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Periodical volume Nr. 28, 8. Mai 1947, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1947

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Land- und F o r s t w i r t s c h a f t . Hier haben wir auf der einen Seite die
Stadtgüter, - ein Eigenbetrieb mit kaufmännischer Buchführung. Bei einem
i Aufwand von 7, 5 Millionen RM benötigt er einen Zuschuß von rund 1 Million RM. Das ist begreiflich; denn die Stadtgüter haben nach dem Z u s a m m e n bruch so gut wie mit nichts angefangen.
Die Forstverwaltung ist ein Eigenbetrieb mit Verwaltungsbuchführung. Die Einnahmen betragen 1, 3 Millionen RM, die Ausgaben 2 Millionen
RM, so daß ein Zuschuß von 0, 7 Millionen RM e r f o r d e r l i c h ist.
Die Behala ist ein Eigenbetrieb mit kaufmännischer Buchführung,
die bei einem E r t r a g von 5, 7 Millionen RM in der Lage ist, an den H a u s halt 0, 2 Millionen RM abzuliefern.
Die Müllabfuhr, eine Gebührenanstalt mit kaufmännischer Buchführung, verlangt einen Zuschuß von 7 Millionen RM bei einem Gesamtaufwand von 15, 5 Millionen RM.
Die Straßenreinigung ist eine Gebührenanstalt mit Verwaltungsbuchführung. Die Einnahme soll hier 7, 5 Millionen RM und die Ausgabe 10 Millionen RM betragen, so daß ein Zuschuß von 2, 5 Millionen RM e r f o r d e r l i c h
wäre.
Ich komme nun zu den Ver Sicherungsanstalten, und zwar zunächst
zur Sozialversicherung. Die V e r s i c h e r u n g s a n s t a l t von B e r l i n nimmt im J a h r e 548 Millionen RM ein und gibt sie auch a u s . Die Einnahmen s t a m m e n ja
zu einem großen Teil aus dem Haushalt von Berlin.
Die F e u e r s o z i e t ä t , eine Körperschaft oder eine j u r i s t i s c h e P e r s o n
öffentlichen Rechts, und die L e b e n s v e r s i c h e r u n g e n haben z u s a m m e n einen
Aufwand von 18 Millionen RM im J a h r e .
Die Geldinstitute - darunter das Stadtkontor - mit einem E r t r a g und
einem^Aufwand von 7, 1 Millionen RM, - sind nicht in der Lage, irgendeinen
Überschuß zu e r z i e l e n und abzuliefern. Die S p a r k a s s e verlangt sogar bei
einem Aufwand von 5 Millionen RM einen Zuschuß von mindestens 4, 6 Millionen RM. Davon sind die Hälfte Zinsen für die Einlagen an Spargeldern,
und die andere Hälfte stellen die Kosten für Verwaltung d a r . Der Unterschied
besteht ja darin, daß die S p a r k a s s e für i h r e Einlagen Zinsen zahlen muß,
während das Stadtkontor bekanntlich keine bezahlt.
Als letztes Geldinstitut darf ich die Wohnungsbaukreditanstalt erwähnen, bei der Aufwand und E r t r a g sich mit 3 Millionen RM decken. Die Wohnung sbaukreditanstalt, die z. Zt. die Mittel aus der Gebäudeinstandsetzungsabgabe bewirtschaftet, hat heute, nachdem die 23, 5 Millionen RM aus den
Mietscheinen sind, noch rund 50 Millionen RM zur Verfügung, u m an die
Hauseigentümer Darlehen zur Instandsetzung von Wohnungen zu geben. Die
Gebäudeinstandsetzungsabgabe hat einschließlich d i e s e r 23, 5 Millionen RM
und der E r l ö s e für verkaufte E n t t r ü m m e r u n g s m a t e r i a l i e n rund 137 Millionen
eingenommen.
        
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