Path:
Periodical volume Nr. 68, 13. Mai 1948, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1948

68

48

t r e t e n d e sowjetische Kommandant diese Grundsätze durchaus gebilligt ,
hat. E r hat m i r eine Erklärung abgegeben, die ich für bedeutungsvoll g e nug halte, hier um das Wort zu bitten. Er hat gesagt: Die Sowjetregierung
legt Wert darauf, daß diese ganze Angelegenheit nach rechtmäßigen Grundsätzen, und zwar nach deutschen Rechtsauffassungen geregelt wird. Ich
freue mich, diese Zusicherung erhalten und Ihnen wiedergegeben zu haben.
Meine Damen und H e r r e n ! E s wird jetzt von der w e i t e r e n Behandlung der Angelegenheit abhängen, ob u n s e r Standpunkt, den wir in diesen
Dingen einnehmen, daß diese ganze F r a g e am zweckmäßigsten durch u n s e r
Sozialisierungsgesetz - (Stadtv. Swolinzky: Was i s t der Inhalt? Welche Kommission
soll dafür zuständig sein? E s m ü s s e n nachher doch F e s t s t e l l u n gen getroffen w e r d e n . )
- Die Treuhandverwaltung nimmt eine Nachprüfung vor. Ich wiederhole noch
einmal: sie gibt diese Betriebe b e r e i t s aus eigenem Antrieb frei, bei denen
sie der Ansicht ist, daß die rechtlichen Voraussetzungen für die S e q u e s t r i e rung nicht gegeben sind. Das ist in einigen F ä l l e n b e r e i t s geschehen.
(Erneuter Zuruf des Stadtv. Swolinzky. )
- Wegen des endgültigen Schicksals soll ein Kommission gebildet werden,
deren Zusammensetzung ich die E h r e hatte dem Hause eben mitzuteilen. Sie
soll zusammengesetzt werden aus je einem V e r t r e t e r der politischen P a r teien, einem V e r t r e t e r des FDGB und einem V e r t r e t e r der Stadtverwaltung,
also aus sechs Köpfen bestehen. Ich halte den Vorschlag für fair, und auch
der Magistrat hat ihn für fair gehalten. E s wird natürlich davon abhängen,
welche tatsächliche Macht nachher die Vorschläge und Entscheidungen haben
werden. Wir können das Ganze nur - und damit möchte ich zum Schluß k o m men - als einen i m m e r h i n nicht unerfreulichen F o r t s c h r i t t ansehen, um d i e s e s schwere und heikle Kapitel einer sachlichen Behandlung entgegenzuführen.
Vorst. S U H R : Meine Damen und H e r r e n ! Die F r a k t i o n s v o r s i t z e n den waren übereingekommen, von einer Besprechung der E r k l ä r u n g abzusehen. Wir fahren deshalb in der zweiten Beratung des Gesetzes über die
W i r t s c h a f t s k a m m e r G r o ß - B e r l i n fort.
Ich eröffne die
Spezialdebatte
und stelle i m Einverständnis mit den Fraktionen fest, daß die Redezeit für
jede F r a k t i o n bei j e d e m P a r a g r a p h e n höchstens 10 Minuten beträgt.
Ich rufe auf die Überschrift des G e s e t z e s : Gesetz über die Wirtschaftsk a m m e r G r o ß - B e r l i n , und § 1. Ich stelle fest: Wortmeldungen erfolgen nicht,
Abänderungsanträge werden nicht gestellt; wir kommen zur Abstimmung.
Wer dem § 1 in der vorgelegten F o r m seine Zustimmung geben will, bitte
ich, das Handzeichen zu geben. - Das i s t die Mehrheit; demzufolge i s t so
beschlossen.
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.