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Periodical volume Nr. 68, 13. Mai 1948, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1948

68

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Monopolstellungen den sozialen Staat, die Republik angreifen,
und zu F a l l bringen, wie das

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unterminieren

(Zuruf)
- jawohl, ich wiederhole das, H e r r Dr. Reif, wie das eben leider
(Stadtv.

Dr. Reif: Ich habe gar nichts gesagt!)

- ja, aber Sie haben es vorhin gesagt - wie das leider in den J a h r e n nach
1918 der F a l l gewesen ist.
"Wir w a r e n d a m a l s zu demokratisch. Heute wollen wir nun nicht auf
Grund der b i t t e r e n Erfahrungen von damals die Demokratie über Bord w e r fen, sondern wir wollen die e r f o r d e r l i c h e n Sicherungen schaffen, und, m e i ne Damen und H e r r e n , diese Sicherungen sind gegeben, wenn die F a c h g e meinschaften i m Rahmen d e r K a m m e r i h r e Tätigkeit ausüben. Dann arbeiten
sie im Licht der Öffentlichkeit mit einer genau umgrenzten wirtschaftlichen
Aufgabe. Dann haben sie nicht die Möglichkeit, sich einer politischen T ä t i g keit zuzuwenden, sich außerhalb d i e s e r wirtschaftlichen Funktion politisch
gegen den Staat, gegen die Gesellschaft, gegen die Schaffenden zu betätigen,
und aus d i e s e m Grunde halfen wir die Lösung der Fachgemeinschaften a l s die
Zulassung der Unternehmungen für glücklich, und wir bitten, dieser Lösung
zuzustimmen, denn auf diese Weise wird das e r r e i c h t , was Sie ja gerade e r r e i c h e n wollen: Keine Unternehmerverbände; eben weil wir keine U n t e r n e h m e r verbände außerhalb der K a m m e r haben wollen, deshalb wollen wir hier der
u n t e r n e h m e r i s c h e n Funktion, der privaten und der öffentlichen u n t e r n e h m e r i schen Funktion, die Möglichkeiten geben, die sie entfalten muß i m Rahmen
einer wirtschaftlichen Tätigkeit in der K a m m e r .
V o r s t e h e r S U H R : W e i t e r e Wortmeldungen liegen nicht v o r . Wir
kommen zur Abstimmung. E s : i s t namentliche Abstimmung beantragt worden,
und zwar, um Mißverständnisse auszuschließen, namentliche Abstimmung
über den Abänderungsantrag.
Da sich v o r g e s t e r n gezeigt hat, daß die Sitzordnung nicht von allen
Stadtverordneten eingehalten wird, bitte ich, m i r zu erlauben, daß die n a mentliche Abstimmung d i e s m a l zur schnelleren Abwicklung in a n d e r e r F o r m
vorgenommen wird. Ich werde die Verteilung der S t i m m k a r t e n e r s t beim
alphabetischen Aufruf an d e r Urne vornehmen l a s s e n . Ich bin der Meinung,
daß die H e r r e n Stadtverordneten in der Lage sind, sich dann schnell zu entscheiden, welche der drei Karten sie zu wählen haben, und ich glaube, daß
dadurch das Verfahren bedeutend beschleunigt werden kann. Ich bitte zwei
Schriftführer, an der Urne P l a t z zu nehmen - eine U r n e !
(Die S t a d t v e r o r d n e t e n Hausberg und F r a u F r i e d e l Hoffmann
nehmen an der Urne P l a t z . )
Ich bitte das Büro, die Karten beim alphabetischen Aufruf den Damen und
H e r r e n Stadtverordneten auszugeben. Sind die Karten bei der Hand? - Ich
bitte mit dem alphabetischen Aufruf zu beginnen und bitte H e r r n von B r o i c h Oppert, die Namen zu v e r l e s e n .
(Stadtv. Neumann: Wir stimmen über den Abänderungsantrag a b ? )
        
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