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Periodical volume Nr. 71, 8. Juni 148, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1948

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ausgezeichnete Beziehungen zu den vier Besatzungsmächten, verfüge.
(Bravo!)
Ich möchte dem H e r r n Stadtverordneten Swolinzky, u m der "Wahrheit die
E h r e zu geben, im vollen Bewußtsein meiner Verantwortung folgendes e r k l ä r e n , daß es in der von Ihnen so wenig geliebten östlichen Zone i m m e r
die westlichen Besatzungsmächte gewesen sind,
•* (Stadtv. Swolinzky: woher wissen Sie?)
die jede Lohnerhöhung in Berlin b i s h e r v e r h i n d e r t haben mit dem Hinweis
darauf, wie Sie m i r i m m e r e r k l ä r t haben - Dutzende von Malen habe ich
mit ihnen verhandelt -, daß das eine Angelegenheit des K o n t r o l l r a t e s sei,
und sie würden in Berlin nicht zustimmen. Schon vor einem halben J a h r e
war die sowjetische Besatzungsmacht b e r e i t , den F o r d e r u n g e n der BVG
auf den T a r i f v e r t r a g von 1930 zuzustimmen. Damals war es w i e d e r u m eine
westliche Besatzungsmacht, die das verhindert hat. E s i s t nicht einmal v e r handelt worden, es i s t 10,- 12,- 15 m a l verhandelt worden mit der BVG und
mit allen andern Dingen, und e r r e i c h t wurden nur diese wenigen L o h n e r höhungen in der P r o b l e m i n d u s t r i e , während alles andere liegenblieb, i n s b e s o n d e r e liegenblieb, seitdem der Kontrollrat nicht m e h r funktioniert, was
sich auch auf d i e s e m Gebiet zum Schaden der Berliner Bevölkerung a u s g e wirkt hat. Das wollte ich Ihnen h i e r e r k l ä r e n , weil es vollkommen der W a h r heit entspricht.
(Beifall bei der

SED.)

Vorst. Stellv. Dr; S C H R E I B E R :
merkung H e r r Stadtverordneter Swolinzky!

Zu einer persönlichen B e -

Stadtv. S W O L I N Z K Y (SPD) : Die Ausführungen des H e r r n
Schmidt kann ich nicht unwidersprochen l a s s e n .
(Stadtv. Litke: Nach der Geschäftsordnung sind persönliche
Bemerkungen e r s t nach der Abstimmung möglich!)
Vor st. Stellv. Dr. S C H R E I B E R :
H e r r Swolinzky das mit zwei Sätzen sagt.

Ich habe nichts dagegen, daß

(Stadtv. Bitke: Nach der Geschäftsordnung ist das e r s t nach
der Abstimmung möglich!)
- Dann können wir das jetzt nicht machen.
(Stadtv. Swolinzky: Ich habe keine Bedenken, wenn ich e r s t
nachher s p r e c h e . )
"Weitere Wortmeldungen liegen nicht vor; wir kommen zur Abstimmung.
(Stadtv. J a e c k e l : Ich möchte das Wort haben. Durch die E r klärung des H e r r n Stadtrat Schmidt i s t die Debatte noch einm a l eröffnet worden; also kann ich noch einmal dazu s p r e c h e n . )
        
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