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Periodical volume Nr. 69, 25. Mai 1948, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1948

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Bitte, H e r r Stadtv. Litke, wenn Sie das Wort haben wollen, melden Sie
sich! Aber wenn Sie i m m e r auf die Geschäftsordnung Bezug nehmen, dann
m ü s s e n Sie auch nach der Geschäftsordnung v e r f a h r e n und sich schriftlich
bei dem zuständigen Schriftführer melden.
(Sehr richtig! bei der SPD. - Stadtv. Litke: Das gilt dann aber für
alle, nicht nur für mich!)
Zur Geschäftsordnung hat das Wort der H e r r Stadtv. Litke.
Stadtv.

LITKE

(SED) : E s ist richtig - -

(Stadtv. Neumann: J e d e r Zirkus hat einen Clown. E r r e g u n g bei der SED. - Stadtv. Maron: H e r r V o r s t e h e r , er hat
"Clown' 1 gesagt!)
Habe ich jetzt das Wort?
Vorsteher S U H R : Einen Moment! Ich bitte, H e r r n Stadtv. Litke
a u s r e d e n zu l a s s e n .
Stadtv. L I T K E (SED) : Also, ich habe jetzt das Wort, wenn der
H e r r V o r s t e h e r es mir*nicht entzieht; das ist bis jetzt noch nicht geschehen.
(Andauernde Unruhe.)
Ich möchte aber gleich zu Beginn die Stadtverordnetenversammlung in Schutz
nehmen und feststellen, daß sie kein Zirkus ist, a l s der sie vorhin von H e r r n
Neumann bezeichnet worden ist.
(Andauernde Zurufe und Unruhe. )
Ich will jetzt weiter zur Geschäftsordnung sprechen. Namens m e i n e r
F r a k t i o n habe ich einen Antrag gestellt, nämlich, die Stadtverordnetenversammlung möge zwecks Auslegung d i e s e r prinzipiellen F r a g e , die keine Einzelfrage ist,, beschließen, die Angelegenheit dem Geschäftsordnungsausschuß
zu üÖ&fV^iseä», Bis der 0esch^ltsö?efn'u , Wgsausschuß zu die'sfer Angelegenheit
Stellung genommen hat, ist der Vorsteher verpflichtet, nach der Geschäftsordnung zu verfahren.' Ich glaube, daß der H e r r Vorsteher auch nach der Geschäftsordnung v e r f a h r e n wird und sich nicht auf irgendeinen F e h l e r beruft,
der an irgendeiner Stelle einmal früher gemacht worden ist.
Stadtv. B A R T H E L M A N N (SPD)' (zur Geschäftsordnung) :
Meine Damen und H e r r e n ! Die ganze Aufregung lohnt sich eigentlich nicht.
In der Geschäftsordnung ist Wert darauf gelegt worden, daß die Minderheit
in b e s t i m m t e n F ä l l e n vor Überraschungen und Überrumpelungen in § 25 geschützt wird. Bei Dringlichkeitsanfragen möchte ich feststellen, daß d i e s e r
Schutz nicht notwendig ist,* denn es handelt sich nur um die Beantwortung von
Anfragen, bei denen keine Anträge gestellt werden können.
(Sehr richtig!

bei der SPD.)

D a r u m i s t der Wortlaut der Geschäftsordnung ganz eindeutig, und der H e r r
        
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