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Periodical volume Nr. 54, 29. Januar 1948, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1948

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In bezug auf die Materialzuwendungen auf dem technischen Gebiet
i s t es so, daß wir große Schwierigkeiten mit u n s e r e r Anspannung haben. Sie wissen, daß wir bei der Müllabfuhr in F r i e d e n s z e i t hauptsächlich auf den Pferdeverkehr angewiesen waren. Wir hatten 800 P f e r d e .
Nach dem Zusammenbruch hatten wir gar keine m e h r . Langsam sind
wir i m vergangenen Jahr wieder auf 300 Pferde gekommen. Davon sind
uns einige eingegangen. Wir haben kürzlich wieder 75 Pferde aus den
westlichen Sektoren neu erwerben können, und wir haben jetzt einen B e stand von ungefähr 320 Pferden. Dieser Bestand r e i c h t nicht a u s . Wir
brauchen 800 Pferde. Um die fehlenden Pferde zu e r s e t z e n , m ü s s e n wir
uns von den F a h r b e r e i t s c h a f t e n Wagen zur Verfügung stellen l a s s e n .
Die einzelnen F a h r b e r e i t s c h a f t e n in den verschiedenen Sektoren j a m m e r n i m m e r wieder darüber, daß sie keine F a h r z e u g e stellen können.
A n d e r e r s e i t s sind auch diese Anspannungen für u n s e r e Müllwagen, die
nur für den P f e r d e v e r k e h r eingerichtet sind, nicht sehr zweckmäßig;denn
die Chauffeure fahren zu schnell, und die Wagen gehen alle kaputt. D e s halb haben wir viel Bruch. Den notwendigen E r s a t z und R e p a r a t u r m a t e r i al bekommen wir sehr schwer h e r a n . T r o t z d e m ist es bis jetzt möglich
gewesen, die ganze Müllabfuhr in d i e s e m Winter aufrecht zu erhalten. „.
Das haben Sie selbst bis jetzt erleben können. Gewiß, es gibt an einigen *
Stellen Stockungen und Störungen; aber im allgemein kommen wir durch.
Wenn der Winter nicht allzu h a r t m e h r werden wird, werden wir nicht wieder etwas D e r a r t i g e s erleben wie im vorigen Winter. Unsere Müllarbeit e r haben im vorigen Frühjahr fleißig gearbeitet und haben den Müll aus
B e r l i n herausgeschafft. Daher i s t es zu verzeichnen - wie ich Ihnen schon
vorhin sagte -, daß wir in Berlin ohne Seuchen durchgekommen sind. Wir
hoffen, daß uns das auch in d i e s e m Jahr gelingt. Aber wir brauchen i m m e r
wieder eine Unterstützung bei allen diesen Dingen; denn wir können u n s e r e
Betriebe nur durchhalten, wenn wir das entsprechende Material bekommen.
Da m ü s s e n Sie uns, wo Sie nur irgendwie können, helfen. Vor allen Dingen
m ü s s e n Sie uns dabei helfen, daß wir das Material, das wir bekommen, zent r a l über Berlin verteilen können; denn sonst wird es i m m e r wieder irgendwelche Stockungen geben.
Stadtv. V o r s t e h e r S U H R : Zur Beantwortung der Anfrage hat H e r r
Stadtrat Reuter das Wort.
Stadtrat R E U T E R : Meine Damen und H e r r e n ! Ich möchte die a l l gemeinen Ausführungen m e i n e s Kollegen Lübbe nicht wiederholen. Sie gelten, was die Sektoreneinteilung und die sich d a r a u s ergebenden Schwierigkeiten anlangt, selbstverständlich für die BVG gleichermaßen. Die Anfrage, die wir heute beantworten, ist vom 8. November datiert. Schon d a r a u s
ergibt sich, daß die Situation, die zu der Anfrage geführt hat, heute nicht
m e h r in dem gleichen Umfange zutrifft. Wir haben die Schwierigkeiten
in zwei Monaten überwunden. Außerdem hat das milde Klima des Winters
        
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