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Periodical volume Nr. 67, 11. Mai 1948, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1948

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eigentlich nichts zu tun hatten, haben wir genug gehört. Ich beantrage dah e r , die Debatte zu schließen.
V o r s t e h e r S U H R : E s i s t der Antrag auf Schluß der Debatte g e stellt worden. Gemäß einem Beschluß der Stadtverordnetenversammlung
habe ich die R e d n e r l i s t e bekanntzugeben. Auf der R e d n e r l i s t e steht noch
der Stadtverordnete Brandt, f r a k t i o n s l o s . - H e r r Stadtv. Brandt zur Geschäftsordnung!
Stadtv. Dr. B R A N D T (fraktionslos): Ich s p r e c h e zur Geschäftsordnung. Es ist der Antrag auf Schluß der Debatte gestellt worden. Ich hatte mich zum Wort gemeldet. Seit diesem Augenblick habe ich bemerkt, wie
h i e r der Antrag auf Schluß der Debatte durchgepaukt werden sollte. E s ist
ja bekannt, daß ich nicht Fraktionsmitglied dieses P a r l a m e n t s bin, und daß
m i r Möglichkeiten, hier zu sprechen, nur in sehr beschränktemUmfang g e geben sind. Wenn h i e r der Antrag auf Schluß der Debatte gestellt worden
ist, so mögen Sie über den Antrag befinden. Diese Abstimmung wird zugleich
eine Entscheidung darüber sein, ob Sie unabhängige jfreie Menschen sind,
oder ob Sie Monopoldemokratie wollen.
V o r s t e h e r S U H R : Meine Damen und H e r r e n ! Ich b e d a u e r e , daß
H e r r Stadtv. Brandt in d i e s e r F r a g e zur Geschäftsordnung gesprochen hat.
Denn es muß auch H e r r n Stadtv. Brandt bekannt sein, daß es p a r l a m e n t a r i s c h nicht der Brauch ist, gegen den Schluß der Debatte zu sprechen, wenn
man selbst als Redner v o r g e m e r k t i s t .
(Zuruf von der SED: E r kann doch nur allein sprechenj)
Es war auch in keiner Weise irgendwie von hier aus gesteuert worden. Ich
möchte feststellen, daß die Fraktionen b e s c h l o s s e n haben, eine allgemeine
Redezeit von einer halben Stunde für jede Fraktion festzulegen.
(Zurufe von der SED.)
H e r r Stadtv. Litke, ich bitte, mich a u s r e d e n zu l a s s e n . H e r r Brandt i s t
fraktionslos, und ich habe den Vorsitzenden der Fraktionen vorgeschlagen,
H e r r n Stadtv. Brandt eine Redezeit von 10 Minuten einzuräumen. Ich b e rufe mich dabei auf die Erfahrungen des R e i c h s t a g e s . Auch im Reichstag
haben die fr aktions losen Mitglieder nicht die volle Redezeit a l l e r Fraktionen
in Anspruch nehmen können. Ich glaube, daß mein Vorschlag, 10 Minuten
Redezeit H e r r n Brandt einzuräumen, durchaus konziliant war.
Wir haben jetzt einen Redner für und einen Redner gegen Schluß der
Debatte gehört. Wir kommen zur Abstimmung. Wer für den Antrag des
H e r r n Stadtv. Swolinzky auf Schluß der Debatte ist, bitte ich, das Handzeichen zu geben. - Die Beratung ist damit geschlossen.
Ich habe nunmehr mitzuteilen, daß die Fraktion der LDP namentliche
Abstimmung beantragt hat. Das gilt wahrscheinlich nicht für den Abänderungsantrag. Wir haben zunächst über den Abänderungsantrag abzustimmen. Zu
der Vorlage 110/796, die hier zur Beratung steht, hat die F r a k t i o n der CDU,
von H e r r n Landsberg begründet, den Antrag gestellt, in dem e r s t e n Satz
das Wort , t ergreifen" zu e r s e t z e n durch „prüfen". Wer für diesen Abänderungsantrag der CDU ist, bitte ich, das Handzeichen zu geben. - Das
        
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