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Periodical volume Nr. 47, 13. November 1947, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1947

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daß wir alle ihm zustimmen könnten. Geben Sie der Religion Einlaß
in die Schule, l a s s e n Sie ruhig das positive Christentum eindringen!
Sie sind s t a r k genug, sich ihm zu entsagen und ihm zu widerstehen.
Aber l a s s e n Sie es auch auf diejenigen wirken, für die das C h r i s t e n tum nun einmal die Erfüllung i h r e r Höchstwerte bedeutet. Und damit
begründe ich den Antrag der C h r i s t l i c h - D e m o k r a t i s c h e n Union auf R e ligionsunterricht als ordentliches Lehrfach.
(Beifall bei der CDU.)
V o r s t e h e r Dr. S U H R : Bevor ich dem nächsten Redner das
Wort gebe, möchte ich zur Debatte gleichfalls aufrufen die § § 14
und 15 aus der Erwägung h e r a u s , daß der Antrag der CDU sich s o wohl auf den § 13 wie auch auf die §§ 14 und 15 bezieht. Dadurch
m ü s s e n diese beiden nachfolgenden P a r a g r a p h e n mit zur A u s s p r a c h e
gestellt werden. Ich v e r l e s e daher den § 14.
(Wird v e r l e s e n . )
§ 15.
(Wird v e r l e s e n . )
Die §§ 13, 14 und 15 werden zur gemeinsamen Beratung verbunden.
Das Wort hat F r a u Stadtverordnete L u c h t - P e r s k e .

'

Stadtv. F r a u L U:.C H T - P E R S K E (SPD): Meine H e r r e n
und Damen! Die Fraktion der Sozialdemokratischen P a r t e i ist sehr
sympathisch davon b e r ü h r t , wenn hier die F o r d e r u n g der Toleranz
aufgestellt wird. Daß wir zu jeder Toleranz b e r e i t sind, haben wir
damit bewiesen, daß wir zum § 1 den Zusatzantrag gestellt haben,
daß das Christentum im Unterricht seine Berücksichtigung finden
soll. Wenn wir selbst tolerant sind, dann m ü s s e n wir aber auch T o l e r a n z von der anderen Seite fordern,
(sehr r i c h t i g ! )
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'

•

F r a u Stadtverordnete Maxsein.
(Zuruf: Sie verwechseln wieder l i t e r a r i s c h und
religiös!)
- Wir verwechseln nicht l i t e r a r i s c h und r e l i g i ö s , F r a u Dr. Maxsein,
weil wir allen Konfessionen die Möglichkeit geben, innerhalb des
Schulplans den Unterricht zu erteilen.
(Zuruf: Schulplan ist nicht richtig - im Hause!)
- I m m e r h i n stellt die Schule für den Unterricht die Klassen, den Raum,
die Heizung, das Licht zur Verfügung.
(Zuruf: Donnerwetter!)
und überläßt den Konfessionen selbst die Möglichkeit, diese Religions-
        
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