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Periodical volume Nr. 30, 22. Mai 1947, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1947

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, .

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Mahnung der Einwohnerschaft gegeben und u m die Bitte auszusprechen, daß
auch dort von allen Seiten zum Teil an der Beobachtung und zum Teil auch
a n d e r Gefahrenbeseitigung mitgewirkt werde. E s ist wohl zu verstehen, daß
es in diesem T r ü m m e r f e l d unmöglich ist, ununterbrochen die fortwährenden
Änderungen, die im Winter durch F r o s t eingetreten sind und auch jetzt durch
Regen und Sturm usw. eintreten, im Auge zu behalten, wenn die Bevölkerung
nicht selbst mitwirkt. Leider sind diese Aufrufe nicht überall in den Zeitungen erschienen, ich weiß nicht, ob wegen Raummangel. Jedenfalls hatten
die Zeitungen P l a t z genug dafür, um uns wieder anzugreifen, wenn scheinb a r nicht alles geschehen war. Wir haben diese Aufrufe deshalb nochmals
an die P r e s s e geschickt und um ihre Veröffentlichung gebeten, und wir wiederholen u n s e r e Bitte auch hier an d i e s e r Stelle in b r e i t e r Öffentlichkeit, daß
wir alle Beteiligten und I n t e r e s s e n t e n bitten m ü s s e n , diese Stellen dauernd
zu überwachen und uns, soweit wir es nicht selber wissen, von Veränderungen
Mitteilung zu machen. E s ist wohl nicht notwendig, diesen Aufruf im einzelnen
zu v e r l e s e n .
Die übrigen Punkte sind erwähnt. Ich habe sonst nichts weiter m i t z u teilen.
Stadtv. V o r s t e h e r Dr. S U H R : Wortmeldungen liegen nicht vor,* die
Anfrage ist beantwortet und damit erledigt.
Meine Damen und H e r r e n ! Ich darf bei dieser Gelegenheit aber die
Bitte an den Magistrat richten, künftig entsprechend der neuen Geschäftsordnung die Anfragen nach Möglichkeit schriftlich beantworten zu wollen, damit wir die Tagesordnung schneller erledigen können.
Wir kommen nun zur
Nachtragstagesordnung der 30. Sitzung,
die, wie ich vorhin schon mitteilte, vom Ältestenrat die Dringlichkeit z u e r kannt bekommen hat. Ich nehme Ihr Einverständnis an, daß die darauf v e r zeichneten Vorlagen Nr. 238, 239 und 240 auch von Ihnen als dringlich angesehen werden. - Ich stelle fest, daß das der F a l l ist.
Wir kommen daher zur Beratung der
Vorlage 238, Antrag der Fraktion der SPD, betr. doppelte
Sommerzeit.
Zur Begründung hat das Wort H e r r Stadtverordneter A u s s n e r .
Stadtv. A U S S N E R (SPD) : Meine Damen und H e r r e n ! Als lange
vor dem 11. Mai bekannt wurde, daß von d i e s e m Zeitpunkt an auf Befehl der
I n t e r a l l i i e r t e n Kommandantur u n s e r e Sommerzeit wieder um eine Stunde v o r gedreht werden soll, erhob sich ein allgemeiner Sturm der Entrüstung. A r b e i t e r , Angestellte, Wissenschaftler, Ä r z t e , die Gewerkschaften, alle Schichten
u n s e r e s Volkes erhoben warnend i h r e Stimme. Aber das alles blieb ungehört,
und wir mußten diese uns aufgezwungene Sommerzeit auf uns nehmen. Der
        
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