Path:
Periodical volume Nr. 36, 24. Juni 1947, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1947

36

26

Der Magistrat hat e r k l ä r t , die Anfrage schriftlich beantworten zu wollen.
Die A n t r a g s t e l l e r haben sich damit einverstanden erklärt; ich setze daher
die Beratung a u s .
Wir kommen jetzt daher zur lfd. Nr. 6 der Tagesordnung der 34.
Sitzung, da die lfd. Nr. 5 b e r e i t s erledigt ist, und zwar zur

•:.

Vorlage Nr. 306, F o r t s e t z u n g der II. Beratung des Ant r a g s der Fraktion der SPD, betr. E r l a ß einer Verordnung
zum Vollzuge des Gesetzes Nr. 18 des Alliierten Kontrollr a t e s vom 8. 3. 1946 (Wohnungsgesetz) und der Ausführungsanordnung der Alliierten Kommandantur der Stadt B e r l i n
vom 16. 9. 1946.

Das Wort zur Begründung hat der B e r i c h t e r s t a t t e r H e r r Stadtverordneter
Scheibel.
B e r i c h t e r s t a t t e r Stadtv. S C H K I B E L ( S P D ) : Meirie Damen
und H e r r e n ! .Diese Vorlage hat zur Grundlage die Vorlage Nr. 59 der Sozialdemokratischen P a r t e i vom 20. Januar 1947. Sie entspringt d e m Kon-vr..
t r o l l r a t s g e s e t z Nr. 18, dem Wohnungsgesetz vom 8. 3. 46, wo es i m Art. 1
Ziffer 3 heißt:
..
Alle deutschen Wohnungsbehörden können für ihren A m t s b e reich Anordnungen zum Zwecke des Vollzugs dieses Gesetzes erlassen.
In diese Vorlage, die Ihnen jetzt u n t e r b r e i t e t worden ist, sind alle bekanntgegebenen Anordnungen, Verordnungen und Verfügungen soweit als irgend
möglich eingearbeitet. Sie ist somit eine Zusammenfassung der geltenden
Bestimmungen und damit eine einfachere Handhabe für die Geltendmachung
von rechtlichen Ansprüchen und damit auch zur Durchführung des bestehenden Rechtszustandes. Auch die von der Alliierten Kommandantur am 30. 4. 1947
geäußerten Wünsche auf Änderung einiger Durchführungsbestimmungen des
alten Magistrats sind soweit wie möglich berücksichtigt worden. Ich betone
das deswegen, weil in diesem neuen Wunsch d e r Alliierten Kommandantur
verschiedentlich Einzelheiten aufgeführt sind, die, wenn sie durchgeführt
werden würden oder könnten, eine Verwaltungsmaßnahme darstellten, deren
Durchführung m i t dem heute vorhandenen Apparat nicht möglich ist.
Die Vorlage ist das Resultat eingehender Beratungen im Ausschuß
für Bau- und Wohnungswesen. Der Wortlaut ist in allen Teilen einstimmig
gefaßt worden. Eine eingehende grundsätzliche Begründung der Vorlage w u r de b e r e i t s bei der e r s t e n Beratung gegeben, so daß wir heute den neuen
Wortlaut der Verordnung entgegennehmen und darüber befinden können.
Ich will a b e r doch die Gelegenheit benutzen, noch einmal die Dringlichkeit der Beschaffung von Wohnraum erneut zu betonen. Wir haben hier
i m m e r wieder - auch in der letzten Sitzung - Vorlagen behandelt, die a n d e r e Bauten betrafen, deren Vordringlichkeit ein Wohnungssuchender, wenn
er von solchen Bauvorhaben ließt, gegenüber den Wohnungsbauten nicht v e r steht. Ich bitte Sie deswegen, i m m e r d a r a n zu denken, daß die Beschaffung
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.