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Periodical volume Nr. 71, 8. Juni 148, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1948

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Gegenprobe. - Das l e t z t e r e i s t die Mehrheit - der Antrag i s t abgelehnt.
- Damit ist dieser Gegenstand erledigt.
Wir kommen nun zur lfd. Nr. 33, Drucksache 113, Vorlage 815
über
Erhöhung der Lebensmittelrationen für Kinder.
Das Wort zur Begründung des Antrages der CDU hat H e r r Stadtverordneter
Hahn,
Stadtv. H A H N (CDU) : Meine Damen und H e r r e n ! Während für
alle Lebensmittelkarten der Gruppe ITI die Grundbrotration 400 g beträgt,
b e t r ä g t sie auf sämtliche Karten für Kinder nur 300 g. Wie Si« wissen,
haben wir hier in Berlin drei Sorten von Kinderkarten. Die Karte IV a,
die die Kinder von Q bis 6 J a h r e n erhalten, gibt eine B r o t r a t i o n von 300 g
und 25 g Zucker, die Karte IV b, Kinder von 6 bis 9 J a h r e n , 300 g Brot
und 40 g Zucker, die Karte IV c, Kinder von 9 bis 14 J a h r e n , 300 g Brot
und 50 g Zucker. J e d e r , der selber Kinder hat, wird zugeben, daß die
Zuckerration für Kinder von 0 bis 6 J a h r e n mit täglich 25 g absolut unzureichend ist. Denn gerade in diesem A l t e r , gerade auch i m Säuglingsalter,
werden die Speisen, u m sie den Kindern schmackhaft zu machen, etwas
angesüßt, und es ist deshalb hier unbedingt eine Erhöhung der Z u c k e r r a t i o n
zu empfehlen. Wenn man sich auf der anderen Seite überlegt, daß 300 g
Brot 6 n o r m a l e Brotschnitten ergeben, dann wird sich j e d e r n o r m a l e Mensch
sagen, daß ein Kind von 6 bis 14 J a h r e n mit 6 Schnitten Brot a m Tage unmöglich e x i s t i e r e n kann. E s i s t also m e i s t e n s davon abhängig, daß der Vat e r oder die Mutter auf einen Teil der eigenen B r o t r a t i o n verzichten muß.
Wir bitten also den Magistrat vorstellig zu werden, die B r o t r a t i o n zumindest für s-mtliche Kinder einheitlich auf 400 g und die Zuckerration auf
50 g zu erhöhen. Bei Brot würde das bedeuten, daß eine tägliche B r o t v e r mehrung um 59 t - ich habe die Zahlen vom April dieses J a h r e s als Grundlage gen. 
    
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