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Periodical volume Nr. 49, 4. Dezember 1947, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1947

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Und nun e r s c h r e c k e n Sie bitte nicht. Wir sind nicht b e r e i t als
P a r t e i , diesen Vorschlag anzunehmen, sondern wir bestehen bei a l l e r
Wertschätzung der Absicht des H e r r n S t a d t v e r o r d n e t e n v o r s t e h e r s , hier
zu einem Kompromiß zu gelangen, zunächst einmal auf einer Klärung der
Dinge, und wir s t i m m e n deshalb für den Antrag 555.
(Beifall bei der SPD. - Stadtv. Maron, Das ist a b e r deutlich!)
V o r s t e h e r - S t e l l v e r t r e t e r S C H R E I B E R : Weitere W o r t m e l dungen liegen nicht vor. Vorhin hatte der H e r r Stadtverordnete Kielgast
beantragt, die Vorlage 553 dem Ausschuß zu überweisen. D i e s e r Antrag
scheint zurückgenommen zu sein nach den Ausführungen des H e r r n Swolinzky.
(Zurufe: Jawohl!)
diesen a.s t <• ..
- d24a»^ikQto3rahaata3h-,deir'Antrag 555 zur Abstimmung. Ich bitte diejenigen,
difcdexn Antrag 555 zustimmen wollen, das Handzeichen zu geben. Das
ist die große Mehrheit; der Antrag i s t angenommen. Damit ist die Vorlage
553 erledigt und auch 346.
Wir kommen zum nächsten Punkt der Tagesordnung.
V o r s t e h e r S U H R : E s steht jetzt zur Beratung aus der laufenden Nr. 3 der Tagesordnung Vorlage 394 über Schaffung einer gesetzlichen
Regelung im Wirtschaftsprüfungs- und Sachverständjgenw»4eMarJD.as Wort
hat H e r r Stadtverordneter Lange.
sprüf. : ,
Stadtv. L A N G E (SPD) : Meine Damen und H e r r e n ! Die Stadtv e r o r d n e t e n v e r s a m m l u n g hat im F e b r u a r d. J. den M a g i s t r a t beauftragt,
der Stadtverordnetenversammlung eine Vorlage über die gesetzliche R e g e lung des Prüfungswesens vorzulegen. Wir haben jetzt in der Vorlage 394
eine Ubergangsregelung zur Kenntnis zu nehmen, und wir haben darüber
eine A u s s p r a c h e beantragt. Wir stellen fest, daß diese Ubergangsregelung,
obgleich wir uns heute e r s t mit d i e s e r Sache beschäftigen können, leider
schon im Verordnungsblatt veröffentlicht ist, und wir Sozialdemokraten b e dauern diese T a t s a c h e . Ich kann nicht verschweigen, daß uns Sozialdemok r a t e n diese Ubergangsregelung in der vorliegenden F o r m nicht befriedigt
und auch nicht den Wünschen u n s e r e r Parteifreunde e n t s p r e c h e n kann»
Es heißt in der Begründung des M a g i s t r a t s , daß diese Bekanntmachung kein neues Recht schaffe, daß nach § 1 die Zulassung und Prüfung
der Berufsangehörigen im Prüfungswesen auf Grund der vor dem 8. Mai 1945
geltenden gesetzlichen Vorschriften, soweit diese nicht aufgehoben sind,
erfolgen. Dagegen sehen die § § 1 1 und 12 als Neuerung die Koppelung von
Zulassungen im Wirtschaftsprüfungswesen vor, die in den grundlegenden
G e s e t z e s b e s t i m m u n g e n des § 107a der Reichsabgabenordnung keine Stütze
findet. Gleichfalls sagt der § 3, daß die Zulassung und Prüfung von Wirtschaftsprüfern einem F a c h a u s s c h u ß ü b e r t r a g e n werden soll. Wir stehen
auf dem Standpunkt, daß nicht gewählt werden soll. E s besteht hier die G e fahr, daß die Besetzung der F a c h a u s s c h ü s s e nicht nach demokratischen R e geln und Grundsätzen erfolgt, und die Sozialdemokraten sind daher der Überzeugung, daß diese Vorlage b e s t i m m t ein a n d e r e s Gesicht bekommen hätte,
        
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