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Periodical volume Nr. 29, 13. Mai 1947, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1947

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bensmittel für die Gefolgschaftsmitglieder v e r b r a u c h t worden sind
oder ob sie für die Geschäftsleitung persönlich aufgewendet worden
sind.
(Zuruf bei der SED. )
Wir wollen diese F r a g e dahingestellt sein l a s s e n . E s i s t Sache der dafür zuständigen Organe, diese Dinge aufzuklären.
Auch die A r t der Buchführung und der Bilanz läßt nach dem
Bericht sehr zu wünschen übrig. Man hat R e p r ä s e n t a t i o n s g e l d e r
eingesetzt, die teilweise gar nicht verbraucht und entstanden sind.
Man hat eine Buchführung eingerichtet, aus der noch nicht einmal
der tatsächliche Lagerbestand zu e r s e h e n war, und man hat auch
sonst hinsichtlich der Bilanzierung erhebliche Mängel gefunden, die
bei einem ordentlichen Kaufmann nicht zu e r w a r t e n sind.
Wir sind der Ansicht, daß die gemischtwirtschaftlichen Unternehmungen sich auf ihren tatsächlichen Aufgabenkreis zu b e s c h r ä n ken haben. Aus dem Bericht geht klar h e r v o r , daß die Baustoffbeschaffungsgesellschaft sich auch mit unwirtschaftlichen Holzaufkäufen
abgegeben hat, daß sie die UnWirtschaftlichkeit d i e s e r Käufe über die
P r e i s e abgedeckt hat, und daß sie mit allen Mitteln versucht hat, k e i ne Klarheit in diese Holzaufkäufe, für die sie ja nicht zuständig war,
die gar nicht zu i h r e m Gesellschaftszweck gehörten, hineinzubringen.
Alle diese Dinge v e r a n l a s s e n uns, den Antrag der sozialdemok r a t i s c h e n F r a k t i o n durch den b e r e i t s erwähnten Zusatzantrag zu e r gänzen. Wir bitten, daß der Magistrat das E r m i t t l u n g s v e r f a h r e n e r öffnet.
Stadtv. S W O L I N Z K Y (SPD): Meine Damen und H e r r e n ! Ich
bitte, zur Geschäftsordnung sprechen zu dürfen. Sie sehen,. daß das
Haus kaum noch den Vorträgen folgt.
(Widerspruch links.)
Trotz a l l e r politischen Verstocktheit kann man sehen, daß eine Reihe
von Bänken l e e r sind. Im Wettbewerb des SiegenwoUens haben m e h r e r e Redner sehr originell davon gesprochen, es müßten Kaufleute sein.
Aber die beiden Redner, die das gefordert haben, sind keine Kaufleute.
Das nur nebenbei. Wir haben uns gegenseitig in der Diskussion ü b e r steigert.
(Zuruf von der SED.)
Damit nun Fachleute dazu sprechen können, Kollege Litke, und damit
wir in der Zwischenzeit die Angelegenheit prüfen können, damit ich
Ihnen nachweisen kann, daß H e r r Z i m m e r m a n n ein SED-Mann ist,
(erneute Zurufe von der SED)

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