Path:
Volume Nr. 40, 5. Oktober 1919

Full text: Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain) Ausgabe 1919, 28. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)

Berliner Illustrirte ↄcitung. 
lem das genaue Abbild ihrer Mutter aus der Zeit 
hrer ersten Begegnung mit Peerman. Eine der Fol⸗ 
jen der Transfusionierung war nun für Peerman, 
‚aß eine glühende Liebesflamme zu seiner Tochter 
einem Herzen entloderte. Sein Vatergefühl war voll⸗ 
ommen verzehrt von dieser Jünglingsglut. Dies 
viederum hatte zur Folge, daß er von einer wilden 
zifersucht und Feindschaft erfaßt wurde gegen alle 
üngeren Leute, die sein Haus besuchten und seiner 
dochter huldigten. Dabei blieben die Erfahrungen 
ind Gewöhnungen, die ein achtzigjähriges Leben be⸗ 
onderer Art in ihm entwickelt hatte, und die allge— 
einen, das Greifentum kennzeichnenden Eigenschaf— 
en, wie zähes Festhalten der persönlichen Güter, wozu 
n seinem Falle auch die Tochter gehörte, durchaus 
neihm lebendig. Es kam häufig vor, daß er junge 
ꝛeute, wenn er ihnen zufällig auf der prächtigen 
Marmortreppe seines Hauses begegnete, eigenhändig 
»iese Treppe hinunterschleuderte. 
Es wurde an diesem Abend viel bemerkt, daß 
Peermans Tochter bei diesem Bankett fehlte. Man 
ah sie in letzter Zeit öffentlich fast nie. Es hieß, der 
Vater hielte sie wie eine Gefangene, gegen alle gute 
Nr. 40 
108 
anstrebten. Dr. Fido liquidierte pro Transfusion 
eine Million Dollars. Die vergreisten Raubmörder 
wurden nach Abgabe ihrer Kräfte und Säfte an die 
einflußreichen Amerikaner lammfromm und ver— 
fielen bald gänzlicher Vertrottelung. Man brachte 
sie in kleinen hübschen Häuschen unter mit einem 
Härtchen davor. Dort gingen die New-Yorker spa⸗— 
zieren und sahen zu, wie jene friedlich ihre Blumen 
begossen und ihren Kohl pflegten, was außerordent- 
lich vorteilhaft für die Humanität wirkte. 
Binnen zwölf Monaten hatte Dr. Fido zwei bis 
drei Dutzend einflußreiche Amerikaner transfusio— 
niert. Wo sich einer der Verjüngten öffentlich sehen 
ließ, begegnete er stärkstem Interesse. Mit Prentice 
Peerman jedoch hatte es noch eine besondere Bewandt— 
ais. Peerman hatte als nahezu Sechzigjähriger sich 
ein zweites Mal verheiratet, mit einer Dame von 
zwanzig Jahren, für die er eine große, wenn auch 
feinem Lebensalter angemessene gedämpfte Zärtlichkeit 
empfunden hatte. Dieser Ehe war eine Tochter ent— 
wprossen. — M 
Die junge Dame war zur Zeit der Trans— 
fusionierung ihres Vaters zwanzig Jahre alt und in 
merikanische Tradition. Einige hatten gemeint, seine 
zünglingsleidenschaft würde verwirrend auch auf 
eine gefihäftlichen Unternehmungen einwirken. Dies 
iber trat nicht ein. In allem Geschäftlichen blieb er 
zer erfahrene, zähe, durch kein Gefühl beirrbare 
Hreis, den alle kannten. 
Zur Linken von Bicox saß eine andere interessante 
ßerfönlichkeit: der Senator Lobster. Lobsters Kopf 
dar von sehr markantem Ausdruck, den Lesern illu— 
trierter politischer Witzblätter wohlbekannt. Seine 
Stirn war niedrig und jäh zurückfliehend. Ueber den 
Augen hatte er zwei mächtige Würlste, auf denen 
»uschige weiße Brauen saßen. Die Augen selbst waren 
lein, grau, tiefliegend und von funkelndem Glanz, 
»ie Nafe groß, aber normal gebildet, der Mund breit 
ind fleischig. Seinen Charakter erhielt das Gesicht 
zurch den mächtig vorspringenden Unterkiefer. Die 
Mitte des massiven, bartloden Kinns stand um Hand- 
»reite weiter nach vorn als der obere Rand der Stirn. 
Die Ohren waren groß und abstehend, der Kopf kahl, 
iur am Hinterschädel mit einem Kranz weißer Haare 
imrahmt. 
Fortsetzung folgt.) 
DVV2⏑— 
4 1 
oelert 
Al u beguem.Oc thopog 
terefsante reichiilusireẽ 
Apekte uwsonit 
— * 
197 evarg 212 * 
r? 25 — 
— DD— 
„ 
— 
Dĩe neuse ——— 
QAsra⸗ssↄarfarbe 
PRIMAI ναιναα 
n in aslen atutl ohn. Nuancen 
Bezus d. Drogen-, Friseurgeschaftesn Apothekem 
Austunhrliche Broschüre duftch die353 
aActien · Geselis haftrur AnFab inasion, Berlin 8036 
kin Triumhp— 
der Vissenschaft! 
mus heute die ganzé 
n Welt., mancher wire 
— —⸗ davon besond. schwe 
petroffen. Er muß den ihm liebgeword. Beruf, aufgeben u. steht gamit 
vor inet fasst unloösl. Aufgabe, Das beste Mittel, sich cinen reuen Berui. 
eine bess ere Stelig 2. verschaffen, bietet die Methode Bustin (5 Direk. 
toren ho erer Lebranstalten, 22 Professoren als Mtarheiter), onune 
ĩehrer duren Seibstuntérricht unter energischer Förderung des einzelnen 
du rén den personlichen Fernuntsrricht. Wigsenschatfti, geb Mann, 
Wissensci asftt geb, Frau, Geb. Kaufmann, Geb. handlungsgebhilfin, 
Bakbeamte, Einj. Freiw -Prüf., Abit-Exam, Gymn. Réalgymn, Ober· 
real chule, Lyzeum, Oberiyzeum, Mittelschullehrerorüf., Zweite Lehrer- 
prũf. Handeiswissenschafte, Landwirtschaftsschule, Ackerbausch., Prà- 
hare nd. Konsevatorium Ausführl, 60 8. starke Brosceh. üher hestantd 
BExamen, Beföorderungen im Amte, im Kaufm. Lehen usw- kostenlos 
—— 5 DOS—AIf och 15. 
—* 2 1* J 
kine sensationelle Erfindung 
jũr alle Damen und Herren 
J 438 
ist Dr. Hentschel's Wiköõ-Apparat! 
r beseltigt sehnelrund sigher,alte Hautun- 
erneten, vie, mitescer. Picuel, Pusteln. eckige 
laut. zutgieh iassen. grauen Teint. ferner Runzein. 
Aen. Relentuse. boppelitinn. Die Uaut wird zart 
add vammeweich. der eint tein. biutenweit, und von 
lmmernder Burcnsichtieteit. Honie 3 magere körperteile 
erheiten imnse. Form und Festigreit. Alte UOnreinbeiten des Blutes 
und der naut werden durch imospharischen Druckhere 
ausg ειt, und ein starker bestandiger, Strom frischer Lebens⸗ 
dnnd neuen Bintes viras nach ven Zeuuen dger Haut gezosen. 
Diese vciünzende, Meinode gebt dirert auf die Vrsache dges Obeis. 
ι ene uee der enrateten Haut. iß gen ertenender 
Zenen. puüees, die Haut sowonl innerneh wie außerũch, spornt die 
erschlafiten e ꝛu neuer Tasigkeit on. saust die FPoren aus. 
lee maoen ae vdie üarin, ang εναen Unreinneuen, Stau⸗ 
ν᷑ον— ig But- und Sättezittlation, FJerhdert daciurch dsa 
Ergrauen und Altern der Haut ung tom aue nonen Stellen thohte 
Wantemj zus, 50 datß ein mude — — 
sacnte mabe — von Dr. Hentschens MikS Apꝑara: unbe⸗ 
Ank wieder frisch. voll und een aussehen muß. Ncht zu 
dereein mit wertiosen Nachehmuntzen. Or. Henischelis ind, 
Vporat ict der modernste. und beste Apparat zur Ersangung und 
rnhasiunge von Schonheit. eee und FHEeganze. Er ist der eineige. 
o cnannchert Sasis beruhende önerat, der die von inm 
behaupieten Eigenschaften taisachsich besitezt. Fix und fertig zum 
, ),, nenüοen, Per, beste ßexeis tuür die Guie des 
Apharates sind die vieren tausende von Anerkennangen! 
reis: Eintache eone 8 M. eiégante Ausstattung 14 M. Forio 
0 FPl. &Xira. Nachnahme bEinmasige Angchafftung. Erhaltsich 
in aien ceinschiagigen besseren Geschatten oder von 
Wiksß- erke Dr. Hentschet. —E 
ι. i ααα 
war das weibliche Geschlecht darauf bedacht, die 8Schönheit 
pflegen, die Anmut zu erhöhen und Fehser z2u heseitigen. 
dautpege. „Pasta Divinats, Augenbrauensaft, bestechende 
ir Verschönerung und Reini- Schenheit dichter Brauen und 
ing der Haut. M. 3. 50, 7.-. 14... inern, M. 6.-. „Nero““, zur 
Gurkecnemussion“, feinstes Ge- chten Farbung der Anoen- 
ichiswaschmittel, M. 9... Me- drauen, i all. Farben. 
hode , FixcFix“, einziges Mittel inzerstörbar durch 
eęgen Faiten u. Runzelu, M. 20., Vaschungen, M. 8.- 
2.-, 40.-. Stirn- und Kinnbinde, 4atschläge, Rezepte 
acuts getragen, segen, Stirn- da praiene Au- 
lten u. Doppelkinn, Stück M.S.-. Aabed über Schön- 
einste Gesichtspuder, M. 8.-. eits-u Korpe pfiege 
ommersprossen-Wasser M.7. 50. nden Sie in dem 
cmotlin·, gegen Mitesser,; esannt Buch: ‚„Der 
6.. Lippenrot ... M. 3.80 snige Weg z. Schön- 
srperpflege. Cedera“, gegen eit und GQesundheit, 
eneeανεειg3, 230000 Aautft. M. 1. 80 
qua Divina“ zur Massage der Luskünfte, Prosspekt 
„üste M. 8., Apparat „Afro“, xcostenfr Sich-, 
zrust- und Halsformer M. 30.-2. xund. Behand- 
„Puder Humide“, der beste und ungemu. Elek- 
inschädlichste Verschönerungs- rosyse i. Insti 
duder. Rosa, weib und matt— 
elh, M. 6.. „Jugendrot“, zur 
zrzielunt von zartem, natür- 
ichem Wangenrot, Fl. M, 5.59 
Iygien. Toiletteessi. 
— 
—Wir kaufen —Xx 
Markensammlung 
und Kriegsmarken 
Phäaliphn Kosaek & —* 
Berlim C, Burgqstr. 13 
9 23 
Musikinstrumsnt 
Welches nstrument inte 
Nessiert? Preislisste Nr. 5 
E umsonst. Edmund Paulur 
Markeneukirehen Nr. 514 
garunfseren flotte handechrift 
guruner l 
nit einer Gesamtausgabe von 6 Mark binnen 8 Tasgen 
ind zahlen d e 6 Mark zurück, wenn der Erfolg nicht 
friedigt. — Nicht nur Keider machen Leute, sondern 
uch die Handschiift tut es! — Sie hitft gesch ftlich und 
zesellchaftlich vorwärts. Sie schaftt dem, der sSie 
esitzt. überall eine Vorzugsstellung. Sie ist füt mar chen 
Beruf unbedingt erfordersich. Verlangen Sie kostenlos 
die interessante Broschüre üher unser neuss System. 
Moderner Verlag, Bielstein 513. RhId. 
————— 
Anhoeeschas⁊tin 
vielen Tausender 
—A 
RAU ELIISEBCCS. 
SERILIN-CHARLOTTRNBIIRG S Kantetraßeæ * 
—27—0— — 
—— 
N 
A 
74 
Zzur Hehuns der Körperkräfte, zur Bluterneuerung, 
nervorrasend for Blutarme, Bleithsuthrige, Geschwachie, 
dervöse, Ueberarbeitete. zur Erhönunęe der Lehensenergle. 
Oc 
* 
* 
6a 
ιι—ν 
Preis 3 Mark in Apotheken. Galenus chemische Industrie, Frankfurt am Main-
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.