die Lohn- und die E i n k o m m e n s t e u e r , die Kapitalverkehr- und Wechselsteuer sowie die W e r t zuwachssteuer. Dagegen mußte eine Reihe von anderen Steuerfragen, i n s b e s o n d e r e die Beratung der Änderung der Körper Schafts Steuer, des Steuerabzugs vom Kapitalertrag, der Steuerabzug der Aufsichtsratsvergütung
und der Änderung der Rennwettsteuer einer weiteren Beratung vorbehalten
bleiben, und wir hoffen, Ihnen in der nächsten Sitzung in einer Dritten
Steuerüberleitungsverordnung diese übrig gebliebenen F r a g e n der K ö r p e r schaftssteuer usw. vorlegen zu können.
In der Zweiten,heute zu besprechenden Steuerüberleitungsverordnung
sind alle jene Änderungen des Steuerrechts zusammengefaßt worden, die
nach Auffassung des Hauptausschusses unmittelbar im Zusammenhang
m i t d e r Währungsreform stehen und b e r e i t s bei dem e r s t e n nach der Währ u n g s r e f o r m fällig werdenden Steuertermin der Lohn- und Einkommensteuer,
a l s o noch in diesem Monat, berücksichtigt werden m ü s s e n . Da die S t e u e r t e r m i n e in d i e s e r Dekade, die heute beginnt, liegen und nicht zu e r w a r t e n
ist, daß die alliierten Kommandanten in der Kürze der F r i s t ihre formelle
Genehmigung zu dem Inkrafttreten dieser Verordnung geben können, schlägt
Ihnen, meine Damen und Herren, der Hauptausschuß vor, heute zu beschließen,
daß der Magistrat bevollmächtigt ist, nach dieser Zweiten Steuerüberleitungsverordnung schon vom Tage der Verkündung an zu verfahren und die Genehmigung der alliierten Kommandanten nachträglich einzuholen. Die B e r e c h t i gung zu d i e s e m außergewöhnlichen Schritt ergibt sich aus dem Notstand, der
durch den Schnitt der Währungsreform eingetreten ist. Allein von diesem Standort aus, ist auch der m a t e r i e l l e Inhalt der Ihnen vorgelegten Zweiten Steuer-
        
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