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Periodical volume Nr. 71, 8. Juni 148, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1948

14 71 sowjetischen Sektor h e r a u s k o m m t , fraglich, ob von einer V e r b e s s e r u n g dabei überhaupt gesprochen werden kann. (Stadtv. Maron: Ist das die Meinung des M a g i s t r a t s ? ) - Ich habe gesagt: vom Standpunkt meiner Abteilung nehme ich zu diesen Dingen Stellung. Sie werden sich dessen erinnern, H e r r Stadtv. Maron, daß ich ausdrücklich zu Beginn gesagt habe und daß ich mich auch darauf berufen habe, nichts a n d e r e s vorzubringen als das, was sich vom Standpunkt m e i n e r Abteilung aus ergibt, wobei ich freilich der Überzeugung bin, daß es darüber gar keine verschiedenen Meinungen gab en kann, nicht einmal zwischen Ihnen (zur SED) und dem Magistrat, nämlich darüber, daß die Wirtschaftseinheit, die Verwaltungseinheit und die politische Einheit aufrechterhalten werden muß. (Lebhafte Zustimmung bei der SPD, der CDU und der LDP. Zuruf von der SED: Hier wird nach der Ansicht des Magis t r a t s gefragt!) - Die Ansicht des M a g i s t r a t s erlaube ich m i r in meiner P e r s o n so weit zu v e r t r e t e n , als der Magistrat i n . m e i n e r P e r s o n v e r t r e t e n werden kann. (Zurufe von der SED.) - Daß es Ihnen vielleicht nicht gefällt, wenn der Magistrat in meiner P e r son spricht, mag ja vorkommen. Ich habe den Magistrat - das wird H e r r B ü r g e r m e i s t e r Dr. F r i e d e n s b u r g bestätigen - in d i e s e r F r a g e gar nicht g e beten, einen Beschluß zu fassen. Nachdem aber der M a g i s t r a t m o r g e n ohnehin z u s a m m e n t r e t e n wird, wird er leider allen Anlaß haben, zu dem Befehl Nr. 20 - nicht freilich zu dem Tenor I h r e r Anfrage, wohl a b e r zu dem B e fehl Nr, 20 - Stellung zu nehmen. (Stadtv. Litke: Warum haben Sie nichts getan?) - Die Anfrage k a m heute, H e r r Litke. (Stadtv. Litke: Aber der Befehl war doch schon früher da!) - Am 3. Juni! (Stadtv. Litke: Den hatten Sie nur zufällig in der Tasche!) - Den hatte ich nicht in der Tasche; den habe ich m i r allerdings bereitlegen lassen. (Zuruf von der SED.) - Verzeihen Sie, H e r r Stadtv. Winzer, ich hatte den Befehl Nr. 167 oder 67 - ich weiß es nicht mehr genau - allerdings bereitliegen; er war griffb e r e i t , und zwar aus einem sehr einfachen Grunde, weil nämlich v o r h e r schon in der letzten KommandaturaSitzung sehr heftig über die F r a g e g e s t r i t t e n worden war, wer denn nun schuld sei an der Zerreißung B e r l i n s . Da hatte ich ein p e r s ö n l i c h e s und ein pflichtgemäßes I n t e r e s s e daran zu nehmen, mich darüber zu informieren, wie denn die Zusammenhänge sind. Da ich diese Befehle nun zusammen hatte, war es freilich nicht schwer, sie
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