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Periodical volume Nr. 28, 8. Mai 1947, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1947

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den Antrag gestellt, die Vorlage noch einmal dem Ausschuß zur nochmaligen
Beratung zurückzuverweisen. Ich darf daher wohl mit Einverständnis der Ant r a g s t e l l e r davon Abstand nehmen, jetzt die einzelnen Abänderungsvorschläge
"zu den verschiedenen P a r a g r a p h e n zu v e r l e s e n , sondern gleich in Anregung
des Antrages, der CDU den Vorschlag machen, den Beschluß noch einmal mit
dem Abänderungsantrag dem Ausschuß für Arbeit zur nochmaligen Beratung
zu überweisen.
Stadtv. M A R O N (SED) : Ich möchte nicht gegen den Antrag sprechen.
Ich möchte vorschlagen, daß eine gemeinsame Sitzung des A u s s c h u s s e s für
A r b e i t und des sozialpolitischen A u s s c h u s s e s einberufen wird, da der Antrag
sonst nacheinander beide A u s s c h ü s s e beschäftigen müßte.
V o r s t e h e r Dr. S U H R : D i e s e r Wunsch des H e r r n Stadtverordneten
Maron entsprach eigentlich dem ursprünglichen Antrag der CDU, eine g e m e i n s a m e Beratung des A u s s c h u s s e s für Arbeit und des A u s s c h u s s e s für
Sozialwesen zu veranstalten. Ich hatte die A n t r a g s t e l l e r gebeten, davon A b stand zu nehmen. Da ja in dem Antrag der S E D - F r a k t i o n auch noch finanzielle F r a g e n geregelt werden m ü s s e n , hat der Hauptausschuß dazu noch
Stellung zu nehmen, und ich habe Bedenken dagegen, nun d r e i A u s s c h ü s s e
mit einer Angelegenheit zu befassen. Ich fürchte, daß das Schwierigkeiten,
haben wird. E s ist der Antrag gestellt, den Beschluß des A u s s c h u s s e s für
A r b e i t mit den Abänderungsanträgen der SED zur g e m e i n s a m e n Beratung den
A u s s c h ü s s e n für Arbeit und Sozialwesen zu überweisen, wobei eingeschlossen
ist, daß sich außerdem noch der Hauptausschuß mit den finanziellen F r a g e n
zu beschäftigen hätte. Wer diesen Anträgen der S E D - F r a k t i o n und der CDUF r a k t i o n seine Zustimmung geben will, bitte ich, das Handzeichen zu geben. Das ist die Mehrheit; demzufolge ist so b e s c h l o s s e n .
Damit kommen wir zum laufenden Punkt 3 der heutigen Tagesordnung.
Wir t r e t e n in die
. ,
e r s t e Beratung des Haushaltsplanentwurfs von G r o ß - B e r l i n
für 1947
ein, Drucksache Nr. 198, dazu die Drucksache Nr. 205a, die einen Auszug
aus dem Haushaltsplanentwurf enthält, mit dem ausdrücklichen Hinweis,
daß ich in der nächsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung einen a u s führlichen Haushaltsplan Nr. 205 den Stadtverordneten zur Verfügung stellen
kann. Ich gebe H e r r n S t a d t k ä m m e r e r Dr. Haas das Wort.
S t a d t k ä m m e r e r Dr. H A A S : Meine Damen und H e r r e n ! Wir k o m m e n
heute zu einer der wichtigsten Angelegenheiten, die der Gebietskörperschaft
G r o ß - B e r l i n obliegt, vor allem ihren V e r t r e t u n g s k ö r p e r n . Gestatten Sie m i r
z u e r s t eine kleine Vorbemerkung. B i s h e r war es üblich, daß der K ä m m e r e r
seine Rede wohl abgewogen, m e i s t sogar bis zu j e d e m Wort schriftlich f e s t gelegt, h i e r bekannt gab. Ich war dazu nicht in der Lage und auch nicht g e willt, sondern spreche mitten aus der Arbeit h e r a u s , so wie die Arbeit m i r
die Gedanken gegeben hat. Infolgedessen war es auch nicht möglich, der
P r e s s e rechtzeitig einen Überblick zu geben. Ich muß Sie a l s o schon bitten,
meine Ausführungen selbst anzuhören.
        
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