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Periodical volume Nr. 25, 11. April 1947, Ordentliche Sitzung

Full text: Stenographischer Bericht Issue 1947

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(Hört! Hört! bei der SPD.)
Das war das, was uns am m e i s t e n bei d i e s e r Geschichte vor den Kopf
gesto ßen hat.
(Stadtv. Mewis: E s war doch unverbindlich!)
Wir konnten die große Öffentlichkeit Jtiicht in d i e s e r F o r m hintergehen.
(Zuruf von der SED: Von welcher Vereinbarung reden Sie?
E s gab keine, es gab nur eine unverbindliche Besprechung!)
Also wir haben d e m O b e r b ü r g e r m e i s t e r Ostrowski d a r a u s den Vorwurf gemacht, daß e r uns in die Verlegenheit bringt, der Öffentlichkeit zu v e r schweigen, daß wir ein Bündnis mit einer anderen P a r t e i eingehen wollten.
- (Zuruf von der SED: Wir wollten das öffentlich tun und
nicht heimlich!)
Sie haben sich doch verpflichtet, nichts in die P r e s s e zu bringen von diesen
Dingen.
(Zuruf von der SED: Nein! L e s e n Sie doch mal vor! E r s t
die Vereinbarung der beiden P a r t e i e n und dann die V e r öffentlichung!)
Die Vereinbarung der beiden P a r t e i e n ist von H e r r n Litke vorhin schon v o r gelesen worden. Aber ich will sie noch einmal v o r l e s e n :
Die Genossen Litke, Matern und Maron e r k l ä r t e n den Genossen
Ostrowski und Stumm gegenüber, daß die SED die Genossen Dusiska
und Heinrich Starck aus ihren Positionen in der Stadtverwaltung
zurückzieht. Die Genossen Matern und Litke sind bereit, die Genossen Wildangel und Martin Schmidt von ihren Positionen zurückzuziehen, wenn zwischen der SPD und SED ein g e m e i n s a m e s A r b e i t s p r o g r a m m während der nächsten drei Monate zur Durchführung
kommt und alle Polemiken während d i e s e r Zeit in P r e s s e und öffentlichen Versammlungen abgestellt werden.
Und dann verpflichten sie sich zum Schluß: darüber darf nichts in die P r e s s e
kommen.
(Zuruf von der SED: Weiter!)
Ich lese weiter:
Die Unterzeichneten e r k l ä r e n , daß die Fraktionen der SPD und
SED keine E r k l ä r u n g e n - (Zuruf von der SED: Die Fraktionen, H e r r Swolinzky!
Also ist doch Ihre ganze Argumentation falsch!)
Also man wollte uns z w i n g e n , einen V e r t r a g einzugehen, der im Widerspruch stand zu u n s e r e m Gelöbnis, das wir der Öffentlichkeit gegenüber
abgelegt hatten, und das wir sehr e r n s t genommen haben und das wir g e halten haben.
        
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