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Periodical volume Nr. 38, 24. Juli 1947, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1947

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vorbehaltlich einer Auseinandersetzung mit den übrigen Zonen im Rahmen eines allgemeinen Lastenausgleiches Anspruch erheben muß auf a l le diejenigen Einrichtungen, die ehemals dem Lande P r e u ß e n gehört haben und die in der Hauptsache der B e r l i n e r Bevölkerung .dienen.
Wenn d i e s e r Haushaltsplan C auch an finanziellem Umfang weit
hinter dem Kriegslastenhaushaltsplan zurücksteht, so enthält er doch e i nen der wichtigsten Punkte. E r fordert eine Reihe von weittragenden kult u r e l l bedeutsamen Entscheidungen. Der Hauptausschuß empfiehlt Ihnen
nämlich,, daß der M a g i s t r a t beauftragt wird, mit den a l l i i e r t e n B e s a t z u n g s mächten darüber zu verhandeln, daß die Gebietskörperschaft Berlin an
allen Hochschulen in Berlin, an der Universität, an der Technischen Hochschule und an der im a m e r i k a n i s c h e n Sektor i m Entstehen begriffenen _
Forschungshochschule beteiligt wird.
,
(Sehr gut!)
Die Bereitwilligkeit zu d i e s e r Mitarbeit möchte die Stadtverordnetenversammlung dadurch zum Ausdruck bringen, daß für die Unterhaltung der
Universität ein Betrag von 6 Millionen RM, für die Technische Hochschule
ein B e t r a g von 2 Millionen RM und für die Forschungshochschule ebenfalls ein B e t r a g von 2 Millionen RM angesetzt wird.
(Bravo!)

;

,

Sollten a b e r die Verhandlungen insbesondere über die Beteiligung B e r l i n s
an der Universität zu keinem befriedigenden Ergebnis führen, "so schlägt
Ihnen der Hauptausschuß vor, den M a g i s t r a t zu beauftragen, den zwischen
der Universität und dem Magistrat am 3. Oktober 1946 über die Wirtschaftshochschule B e r l i n abgeschlossenen V e r t r a g zu kündigen, um die Wirtschaftshochschule wieder eindeutig der B e r l i n e r Verwaltung zu u n t e r s t e l len.
(Sehr

gut!)

Bei diesen B e t r ä g e n für die Hochschulen, die ich genannt habe,
sind jene Aufwendungen unberücksichtigt geblieben, die wir aus sozialen
Gründen für die Unterstützung der Studenten b e r e i t g e s t e l l t wissen wollen.
Wir schlagen der Stadtverordnetenversammlung vor, zur Unterstützung
der Studenten den B e t r a g von 1 Million RM b e r e i t z u s t e l l e n . Wir haben es
a b e r nicht für richtig gehalten, solche Stipendien nur für die Studenten
der Hochschulen zur Verfügung zu stellen, sondern in dem Unterabschnitt
B 240Q i s t auch ein B e t r a g von 1, 8 Millionen RM für Wirtschaftsbeihilfen von Schülern und B e s u c h e r n von B e r u f s - und Berufsfachschulen a u s geworfen worden. Im Wettbewerb .der'Berliner Hochschulen mit E i n r i c h tungen der Sowjetzone und auch, a n d e r e r Zonen halten wir es für notwendig, daß der Magistrat einmal eine grundsätzliche Überprüfung der B e soldung a l l e r Hochschullehrer v o r n i m m t . Wir sind auch der Auffassung,
daß bei a l l e r Sparsamkeit, die bei der Aufstellung des Haushaltsplanes
gewaltet hat und walten m u ß t e , ein B e t r a g von 300 000 RM einzusetzen
        
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