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Periodical volume Nr. 49, 4. Dezember 1947, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1947

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P a r t e i g r u p p e n , M i ß v e r s t ä n d n i s s e n usw. zu finden ist, wenn man sich auf
den Standpunkt stellt, daß die Vorlage 553 des M a g i s t r a t s als die abweichende Stellungnahme des M a g i s t r a t s zum Beschluß der Stadtverordnetenv e r s a m m l u n g vom 29. Mai 1947 angesehen wird. Dann braucht der Magis t r a t nur seine Zustimmung dazu zu geben, und es wäre erwünscht, daß
er sie heute sofort gäbe, so daß wir dann in der nächsten Sitzung in gemeins a m e r Beratung Beschluß fassen über u n s e r e Vorlage vom 29. Mai 1947
mit der abweichenden Stellungnahme des M a g i s t r a t s , dargelegt in der Vorlage 553. Zur Vorbereitung d i e s e r g e m e i n s a m e n Sitzung würde ich es für
möglich halten, daß die Vorlage 553 v o r h e r dem zuständigen und dem V e r fassungsausschuß oder Rechtspolitischen Ausschuß zur gemeinsamen B e ratung überwiesen wird.
Also mein Antrag geht dahin, die Vorlage 553 zur Beratung dem
zuständigen Ausschuß und zur Beratung der v e r f a s s u n g s r e c h t l i c h e n Situation dem Rechtspolitischen Ausschuß zu überweisen in der Maßgabe, daß
diese Vorlage nicht a l s Vorlage zur Beschlußfassung, sondern als Vorlage
zur Kenntlichmachung des abweichenden Standpunkts des M a g i s t r a t s zum
Beschluß der Stadtverordnetenversammlung vom 29. Mai 1947 angesehen
wird, und in der nächsten Sitzung eine g e m e i n s a m e Beratung von M a g i s t r a t
und S t a d t v e r o r d n e t e n v e r s a m m l u n g über beide Vorlagen erfolgt.
V o r s t e h e r - S t e l r v . Dr.
B ü r g e r m e i s t e r Dr. Acker. ;

SCHREIBER:

Das Wort hat H e r r

(Dr. Acker: Ich verzichte zunächst, wenn die Angelegenheit so behandelt werden soll.)
H e r r B ü r g e r m e i s t e r Dr. Acker v e r z i c h t e t . Das Wort hat H e r r Stadtv.
Maron.
Stadtv. M A R O N (SED) : Meine Damen und H e r r e n ! Ich habe
zunächst zu e r k l ä r e n , daß m i r der Schluß der Ausführungen des H e r r n
S t a d t v e r o r d n e t e n v o r s t e h e r s der geeignete Weg zu sein scheint, diese Angelegenheit zu Ende zu bringen. Ich glaube, daß d i e s e r Vorschlag, wenn
auch nicht in allen Punkten, so doch sehr weitgehend, mit dem von m i r
am Schluß m e i n e r e r s t e n Ausführungen h i e r gemachten Vorschlag deckt.
Dann halte ich es a b e r für notwendig, auf einige in d i e s e r Debatte
gemachte persönliche und v e r f a s s u n g s r e c h t l i c h e Bemerkungen einzugehen.
E s scheint in d i e s e m Hause Mode zu werden, daß m a n in Ermangelung
durchschlagender Argumente mit Verdächtigungen oder sonderbaren Hinweisen a r b e i t e t . Wir haben in einer der letzten Sitzungen erlebt - ich glaube, es waren die H e r r e n von der CDU, als die F r a g e des Schulgesetzes
hier zur Debatte stand -, daß sie die F r a k t i o n der LDP mit warnend e r h o benem Zeigefinger darauf hinwiesen, in welch schlechter Gesellschaft
sie sich befände, wenn sie eventuell z u s a m m e n mit der SED diesem Schulgesetz z u s t i m m t e .
(Stadtv. Neumann: Und der Kontakt im Walde von
Wittstock?)
        
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