Path:
Periodical volume Nr. 17, 20. Februar 1947, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1947

76

17

aeits für einen wesentlichen Teil der anderen Seite des Hauses versichern zu dürfen, daß wir grundsätzlich nichts gegen den Einzelhandel
haben. Ich bin aber der Meinung, daß die Frage in dieser Form oder
in diesem Umfang nicht diskutiert werden kann. Es ist mir immer ein
besonderer Genuß, den lehrreichen Ausführungen unseres Kollegen
Tiburtius zu lauschen, und es ist mir eine besondere Freude, wenn
er uns immer rechtzeitig vor Abweichungen vom marxistischen Denken
..JJ warnt.
^
j •

(Heiterkeit.)

"Wir werden ihm auch in Zukunft für solche Warnungen stets dankbar sein.
(Erneute Heiterkeit.)
Aber wir können im Zusammenhang mit seinem Antrag keine grundsätzliche Debatte über Konsumgenossenschaften und Einzelhandel führen.
Wir sind, wie ich schon sagte, nicht gegen den Einzelhandel. Wir sind
grundsätzliche Anhänger des Genossenschaftsgedankens. Wir wissenaber,
daß die Genossenschaften sich im freien Wettbewerb durchsetzen müssen.
••'<•.-..'••.

;,.

- (Allgemeine Zustimmung.)

Wir wollen keine Monopole.

.

(Sehr richtig bei der SPD. )
Wir sind gegen jede Art von Monopol.
Da der Antrag Formulierungen enthält, denen wir im jetzigen
Zeitpunkt nicht zustimmen können, und insbesondere im Hinblick auf die
Klarstellung, die die Erklärung "des Herrn Stadtrats Reuter gebracht hat,
möchte ich vorschlagen, daß wir den Antrag dem Ausschuß überweisen, wo
wir die Frage grundsätzlich behandeln können. Ich bin überzeugt, daß es
der Eloquenz unseres Kollegen Tiburtius gelingen wird, den Ausschuß zu
überzeugen, und der Ausschuß wird dann zu einer Formulierung gelangen,
die die einstimmige Zustimmung des Hauses finden wird.
(Beifall bei der SPD. )

:

Vorsteher Dr. SU HR: Die Rednerliste ist erschöpft. Wir kommen
zu Abstimmung. Wer dafür ist. daß der Antrag Nr. 97, betr. gleichmäßige
Belieferung von Einzelhandel und Konsumgenossenschaften bei der Verteilung von Mangelware dem Wirtschaftspolitischen Ausschuß zur weiteren Beratung überwiesen wird, den bitte ich, das Handzeichen zu geben.
- Das ist die Mehrheit; es ist so beschlossen.
Damit ist die Tagesordnung erschöpft. Ich schließe

die Sitzung.

Schluß der Sitzung 19 Uhr 23 Minuten.
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.